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Rezension: 100 Traumgarten- Konstanze Neubauer-Callwey


"Gute  Gartenarchitektur ist nicht Design, hat zudem nichts mit Dekoration zu tun. Gute Gärten bergen Feinheiten, die Wohlbefinden steigern, Geborgenheit fördern." (Alexander Koch, Gartenarchitekt)

Konstanze Neubauer, die Autorin dieses Buches, hat Geografie, Raumordnung, Landesplanung und Landschaftsökologie an der LMU und an der TU München studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin und Autorin für Fachzeitschriften und Buchverlage rund um die Themen Garten, Umwelt und Natur. Darüber hinaus ist sie in einer Bio-Gärtnerei tätig und befasst sich dort vor allem mit Kräutern und Stauden. 

Das reich bebilderte Werk zeigt anhand von hundert Beispielen, dass Gartenkultur überaus lebendig ist. Dabei befinden sich die vorgestellten  Gärten  in Deutschland, der Schweiz und in Österreich.

Für jede Gartenrepräsentation stehen 2 Buchseiten zur Verfügung. Auf einer der Seiten lernt man anhand eindrucksvoller Fotos den jeweilig fokussierten Garten kennen; auf der weiteren wird der Garten textlich kurz skizziert. 

Die Lage und Größe des Gartens wird stets benannt. Auch erfährt man immer den Namen des Planungsbüros und wer die Gartenarbeiten ausgeführt hat. Einen Gartenplan kann man sich auch ansehen und zu guter Letzt gibt es zudem spezielle Gartentipps. Natürlich ist es unmöglich, auf all die im Buch vorgestellten Gärten in der Rezension einzugehen. 

Jeder Garten steht unter einem bestimmten Thema. Ein Garten in Tittling/Bayern hat sich beispielsweise das Thema gesetzt: "Das menschliche Maß oder die Sehnsucht nach Nähe". Hier wurde der Innenhof einer Burg durch eine kleinteilige Bepflanzung zu einem gelungenen Kontrast zur mächtigen Architektur der Burg. 

Sehr schön ist ein japanischer Teegarten in München. Dort beruhigen das Plätschern des Brunnens und die kunstvoll geschnittenen immergrünen Flächen den Geist und unterstützen ihn in seiner Achtsamkeit. 

"Die hängenden Gärten von Hochrhein", sie befinden sich in der Bodensee-Region, beeindrucken auf andere Weise wie die Schattenspiele in einem Altstadthöfchen in Eltville. Dort wurde auf kleinem Raum viel Atmosphäre geschaffen. 

Hervorheben möchte ich den "Cottage-Garten für Genießer" in Uelzen. Hierbei handelt es sich um einen sonnenreichen Staudengarten, in den sich architektonische und organische Formen abwechseln. Dann ist da noch u.a. ein Traumgarten im Kanton Zürich, der das ganze Jahr über durch seine Glanzpunkte für Aha-Erlebnisse sorgt und ein Kräutergarten mit mit Heil- und Gewürzpflanzen im Kloster Kamp /Nordrhein-Westfalen. 

Traumhaft ist der Garten in Ammersee-Auen. Vor dem Haus wird der Besucher von einem kleinen Bauerngarten empfangen. Wobei das Grundstück selbst aus Hecken und Wegen vor der Landschaft  draußen strukturiert wird. 

Was ist schön? Alle Gärten sind es. Jeder einzelne bietet Inspiration für eigene Gartenaktivitäten. Adressen von Landschaftsarchitekten, Gartenarchitekten und Gartenbauern  werden  zuhauf  genannt.

Räumliche Tiefe begeistert mich am meisten, neben Weitblick und Ruhe und viel Grün, die für mich das Paradies bedeuten. 

 Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Blumenpracht und Blütenzauber-Thorbecke

Dieses zauberhafte Buch mit Illustrationen aus alten Pflanzenbüchern beginnt mit einer Einführung von Dr. Stephanie Hauschild. Sie lässt die Leser wissen, dass eine kleine Auswahl der schönsten gedruckten Darstellungen von Gartenblumen aus fünf Jahrhunderten im vorliegenden Werk versammelt ist. Dabei dokumentiert das Album das Geschick der Züchter, aber auch die Kunst der Zeichner, Maler und Drucker. Vor allem jedoch soll der Band dazu einladen, sich an der Schönheit, Vielfalt und Farbenpracht zu erfreuen und zu staunen. 

Insgesamt 30 Pflanzen (Blumen) werden vorgestellt. Man erfährt jeweils den botanischen Begriff der Blume, zudem wird die Namensherkunft stets ausführlich erläutert, auch der Standort wird beschrieben, dem dann immer ein informatives Porträt folgt. Illustrationen runden die Pflanzenpräsentation stets ab. 

Zu den Illustrationen erfährt man in der Einführung das ein oder andere Wissenswerte.

Die vorgestellten Pflanzen sind alphabethisch geordnet. Den Anfang des Reigens nimmt die Akelei, die ein Symbol für Demut ist. Dass diese Pflanze zu den Hahnenfußgewächsen zählt, wird nicht jedem Blumenfreund (m/w) bekannt sein, dass sie sich gerne im Garten ausbreitet schon eher.

Es macht viel Freude, die Illustrationen zu bestaunen und auf diese Weise die Seele der jeweiligen Blume zu erfassen. So etwa vom Goldlack, der im Volksmund Mauerblümchen heißt. 

Maiglöckchen sind gottlob auch dabei. Auch das Maiglöckchen ist ein Synonym für Demut. Es steht mittlerweile unter Naturschutz.  Bewundern wir also die Illustrationen, erinnern wir uns an ihren wunderbaren Duft und lassen sie in der Natur unberührt  und ungestört blühen. 

Am besten gefallen mir die Illustrationen vom Rittersporn der Farben und Form wegen. Sehr ästhetisch. 

Was noch? Das Veilchen. Hornveilchen, Duftveilchen und Stiefmütterchen sind hier gemeint und diese dürfen auch allesamt bestaunt werden. Der botanische Name Viola erinnert an eine Geliebte des Zeus. In der Antike war das Veilchen übrigens heilig und dem griechischen Gott Pan geweiht. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König
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Rezension: Tulpen-Peter Arnold-teNeues


Das Vorwort dieses zauberhaften Buches mit beeindruckenden Bildern von #Tulpen hat Sir #Elton_John geschrieben. Der Musiker liebt diese Blumen und ist begeistert von der “umwerfenden Sammlung“ von Fotografien, die die “einzigartige Schönheit der Tulpen sowohl von bekannten Gartensorten als auch von seltenen und exotischen Hybriden“ erfasst.

Elton John ist beeindruckt von den extremen Nahaufnahmen eines einzelnen Blütenblattes bis hin zum fantastischen Wirbel aus pulsierenden Farben und konstatiert, dass dieses Buch die perfekte Verbindung der natürlichen Schönheit von Blumen mit technischer Meisterschaft eines vollendeten Fotokünstlers sei.

Der Bildband verzichtet beinahe vollständig auf Textpassagen. Es wird nur kurz etwas zu Geschichte der Tulpe berichtet, um zu resümieren, dass die Zucht von Tulpenzwiebeln heute eine wichtige globale Industrie geworden sei, die die modernsten wissenschaftlichen Methoden verwenden. Keine andere Blume habe eine solche Vielfalt von Formen und Farben entwickelt.

#Peter_Arnold hat die Blumen tatsächlich meisterlich abgelichtet. Dabei erfährt man im Index wie die einzelnen Tulpen heißen. Sie vom Namen her zu kennen, halte ich für wichtig, noch wichtiger allerdings ihre Form zu bestaunen, um sie alsdann zu pflanzen, um zu erfahren wie  fein sie duften.

Ein absolut gelungener Bildband, der Tulpenfreunde begeistern wird. Die in englischer Sprache abgedruckten poetischen Sentenzen, die die  einzelnen Motive begleiten, vervollständigen den Gesamteindruck:

Sensual, but strong. 
Such luscious detail- 
swirls of dilicate colour, 
texture soft as silk


Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Gärtnern aus Leidenschaft- Die Royal Horticultural Society- Gerstenberg

Autor dieses wunderschönen Bildbandes ist der leidenschaftliche Gärtner Matthew_Biggs. Nach seiner Ausbildung in den Königlichen Botanischen Gärten wurde er 1985 Mitglied des Royal Horticultural Society (RHS) 

14 Gartenbücher hat Biggs bereits verfasst, darunter zahlreiche Besteller. Darüber hinaus hält er regelmäßig Vorträge in Gartenclubs und führt Menschen durch Gärten rund um den Globus. 

Die Royal Horticultural Society (RHS) ist eine der bekanntesten Gartenbauorganisationen der Welt. Sie vermittelt an Laien Fachwissen, befasst sich mit der Schulung der nächsten Gärtnergeneration, veranstaltet Pflanzkurse für Kinder und betreibt Forschungen über umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung und nachhaltiges Gärtnern. 

Biggs dringt in diesem reich bebilderten Buch in den Kern der wohltätigen Organisation vor, zeigt die vielen Facetten von RHS und macht die Leser neugierig, Seite für Seite mehr zu erfahren. Die umfangreichen Texte werden von tollen Fotos begleitet. Dabei erfährt man zunächst mehr zur Geschichte der RHS, um sich alsdann mit der Investition in die Zukunft des Gartenbaus zu befassen.

Man lernt unterschiedliche RHS Gärten kennen, auch urbane- und Gemeinschaftsgärten, wie sie überall immer mehr in Mode kommen. Es handelt sich hierbei um Orte des Miteinanders, wo Menschen jeden Alters und jeder Kultur gemeinsam gärtnern und Gedanken austauschen können.

Dann lernt man den ältesten und bekanntesten RHS-Garten kennen. Es ist #Wisley. Der Garten befindet sich in Surrey. Dort umfasst allein die Rhododendronsammlung über 1000 Arten und Hybriden, von denen 500 selten sind oder kaum noch in anderen Gärten stehen. Fünf fest angestellte Gärtner sowie Studenten und Freiwillige entwickeln hier die Ideen und entscheiden mit.

Des Weiteren lernt  man Projekte von RHS kennen, so etwa eine Schulgärten-Kampagne oder "Flower-Power" für ein blühendes Britannien, Gemeinschaftsgärten, auch Grün in den Vorgärten werden als spannende Projekte vorgestellt und es wird darüber informiert, wie #RHS begreifbar macht, dass sich Gärtnern und das Vorhandensein von Pflanzen auf die Gesundheit und Zufriedenheit positiv auswirkt. 

Dann liest man Wissenswertes über #Rosemoor, den Garten in Devon. Dort ist man bemüht, die ohnehin schon große Bandbreite mit Pflanzengattungen und-arten kontinuierlich zu erweitern. 

Weiter werden Fragen an Fachleute gestellt, auch über wissenschaftliche Forschungen der RHS wird informiert. #Hyde_Hall, der trockene Garten in Essex wird nicht ausgespart. Gartensschauen sind ein Thema, dem die Präsentationen von zwei weiteren spektakulären Gärten folgen, nämlich #Harlow_Carr und #Bridgewater. 

Dies und vieles mehr bereitet Gartenliebhabern (m/w) viel Freude und motiviert zu eigenem Tun.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Tulpen-50 Sorten im Porträt- Jane Eastoe/Rachel Warne- Prestel


#Jane_Eastoe ist seit über 25 Jahren als Journalistin und Autorin tätig. Sie hat zahlreiche Fachartikel und Bücher zu Pflanzen und Landschaftsthemen veröffentlicht, nicht zuletzt das Bestsellerbuch "Vinatage Roses". 

#Rachel_Warne - eine preisgekrönte Fotografin - hat ihren Fokus auf Gärten und das Leben im Freien gelegt. Ihre Arbeiten wurden an renommierten Orten in London und San Francisco ausgestellt.

Das reich bebilderte Buch der beiden informiert zunächst über das Geschäft mit der Zwiebelzucht und benennt  anhand eines Schaubildes die einzelnen Bestandteile einer Tulpe. Danach lernt man die insgesamt 15 Sorten kennen. Beschrieben werden die Eigenschaften der verschiedenen Tulpentypen anhand von Kriterien wie Blüteform, Blütenzeit und Erscheinungsbild. Dabei begreift sich das Buch als Einführung für angehende Tulpengärtner. 

50 Tulpenarten werden in diesem Werk präsentiert. Es sind die Fotos von Rachel Warne, die veranschaulichen, dass es Gartentulpen für jeden Geschmack und  für jede Farbgestaltung des Gartens gibt. 

Spannend zu lesen, ist die Geschichte der Tulpen und hier zunächst wie sie den Weg nach Westen nahm. Der niederländische Arzt und Botaniker #Carolus_Clusius (1526-1609) machte sie dann im Abendland bekannt. Die Erkenntnis, dass Gartentulpen ein lukratives Geschäft waren, führte in den Niederlanden im 17. Jahrhundert zu zahlreichen Zuchtbetrieben. 

Der zügige Aufstieg der Tulpe fiel ins Goldene Zeitalter der Niederlande, das von 1580 bis 1670 andauerte. Man erfährt in diesem Zusammenhang  natürlich auch Wissenswertes über die legendäre Tulpenmanie. Im Herbst 1636 wechselten einzelne Zwiebeln mehrmals am Tag ihre Besitzer und der Preis stieg und stieg. Nach dem spektakulären Aufschwung folgte der Zusammenbruch. Auch dazu liest man  das Wesentliche. Wie es dann weiterging, bleibt  ebenfalls nicht ausgespart. Kurzum: Der historische Abriss ist bestens gelungen.

Alsdann folgen die 50 Tulpenporträts. Auf einer Doppelseite wird stets die fokussierte Tulpe textlich skizziert. Man erfährt zudem immer etwas zu der Sortengruppe, der Blütezeit, dem Standort, der Bodenbeschaffenheit, der Pflanzentiefe und dem Pflanzenstand, der Wuchshöhe, dem Pflanzenpartner. Erläutert wird zudem die Verwendung als Schnittblume, die Treiberei und  man liest Wichtiges zu ähnlichen Sorten. Dazu gibt es zudem imposante Fotos. 

Im Anschluss daran wird man über Pflanzung und Pflege ausführlich informiert, so dass man entspannt mit dem Gärtnern beginnen kann. 

Alles in allem  ist dieses Tulpenbuch ist ein Traum für alle die den Frühling lieben. Sehr informativ und wirklich schön. 

 Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Kräuterwissen aus Kloster- Christine Amalia Bischoff-Thorbecke



Dr. Christine Amalia Bischoff hat sich seit ihrer Promotion mit mittelalterlicher Geschichte befasst. Dabei lag ein Schwerpunkt immer auf dem Klosterwesen. Ihre wissenschaftliche Neugierde auf die Schätze mittelalterlicher Klostergärten, Klosterapotheken und Kräuterbücher wurde durch ihre Erinnerung an das Kräuterwissen ihrer Großmutter geweckt. 

Bevor die Autorin auf die verschiedenen Kräuter, die man auch im heimischen Garten oder in Kübeln auf dem Balkon oder auf der Terrasse anbauen kann, eingeht, schreibt sie, weshalb es sinnvoll ist, sich mit dem alten Kräuterwissen zu befassen. Wer sich auf die Heilkraft der Natur einlässt, sollte auf die Kenntnisse mittelalterlicher Mönche und Nonnen vertrauen, weil diese auf die genaue Beobachtung der Wirkweisen zahlreicher Pflanzen angewiesen waren, um Krankheiten zu heilen oder zu lindern. Des Weiteren, so die Autorin, seien die Klöster die Brückenköpfe der Vermittlung des Medizinwissens der Antike in die Neuzeit gewesen. 

Die Liste klösterlicher Kräuterbücher ist lang. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass mittelalterliches Kräuterwissen Geduld lehrt. Wer sich auf Kräuterheilkunde einlässt, muss einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen Das Wissen um diese 6 Säulen der Gesundheit ist wichtig, um den Körper gesund zu erhalten. Es geht dabei um: Luft, Nahrung, Bewegung und Ruhephasen, Schlaf, Stoffwechsel als auch Emotionen. Darüber wird man näher aufgeklärt.

In der Folge dann werden ausführlich Kräuter beschrieben und auch erläutert, was man daraus zubereiten kann. So erfährt man, zu welchem Zeitpunkt bereits Basilikum nach Deutschland gelangte, welche Rolle er im Aberglauben einst spielte und wie er in der Volksmedizin angewandt wurde. 

Von Brennnesseln über Fenchel hin zu Kamille und Knoblauch, aber auch Kümmel und Lavendel, entdeckt man diverse andere Klosterkräuter, die seit Alters her  gesundheitlichen Nutzen versprechen. Petersilie und Minze und die Ringelblume werden ebenfalls zur Sprache gebracht und man hält  schließlich etwas irritiert bei der Rose inne. Rosen? Kräuter? Hm?

Bereits Hildegard von Bingen kannte 16 Anwendungsmöglichkeiten für Rosen, wobei diese heute umstritten sind. Dennoch kann ein Rosenbad nicht schaden, allein des schönen Dufts wegen. Da Rosen und Lavendel sich gut vertragen, ist ein Kräuterbezug immerhin vorhanden. Alles gut. 

Mit Erläuterungen zu Rosmarin, Salbei und Sellerie  endet dieses hübsch illustrierte Buch, das man gerne immer wieder zur Hand nimmt, weil es inspiriert, ein klösterliches Kräuter- und Gemüsebeet, wo auch immer in seinem unmittelbaren Umfeld zu gestalten,  in dessen Mitte eine Rose  sich sicher wohl fühlt.

 Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Dennenlohe- Der Park des grünen Barons- Sabine Freifrau von Süsskind- Prestel

Dieses traumhafte, reich bebilderte Buch bringt den Lesern und Betrachtern den #Schlosspark von #Schloss_Dennenlohe in Unterschwaningen/Franken näher, den man Jahr für Jahr vom 1. April bis 1. November an Wochenenden zwischen 10 bis 17 Uhr und werktags von 9 bis 17 Uhr besuchen kann. 

Das Vorwort zum Buch hat #Sabine_Freifrau_von_Süsskind verfasst, die gemeinsam mit ihrem Gatten dem #Baron_Robert_von_Süsskind auf dessen ererbtem Anwesen vor 30 Jahren einen Landschaftspark samt botanischem Garten auf 26 Hektar plante, gestaltete, baute und seither managt. 

Wie die #Gartenenthusiastin aufzählt, betreiben sie zudem noch ein #Restaurant, ein #Café, ein #Oldtimer_Museum, eine #Fotogalerie, einen #Pferdestall und eine #Kunsthalle. Kurzum, hier haben sich einst zwei Menschen gefunden, deren Schaffenskraft und Kreativität ideal zueinander passen und die dazu noch gemeinsam an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen können. Das Ergebnis löst nicht nur bei Naturfreunden Staunen und viel Applaus aus. So fruchtbar kann eine Ehe sein, wenn die Chemie stimmt und man gemeinsam gesetzte Ziele verwirklicht, egal wie anstrengend dies auch sein mag.

Auf einer Buchdoppelseite erhält man einen Eindruck von der Größe und der Gestaltung des Geländes und im Rahmen von acht Textbeiträgen unterschiedlicher Besucher erfährt man Wissenswertes  über das, was es auf den vielen Fotos zu bestaunen gibt. 

#Dorothee_Gräfin_von_Walderdorff ist eine der Autorinnen. Sie berichtet davon, dass Schloss Dennenlohe nach den Plänen des italienischen Architekten #Leopold_Retti erbaut wurde. Dieser war Hofbaumeister des Markgrafen von Ansbach und Meister des Süddeutschen Barocks. Gräfin von Walderdorff erzählt wie das Schloss und das Anwesen schließlich in die Hände des Bankiers Johann Gottlieb Freiherr von Süsskind kam, der damals als der reichste Schwabe galt. 

Mittlerweile gehört der fränkische Besitz seit acht Generationen den Freiherren von Süsskind. Dabei übernahm der 1955 geborene Robert Andreas Gottlieb Süsskind, genannt der grüne Baron,  im Jahre 1978 das Schloss Dennenlohe von seinem Vater. Nach einem BWL-Studium in St. Gallen arbeitete er zunächst in Brüssel im Bereich Sport-Sponsoring. Es zog ihn aber in das Schloss zurück, wo er mit seiner Frau ein Paradies schuf, in dem #englische_Rosen, #japanische_Azaleen, #chinesische_Sträucher und #Rhododendren jährlich Zigtausende Besucher anlocken, wie man dem Buch entnehmen kann. 

#Katja_Zemch bezeichnet Dennenlohe als einen Ort voller #Magie und #Christa_Pichler schreibt, dass dort drei Jahrzehnte tagtäglich gegraben und gebaggert wurde. So seien #Wasserläufe, #Bäche, #Tümpel, große und kleine Seen enstanden, verbunden durch #Brücken aller Art und Farben sowie Holzstege über #Wiesen und #Wasserläufe. Weiter gegangen sei es mit Hügeln und Bergen, denen eine Arena, ein #Bambuswald, ein #Tempelberg, Hoch- und Niedermoore, ein Dressurreitplatz, Labyrinthe und #Wiesenbiotope gefolgt seien. Ach ja, auf dem #Rosenberg würden im Sommer Tausende von #Rosen blühen und in den Wiesen zudem eine Vielfalt von #Wildblumen.

Bewundern kann man in diesem Buch zauberhaft schöne Blumen aller Art in unterschiedlichen Farben und erfährt, dass Robert von Süsskind neben seinem BWL- Studium eine #Gärtnerlehre absolviert hat, während seine Frau neben ihrem BWL-Studium sich als #Gartentherapeutin hat ausbilden lassen. Wer etwas so Prachtvolles kreiert, benötigt selbstverständlich Fachwissen. Dies ist die Basis für eine glückliche Hand. Beide haben es sich angeeignet.

Der Ideenreichtum des Ehepaares scheint unermesslich zu sein, das machen die Bilder und Beschreibungen des Parks deutlich. 10 000 Besucher führt Baron von Süsskind persönlich während eines Jahres durch den Park, von dem man in diesem Buch einen tollen Eindruck erhält. Einfach faszinierend.

Maximal empfehlenswert.

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Dennenlohe: Der Park des grünen Barons

Rezension: Wildlife Gardening- Die Kunst im eigenen Garten die Welt zu retten- Dave Goulson- Hanser

Der Autor dieses sehr informativen Gartenbuchs ist der Brite #Dave_Goulson. Er ist einer von Europas führenden Hummel- und Wildbienenschützer. Der Naturfreund lebt in Blackboys, East Sussex. Dort betreibt er seit vielen Jahren #Wildlife_Gardening. 

In diesem Buch geht es darum, die Artenvielfalt in unseren #Gärten zu fördern und immer mehr dieser kleinen Wunderwesen in unser Leben zu lassen. Notwendig hierfür ist der Anbau von gesundem, pestizidfreiem und lokalem #Obst und #Gemüse sowie generell einer #Flora, die zu Boden und Klima passt. 

Jedes Kapitel beginnt mit einem Rezept, in dem Gartenprodukte verarbeitet worden sind und man stößt auch immer wieder auf schöne Illustrationen, in der die Farbe #Sonnengelb stets wohlwollend hervorstrahlt. 

#Naturgärtnerei, darum geht es, sei ganz einfach, denn die #Pflanzen wachsen von selbst und die #Bienen und #Schmetterlinge finden die #Blüten alleine, so das Credo des Autors. #Pflanzenfresser, #Schnecken, #Rüsselkäfer, #Blattkäfer und #Raupen kommen und mit ihnen ihre Räuber. Dabei muss ein #Naturgarten aber keineswegs ein wildes Chaos sein. 

Die Grundlage eines solchen Gartens sind Pflanzen. Dabei geht die Energie, die in den Blättern, Stämmen und Wurzeln der Pflanzen gespeichert ist,  auf die Tiere über, die sich von den Pflanzen ernähren. Jede Tierart hat in der Regel eine Vorliebe für eine bestimmte Pflanzenart, ja sogar teilweise für bestimmte Teile einer Pflanze. Darüber erfährt man beispielsweise in diesem wunderbaren Buch viel Wissenswertes.

Je mehr heimische Pflanzen man im Garten beherbergt, umso mehr heimischen Pflanzenarten siedeln sich von selbst dann an. Je unterschiedlicher die Pflanzen, Wildblumen und blühenden Büsche umso größer ist die Chance eine #Bienenweide zu entwickeln. Wie der Autor so treffend schreibt: "Wenn sie dann noch ihre Nachbarn überzeugen, es ihnen nachzutun, dann könnte Ihre Straße demnächst ein Tempel für diese kleinen, aber unverzichtbaren Biester werden."

Dave Goulson erläutert wie man einen Garten pestizidfrei und CO2 –neutral gestaltet, wie man das Artensterben stoppt und dabei zum Selbstversorger wird.

Das Buch ist eine klare Absage an die #Monokultur und vor allem ein Handbuch der Freude, aus dem ich gerne meiner 88 jährigen Mutter vorlese und über dessen Inhalt wir dann stets sprechen. 

"Mehr Blumen zu pflanzen, hilft den Bienen viel wirksamer als der Versuch, mehr Bienen zu halten", so Dave Goulson. Meine Mutter nickt. Sie muss es wissen, denn sie hat viele Jahrzehnte ihren Biogarten mit viel Zuneigung  gepflegt.

Der Autor nennt zahlreiche #Gartenpflanzen, die man leicht ziehen kann, um Bienen und andere Bestäuber zu stärken, aber auch Beerenpflanzen für die Vögel, so etwa #Brombeeren aber auch #Efeu.

Doch lesen Sie einfach selbst in diesem wunderbaren Werk, durch das man lernt, ein Paradies zu gestalten und seinen Beitrag zu leisten, um die Welt in ihrer Artenvielfalt zu retten 

 Maximal empfehlenswert 

Helga König Im Fachhandel erhältlich 

Onlinebestellung bitte hier klicken: Hanser oder AmazonWildlife Gardening: Die Kunst, im eigenen Garten die Welt zu retten

Rezension: Rein ins Grüne-Raus in die Stadt - #Renate_Künast mit Victoria Wegner-Callwey

Die Autorinnen dieses bemerkenswerten Gartenbuches sind Renate Künast,  Bundestagsabgeordnete "Bündnis 90/Die Grünen" und  die Gartenredakteurin Victoria Wegner.

Mit diesem Werk möchten die beiden Gartenliebhaberinnen Urban_Gardening_Projekte in Deutschland und anderswo vorstellen und deren Sinn begreifbar machen. 

Urbane Gärten erfüllen mehrere Aufgaben einer zukünftigen Gartengestaltung, indem sie Lebensmittel produzieren, ein soziales Miteinander organisieren und verschiedenen Gruppen eine Teilhabe an der Gesellschaft- auch interkulturell für Menschen mit Behinderung garantieren. Des Weiteren tragen sie zu einem besseren Stadtklima in Zeiten des Klimawandels bei. 

Vorgestellt werden in diesem reich bebilderten Gartenbuch 22 Gartenprojekte dieser Art, zudem kann man sich in sechs Sonderthemen vertiefen und erhält eine Fülle bemerkenswerter Gartentipps.  Sehr inspirierend sind die Kochrezepte und Pflanzentipps.

Die einzelnen Projekte werden sehr gut beschrieben. So liest man beispielsweise von dem Projekt "Essbare Stadt Andernach" und hier wie bei vielen anderen der vorgestellten Projekte etwas über das Konzept und die Ziele.

Die Geoökologin Dr. Lutz Kosack und die Gartenbauingenieurin Heike Boomgaarden begannen 2010 an dem Konzept für eine "Essbare Stadt" mit großer Artenvielfalt zu arbeiten. Man verfolgte das Ziel, die städtischen Flächen abwechslungsreich zu gestalten, damit sie zu einem kulinarischen Genuss werden und das Stadtbild optisch aufwerten. Die Grünflächen sollten als Lebensmittelpunkt wieder erlebbar werden, indem man Gemüsebäume und Obstpflanzen in die Stadt brachte. Dadurch sollte die Bevölkerung sensibilisiert werden für das Grün und in die Pflege und Ernte eingebunden werden. Das Projekt glückte. Man erfährt nicht nur, was angebaut wird, sondern liest auch über die Artenvielfalt der Blumen, erhält auch gastronomische Adressen und kann sich in ein Gespräch zwischen  der Grünen-Politikerin Renate Künast und dem Geoökologen Lutz Kosack vertiefen. Er ist der Koordinator der essbaren Stadt. 

Nicht nur Projekte in deutschen Städten, sondern auch in Österreich und der Schweiz werden vorgestellt, alle sind sehr vielversprechend und im Ergebnis gute Anregungen für andere Städte, ebenso zu verfahren. 

Sehr spannend zu lesen, ist das das Sonderthema #Bienen. Mittlerweile soll das Nahrungsangebot für Bienen in den Städten üppiger als auf dem Land sein. Man erfährt, wo man Imkerkurse machen kann, wie man Bienen schützt, auch was man bei der Bienenhaltung beachten muss und erhält eine Reihe von Adressen für Kurse und Informationen. 

Renate Künast hat zahlreiche, sehr gute Interviews mit kompetenten Fachleuten für das Buch realisiert, die das Bewusstsein der Leser und Leserinnen in puncto urbane Gärten zu schärfen helfen. Dies ist auch zwingend notwendig in Zeiten des Klimawandels.

Maximal empfehlenswert

Helga König

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Rein ins Grüne - Raus in die Stadt: Eine Reise durch urbane Gärten

Rezension: Gärten des Jahres 2019 - Claudia Gölz - Konstanze Neubauer- Callwey

In diesem Bildband werden die schönsten 50 Privatgärten des Jahres 2019 der besten Gartenplaner im deutschsprachigen Raum präsentiert. Der Präsentation geht eine mehrseitige Einleitung der Autorin Claudia Gölz voraus. Dieser Einleitung folgt dann die Vorstellung des Gartens, der den 1. Preis der ausgewählten Fachjury erhalten hat. Das Planungsbüro "Büro Landschaftsarchitekt Volker Püschel" hat den 1.375 m² großen Garten, der Teil eines Parks ist, gestaltet. Volker Püschel sagte dazu "Beim Anblick des romantischen Südfassade war mir sofort klar, dass hier das Potential für etwas Besonderes schlummert."

Alle gezeigten, ausgezeichneten Gärten werden jeweils durch zahlreiche Fotos dem Betrachter nahe gebracht. Stets wird man textlich über die Besonderheiten informiert, die zur Auszeichnung führten und erhält durch eine Skizze einen Eindruck vom  jeweiligen Gartenbauplan. Die Lage eines jeden Gartens wird genannt und auch die Größe, der Name des jeweiligen Planungsbüros und die Firma, die für die Ausführung zuständig war.  Was noch? Die Gartenplaner (m/w) werden bildlich vorgestellt und erläutern mit wenigen Worten, worum es ihnen bei der Gestaltung gegangen ist. Dazu gibt es noch eindrucksvolle Beschreibungen der einzelnen Gärten. 

Es sind höchst unterschiedliche Projekte, die hier gezeigt werden, bei denen die Größe des Gartens, die Landschaft und anderes mehr sehr differieren. So lernt man beispielsweise einen kleinen Stadtgarten von nur 280 m² kennen. Brigitte Röde hat ihn gestaltet und sagt dazu "Die Idee einer zentralen kreisförmigen Rasenfläche, die von den Grenzen abgedrückt in der Fläche liegt, vermittelt Ruhe und löst die Form des Grundstücks auf."  Es folgt daraufhin ein Garten mit 10 000 m²   Fläche in der Hollstein´ schen Schweiz, der alles hat, was man sich erträumen kann: eine selten anzutreffende Pflanzenvielfalt, Wasser, schattige und sonnige Partien, eine Terrasse am Haus und unterschiedliche kleine Sitzplätze im Garten wie auch einen Teichblick. Man sieht und liest wie Fenna Graf ihn gestaltet hat und ist begeistert. 

Es ist unmöglich, im Rahmen der Rezension auf alle vorgestellten Gärten näher einzugehen. Inspiration gibt es zuhauf, so für einen tollen Dachgarten oder für einen Hanggarten oder für einen klassischen Villengarten mit verhältnismäßig kleiner Gartenfläche. Beeindruckend sind alle Objekte. Erstaunt ist man vielleicht am meisten, was man aus kleinen Flächen gezaubert hat, so etwa aus einem Garten, der zu einem alten Stadthaus in Krefeld gehört. Hier hat die Gartenplanerin Angela Frensch gewirkt, der es wichtig war, den morbiden Charme des kleinen Stadtgartens zu erhalten. 

Ein in meinen Augen besonders gelungenes Projekt stammt von dem Landschaftsarchitekten Manuel Sauer. Der 450 m²  große Garten befindet sich in Bonn und dort in einem Stadtviertel, das historische Gebäude und Villen aus der Gründerzeit unter Baumbestand beherbergt. Es handelt sich bei diesem Projekt um eine Kombination aus klaren Raumstrukturen und weichen Pflanzenbildern, die die Atmosphäre zu etwas ganz Besonderem machen.

Zauberhaft auch ist ein kleiner romantischer Garten in einem alten Stadtteil von Düsseldorf, gestaltet von Sven Schumacher. Er erläutert dazu: "Die horizontale Linienführung der Hecken und Trockemauern minimiert die Länge des kleinen Gartens und verbreitert ihn optisch."

Selbst ein japanischer Teegarten wird vorgestellt. Dieses kleine Paradies in München ist nur 165 m² groß. Friedhelm Hellenkamp, der Gestalter, sagt  "Das Gefühl beim Betreten eines Gartenraumes ist für mich wichtig. Man überschreitet eine unsichtbare Schwelle und die große innere Haltung verändert sich."

Schaut man sich die einzelnen Gärten im Buch genau an, so entsteht jeweils ein anderes Gefühl. Herauszufinden, was zu einem selbst am besten passt, setzt voraus, dass man sich öffnet, für all das Schöne, was dem Leser (m/w) und Betrachter (m/w) hier entgegengebracht wird.

 Sehr empfehlenswert.

 Helga König

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Gärten des Jahres 2019: Die 50 schönsten Privatgärten 2019

Rezension: Romantische Gartenreisen in den Niederlanden & Belgien- #Anja_Birne/ #Elke_Boskowski- Callwey

Dieses reich bebilderte Gartenbuch ist eine Teamarbeit von Anja Birne, Elke Borkowski und Vanessa Jansen. Anja Birne, eine Staudengärtnerin, Buchautorin und Gartenbuchjournalistin leitet seit vielen Jahren Gartenreisen in verschiedene Länder Europas. Elke Borkowski gilt als eine der besten Gartenfotografinnen unseres Kontinents und Vanessa Jansen ist eine junge, sehr begabte Food-Fotografin. 

Nach einer umfangreichen Einleitung gehen die Leser mit dem Autorenteam auf Reisen. Dabei führen insgesamt sieben Touren durch die Niederlande und in den angrenzenden nördlichen Teil Belgiens. 

Die Touren sind untergliedert in:
-Nord- und Südholland sowie Utrecht 
-Overijessel und Flevoland 
-Gelderland 
-Groningen und Friesland 
-Limburg
-Zeeland& Nord Brabant
-Belgien 

In jeder dieser Regionen werden diverse Gärten vorgestellt und zwar im Rahmen von sehr informativen Texten und traumhaften Fotos. Die Eigentümer werden stets genannt und es wird zudem auf die Besonderheit des jeweiligen Gartens hingewiesen. Die Website der Gärten wird auch stets mitgeliefert. Dazu gibt es noch Rubriken mit Sonderinformationen, so etwa über Jacobus P. Thijsse, der der Begründer der niederländischen Naturgartenbewegung war. 

Natürlich freut man sich gerade im bevorstehenden Frühling über die Tulpenpracht, die man in den abgelichteten Gärten Nord- und Südhollands sowie Utrechts bestaunen darf, so etwa in #Weesp. Dort liegt "#De_Theetuin" (der Teegarten) von Jacqueline van der Kloet oder auch der "#Hortus_Bulborum", wo der Schulleiter Pieter Boschmann aus Limmen 1924 den Grundstein für die einzigartige Sammlung von historischen Blumenzwiebeln legte. Geschichtlich Wissenswertes über die Tulpe, -  die Modeblume des Barock- kann man einem Sonderbeitrag entnehmen und sich alsdann mit dem ältesten Botanischen Garten der Niederlande, den "#Hortus_Botanicus" in Leiden befassen, dessen Eigentümer die dortige Universität ist. Mehr erfährt man auch über die "#Grachtengärten in Amsterdam". Sie sind Bestandteil des architektonischen und städtebaulichen Gesamtkunstwerks, dem sogenannten halbmondförmigen Grachtengürtel, der zum #Weltkulturerbe der #UNESCO zählt. Eine weitere Spezialseite mit Reisetipps und Wissenswertem rundet jede einzelne, sehr gut beschriebene Gartentour dann ab.

Es führt zu weit, auf die rund 40 Gärten hier näher einzugehen. Wo sie konkret zu finden sind, entnimmt man den doppelseitigen Landkarten am Anfang und zum Schluss. In der Region Limburg befindet sich der Garten "#Tuin_Verheggen", wo im Sommer und im Herbst beeindruckend viele Dahlien zu bewundern sind. Die Hauptstadt vom Limburg ist übrigens Maastricht. Über diese Stadt erfährt man historisch Interessantes und liest u.a. von einer 700 Jahre alten Dominikanerkirche, die heute eine Buchhandlung ist. 

Sehr spannend finde ich die Gartentour durch #Belgien und hier die Präsentation der königlichen "Gewächshäuser in #Laeken"/Brüssel. Auf Schloss Laeken gibt es die größte zusammenhängende Glaslandschaft Europas, die z. Z. der Azaleenblüte viele Menschen beeindruckt. 

Auch "den Garten des Malers Peter Paul Rubens" lernt man kennen. Heute gehört er der Stadt Antwerpen. Es handelt sich dabei um einen restaurierten Garten aus dem 17. Jahrhundert. 

Was noch? Ach, ja. Im Anschluss an die Gartenreisen werden Rezepte vorgestellt. Hier findet man u.a. Rezepte für "#Pannenkoeken", die typisch für die Niederlanden sind. Auch Rezepte für eine "Indonesischen Reistafel" und ein tolles Rezept für eine "Appeltaart met Noten" machen neugierig, des Weiteren die "Lütticher Waffeln" und das "Basilicum-Sorbet mit Genever".

FAZIT: Alles in allem ein gelungenes Buch, das Lust auf  eine Gartenreise macht. Warum nicht zu den "Grachtengärten" Amsterdams? Eine solche Reise könnte man mit einem Besuch des "Tulipmuseums" vor Ort verbinden und sich auf dem "Bloemenmarkt" am Duft von Frühlingsblumen berauschen. Anschließend gibt es dann vielleicht "Holländer Schnitten" mit einer Tasse Kaffee. Das Leben kann schön sein, doch nur, wenn man Glück hat.

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Romantische Gartenreisen in den Niederlanden und Belgien: Zu Besuch in den schönsten Gärten mit den besten Geheimtipps

Rezension: Zauber des Orients- Eine fantastische Reise zu den schönsten Gärten von Marokko bis Indien- Veronika Hofer- DVA

Dieses wunderschöne und dabei sehr informative Gartenbuch führt den Leser und Betrachter in Gärten, die im Iran, in Andalusien, in Marokko, im Libanon, in Ägypten, in Jordanien, in Afghanistan, in Indien, in Pakistan, in Saudi-Arabien, in Dubai und in Schardscha lokalisiert sind. 

Den ausführlichen, reich bebilderten Beschreibungen ist eine Landkarte vorgeschaltet, auf der man sich einen Überblick verschaffen kann, wo genau in den Ländern die Gärten beheimatet sind. 

Zunächst lernt man  solche Paradiese im Iran kennen. Dort gibt es  nämlich den ältesten nachgewiesenen Gärten der Welt. Das Areal von 249 Hektar muss einst mit Bäumen und pflanzen bedeckt gewesen sein. Es war der Achämeniden-Herrscher Kyros der Große, der in Pasargadae einen Palastgarten erbauen ließ, der als überirdisch schöner Ort Berühmtheit erlangte. Man liest von frühen Bewässerungssystemen, die dies erst ermöglichten und begibt sich alsdann durch weitere wunderschöne iranische Gartenlandschaften, so etwa in Yazd, die als älteste Stadt der Welt gilt. In Bagh-e Fin soll es einen der schönsten Gärten im Land geben, dessen Ursprünge liegen über 400 Jahre zurück. Noch heute ist das Hauptelement dieses Gartens das Wasser, das das offene Geheimnis schöner Gärten verkörpert. Darüber erfährt man viel Wissenswertes, z. B. auch über den Klang des Wassers und kann auf Bildern den Garten bewundern. 

Man liest von den Musalla- Gärten, die zu Ehren des Dichters Hafis errichtet wurden. Dort befindet sich übrigens sein Grabmal. Es folgen weitere schöne Gärten im Iran, u.a. in Isfahan, bevor die Reise den Leser nach Andalusien führt, wo Muslime im 7. Jahrhundert ihre Bewässerungstechnik mitbrachten, die wunderschöne Gärten ermöglichten. So lernt man einen Garten in Cordoba kennen, auch die Gärten des Alcazar von Sevilla und viele andere beeindruckende Paradiese mehr, natürlich wurden die Gärten der Alhambra nicht vergessen. Hier erfährt man auch, weshalb die Mauren die Myrthe so schätzten. Ein Interview mit dem Alhambra-Gärtner Christóbal Romera ist sehr spannend zu lesen. 

Die Gärten von Marrakesch sind natürlich auch etwas ganz Besonderes. Man lernt im Buch einige davon kennen, nicht zuletzt den "Anima Garten" André Hellers, über den ich bereits eine Rezension verfasst habe. Gefallen hat mir das Interview mit dem Künstler im Buch, in dem man u.a. erfährt, was er mit seinem Garten erreichen möchte. Damit nicht zu Ende, lernt man Gärten im Libanon kennen. Hier gibt es ein interessantes Interview mit einem Landschaftsarchitekten, der u.a. sagt: "Die Gärten sollen uns zusammenbringen, uns entspannen, uns heilen und uns vergessen helfen“ 

Faszinierend auch sind die Gärten in Jordanien, wo jeder Zentimeter Grün zählt, dann auch ein Garten in Afghanistan, der eine Art Schutzraum ist inmitten von Staub und Hitze in dem kriegszerütteten Kabul. 

Was noch? Indische Gärten…So der Schleiergarten von Neu- Delhi. Hier wurde einst ein Garten nur für Frauen gebaut, der "Women only Garden". Der neu angelegte Garten bietet muslimischen Frauen einen geschützten, grünen Ort des Rückzugs. Ganz zum Schluss lernt man nicht das Wüstengrün Saudi-Arabiens kennen und Gartenanlagen im reichen Dubai, sowie den Campus der Amerikanischen Universität Schardscha, wo prachtvolle Königspalmen nicht vergessen lassen, dass man sich in einem kleinen Emirat neben Dubai befindet. 

Ein schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle. 

Helga König

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Zauber des Orients: Eine fantastische Reise zu den schönsten Gärten von Marokko bis Indien

Rezension: Dreamscapes- Traumgärten aus aller Welt- Claire Takacx

Dieser grandiose Bildband von Claire Takacs hat Folko Kullmann aus dem Englischen übersetzt. Vorgestellt werden in Wort und imposanten Bildern 70 Gärten, die in Australien, Neuseeland, Nordamerika, Europa und Asien beheimatet sind. 

Allen Gärten gemeinsam ist üppigste Begrünung und doch gleicht kein Garten einem anderen. Die klimatischen Bedingungen sorgen überall für eine spezielle Flora und damit dafür, dass die Paradiese höchst individuell gestaltet werden können. 

Ausgesprochen exotisch ist "Lotusland" in Montecito, Santa Barbara, Kalifornien. Dort ist der Garten in 25 separate Räume eingeteilt, darunter ein Kakteengarten. Hier sind 300 Arten nach Herkunft gruppiert. Die Besitzerin der Gartens setzte Kakteen und Sukkulenten sehr gekonnt in ihrer Gestaltung ein. Nach deren Ableben im Jahre 1984 wurde "Lotusland" in einen botanischen Garten umgewandelt, der neun Jahre danach der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. 

Wunderschön ist der "Bryans`s Ground" in Presteigne Herefordshire /England. Dieser Garten wurde 1913 angelegt und ist bis heute im ursprünglichen Zustand der Arts-and-Crafts-Ära erhalten. 

Überhaupt sprechen die Gärten in England mich am meisten an, vielleicht wegen der von ihnen ausgehenden Verträumtheit. So etwa in "Hindringham Hall" in Norfolk England, dessen Wurzeln im 11. Jahrhundert liegen. Dieses Paradies wird von dem einzigen noch komplett erhaltenen Burggraben in dieser Region umgeben. Märchenhaft. 

Erwähnen möchte ich noch "Hummelo" in Gelderland/Niederlande. Es handelt sich um den privaten Garten von Piet und Anja Oudolf. Piet Oudolf zählt übrigens zu den bekanntesten und einflussreichsten Gartengestaltern der Gegenwart. Der Garten beeindruckt besonders durch die Gegenlichtaufnahmen, wenn der Morgentau in filigranen Gräsern und Stauden glitzert.

Schönheit soweit das Auge reicht, so etwa auch nach "Gardens by the Bay" in Singapur... Dort verbindet der hoch über dem Boden schwebende Skywalk drei der insgesamt 18 Supertrees und schenkt wundervolle Ausblicke auf die Gartenanlage. 

Ein wirklich gelungenes Gartenbuch. Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Dreamscapes: Inspiration and beauty in gardens near and far

Rezension: Gärten der Inseln- Die grünen Paradiese Englands Jackie Bennett, Fotos von Richard Hanson-Gerstenberg

Die Autorin dieses schönen Gartenreisebuches ist Jackie Bennett. Sie studierte Gartenarchitektin und Landschaftshistorikerin produzierte für das britische Fernsehen zahlreiche Sendungen zu den Themen Garten- und Naturgeschichte. Heute arbeitet sie als Gartenbuchautorin und wurde für ihre Werke mehrfach ausgezeichnet. Die zauberhaften Fotos im Buch stammen von dem Landschaftsfotografen Richard Hanson. Er arbeitet mit den führenden Gartenbuchautoren England zusammen. 

Die im Buch gezeigten grünen Paradiese befinden sich auf den vielen kleinen Inseln, die England umgeben. Dabei handelt es sich um: Leuchtturm-Gärten, mediterrane Oasen, windumtoste Gärten mit knorrigen, alten Bäumen und Parkanlagen rund um bedeutsame Schlösser und Klöster. 

Vorgestellt werden Gärten auf den Scilly-Inseln, auf den Inseln in Schottlands Südwesten, auf Anglesey, auf Orkney, auf den Kanalinseln, den inneren Hebriden, auf der Isle of Wight und auf Holy Island. 

Die Gärten auf den Scilly-Inseln bestechen nicht nur durch die Narzissen, für die sie bekannt sind, denn dort herrschen ideale Bedingungen für eine Heidelandschaft aus Ginster, Birken wie auch für Steppen-Stiefmütterchen und Babington-Lauch. Den eigentlichen Charakter habe sie allerdings durch die eingewanderten und hier heimisch gewordenen Pflanzen erhalten. Genannt werden der "Nickende Sauerklee" aus Südafrika, auch "Riesen-Natternköpfe" und ihre Hybriden von den Kanarischen Inseln als auch einen Baumlupine aus Kalifornien. 

Die Natternköpfe, über die es ein Spezial im Buch gibt, sind auf vielen Britischen Inseln verbreitet. Sie erreichen eine Höhe von durchschnittlich 4 Meter und beeindrucken durch ihre Form und schöne blaue Farbe. 

Die Insel Tresco ist einer der Scilly-Inseln. Ihre Vegetation ist nahezu subtropisch. Man erfährt Wissenswertes über die Gartenbaugeschichte dieser Insel, die im Jahre 1834 bereits begann und kann sich anhand von Foto einen Eindruck vom Ergebnis verschaffen. Allein 650 Arten von Heidekraut gibt es und eine Fülle schöner anderer Gewächse, nehmen den Blick lange gefangen. 

Unmöglich ist es, im Rahmen der Rezension all das zu benennen, was die einzelnen Inseln zu bieten haben, so etwa ein "Elefantenfarn" auf Ascog Hall, der schon 1000 Jahre alt sein soll. In Achamores Gardens auf Gigha beeindrucken die "Horlick-Rhododenren". 

Die Insel Anglesey in Wales gehört zum UNESCO –Geopark-Netzwerk. Faszinierend ist hier die Gartenanglage des 81 Hektar großen Landsitzes Plas Cadnant. Hier auch wächst eine Himalaya-Riesenlilie mit prachtvollen hellen Blüten, die intensiv duften. 

Gärten auf Orkney und die Storchenschnabelarten dort lernt man kennen., auch die Gärten der Kanalinseln werden vorgestellt. Sie sind mehr als nur bezaubernd. Das gilt speziell für die Gärten von La Seigneurie auf Sark und die schönen Rosen dort.

Seite für Seite entdeckt man weitere Inselschönheiten, allesamt wie die Gärten der Inseln selbst  sind sehr gut beschrieben. 

Besonders eindrucksvoll finde ich die Wildblumen, nicht zuletzt das "Gefleckte Knabenkraut" und die "Glockenheide". Edel natürlich ist der "Agapanthus". Er wird seit dem 17. Jahrhundert in Europa angepflanzt. Diese schöne Pflanze wächst auf den Inseln ganzjährig im Freien. 

Ummauerte Gärten auf freier Fläche wirken wie Oasen und es entsteht der Wunsch, das alles in der Wirklichkeit zu erleben. 

Besucherinformationen am Ende des Buches sollte man sich deshalb nicht entgehen lassen. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Gärten der Inseln: Die grünen Paradiese Englands

Rezension: House of Plants –Mit Sukkulenten, Luftpflanzen und Kakteen leben-Caro Langton& Rose Ray- teNeues

Rose Ray und Caro Langton sind zwei erfolgreiche Pflanzen-Stylistinnen und –Expertinnen. Sie teilen ihre Begeisterung für Kakteen, Sukkulenten & Co. sehr gerne mit Dritten. Ihre Mission besteht darin, urbane Räume in maßgeschneiderte grüne Oasen zu verwandeln. 

Das vorliegende reich bebilderte Buch ist in sieben Kapitel untergliedert, die mit einem Index und einer Danksagung abgerundet werden. 

Die beiden Autorinnen zeigen mit ihrem sehr gut recherchierten Erstlingswerk keineswegs nur wie man in urbanen Räumen Pflanzen kreativ in Szene setzt, sondern auch wie man heimische und tropische Pflanzen richtig hegt und pflegt, des Weiteren Pflanzengefäße selber kreieren oder der Familie und Freunden mit Ablegern eine nachhaltige Freude bereiten kann. Umfangreiche Pflegeanleitungen, Tipps für den Kauf und die Wahl des perfekten Standorts und kluge DIY-Projekte machen aus dem gestalterisch lobenswerten Ratgeber ein Rundum-Sorglos-Paket. 

Sehr gut gefallen haben mir die ausführlichen Pflanzenbeschreibungen. Hier wird jeweils die einzelne fokussierte Pflanze skizziert. Zusätzlich gibt es Informationen zu dem jeweils idealen Licht, der Temperatur, zum Giessen, den Nährstoffen, dem Umtopfen und zur Vermehrung. 

Vom Gummibaum, dessen Herkunft Indien, China und Malaysia ist, über den Geldbaum, der als Glücksbringer gilt bis hin zur wunderschönen Lanzenrosette findet man  eine ganze Reihe attraktiver Pflanzen, die sich auch als Bürogewächse eignen.

Allen gemeinsam ist, dass sie unproblematisch in der Pflege sind und die Räume positiv, aber auch ein wenig exotisch gestalten helfen. 

Empfehlenswert 

Helga König 

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Rezension: Pflanzen für Honigbienen- Sarah Wyndham Lewis- Gerstenberg

Dieses hochinformative Buch stammt aus der Feder von Sarah Wyndham Lewis. Sie ist seit 30 Jahren Journalistin zu unterschiedlichen Themen. Seit 2007 führt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Dale Gibson den nachhaltigen Bienenzucht- und Imkerbetrieb "Bermondsey Street Bees". Das Paar lebt in London und Suffolk, wo Sarah ihr Projekt eines bienenfreundlichen Gartens weiterhin fortführt. In London arbeiten die beiden mit gemeinnützigen Vereinen und Geschäftsleuten zusammen, um öffentliche Plätze mit Pflanzen für Honigbienen zu begrünen. 

Die Texte im Buch, das in 9 Kapitel untergliedert ist, wurden von James Lewis Weston zauberhaft illustriert. Dabei befasst sich die vorliegende Publikation in erster Linie mit Honigbienen und der Frage, welche Pflanzen man im Garten anlegen kann, um sie mit Pollen und Nektar zu unterstützen.

Weltweit soll es ungefähr 25. 000 Bienenarten geben. Die meisten Pflanzen, die von Honigbienen befruchtet werden, bieten Menschen, Tieren, Vögeln und Insekten Nahrung. Das bedeutet, dass der gezielte Anbau dieser Pflanzen somit einen entscheidenden, unmittelbaren ökologischen Nutzen hat. 

Zunächst erfährt man, weshalb Honigbienen, die seit etwa 100 Millionen Jahren die Erde besiedeln heute Hilfe benötigen. Die Bedrohung durch Chemikalien und durch die Folgen des Klimawandels sind riesig. Dazu kommen noch einheimische und eingeschleppte Bakterien, Pilze, Parasiten und Fressfeinde, von denen jeder einzelne das Potenzial besitzt, eine ganze Kolonie innerhalb weniger Stunden zu vernichten. 

Vor ungefähr 100 Millionen Jahren begannen Pflanzen und Bienen eine effiziente Koevolution und überall dort, wo Honigbienen zu finden waren, ernteten Menschen seit ewigen Zeiten den Honig wilder Kolonien und lernten wie man Bienen hält. In Grabmalereien aus dem alten Ägypten wird deutlich, dass man damals schon spezielle Gartenblumen für Bienen züchtete. 

Die Autorin benennt zehn wichtige Dinge, die man über Bienenpflanzen wissen sollte. Zudem lernt man beim Kauf von Pflanzen die beigefügten Etiketten gut zu verstehen und wird im Anschluss daran ausführlich darüber informiert, was man unter Nektar, Pollen, Bienenharz und Bienenwachs zu verstehen hat. 

Man lernt Blumen und Pflanzen für Fenstersims und kleine Balkone kennen, die für Honigbienen nützlich sind und zwar für alle Jahreszeiten und desgleichen für den Innenhof, die Veranda und die Terrasse, auch für große sowie kleine Gärten und dort selbst für feuchte Böden, für Dachterrassen, begrünte und vertikale Gärten und für Naschgärten. Erörtert wird u.a. der Nutzen von Wildblumen. Ob winziges Gänseblümchen oder große Wiesen-Margarite all diese wild wachsenden Blumen bieten den Bienen ein großes Nahrungsangebot. Auch wilder Rasen ist hilfreich. 

Doch einige Pflanzen und Bäume sind Gift für Bienen. Diese werden natürlich auch genannt. 

Schlussendlich werden TOP-Blumen und Pflanzen für Bienen und 23 erstaunliche Fakten über diese Tiere aufgelistet. So etwa, dass Honigbienen 5 Augen haben oder dass sie für ein 450-Gramm-Glas Honig zwei Millionen Blüten besuchen und etwa 80.000 Kilometer fliegen müssen. 

Es gibt tausend Gründe, weshalb wir den Honigbienen durch bestimmte Pflanzen Nahrung beschaffen sollten, dabei muss man nicht gleich Imker werden. Wertschätzung und Dankbarkeit reichen als Gründe völlig aus.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Pflanzen für Honigbienen: Wie Sie Ihren Garten zum Summen bringen


Rezension: Grüne Oasen- Stars und ihre Gärten- Gerstenberg

Autorin dieses Bildbandes ist Victoria Summerley. Ihren beruflichen Schwerpunkt hat sie auf Gärten und Gartenbau gelegt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und ist Verfasserin eines Bestsellers. Für das vorliegende Buch benötigte sie rund zwei Jahre, um 25 Prominente zu überreden, ihre Pforten zu ihren Gärten zu öffnen. 

Die wundervollen Fotos im Buch hat Hugo Rittson Thomas realisiert. Er hat am renommierten Goldsmith College in London studiert und wurde mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet. 

Bei den Persönlichkeiten, die ihre Gärten geöffnet haben,  handelt es sich um namhafte Künstler, Schauspieler, Musiker, Komponisten, Designer, Drehbuchautoren und Schriftsteller. 

Wer Gärten, wie man sie in diesem Buch bestaunen kann, anlegt, benötigt natürlich ausreichend materielle Mittel. Wer dazu noch  Geschmack und gute Ideen  besitzt, kann Paradiese schaffen.  Sie Dritten zugänglich zu machen, ist nur denen problemlos möglich, die geschätzt werden, weil sie etwas geleistet haben, wofür man sie achtet. Um genau solche Personen handelt es sich im Buch. Man freut sich mit ihnen und wünscht ihnen für alle Zeiten einen grünen Daumen.

Die Idee zu diesem Werk entstand bei einem Lunch im Haus des Fotografen in Oxfordshire. All die Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, Maler oder Bildhauer, deren Paradiese im Buch gezeigt werden, nutzten ihre Lebenserfahrung bei der Gestaltung ihrer Gärten. Ein Bild der jeweiligen Gartenbesitzerin oder des -besitzers, dazu Kurzinfos zur Person, eine Gartenbeschreibung mit Reflektion der einzelnen Gartenideen und eine Fülle schöner Bilder, lassen den Betrachter stets staunen. 

Fasziniert bin ich vom Garten des Bildhauers Daniel Chadwick. Sein Vater war bereits ein berühmter Künstler, dessen Skulpturen man weltweit in den bekanntesten Kunstmuseen bewundern kann. Daniel Chadwick stellt z.B. kinetische Plastiken und Mobiles her. Dazu lässt er sich von Baum- und Blattstrukturen sowie vom Sonnensystem inspirieren. Der Künstler hat Ingenieurswissenschaften studiert, änderte allerdings seinen beruflichen Werdegang und arbeitete mit der Architektin  Zaha Hadid zusammen. Seine Arbeiten als Zeichner und Modelbauer inspirierten ihn schließlich dazu, kinetische Plastiken zu entwerfen. Beeindruckend sind die vielen Skulpturen in seinem großzügig angelegten Garten. Dabei konzipierte er eine Art Galerie im Freien, hält den Garten schlicht, damit die einzelnen Details der Skulpturen- und des Hauses zur Geltung kommen. Der Gedanke, der dahinter steht,  ist der, dass in einer Kunstgalerie die Wände schmuck- und schnörkellos sind. Eine zu dichte Bepflanzung würde bei all den Skulpturen überladen wirken. 

Unmöglich ist es, auf all die schönen Gärten im Buch an dieser Stelle näher einzugehen. Erwähnen möchte ich aber den Garten von Sting und seiner Frau Trudie. Dieser Garten ist in meinen Augen der schönste, den ich je in einem Gartenbuch bewundern konnte. Das Anwesen liegt übrigens in der Nähe von Stonehenge. Die beiden bauen dort mithilfe ihres Gärtners ihr eigenes Obst und Gemüse an und gärtnern nach ökologischen Prinzipien. Sie züchten sogar selbst Vieh. Diese Erdverbundenheit begeistert. Schaut man sich die Gartenbilder genau an, erkennt man, wo Stings Inspiration begründet liegt: In all den Grüntönen seines Paradieses.

Das Buch hat viel Schönes zu bieten. Wer Freude daran hat, wirklich Schönes näher kennen zu lernen, wird hier all das finden, wonach sich sein Herz sehnt. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Grüne Oasen: Stars und ihre Gärten

Rezension: ANIMA- Der Zaubergarten von André Heller in Marrakesch- Fotos: Albina Bauer; Text: Andrea Schurian- Brandstätter

Das Vorwort zu diesem traumhaften Bildband hat André Heller verfasst. Hier berichtet er, wie es dazu kam, dass er, als er 60 Jahre alt wurde, sich nach sorgfältiger Erwägung entschied,  sich auf besondere Weise mit der Königsstadt Marrakesch zu verbinden. Der Künstler wollte die Jahrzehnte wirksamer Ermutigungen, die maßlosen Nuancen der Inspiration, die ihm dort zuteil wurden, durch etwas Nachhaltiges an den Ort seiner Bewohner und Gäste zurückgeben. Dabei sollten Arbeitsplätze geschaffen werden, durch ein heilkräftiges, hochenergetisches, botanisches Revier der sinnlichen Schönheit und höchsten, umfassenden Qualität für Menschen aller Altersgruppen und Ausbildungsgrade.

Sein Projekt ANIMA bestand am Anfang aus acht Hektar völligem Brachland mit fantastischer Aussicht, was daraus geworden ist, zeigen die wunderschönen Fotos von Albina Bauer und der begleitende Text  der Journalistin Andrea Schurian. Sie besuchte ANIMA erstmals wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung im April 2016 und erzählt von ihren Eindrücken dort, auch jenen im Hinblick auf André Heller. Man erfährt, dass es hier 200 Jahre alte Olivenbäume gibt. Dies waren die ersten Bäume, die André Heller einpflanzen ließ.

Viele Grüntöne und Blumenbeete aber auch hölzerne Masken und silberne Glücksbringer erwarten den Betrachter  dort in ANIMA, das man als weltenversöhnendes und verbindendes Paradies begreifen sollte und zwar für Menschen, aber vor allem auch für Pflanzen. Diese stammen teilweise vom Himalaya, aus Japan, Südamerika, aus Kanada, Nordeuropa oder Australien. Überall soll es duften, zirpen, zwitschern und quaken und das obschon Marokko vom Klimawandel her besonders gefährdet ist. 

Hellers Mikroklima einer Grünoase ist sein ökologisches Manifest, mit dem er dem Klimawandel begegnet. Um ANIMA zu finanzieren verkaufte er einen Großteil seiner wertvollen Kunstsammlung, auch seine Villa und den dazugehörigen Park am Gardasee. Sein neuer Garten sei eine Versuchsanstalt für den Himmel, ein Ort "absoluter Liebe und des schattenlosen Lichts".

Es bereitet viel Freude sich in die Bilderwelt zu vertiefen und die Idee dieses bunten paradiesischen Gartens zu begreifen, mit all den Pflanzen und Bäumen und Kunstwerken und den Tieren, die die Welt auf einen Punkt verdichten und unmissverständlich klar machen, das am Anfang aller Zeiten Magie und Kreativität standen, die das Licht und mit ihm die Farben in die Welt brachten und damit das Leben und die Kunst. 

Ein großartiges Buch, das ich gerne weiterempfehle. 

Helga König

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ANIMA. Der Zaubergarten in Marrakesch

Rezension: Garden Girls- Jana Henschel & Ulrike Schacht- Callwey

Dieses reich bebilderte, sehr schöne Gartenbuch ist eine Teamarbeit der Autorin Jana Henschel und der Fotografin Ulrike Schacht. Beide arbeiten für große Frauenmagazine und lieben Gärten. Der Untertitel des Werkes verrät, um was es geht: 20 Frauen und ihr Traum von der eigenen Laube. 

Bei diesen Frauen handelt es sich um 20 Schrebergärtnerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Jana Henschel und Ulrike Schacht durften in deren hübsche Lauben gucken, Kirschen naschen, mit ihnen basteln, Marmeladen, Salate und Limos probieren, die sie aus der eigenen Ernte herstellen.

Gezeigt werden in diesem Buch die besten Ideen der Garden Girls zum Pflanzen und Bauen, zum Einrichten und Einwecken. Unter diesen sind zahlreiche DIY-Tipps und köstliche Rezepte.

Vorgestellt wird in jedem der 20 Beiträge zunächst die Hobby- Gärtnerin. Diese  Gärtnerinnen erzählen dann stets Anekdotisches im Rahmen von kleinen Texten, die sie immer als Schrebergartenliebhaberinnen outen. Bilder der einzelnen Schrebergärten mit entsprechenden Texten runden dann jeweils die Gesamtinformationen ab.

Dass dies alles nichts mit Spießertum zu tun hat,  wie man bei dem Begriff "Schrebergarten"  vielleicht vermuten könnte, wird rasch klar, denn die Hobby-Gärtnerinnen gehen allesamt kreativen Berufen nach und sehnen sich augenscheinlich nicht nach Gartenzwergen, sondern leben auch im Garten ihre Kreativität sehr fantasievoll aus.

Wie man zu einem Schrebergarten kommt berichtet Sandra Böhme vom Gartenverband und zum Schluss lernt man wunderbare Rezepte kennen, die die Garden Girls entwickelt haben.

Man muss nicht zwingend Schrebergärtnerin werden, um dieses Buch zu mögen, denn es macht viel Freude, einfach darin  zunächst zu blättern und zu staunen, um sich zu guter Letzt über Dies und Das zu informieren.

Sehr empfehlenswert

Helga König

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Garden Girls: 20 Frauen und ihr Traum von der eigenen Laube

Rezension: Gärten des Jahres- Callwey

Dieses traumhafte Gartenbuch thematisiert die 50 schönsten Privatgärten des Jahres 2018 im deutschsprachigen Raum. Das Werk ist eine Teamarbeit von Ferdinand Graf Luckner und Konstanze Neubauer. 

Der Fotokünstler #Ferdinand_Graf_Luckner hat das Vorwort verfasst, das den Titel "Perspektivenwechsel- Der Garten durch die Kamera trägt." Hier schreibt er u.a. vom ersten Rundgang durch einen Garten, in dem er anschließend seiner Arbeit nachgeht. Dieser erste Rundgang geschieht ohne Kamera in Begleitung des Gartenbesitzers. Dabei sei einer der schönsten Momente auf dem Weg zu einem guten Gartenfoto das Erleben der Begeisterung, welche die Gärtner für den Garten aufbringen. 

Speziell die Nähe zum Garten unterscheide das Fotografieren im Garten von den allermeisten fotografischen Themenfeldern. Der erste Gang an der Seite des Gartenbesitzers diene dazu, die Ausrichtung des Gartens zu erkennen. Wenn der Fotograf dann damit beginnt, Bilder zu machen, überlässt der Gartenbesitzer ihm der Regel das Terrain. 

Nach den Erfahrungen des Grafen, ob mit oder ohne Kamera, sind nicht die Gärten spannend, die in einem Jahr mit großem Aufwand entstanden sind. Wohl aber sind es offenbar jene, bei denen Zeit darauf verwendet werden konnte, für jeden Standort mit entsprechender Bodenbeschaffenheit die passende Pflanze zu finden, die sich dort wohlfühlt. 

Wie Graf Luckner den Leser wissen lässt, möchte der vorliegende Band die Ergebnisse der Wünsche und Absichten von Gartenbesitzern und der kreativen Arbeit der Gartenplaner und- bauer zusammentragen, um so zu dokumentieren, welches Potential in dem Thema steckt. Ob Neuanlage, Umbau oder Erweiterung, stets fange es mit der Betrachtung aus einer anderen Perspektive an- auf den ganz besonderen Ort Garten

Die gezeigten Gärten wurden von einer renommierten Jury ausgewählt und prämiert. Es handelt sich stets um hochkarätige gestaltete Privatgärten, die durch ihre individuelle Gestaltung und herausragende Qualität beeindrucken. 

Zunächst wird der Garten vorgestellt, der den 1. Preis erhalten hat. Es ist ein Hausgarten, der von Koch+Koch geplant worden ist. Wie bei allen anderen gezeigten Gärten erfährt man durch einen ihn beschreibenden Text sehr viel  über die Anlage und kann sich in eine traumhafte Bilderwelt vertiefen. Genannt werden stets zudem die Lage und Größe des Gartens, das Planungsbüro und wer für die Ausführung zuständig war. Zitate von den Machern runden die Präsentation dann ab. 

Einen der Gärten hervorzuheben wäre unfair. Seite für Seite erlebt man Hochgenuss, was die Bilderwelt anbelangt und wünscht sich die Düfte, die von den Gärten ausgehen, wahrnehmen zu dürfen. Dann werden Projekte erörtert. So etwa ein Zimmer im Grünen oder auch das Baden im Designergarten. Kleine und große Gärten werden gezeigt, minimalistische und solche, wo sich Natur und Ästhetik verschmelzen. Inspiration bietet das Werk für alle Gartenliebhaber und schenkt zudem viel Freude, besonders an trüben Herbst- und Wintertagen. 

"Gärten des Jahres" ist ein Buch, das den Betrachter zu fortdauerndem Staunen veranlasst und zu der Erkenntnis, dass man sich durchaus ein individuelles Paradies auf Erden schaffen kann, in dem mehr als nur Gartenglück findet, wenn man dies zulässt. 

Dieser Gartenbildband zählt zu den schönsten Werken dieser Art, die ich kenne. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Gärten des Jahres 2018