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Rezension: Dennenlohe- Der Park des grünen Barons- Sabine Freifrau von Süsskind- Prestel

Dieses traumhafte, reich bebilderte Buch bringt den Lesern und Betrachtern den #Schlosspark von #Schloss_Dennenlohe in Unterschwaningen/Franken näher, den man Jahr für Jahr vom 1. April bis 1. November an Wochenenden zwischen 10 bis 17 Uhr und werktags von 9 bis 17 Uhr besuchen kann. 

Das Vorwort zum Buch hat #Sabine_Freifrau_von_Süsskind verfasst, die gemeinsam mit ihrem Gatten dem #Baron_Robert_von_Süsskind auf dessen ererbtem Anwesen vor 30 Jahren einen Landschaftspark samt botanischem Garten auf 26 Hektar plante, gestaltete, baute und seither managt. 

Wie die #Gartenenthusiastin aufzählt, betreiben sie zudem noch ein #Restaurant, ein #Café, ein #Oldtimer_Museum, eine #Fotogalerie, einen #Pferdestall und eine #Kunsthalle. Kurzum, hier haben sich einst zwei Menschen gefunden, deren Schaffenskraft und Kreativität ideal zueinander passen und die dazu noch gemeinsam an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen können. Das Ergebnis löst nicht nur bei Naturfreunden Staunen und viel Applaus aus. So fruchtbar kann eine Ehe sein, wenn die Chemie stimmt und man gemeinsam gesetzte Ziele verwirklicht, egal wie anstrengend dies auch sein mag.

Auf einer Buchdoppelseite erhält man einen Eindruck von der Größe und der Gestaltung des Geländes und im Rahmen von acht Textbeiträgen unterschiedlicher Besucher erfährt man Wissenswertes  über das, was es auf den vielen Fotos zu bestaunen gibt. 

#Dorothee_Gräfin_von_Walderdorff ist eine der Autorinnen. Sie berichtet davon, dass Schloss Dennenlohe nach den Plänen des italienischen Architekten #Leopold_Retti erbaut wurde. Dieser war Hofbaumeister des Markgrafen von Ansbach und Meister des Süddeutschen Barocks. Gräfin von Walderdorff erzählt wie das Schloss und das Anwesen schließlich in die Hände des Bankiers Johann Gottlieb Freiherr von Süsskind kam, der damals als der reichste Schwabe galt. 

Mittlerweile gehört der fränkische Besitz seit acht Generationen den Freiherren von Süsskind. Dabei übernahm der 1955 geborene Robert Andreas Gottlieb Süsskind, genannt der grüne Baron,  im Jahre 1978 das Schloss Dennenlohe von seinem Vater. Nach einem BWL-Studium in St. Gallen arbeitete er zunächst in Brüssel im Bereich Sport-Sponsoring. Es zog ihn aber in das Schloss zurück, wo er mit seiner Frau ein Paradies schuf, in dem #englische_Rosen, #japanische_Azaleen, #chinesische_Sträucher und #Rhododendren jährlich Zigtausende Besucher anlocken, wie man dem Buch entnehmen kann. 

#Katja_Zemch bezeichnet Dennenlohe als einen Ort voller #Magie und #Christa_Pichler schreibt, dass dort drei Jahrzehnte tagtäglich gegraben und gebaggert wurde. So seien #Wasserläufe, #Bäche, #Tümpel, große und kleine Seen enstanden, verbunden durch #Brücken aller Art und Farben sowie Holzstege über #Wiesen und #Wasserläufe. Weiter gegangen sei es mit Hügeln und Bergen, denen eine Arena, ein #Bambuswald, ein #Tempelberg, Hoch- und Niedermoore, ein Dressurreitplatz, Labyrinthe und #Wiesenbiotope gefolgt seien. Ach ja, auf dem #Rosenberg würden im Sommer Tausende von #Rosen blühen und in den Wiesen zudem eine Vielfalt von #Wildblumen.

Bewundern kann man in diesem Buch zauberhaft schöne Blumen aller Art in unterschiedlichen Farben und erfährt, dass Robert von Süsskind neben seinem BWL- Studium eine #Gärtnerlehre absolviert hat, während seine Frau neben ihrem BWL-Studium sich als #Gartentherapeutin hat ausbilden lassen. Wer etwas so Prachtvolles kreiert, benötigt selbstverständlich Fachwissen. Dies ist die Basis für eine glückliche Hand. Beide haben es sich angeeignet.

Der Ideenreichtum des Ehepaares scheint unermesslich zu sein, das machen die Bilder und Beschreibungen des Parks deutlich. 10 000 Besucher führt Baron von Süsskind persönlich während eines Jahres durch den Park, von dem man in diesem Buch einen tollen Eindruck erhält. Einfach faszinierend.

Maximal empfehlenswert.

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Dennenlohe: Der Park des grünen Barons

Rezension: Wildlife Gardening- Die Kunst im eigenen Garten die Welt zu retten- Dave Goulson- Hanser

Der Autor dieses sehr informativen Gartenbuchs ist der Brite #Dave_Goulson. Er ist einer von Europas führenden Hummel- und Wildbienenschützer. Der Naturfreund lebt in Blackboys, East Sussex. Dort betreibt er seit vielen Jahren #Wildlife_Gardening. 

In diesem Buch geht es darum, die Artenvielfalt in unseren #Gärten zu fördern und immer mehr dieser kleinen Wunderwesen in unser Leben zu lassen. Notwendig hierfür ist der Anbau von gesundem, pestizidfreiem und lokalem #Obst und #Gemüse sowie generell einer #Flora, die zu Boden und Klima passt. 

Jedes Kapitel beginnt mit einem Rezept, in dem Gartenprodukte verarbeitet worden sind und man stößt auch immer wieder auf schöne Illustrationen, in der die Farbe #Sonnengelb stets wohlwollend hervorstrahlt. 

#Naturgärtnerei, darum geht es, sei ganz einfach, denn die #Pflanzen wachsen von selbst und die #Bienen und #Schmetterlinge finden die #Blüten alleine, so das Credo des Autors. #Pflanzenfresser, #Schnecken, #Rüsselkäfer, #Blattkäfer und #Raupen kommen und mit ihnen ihre Räuber. Dabei muss ein #Naturgarten aber keineswegs ein wildes Chaos sein. 

Die Grundlage eines solchen Gartens sind Pflanzen. Dabei geht die Energie, die in den Blättern, Stämmen und Wurzeln der Pflanzen gespeichert ist,  auf die Tiere über, die sich von den Pflanzen ernähren. Jede Tierart hat in der Regel eine Vorliebe für eine bestimmte Pflanzenart, ja sogar teilweise für bestimmte Teile einer Pflanze. Darüber erfährt man beispielsweise in diesem wunderbaren Buch viel Wissenswertes.

Je mehr heimische Pflanzen man im Garten beherbergt, umso mehr heimischen Pflanzenarten siedeln sich von selbst dann an. Je unterschiedlicher die Pflanzen, Wildblumen und blühenden Büsche umso größer ist die Chance eine #Bienenweide zu entwickeln. Wie der Autor so treffend schreibt: "Wenn sie dann noch ihre Nachbarn überzeugen, es ihnen nachzutun, dann könnte Ihre Straße demnächst ein Tempel für diese kleinen, aber unverzichtbaren Biester werden."

Dave Goulson erläutert wie man einen Garten pestizidfrei und CO2 –neutral gestaltet, wie man das Artensterben stoppt und dabei zum Selbstversorger wird.

Das Buch ist eine klare Absage an die #Monokultur und vor allem ein Handbuch der Freude, aus dem ich gerne meiner 88 jährigen Mutter vorlese und über dessen Inhalt wir dann stets sprechen. 

"Mehr Blumen zu pflanzen, hilft den Bienen viel wirksamer als der Versuch, mehr Bienen zu halten", so Dave Goulson. Meine Mutter nickt. Sie muss es wissen, denn sie hat viele Jahrzehnte ihren Biogarten mit viel Zuneigung  gepflegt.

Der Autor nennt zahlreiche #Gartenpflanzen, die man leicht ziehen kann, um Bienen und andere Bestäuber zu stärken, aber auch Beerenpflanzen für die Vögel, so etwa #Brombeeren aber auch #Efeu.

Doch lesen Sie einfach selbst in diesem wunderbaren Werk, durch das man lernt, ein Paradies zu gestalten und seinen Beitrag zu leisten, um die Welt in ihrer Artenvielfalt zu retten 

 Maximal empfehlenswert 

Helga König Im Fachhandel erhältlich 

Onlinebestellung bitte hier klicken: Hanser oder AmazonWildlife Gardening: Die Kunst, im eigenen Garten die Welt zu retten

Rezension: Rein ins Grüne-Raus in die Stadt - #Renate_Künast mit Victoria Wegner-Callwey

Die Autorinnen dieses bemerkenswerten Gartenbuches sind Renate Künast,  Bundestagsabgeordnete "Bündnis 90/Die Grünen" und  die Gartenredakteurin Victoria Wegner.

Mit diesem Werk möchten die beiden Gartenliebhaberinnen Urban_Gardening_Projekte in Deutschland und anderswo vorstellen und deren Sinn begreifbar machen. 

Urbane Gärten erfüllen mehrere Aufgaben einer zukünftigen Gartengestaltung, indem sie Lebensmittel produzieren, ein soziales Miteinander organisieren und verschiedenen Gruppen eine Teilhabe an der Gesellschaft- auch interkulturell für Menschen mit Behinderung garantieren. Des Weiteren tragen sie zu einem besseren Stadtklima in Zeiten des Klimawandels bei. 

Vorgestellt werden in diesem reich bebilderten Gartenbuch 22 Gartenprojekte dieser Art, zudem kann man sich in sechs Sonderthemen vertiefen und erhält eine Fülle bemerkenswerter Gartentipps.  Sehr inspirierend sind die Kochrezepte und Pflanzentipps.

Die einzelnen Projekte werden sehr gut beschrieben. So liest man beispielsweise von dem Projekt "Essbare Stadt Andernach" und hier wie bei vielen anderen der vorgestellten Projekte etwas über das Konzept und die Ziele.

Die Geoökologin Dr. Lutz Kosack und die Gartenbauingenieurin Heike Boomgaarden begannen 2010 an dem Konzept für eine "Essbare Stadt" mit großer Artenvielfalt zu arbeiten. Man verfolgte das Ziel, die städtischen Flächen abwechslungsreich zu gestalten, damit sie zu einem kulinarischen Genuss werden und das Stadtbild optisch aufwerten. Die Grünflächen sollten als Lebensmittelpunkt wieder erlebbar werden, indem man Gemüsebäume und Obstpflanzen in die Stadt brachte. Dadurch sollte die Bevölkerung sensibilisiert werden für das Grün und in die Pflege und Ernte eingebunden werden. Das Projekt glückte. Man erfährt nicht nur, was angebaut wird, sondern liest auch über die Artenvielfalt der Blumen, erhält auch gastronomische Adressen und kann sich in ein Gespräch zwischen  der Grünen-Politikerin Renate Künast und dem Geoökologen Lutz Kosack vertiefen. Er ist der Koordinator der essbaren Stadt. 

Nicht nur Projekte in deutschen Städten, sondern auch in Österreich und der Schweiz werden vorgestellt, alle sind sehr vielversprechend und im Ergebnis gute Anregungen für andere Städte, ebenso zu verfahren. 

Sehr spannend zu lesen, ist das das Sonderthema #Bienen. Mittlerweile soll das Nahrungsangebot für Bienen in den Städten üppiger als auf dem Land sein. Man erfährt, wo man Imkerkurse machen kann, wie man Bienen schützt, auch was man bei der Bienenhaltung beachten muss und erhält eine Reihe von Adressen für Kurse und Informationen. 

Renate Künast hat zahlreiche, sehr gute Interviews mit kompetenten Fachleuten für das Buch realisiert, die das Bewusstsein der Leser und Leserinnen in puncto urbane Gärten zu schärfen helfen. Dies ist auch zwingend notwendig in Zeiten des Klimawandels.

Maximal empfehlenswert

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Rein ins Grüne - Raus in die Stadt: Eine Reise durch urbane Gärten

Rezension: Gärten des Jahres 2019 - Claudia Gölz - Konstanze Neubauer- Callwey

In diesem Bildband werden die schönsten 50 Privatgärten des Jahres 2019 der besten Gartenplaner im deutschsprachigen Raum präsentiert. Der Präsentation geht eine mehrseitige Einleitung der Autorin Claudia Gölz voraus. Dieser Einleitung folgt dann die Vorstellung des Gartens, der den 1. Preis der ausgewählten Fachjury erhalten hat. Das Planungsbüro "Büro Landschaftsarchitekt Volker Püschel" hat den 1.375 m² großen Garten, der Teil eines Parks ist, gestaltet. Volker Püschel sagte dazu "Beim Anblick des romantischen Südfassade war mir sofort klar, dass hier das Potential für etwas Besonderes schlummert."

Alle gezeigten, ausgezeichneten Gärten werden jeweils durch zahlreiche Fotos dem Betrachter nahe gebracht. Stets wird man textlich über die Besonderheiten informiert, die zur Auszeichnung führten und erhält durch eine Skizze einen Eindruck vom  jeweiligen Gartenbauplan. Die Lage eines jeden Gartens wird genannt und auch die Größe, der Name des jeweiligen Planungsbüros und die Firma, die für die Ausführung zuständig war.  Was noch? Die Gartenplaner (m/w) werden bildlich vorgestellt und erläutern mit wenigen Worten, worum es ihnen bei der Gestaltung gegangen ist. Dazu gibt es noch eindrucksvolle Beschreibungen der einzelnen Gärten. 

Es sind höchst unterschiedliche Projekte, die hier gezeigt werden, bei denen die Größe des Gartens, die Landschaft und anderes mehr sehr differieren. So lernt man beispielsweise einen kleinen Stadtgarten von nur 280 m² kennen. Brigitte Röde hat ihn gestaltet und sagt dazu "Die Idee einer zentralen kreisförmigen Rasenfläche, die von den Grenzen abgedrückt in der Fläche liegt, vermittelt Ruhe und löst die Form des Grundstücks auf."  Es folgt daraufhin ein Garten mit 10 000 m²   Fläche in der Hollstein´ schen Schweiz, der alles hat, was man sich erträumen kann: eine selten anzutreffende Pflanzenvielfalt, Wasser, schattige und sonnige Partien, eine Terrasse am Haus und unterschiedliche kleine Sitzplätze im Garten wie auch einen Teichblick. Man sieht und liest wie Fenna Graf ihn gestaltet hat und ist begeistert. 

Es ist unmöglich, im Rahmen der Rezension auf alle vorgestellten Gärten näher einzugehen. Inspiration gibt es zuhauf, so für einen tollen Dachgarten oder für einen Hanggarten oder für einen klassischen Villengarten mit verhältnismäßig kleiner Gartenfläche. Beeindruckend sind alle Objekte. Erstaunt ist man vielleicht am meisten, was man aus kleinen Flächen gezaubert hat, so etwa aus einem Garten, der zu einem alten Stadthaus in Krefeld gehört. Hier hat die Gartenplanerin Angela Frensch gewirkt, der es wichtig war, den morbiden Charme des kleinen Stadtgartens zu erhalten. 

Ein in meinen Augen besonders gelungenes Projekt stammt von dem Landschaftsarchitekten Manuel Sauer. Der 450 m²  große Garten befindet sich in Bonn und dort in einem Stadtviertel, das historische Gebäude und Villen aus der Gründerzeit unter Baumbestand beherbergt. Es handelt sich bei diesem Projekt um eine Kombination aus klaren Raumstrukturen und weichen Pflanzenbildern, die die Atmosphäre zu etwas ganz Besonderem machen.

Zauberhaft auch ist ein kleiner romantischer Garten in einem alten Stadtteil von Düsseldorf, gestaltet von Sven Schumacher. Er erläutert dazu: "Die horizontale Linienführung der Hecken und Trockemauern minimiert die Länge des kleinen Gartens und verbreitert ihn optisch."

Selbst ein japanischer Teegarten wird vorgestellt. Dieses kleine Paradies in München ist nur 165 m² groß. Friedhelm Hellenkamp, der Gestalter, sagt  "Das Gefühl beim Betreten eines Gartenraumes ist für mich wichtig. Man überschreitet eine unsichtbare Schwelle und die große innere Haltung verändert sich."

Schaut man sich die einzelnen Gärten im Buch genau an, so entsteht jeweils ein anderes Gefühl. Herauszufinden, was zu einem selbst am besten passt, setzt voraus, dass man sich öffnet, für all das Schöne, was dem Leser (m/w) und Betrachter (m/w) hier entgegengebracht wird.

 Sehr empfehlenswert.

 Helga König

Überall im Fachhandel erhältlich

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Gärten des Jahres 2019: Die 50 schönsten Privatgärten 2019

Rezension: Romantische Gartenreisen in den Niederlanden & Belgien- #Anja_Birne/ #Elke_Boskowski- Callwey

Dieses reich bebilderte Gartenbuch ist eine Teamarbeit von Anja Birne, Elke Borkowski und Vanessa Jansen. Anja Birne, eine Staudengärtnerin, Buchautorin und Gartenbuchjournalistin leitet seit vielen Jahren Gartenreisen in verschiedene Länder Europas. Elke Borkowski gilt als eine der besten Gartenfotografinnen unseres Kontinents und Vanessa Jansen ist eine junge, sehr begabte Food-Fotografin. 

Nach einer umfangreichen Einleitung gehen die Leser mit dem Autorenteam auf Reisen. Dabei führen insgesamt sieben Touren durch die Niederlande und in den angrenzenden nördlichen Teil Belgiens. 

Die Touren sind untergliedert in:
-Nord- und Südholland sowie Utrecht 
-Overijessel und Flevoland 
-Gelderland 
-Groningen und Friesland 
-Limburg
-Zeeland& Nord Brabant
-Belgien 

In jeder dieser Regionen werden diverse Gärten vorgestellt und zwar im Rahmen von sehr informativen Texten und traumhaften Fotos. Die Eigentümer werden stets genannt und es wird zudem auf die Besonderheit des jeweiligen Gartens hingewiesen. Die Website der Gärten wird auch stets mitgeliefert. Dazu gibt es noch Rubriken mit Sonderinformationen, so etwa über Jacobus P. Thijsse, der der Begründer der niederländischen Naturgartenbewegung war. 

Natürlich freut man sich gerade im bevorstehenden Frühling über die Tulpenpracht, die man in den abgelichteten Gärten Nord- und Südhollands sowie Utrechts bestaunen darf, so etwa in #Weesp. Dort liegt "#De_Theetuin" (der Teegarten) von Jacqueline van der Kloet oder auch der "#Hortus_Bulborum", wo der Schulleiter Pieter Boschmann aus Limmen 1924 den Grundstein für die einzigartige Sammlung von historischen Blumenzwiebeln legte. Geschichtlich Wissenswertes über die Tulpe, -  die Modeblume des Barock- kann man einem Sonderbeitrag entnehmen und sich alsdann mit dem ältesten Botanischen Garten der Niederlande, den "#Hortus_Botanicus" in Leiden befassen, dessen Eigentümer die dortige Universität ist. Mehr erfährt man auch über die "#Grachtengärten in Amsterdam". Sie sind Bestandteil des architektonischen und städtebaulichen Gesamtkunstwerks, dem sogenannten halbmondförmigen Grachtengürtel, der zum #Weltkulturerbe der #UNESCO zählt. Eine weitere Spezialseite mit Reisetipps und Wissenswertem rundet jede einzelne, sehr gut beschriebene Gartentour dann ab.

Es führt zu weit, auf die rund 40 Gärten hier näher einzugehen. Wo sie konkret zu finden sind, entnimmt man den doppelseitigen Landkarten am Anfang und zum Schluss. In der Region Limburg befindet sich der Garten "#Tuin_Verheggen", wo im Sommer und im Herbst beeindruckend viele Dahlien zu bewundern sind. Die Hauptstadt vom Limburg ist übrigens Maastricht. Über diese Stadt erfährt man historisch Interessantes und liest u.a. von einer 700 Jahre alten Dominikanerkirche, die heute eine Buchhandlung ist. 

Sehr spannend finde ich die Gartentour durch #Belgien und hier die Präsentation der königlichen "Gewächshäuser in #Laeken"/Brüssel. Auf Schloss Laeken gibt es die größte zusammenhängende Glaslandschaft Europas, die z. Z. der Azaleenblüte viele Menschen beeindruckt. 

Auch "den Garten des Malers Peter Paul Rubens" lernt man kennen. Heute gehört er der Stadt Antwerpen. Es handelt sich dabei um einen restaurierten Garten aus dem 17. Jahrhundert. 

Was noch? Ach, ja. Im Anschluss an die Gartenreisen werden Rezepte vorgestellt. Hier findet man u.a. Rezepte für "#Pannenkoeken", die typisch für die Niederlanden sind. Auch Rezepte für eine "Indonesischen Reistafel" und ein tolles Rezept für eine "Appeltaart met Noten" machen neugierig, des Weiteren die "Lütticher Waffeln" und das "Basilicum-Sorbet mit Genever".

FAZIT: Alles in allem ein gelungenes Buch, das Lust auf  eine Gartenreise macht. Warum nicht zu den "Grachtengärten" Amsterdams? Eine solche Reise könnte man mit einem Besuch des "Tulipmuseums" vor Ort verbinden und sich auf dem "Bloemenmarkt" am Duft von Frühlingsblumen berauschen. Anschließend gibt es dann vielleicht "Holländer Schnitten" mit einer Tasse Kaffee. Das Leben kann schön sein, doch nur, wenn man Glück hat.

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Romantische Gartenreisen in den Niederlanden und Belgien: Zu Besuch in den schönsten Gärten mit den besten Geheimtipps

Rezension: Zauber des Orients- Eine fantastische Reise zu den schönsten Gärten von Marokko bis Indien- Veronika Hofer- DVA

Dieses wunderschöne und dabei sehr informative Gartenbuch führt den Leser und Betrachter in Gärten, die im Iran, in Andalusien, in Marokko, im Libanon, in Ägypten, in Jordanien, in Afghanistan, in Indien, in Pakistan, in Saudi-Arabien, in Dubai und in Schardscha lokalisiert sind. 

Den ausführlichen, reich bebilderten Beschreibungen ist eine Landkarte vorgeschaltet, auf der man sich einen Überblick verschaffen kann, wo genau in den Ländern die Gärten beheimatet sind. 

Zunächst lernt man  solche Paradiese im Iran kennen. Dort gibt es  nämlich den ältesten nachgewiesenen Gärten der Welt. Das Areal von 249 Hektar muss einst mit Bäumen und pflanzen bedeckt gewesen sein. Es war der Achämeniden-Herrscher Kyros der Große, der in Pasargadae einen Palastgarten erbauen ließ, der als überirdisch schöner Ort Berühmtheit erlangte. Man liest von frühen Bewässerungssystemen, die dies erst ermöglichten und begibt sich alsdann durch weitere wunderschöne iranische Gartenlandschaften, so etwa in Yazd, die als älteste Stadt der Welt gilt. In Bagh-e Fin soll es einen der schönsten Gärten im Land geben, dessen Ursprünge liegen über 400 Jahre zurück. Noch heute ist das Hauptelement dieses Gartens das Wasser, das das offene Geheimnis schöner Gärten verkörpert. Darüber erfährt man viel Wissenswertes, z. B. auch über den Klang des Wassers und kann auf Bildern den Garten bewundern. 

Man liest von den Musalla- Gärten, die zu Ehren des Dichters Hafis errichtet wurden. Dort befindet sich übrigens sein Grabmal. Es folgen weitere schöne Gärten im Iran, u.a. in Isfahan, bevor die Reise den Leser nach Andalusien führt, wo Muslime im 7. Jahrhundert ihre Bewässerungstechnik mitbrachten, die wunderschöne Gärten ermöglichten. So lernt man einen Garten in Cordoba kennen, auch die Gärten des Alcazar von Sevilla und viele andere beeindruckende Paradiese mehr, natürlich wurden die Gärten der Alhambra nicht vergessen. Hier erfährt man auch, weshalb die Mauren die Myrthe so schätzten. Ein Interview mit dem Alhambra-Gärtner Christóbal Romera ist sehr spannend zu lesen. 

Die Gärten von Marrakesch sind natürlich auch etwas ganz Besonderes. Man lernt im Buch einige davon kennen, nicht zuletzt den "Anima Garten" André Hellers, über den ich bereits eine Rezension verfasst habe. Gefallen hat mir das Interview mit dem Künstler im Buch, in dem man u.a. erfährt, was er mit seinem Garten erreichen möchte. Damit nicht zu Ende, lernt man Gärten im Libanon kennen. Hier gibt es ein interessantes Interview mit einem Landschaftsarchitekten, der u.a. sagt: "Die Gärten sollen uns zusammenbringen, uns entspannen, uns heilen und uns vergessen helfen“ 

Faszinierend auch sind die Gärten in Jordanien, wo jeder Zentimeter Grün zählt, dann auch ein Garten in Afghanistan, der eine Art Schutzraum ist inmitten von Staub und Hitze in dem kriegszerütteten Kabul. 

Was noch? Indische Gärten…So der Schleiergarten von Neu- Delhi. Hier wurde einst ein Garten nur für Frauen gebaut, der "Women only Garden". Der neu angelegte Garten bietet muslimischen Frauen einen geschützten, grünen Ort des Rückzugs. Ganz zum Schluss lernt man nicht das Wüstengrün Saudi-Arabiens kennen und Gartenanlagen im reichen Dubai, sowie den Campus der Amerikanischen Universität Schardscha, wo prachtvolle Königspalmen nicht vergessen lassen, dass man sich in einem kleinen Emirat neben Dubai befindet. 

Ein schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle. 

Helga König

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Zauber des Orients: Eine fantastische Reise zu den schönsten Gärten von Marokko bis Indien

Rezension: Dreamscapes- Traumgärten aus aller Welt- Claire Takacx

Dieser grandiose Bildband von Claire Takacs hat Folko Kullmann aus dem Englischen übersetzt. Vorgestellt werden in Wort und imposanten Bildern 70 Gärten, die in Australien, Neuseeland, Nordamerika, Europa und Asien beheimatet sind. 

Allen Gärten gemeinsam ist üppigste Begrünung und doch gleicht kein Garten einem anderen. Die klimatischen Bedingungen sorgen überall für eine spezielle Flora und damit dafür, dass die Paradiese höchst individuell gestaltet werden können. 

Ausgesprochen exotisch ist "Lotusland" in Montecito, Santa Barbara, Kalifornien. Dort ist der Garten in 25 separate Räume eingeteilt, darunter ein Kakteengarten. Hier sind 300 Arten nach Herkunft gruppiert. Die Besitzerin der Gartens setzte Kakteen und Sukkulenten sehr gekonnt in ihrer Gestaltung ein. Nach deren Ableben im Jahre 1984 wurde "Lotusland" in einen botanischen Garten umgewandelt, der neun Jahre danach der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. 

Wunderschön ist der "Bryans`s Ground" in Presteigne Herefordshire /England. Dieser Garten wurde 1913 angelegt und ist bis heute im ursprünglichen Zustand der Arts-and-Crafts-Ära erhalten. 

Überhaupt sprechen die Gärten in England mich am meisten an, vielleicht wegen der von ihnen ausgehenden Verträumtheit. So etwa in "Hindringham Hall" in Norfolk England, dessen Wurzeln im 11. Jahrhundert liegen. Dieses Paradies wird von dem einzigen noch komplett erhaltenen Burggraben in dieser Region umgeben. Märchenhaft. 

Erwähnen möchte ich noch "Hummelo" in Gelderland/Niederlande. Es handelt sich um den privaten Garten von Piet und Anja Oudolf. Piet Oudolf zählt übrigens zu den bekanntesten und einflussreichsten Gartengestaltern der Gegenwart. Der Garten beeindruckt besonders durch die Gegenlichtaufnahmen, wenn der Morgentau in filigranen Gräsern und Stauden glitzert.

Schönheit soweit das Auge reicht, so etwa auch nach "Gardens by the Bay" in Singapur... Dort verbindet der hoch über dem Boden schwebende Skywalk drei der insgesamt 18 Supertrees und schenkt wundervolle Ausblicke auf die Gartenanlage. 

Ein wirklich gelungenes Gartenbuch. Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Dreamscapes: Inspiration and beauty in gardens near and far

Rezension: Gärten der Inseln- Die grünen Paradiese Englands Jackie Bennett, Fotos von Richard Hanson-Gerstenberg

Die Autorin dieses schönen Gartenreisebuches ist Jackie Bennett. Sie studierte Gartenarchitektin und Landschaftshistorikerin produzierte für das britische Fernsehen zahlreiche Sendungen zu den Themen Garten- und Naturgeschichte. Heute arbeitet sie als Gartenbuchautorin und wurde für ihre Werke mehrfach ausgezeichnet. Die zauberhaften Fotos im Buch stammen von dem Landschaftsfotografen Richard Hanson. Er arbeitet mit den führenden Gartenbuchautoren England zusammen. 

Die im Buch gezeigten grünen Paradiese befinden sich auf den vielen kleinen Inseln, die England umgeben. Dabei handelt es sich um: Leuchtturm-Gärten, mediterrane Oasen, windumtoste Gärten mit knorrigen, alten Bäumen und Parkanlagen rund um bedeutsame Schlösser und Klöster. 

Vorgestellt werden Gärten auf den Scilly-Inseln, auf den Inseln in Schottlands Südwesten, auf Anglesey, auf Orkney, auf den Kanalinseln, den inneren Hebriden, auf der Isle of Wight und auf Holy Island. 

Die Gärten auf den Scilly-Inseln bestechen nicht nur durch die Narzissen, für die sie bekannt sind, denn dort herrschen ideale Bedingungen für eine Heidelandschaft aus Ginster, Birken wie auch für Steppen-Stiefmütterchen und Babington-Lauch. Den eigentlichen Charakter habe sie allerdings durch die eingewanderten und hier heimisch gewordenen Pflanzen erhalten. Genannt werden der "Nickende Sauerklee" aus Südafrika, auch "Riesen-Natternköpfe" und ihre Hybriden von den Kanarischen Inseln als auch einen Baumlupine aus Kalifornien. 

Die Natternköpfe, über die es ein Spezial im Buch gibt, sind auf vielen Britischen Inseln verbreitet. Sie erreichen eine Höhe von durchschnittlich 4 Meter und beeindrucken durch ihre Form und schöne blaue Farbe. 

Die Insel Tresco ist einer der Scilly-Inseln. Ihre Vegetation ist nahezu subtropisch. Man erfährt Wissenswertes über die Gartenbaugeschichte dieser Insel, die im Jahre 1834 bereits begann und kann sich anhand von Foto einen Eindruck vom Ergebnis verschaffen. Allein 650 Arten von Heidekraut gibt es und eine Fülle schöner anderer Gewächse, nehmen den Blick lange gefangen. 

Unmöglich ist es, im Rahmen der Rezension all das zu benennen, was die einzelnen Inseln zu bieten haben, so etwa ein "Elefantenfarn" auf Ascog Hall, der schon 1000 Jahre alt sein soll. In Achamores Gardens auf Gigha beeindrucken die "Horlick-Rhododenren". 

Die Insel Anglesey in Wales gehört zum UNESCO –Geopark-Netzwerk. Faszinierend ist hier die Gartenanglage des 81 Hektar großen Landsitzes Plas Cadnant. Hier auch wächst eine Himalaya-Riesenlilie mit prachtvollen hellen Blüten, die intensiv duften. 

Gärten auf Orkney und die Storchenschnabelarten dort lernt man kennen., auch die Gärten der Kanalinseln werden vorgestellt. Sie sind mehr als nur bezaubernd. Das gilt speziell für die Gärten von La Seigneurie auf Sark und die schönen Rosen dort.

Seite für Seite entdeckt man weitere Inselschönheiten, allesamt wie die Gärten der Inseln selbst  sind sehr gut beschrieben. 

Besonders eindrucksvoll finde ich die Wildblumen, nicht zuletzt das "Gefleckte Knabenkraut" und die "Glockenheide". Edel natürlich ist der "Agapanthus". Er wird seit dem 17. Jahrhundert in Europa angepflanzt. Diese schöne Pflanze wächst auf den Inseln ganzjährig im Freien. 

Ummauerte Gärten auf freier Fläche wirken wie Oasen und es entsteht der Wunsch, das alles in der Wirklichkeit zu erleben. 

Besucherinformationen am Ende des Buches sollte man sich deshalb nicht entgehen lassen. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Gärten der Inseln: Die grünen Paradiese Englands

Rezension: House of Plants –Mit Sukkulenten, Luftpflanzen und Kakteen leben-Caro Langton& Rose Ray- teNeues

Rose Ray und Caro Langton sind zwei erfolgreiche Pflanzen-Stylistinnen und –Expertinnen. Sie teilen ihre Begeisterung für Kakteen, Sukkulenten & Co. sehr gerne mit Dritten. Ihre Mission besteht darin, urbane Räume in maßgeschneiderte grüne Oasen zu verwandeln. 

Das vorliegende reich bebilderte Buch ist in sieben Kapitel untergliedert, die mit einem Index und einer Danksagung abgerundet werden. 

Die beiden Autorinnen zeigen mit ihrem sehr gut recherchierten Erstlingswerk keineswegs nur wie man in urbanen Räumen Pflanzen kreativ in Szene setzt, sondern auch wie man heimische und tropische Pflanzen richtig hegt und pflegt, des Weiteren Pflanzengefäße selber kreieren oder der Familie und Freunden mit Ablegern eine nachhaltige Freude bereiten kann. Umfangreiche Pflegeanleitungen, Tipps für den Kauf und die Wahl des perfekten Standorts und kluge DIY-Projekte machen aus dem gestalterisch lobenswerten Ratgeber ein Rundum-Sorglos-Paket. 

Sehr gut gefallen haben mir die ausführlichen Pflanzenbeschreibungen. Hier wird jeweils die einzelne fokussierte Pflanze skizziert. Zusätzlich gibt es Informationen zu dem jeweils idealen Licht, der Temperatur, zum Giessen, den Nährstoffen, dem Umtopfen und zur Vermehrung. 

Vom Gummibaum, dessen Herkunft Indien, China und Malaysia ist, über den Geldbaum, der als Glücksbringer gilt bis hin zur wunderschönen Lanzenrosette findet man  eine ganze Reihe attraktiver Pflanzen, die sich auch als Bürogewächse eignen.

Allen gemeinsam ist, dass sie unproblematisch in der Pflege sind und die Räume positiv, aber auch ein wenig exotisch gestalten helfen. 

Empfehlenswert 

Helga König 

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Rezension: Pflanzen für Honigbienen- Sarah Wyndham Lewis- Gerstenberg

Dieses hochinformative Buch stammt aus der Feder von Sarah Wyndham Lewis. Sie ist seit 30 Jahren Journalistin zu unterschiedlichen Themen. Seit 2007 führt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Dale Gibson den nachhaltigen Bienenzucht- und Imkerbetrieb "Bermondsey Street Bees". Das Paar lebt in London und Suffolk, wo Sarah ihr Projekt eines bienenfreundlichen Gartens weiterhin fortführt. In London arbeiten die beiden mit gemeinnützigen Vereinen und Geschäftsleuten zusammen, um öffentliche Plätze mit Pflanzen für Honigbienen zu begrünen. 

Die Texte im Buch, das in 9 Kapitel untergliedert ist, wurden von James Lewis Weston zauberhaft illustriert. Dabei befasst sich die vorliegende Publikation in erster Linie mit Honigbienen und der Frage, welche Pflanzen man im Garten anlegen kann, um sie mit Pollen und Nektar zu unterstützen.

Weltweit soll es ungefähr 25. 000 Bienenarten geben. Die meisten Pflanzen, die von Honigbienen befruchtet werden, bieten Menschen, Tieren, Vögeln und Insekten Nahrung. Das bedeutet, dass der gezielte Anbau dieser Pflanzen somit einen entscheidenden, unmittelbaren ökologischen Nutzen hat. 

Zunächst erfährt man, weshalb Honigbienen, die seit etwa 100 Millionen Jahren die Erde besiedeln heute Hilfe benötigen. Die Bedrohung durch Chemikalien und durch die Folgen des Klimawandels sind riesig. Dazu kommen noch einheimische und eingeschleppte Bakterien, Pilze, Parasiten und Fressfeinde, von denen jeder einzelne das Potenzial besitzt, eine ganze Kolonie innerhalb weniger Stunden zu vernichten. 

Vor ungefähr 100 Millionen Jahren begannen Pflanzen und Bienen eine effiziente Koevolution und überall dort, wo Honigbienen zu finden waren, ernteten Menschen seit ewigen Zeiten den Honig wilder Kolonien und lernten wie man Bienen hält. In Grabmalereien aus dem alten Ägypten wird deutlich, dass man damals schon spezielle Gartenblumen für Bienen züchtete. 

Die Autorin benennt zehn wichtige Dinge, die man über Bienenpflanzen wissen sollte. Zudem lernt man beim Kauf von Pflanzen die beigefügten Etiketten gut zu verstehen und wird im Anschluss daran ausführlich darüber informiert, was man unter Nektar, Pollen, Bienenharz und Bienenwachs zu verstehen hat. 

Man lernt Blumen und Pflanzen für Fenstersims und kleine Balkone kennen, die für Honigbienen nützlich sind und zwar für alle Jahreszeiten und desgleichen für den Innenhof, die Veranda und die Terrasse, auch für große sowie kleine Gärten und dort selbst für feuchte Böden, für Dachterrassen, begrünte und vertikale Gärten und für Naschgärten. Erörtert wird u.a. der Nutzen von Wildblumen. Ob winziges Gänseblümchen oder große Wiesen-Margarite all diese wild wachsenden Blumen bieten den Bienen ein großes Nahrungsangebot. Auch wilder Rasen ist hilfreich. 

Doch einige Pflanzen und Bäume sind Gift für Bienen. Diese werden natürlich auch genannt. 

Schlussendlich werden TOP-Blumen und Pflanzen für Bienen und 23 erstaunliche Fakten über diese Tiere aufgelistet. So etwa, dass Honigbienen 5 Augen haben oder dass sie für ein 450-Gramm-Glas Honig zwei Millionen Blüten besuchen und etwa 80.000 Kilometer fliegen müssen. 

Es gibt tausend Gründe, weshalb wir den Honigbienen durch bestimmte Pflanzen Nahrung beschaffen sollten, dabei muss man nicht gleich Imker werden. Wertschätzung und Dankbarkeit reichen als Gründe völlig aus.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Pflanzen für Honigbienen: Wie Sie Ihren Garten zum Summen bringen


Rezension: Grüne Oasen- Stars und ihre Gärten- Gerstenberg

Autorin dieses Bildbandes ist Victoria Summerley. Ihren beruflichen Schwerpunkt hat sie auf Gärten und Gartenbau gelegt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und ist Verfasserin eines Bestsellers. Für das vorliegende Buch benötigte sie rund zwei Jahre, um 25 Prominente zu überreden, ihre Pforten zu ihren Gärten zu öffnen. 

Die wundervollen Fotos im Buch hat Hugo Rittson Thomas realisiert. Er hat am renommierten Goldsmith College in London studiert und wurde mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet. 

Bei den Persönlichkeiten, die ihre Gärten geöffnet haben,  handelt es sich um namhafte Künstler, Schauspieler, Musiker, Komponisten, Designer, Drehbuchautoren und Schriftsteller. 

Wer Gärten, wie man sie in diesem Buch bestaunen kann, anlegt, benötigt natürlich ausreichend materielle Mittel. Wer dazu noch  Geschmack und gute Ideen  besitzt, kann Paradiese schaffen.  Sie Dritten zugänglich zu machen, ist nur denen problemlos möglich, die geschätzt werden, weil sie etwas geleistet haben, wofür man sie achtet. Um genau solche Personen handelt es sich im Buch. Man freut sich mit ihnen und wünscht ihnen für alle Zeiten einen grünen Daumen.

Die Idee zu diesem Werk entstand bei einem Lunch im Haus des Fotografen in Oxfordshire. All die Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, Maler oder Bildhauer, deren Paradiese im Buch gezeigt werden, nutzten ihre Lebenserfahrung bei der Gestaltung ihrer Gärten. Ein Bild der jeweiligen Gartenbesitzerin oder des -besitzers, dazu Kurzinfos zur Person, eine Gartenbeschreibung mit Reflektion der einzelnen Gartenideen und eine Fülle schöner Bilder, lassen den Betrachter stets staunen. 

Fasziniert bin ich vom Garten des Bildhauers Daniel Chadwick. Sein Vater war bereits ein berühmter Künstler, dessen Skulpturen man weltweit in den bekanntesten Kunstmuseen bewundern kann. Daniel Chadwick stellt z.B. kinetische Plastiken und Mobiles her. Dazu lässt er sich von Baum- und Blattstrukturen sowie vom Sonnensystem inspirieren. Der Künstler hat Ingenieurswissenschaften studiert, änderte allerdings seinen beruflichen Werdegang und arbeitete mit der Architektin  Zaha Hadid zusammen. Seine Arbeiten als Zeichner und Modelbauer inspirierten ihn schließlich dazu, kinetische Plastiken zu entwerfen. Beeindruckend sind die vielen Skulpturen in seinem großzügig angelegten Garten. Dabei konzipierte er eine Art Galerie im Freien, hält den Garten schlicht, damit die einzelnen Details der Skulpturen- und des Hauses zur Geltung kommen. Der Gedanke, der dahinter steht,  ist der, dass in einer Kunstgalerie die Wände schmuck- und schnörkellos sind. Eine zu dichte Bepflanzung würde bei all den Skulpturen überladen wirken. 

Unmöglich ist es, auf all die schönen Gärten im Buch an dieser Stelle näher einzugehen. Erwähnen möchte ich aber den Garten von Sting und seiner Frau Trudie. Dieser Garten ist in meinen Augen der schönste, den ich je in einem Gartenbuch bewundern konnte. Das Anwesen liegt übrigens in der Nähe von Stonehenge. Die beiden bauen dort mithilfe ihres Gärtners ihr eigenes Obst und Gemüse an und gärtnern nach ökologischen Prinzipien. Sie züchten sogar selbst Vieh. Diese Erdverbundenheit begeistert. Schaut man sich die Gartenbilder genau an, erkennt man, wo Stings Inspiration begründet liegt: In all den Grüntönen seines Paradieses.

Das Buch hat viel Schönes zu bieten. Wer Freude daran hat, wirklich Schönes näher kennen zu lernen, wird hier all das finden, wonach sich sein Herz sehnt. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Grüne Oasen: Stars und ihre Gärten

Rezension: ANIMA- Der Zaubergarten von André Heller in Marrakesch- Fotos: Albina Bauer; Text: Andrea Schurian- Brandstätter

Das Vorwort zu diesem traumhaften Bildband hat André Heller verfasst. Hier berichtet er, wie es dazu kam, dass er, als er 60 Jahre alt wurde, sich nach sorgfältiger Erwägung entschied,  sich auf besondere Weise mit der Königsstadt Marrakesch zu verbinden. Der Künstler wollte die Jahrzehnte wirksamer Ermutigungen, die maßlosen Nuancen der Inspiration, die ihm dort zuteil wurden, durch etwas Nachhaltiges an den Ort seiner Bewohner und Gäste zurückgeben. Dabei sollten Arbeitsplätze geschaffen werden, durch ein heilkräftiges, hochenergetisches, botanisches Revier der sinnlichen Schönheit und höchsten, umfassenden Qualität für Menschen aller Altersgruppen und Ausbildungsgrade.

Sein Projekt ANIMA bestand am Anfang aus acht Hektar völligem Brachland mit fantastischer Aussicht, was daraus geworden ist, zeigen die wunderschönen Fotos von Albina Bauer und der begleitende Text  der Journalistin Andrea Schurian. Sie besuchte ANIMA erstmals wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung im April 2016 und erzählt von ihren Eindrücken dort, auch jenen im Hinblick auf André Heller. Man erfährt, dass es hier 200 Jahre alte Olivenbäume gibt. Dies waren die ersten Bäume, die André Heller einpflanzen ließ.

Viele Grüntöne und Blumenbeete aber auch hölzerne Masken und silberne Glücksbringer erwarten den Betrachter  dort in ANIMA, das man als weltenversöhnendes und verbindendes Paradies begreifen sollte und zwar für Menschen, aber vor allem auch für Pflanzen. Diese stammen teilweise vom Himalaya, aus Japan, Südamerika, aus Kanada, Nordeuropa oder Australien. Überall soll es duften, zirpen, zwitschern und quaken und das obschon Marokko vom Klimawandel her besonders gefährdet ist. 

Hellers Mikroklima einer Grünoase ist sein ökologisches Manifest, mit dem er dem Klimawandel begegnet. Um ANIMA zu finanzieren verkaufte er einen Großteil seiner wertvollen Kunstsammlung, auch seine Villa und den dazugehörigen Park am Gardasee. Sein neuer Garten sei eine Versuchsanstalt für den Himmel, ein Ort "absoluter Liebe und des schattenlosen Lichts".

Es bereitet viel Freude sich in die Bilderwelt zu vertiefen und die Idee dieses bunten paradiesischen Gartens zu begreifen, mit all den Pflanzen und Bäumen und Kunstwerken und den Tieren, die die Welt auf einen Punkt verdichten und unmissverständlich klar machen, das am Anfang aller Zeiten Magie und Kreativität standen, die das Licht und mit ihm die Farben in die Welt brachten und damit das Leben und die Kunst. 

Ein großartiges Buch, das ich gerne weiterempfehle. 

Helga König

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ANIMA. Der Zaubergarten in Marrakesch

Rezension: Garden Girls- Jana Henschel & Ulrike Schacht- Callwey

Dieses reich bebilderte, sehr schöne Gartenbuch ist eine Teamarbeit der Autorin Jana Henschel und der Fotografin Ulrike Schacht. Beide arbeiten für große Frauenmagazine und lieben Gärten. Der Untertitel des Werkes verrät, um was es geht: 20 Frauen und ihr Traum von der eigenen Laube. 

Bei diesen Frauen handelt es sich um 20 Schrebergärtnerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Jana Henschel und Ulrike Schacht durften in deren hübsche Lauben gucken, Kirschen naschen, mit ihnen basteln, Marmeladen, Salate und Limos probieren, die sie aus der eigenen Ernte herstellen.

Gezeigt werden in diesem Buch die besten Ideen der Garden Girls zum Pflanzen und Bauen, zum Einrichten und Einwecken. Unter diesen sind zahlreiche DIY-Tipps und köstliche Rezepte.

Vorgestellt wird in jedem der 20 Beiträge zunächst die Hobby- Gärtnerin. Diese  Gärtnerinnen erzählen dann stets Anekdotisches im Rahmen von kleinen Texten, die sie immer als Schrebergartenliebhaberinnen outen. Bilder der einzelnen Schrebergärten mit entsprechenden Texten runden dann jeweils die Gesamtinformationen ab.

Dass dies alles nichts mit Spießertum zu tun hat,  wie man bei dem Begriff "Schrebergarten"  vielleicht vermuten könnte, wird rasch klar, denn die Hobby-Gärtnerinnen gehen allesamt kreativen Berufen nach und sehnen sich augenscheinlich nicht nach Gartenzwergen, sondern leben auch im Garten ihre Kreativität sehr fantasievoll aus.

Wie man zu einem Schrebergarten kommt berichtet Sandra Böhme vom Gartenverband und zum Schluss lernt man wunderbare Rezepte kennen, die die Garden Girls entwickelt haben.

Man muss nicht zwingend Schrebergärtnerin werden, um dieses Buch zu mögen, denn es macht viel Freude, einfach darin  zunächst zu blättern und zu staunen, um sich zu guter Letzt über Dies und Das zu informieren.

Sehr empfehlenswert

Helga König

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Garden Girls: 20 Frauen und ihr Traum von der eigenen Laube

Rezension: Gärten des Jahres- Callwey

Dieses traumhafte Gartenbuch thematisiert die 50 schönsten Privatgärten des Jahres 2018 im deutschsprachigen Raum. Das Werk ist eine Teamarbeit von Ferdinand Graf Luckner und Konstanze Neubauer. 

Der Fotokünstler #Ferdinand_Graf_Luckner hat das Vorwort verfasst, das den Titel "Perspektivenwechsel- Der Garten durch die Kamera trägt." Hier schreibt er u.a. vom ersten Rundgang durch einen Garten, in dem er anschließend seiner Arbeit nachgeht. Dieser erste Rundgang geschieht ohne Kamera in Begleitung des Gartenbesitzers. Dabei sei einer der schönsten Momente auf dem Weg zu einem guten Gartenfoto das Erleben der Begeisterung, welche die Gärtner für den Garten aufbringen. 

Speziell die Nähe zum Garten unterscheide das Fotografieren im Garten von den allermeisten fotografischen Themenfeldern. Der erste Gang an der Seite des Gartenbesitzers diene dazu, die Ausrichtung des Gartens zu erkennen. Wenn der Fotograf dann damit beginnt, Bilder zu machen, überlässt der Gartenbesitzer ihm der Regel das Terrain. 

Nach den Erfahrungen des Grafen, ob mit oder ohne Kamera, sind nicht die Gärten spannend, die in einem Jahr mit großem Aufwand entstanden sind. Wohl aber sind es offenbar jene, bei denen Zeit darauf verwendet werden konnte, für jeden Standort mit entsprechender Bodenbeschaffenheit die passende Pflanze zu finden, die sich dort wohlfühlt. 

Wie Graf Luckner den Leser wissen lässt, möchte der vorliegende Band die Ergebnisse der Wünsche und Absichten von Gartenbesitzern und der kreativen Arbeit der Gartenplaner und- bauer zusammentragen, um so zu dokumentieren, welches Potential in dem Thema steckt. Ob Neuanlage, Umbau oder Erweiterung, stets fange es mit der Betrachtung aus einer anderen Perspektive an- auf den ganz besonderen Ort Garten

Die gezeigten Gärten wurden von einer renommierten Jury ausgewählt und prämiert. Es handelt sich stets um hochkarätige gestaltete Privatgärten, die durch ihre individuelle Gestaltung und herausragende Qualität beeindrucken. 

Zunächst wird der Garten vorgestellt, der den 1. Preis erhalten hat. Es ist ein Hausgarten, der von Koch+Koch geplant worden ist. Wie bei allen anderen gezeigten Gärten erfährt man durch einen ihn beschreibenden Text sehr viel  über die Anlage und kann sich in eine traumhafte Bilderwelt vertiefen. Genannt werden stets zudem die Lage und Größe des Gartens, das Planungsbüro und wer für die Ausführung zuständig war. Zitate von den Machern runden die Präsentation dann ab. 

Einen der Gärten hervorzuheben wäre unfair. Seite für Seite erlebt man Hochgenuss, was die Bilderwelt anbelangt und wünscht sich die Düfte, die von den Gärten ausgehen, wahrnehmen zu dürfen. Dann werden Projekte erörtert. So etwa ein Zimmer im Grünen oder auch das Baden im Designergarten. Kleine und große Gärten werden gezeigt, minimalistische und solche, wo sich Natur und Ästhetik verschmelzen. Inspiration bietet das Werk für alle Gartenliebhaber und schenkt zudem viel Freude, besonders an trüben Herbst- und Wintertagen. 

"Gärten des Jahres" ist ein Buch, das den Betrachter zu fortdauerndem Staunen veranlasst und zu der Erkenntnis, dass man sich durchaus ein individuelles Paradies auf Erden schaffen kann, in dem mehr als nur Gartenglück findet, wenn man dies zulässt. 

Dieser Gartenbildband zählt zu den schönsten Werken dieser Art, die ich kenne. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Gärten des Jahres 2018

Rezensionen: Neue romantische Gartenreisen in England- Anja Birne- Callwey

Dieses reich bebilderte Buch ist das Werk der Staudengärtnerin, Buchautorin und Garten-Journalistin Anja Birne. Sie leitet seit vielen Jahren Gartenreisen nach England, Frankreich, Belgien und die Niederlande aber auch innerhalb Deutschlands. 

"Neue romantische Gartenreisen in England" hat sie in 7 Kapitel untergliedert. In sechs der Kapitel stellt sie Gärten vor und erteilt darüber hinaus jeweils interessante Reisetipps. Im siebten Kapitel dann wartet sie mit Rezepten auf. 

Anja Birne führt die Leser in Gärten, die sich in London, Essex und Cambridgeshire, Suffolk, Norfolk, Yorkshire und im Lake District befinden. 

Gartenkultur spiegelt Gesellschaftsordnungen, Machtverhältnisse und Schönheitsideale, schreibt die Autorin, aber auch das Verhältnis zur Natur wider. Im Garten treffen Kunst und Natur aufeinander. Dabei entsteht Gartenkultur im Raum zwischen Haus und Landschaft. 

Anja Birne reflektiert in der Einleitung u.a. die Parklandschaft sowie die Heckenlandschaft und bereitet auf die sechs Gartentouren vor, die sie in der Folge präsentiert. 

Rund 40 Gärten werden näher beschrieben und dazu werden eine Fülle von Fotos geliefert, zudem werden jeweils der Eigentümer und Besonderheiten eines vorgestellten Gartens sowie der Link zur Homepage genannt. 

Die Gartenbilder schenken große Freude und die näher beschriebenen Gartenideen sorgen für beträchtliche Neugierde. Gerade jetzt im Februar ist die Schneeglöckchensammlung in Anglesey Abbey Gardens einen Besuch wert. Rund 300 Arten und Sorten blühen dort. Im Februar kommen an sonnigen Tagen rund 4000 Menschen in den schönen Garten, in dem man neben den Schneeglöckchen noch viele andere winterduftende Pflanzen bewundern kann.

Jeder Garten weist Spezialitäten auf. Das gilt auch für die Staudenwiese des Pensthorpe Millenium Garden in Norfolk. Dort locken einfache Blüten die Schmetterlinge und Wildblüten an. Einer meiner Lieblingsgärten im Buch ist Sleightolmedal Lodge Gardens in Yorkshire. Es handelt sich um zauberhafte Hängegärten, in denen Stauden, aber auch heimische Wildpflanzen, robuste Wild- und Strauchrosen, einjährige Sommerblumen und anderes mehr blühen. 

Bedauerlich ist es, an dieser Stelle nicht auf alle Gärten näher eingehen zu können. Gefallen hat mir das Pflanzenporträt des Weissdorn. Dies ist eine typische englische Heckenpflanze. Spannend auch sind die vielen Reisetipps als auch das Wissenswerte, das so ganz nebenbei geliefert wird und natürlich der Garten des Dichters William Wordsworth. Näheres erfährt man zudem über die Kinderbuchautorin und Umweltschützerin Beatrix Potter und kann sich über den Spieltrieb der Scherenschnitt-Gärtner ausgiebig informieren. Dann schließlich gibt es noch die Rezepte aus dem Küchengarten. Unter diesen finden sich sehr gute Chutney-Rezepte, auch Rezepte für Orangen-Marmelade und einen Rhabarber-Kuchen sowie einige herzhafte Rezepte und welche für delikate Cocktails. 

Daraus folgt: Dies ist ein Buch, das Freude bereitet und Reiselust aufkommen lässt. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

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Neue romantische Gartenreisen in England: Zu Besuch in den schönsten Gärten von London bis Yorkshire

Verrückt nach Garten- Manfred Lucenz und Klaus Bender- Fotos von Marion Nickig- Callwey

Dieses wunderschöne, reichbebilderte Gartenbuch mit Ideen und Erfahrungen kreativer Gärtner wurde von den Autoren Manfred Lucenz und Klaus Bender verfasst. Beide sind seit über 25 Jahren Gärtner aus Leidenschaft. Sie schreiben für die Zeitschrift "Gartenträume" und haben Bücher auf den Weg gebracht, die in mehreren Auflagen erschienen sind. 

Die beeindruckenden Fotos für das Buch hat Marion Nickig realisiert. Sie zählt zu den bekanntesten deutschen Gartenfotografinnen. 

Untergliedert ist das Werk ist in 10 Kapitel. Diesen geht ein zwei Seiten umfassendes Vorwort voraus, dem man entnehmen kann, dass das Autorenteam im Buch 10 Gärten von Besitzern vorstellt, die ein Höchstmaß an Kreativität entwickelt haben, um sich ein Umfeld mit einer hohen alltäglichen Lebensqualität zu schaffen. 

Auf diese Weise sind auf ganz unterschiedlichen Bodenverhältnissen, Grundstückgrößen und -zuschnitten eindrucksvolle Gartenkunstwerke entstanden. Zudem haben die Gärtnerinnen und Gärtner Fachkenntnisse erworben, die über das normale Maß hinausgehen. 

Die Gartenbesitzer werden alle namentlich genannt. Dabei werden 10 spannend zu lesende Gartenbiografien präsentiert, dazu die Voraussetzungen und gestalterische Umsetzungen für diese hinreißenden Paradiese. 

Zudem gibt jeder Gartenbesitzer besondere Empfehlungen, so etwa zu Flächenkompostierung, zu den Chancen für den Buchsbaum, zur Dachbegrünung, zur Kreation einer Wiesenblumenwiese, zu Stauden, die auf schwerem Lehmboden gedeihen oder zur Bepflanzung eines Kiesbeetes, wie auch zu kräftigen Rosen oder zu Zwiebelblumen, zu Dahlien und anderem mehr. 

Die prachtvollen Bilder lassen mich staunen, nicht zuletzt auch  die Fotos vom Garten Bergschneider in Paderborn. Es handelt sich dabei um einen Rosentraum. Kletterrosen bilden neben Fingerhüten den Hintergrund vor einem Beet filigraner Blumen in rosa-violetten und weißen Tönen, in einem Garten, der von fernöstlicher Harmonielehre geprägt ist. Die Rosen  sind durch zahlreiche Zwiebelblumen und Stauden ergänzt. Dabei bildet ein rundes Beet den Mittelpunkt des Gartens. Dort rankt eine Kletterrose, die von einer Buchshecke umrahmt ist.

Jeder der 10 Gärten hat Besonderheiten zu bieten. Alle Texte sind überaus lehrreich und die Bilder ein Hochgenuss, der für gute Träume sorgt.

Sehr empfehlenswert 
Helga König 

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Onlinebestellung bitte hier klicken: Callwey oder Amazon Verrückt nach Garten: Ideen und Erfahrungen kreativer Gärtner

Rezension: Was Pflanzen wissen- Hanser

Autor dieses spannenden Buches ist Daniel Chamovitz. Er ist Direktor des Manna Center for Plant Biosciences an der Universität Tel Aviv. Übersetzt wurde sein Werk von Christa Broermann, die in Tübingen, London und Wien Anglistik und Germanistik studiert hat. Dass sie u.a. Bücher der von mir sehr geschätzten Autorin Ruth Westheimer übersetzt hat, möchte ich nicht unerwähnt lassen. Dies zeugt von ihrem Ansehen als Übersetzerin.

Daniel Chamovitz lotet in seinem Buch die neuesten Forschungen auf dem Gebiet der Pflanzenbiologie aus. Dabei beleuchtet er in jedem Kapitel einen unserer Sinne und vergleicht, was dieser Sinn für uns und was er für die Pflanzen bedeutet. Der Autor beschreibt, wie Sinneseindrücke wahrgenommen und wie sie verarbeitet werden und welche ökologischen Implikationen der jeweilige Sinn für eine Pflanze hat. Zudem zeigt Chamovitz in jedem Kapitel die historische Perspektive des Themas auf und erläutert zudem moderne Betrachtungsweisen. 

Man erfährt in den einzelnen Kapiteln zunächst, was die Pflanze sieht, riecht, schmeckt, fühlt und hört, bevor man mehr darüber liest, woher die Pflanze weiß, wo sie ist. Auch woran sich die Pflanze erinnert, bleibt nicht im Ungewissen.

Wenn eine Pflanze wahrnimmt, was bedeutet dies für unseren Umgang mit Pflanzen? Auch diese Frage wird beantwortet. 

Möglicherweise ist der ein oder andere Pflanzenliebhaber ein wenig enttäuscht, weil eine wahrnehmende Pflanze uns Menschen keineswegs als Individuen registriert. Wohl sind sich Pflanzen ihrer Umwelt gewahr, aber sie erkennt nicht denjenigen, der zu ihr eine Beziehung aufbaut.

Das sollte unsere Liebe zu Pflanzen allerdings nicht schmälern. 

Empfehlenswert.

Helga König

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Was Pflanzen wissen: Wie sie hören, schmecken und sich erinnern

Rezension: Die Gestaltung der Natur- Die Geschichte der Formgärten- Gerstenberg

Dieses beeindruckende Werk über die Geschichte der Formgärten hat die Gartenbuchautorin Caroline Foley geschrieben. Sie lebt in London und gibt seit 12 Jahren das Magazin des europäischen Buchsbaums "Toparius" heraus.

Das bebilderte und dabei textreiche Buch nimmt seinen Anfang mit der Betrachtung der römischen Patriziergärten (79- 476 n. Chr.) Schon der römische Gelehrte und Naturforscher Plinus der Ältere (29-70 n.Chr.) hat den Formschnitt erwähnt und zwar in Bezug auf Vor- und Nachteile von Zypressen. Man erfährt mehr über das in den römischen Patriziergärten beliebteste Formgehölz, den Buchs und auch über die Tätigkeiten des römischen Gärtners, der nicht nur Bäume und Wein sowie Olivenhaine pflegte, sondern auch für die Springbrunnen und Wasserkünste zuständig war. Der toparius (Kunstgärtner) stutzte Hecken, schuf ornamentale Gärten und besaß einen überaus angesehenen Status.

In der Folge dann liest man Wissenswertes zu den Paradiesgärten in Byzanz (395-1453 n. Chr.). Diese Gärten wurden nach römischem Vorbild angelegt. Interessant waren die byzantinischen Pflanzenmuster und so wundert es nicht, dass die byzantinischen Dichter in Beschreibungen der Paradiesgärten in der Natur geradezu schwelgten. Im byzantinischen Liebesroman "Belthandros und Chrysantza" aus dem 14. Jahrhundert wurden Formgehölze erwähnt und auch im islamischen Paradiesgarten jener Tage spielen sie eine Rolle.

Der "Hortus Conclusus"  im mittelalterlichen Europa zwischen dem 5. und  dem 15. Jahrhundert war ein verschlossener Geheimgarten. Die Rose spielte dort eine entscheidende Bedeutung. Formgehölz war auch in der mittelalterlichen grünen Architektur nicht hinwegdenkbar und üblich waren Schachbrettbeete. Auch erfährt man mehr über Knotengärten und über mittelalterliche Labyrinthe, liest über Gärten in der italienischen Renaissance und hier von einem Reisetagebuch des französischen Philosophen Michel de Montaigne, der von den hügeligen Gärten Roms begeistert war.

Man lernt zahlreiche Renaissancegärten und deren Muster näher kennen und ist erstaunt von der kunstvollen grünen Architektur. Auch französische Renaissancegärten werden thematisiert und es wird natürlich  André le Notre, dem Gärtner des Sonnenkönigs gehuldigt.

Viel erfährt man über die Formgärten Versailles, bevor dann Gärten in Großbritannien während der Zeit der Tudors und der Stuarts zur Sprache gebracht werden. Auch hier lernt man wieder berühmte Gärtner kennen und bleibt nicht im Ungewissen, dass Bücher über Knoten und Ziergärten damals in England verfasst wurden.

Formgärten in Deutschland und den Niederlande zwischen 1613 und 1702 werden thematisiert, so etwa jener in Herrenhausen und der Garten, der zum Nymphenburger Schloss gehört.

Die letzte Blüte des formalen Gartens in England zu Beginn des 18. Jahrhunderts und in der Folge ein Diskurs über den natürlichen Garten  und den geschichtlichen Verlauf hin zur arkadischen Landschaft runden die Geschichte des Formgartens dann ab.

Es ist umöglich all die Gärten, die im Buch besprochen werden, in der Rezension zu benennen. Schön sind sie alle. Das gilt auch für neue minimalistische Gärten. Bei aller Freiheit lebt die Form  noch immer und erfreut nicht nur im Loire-Tal die Betrachter.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Rezension: Die geheimen Gärten von East Anglia- Barbara Segall- Gerstenberg

Dieses reich bebilderte Gartenbuch ist eine Teamarbeit der renommierten und mehrfach ausgezeichneten Gartenbuchautorin Barbara Segall und des Fotografen Marcus Harpur. Die Autorin ist die Herausgeberin von "The Horticulturist", einem angesehenen Magazin über Gemüseanbau sowie "Herbs", einem Magazin, das sich mit dem Kultivieren von Kräutern befasst. Marcus Harpur hat für seine Fotos mehrfach Preise erhalten. Er fotografiert und beschreibt Gärten in ganz England. 

Das vorliegende Buch ist eine bemerkenswerte Reise durch 22 außergewöhnliche Gärten der Region "East Anglia", die im Osten Englands lokalisiert ist. Die Autorin fühlte sich von dieser idyllischen Gegend schon seit langem angezogen. Dort habe es schon immer kreative Gartendesigner gegeben. Zu den einflussreichsten zählen der Maler und Irisexperte Sir Cedric Morris sowie der Baumschulenexperte Alan Bloom und dessen Sohn Adrian. Auch die Pflanzenexpertin Berth Chatto wird in diesem Zusammenhang genannt. Sie hat sich auf den Anbau von Pflanzen in Problemlagen spezialisiert. 

In den Grafschaften von East Anglia- es handelt sich um Suffolk, Norfolk, Essex und Cambidgeshire gibt es sommerliche Trockenzeiten, einen starken Wind, trockene Sand- und Lehmböden, die im Sommer aufreißen und im Winter schlammig sind. Im Buch wird gezeigt, wie die einzelnen Gartenbesitzer mit den jeweiligen Herausforderungen umgehen und vom kleinen Hausgarten bis historischen Parkanlagen gestalterische Pläne umsetzen. 

Nicht alle vorgestellten Gärten sind für Besucher geöffnet und von daher wenig bekannt. Die 22 Gärten beeindrucken aufgrund ihrer unterschiedlichen Stilrichtungen, die alle Gärten in dieser Region repräsentieren. Die Geschichte und die spannend zu lesenden Geschichten besagter Paradiese, die sich  im Privatbesitz befinden, möchte das Autorenteam mit den Lesern teilen. Das gelingt durch die ausführlichen Beschreibungen und die traumhaften Fotos.

Seite für Seite ist dieses Buch ein Hochgenuss für alle, die ein Faible für Gartengestaltung haben, insofern macht es keinen Sinn einen der Gärten hervorzuheben. Lesen, betrachten, staunen und sich inspirieren lassen, darum geht es. 

Nicht unerwähnt soll bleiben: Die abgebildeten, häufig nicht mehr jungen Gartenbesitzer haben eines erkennbar gemeinsam: Einen freudigen und dabei dankbaren Gesichtsausdruck. Das sollte zu denken geben.

Sehr empfehlenswert. 
Helga König

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Die geheimen Gärten von East Anglia

Rezension: Blatt für Blatt- Steffen Guido Fleischhauer- AT Verlag

Dieses Nachschlagwerk des Autorenteams Steffen Guido Fleischhauer, Roland Spiegelberger und Claudia Gassner enthält Informationen zu über 800 Pflanzen, die man nach Blattformen und Blüten einfach bestimmen kann. 

Das Werk bietet ein neuartiges, eigens entwickeltes Blattformenregister. Dort  sind  die Pflanzen nach Blattformen sortiert. Sie lassen sich annähernd einer fortlaufenden Blätterreihe am Kopf der Seiten zuordnen. 

Diese Ordnung ist dem Buch zugrunde gelegt worden, weil die Blätter die Organe sind, die zeitlich am meisten an der Pflanze auftreten. Mit der stets darunter stehenden Pflanzenkennzahl wird auf die Pflanzenporträts verwiesen. Hier kann man anhand von einem Foto, präziser Zeichnung und dem Text die Merkmale im Detail genau vergleichen und bestimmen.

Für die erste Orientierung bietet die Sortierung der Blattformen in der vorderen Umschlagklappe Hilfe. 

Was es hier im Buch zu entdecken gibt, kommt einem Wunder gleich. Man lernt nicht nur bestimmte Pflanzen, sondern auch deren Nachbarn kennen, erfährt Näheres zur Verbreitung in Mitteleuropa, zum Artenschutz und zur Giftigkeit. Zudem werden Hinweise zur Nutzung als Nahrungs- Gewürz- oder Heilpflanze erteilt. 

Ein umfangreiches Register und ein Glossar botanischer Fachbegriffe und Abkürzungen runden diesen Pflanzen-Bestimmungsführer perfekt ab 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

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