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Rezension: #Garten_Design- #Gartengestaltung- #Ian_Hodgson- Callwey

Dieses Gartenbuch eignet sich bestens dazu, es jetzt im Spätherbst und Winter zu lesen, weil  der Autor  sich  mit Visionen und Planungen befasst, die im Kopf reifen sollten, bevor man zur Tat schreitet. 

Verfasser des reich bebilderten Buches ist der Landschaftsarchitekt Ian Hodgson, der an den Ken Gardens lehrt und als freier Redakteur für Garden News und Garden Answers arbeitet. Er hält in der Einleitung fest, dass Gartendesign wie keine andere Disziplin Kunst, Kultur, Wissenschaft und Umwelt verschmelze und der Garten seit tausenden von Jahren das Herz der menschlichen Zivilisation verkörpere. 

Das Buch kommuniziert verschiedene Ideen und Gestaltungsthemen, die als Inspiration zur Um- und Neugestaltung des eigenen Gartens dienen sollen. 

Untergliedert ist das Werk in die Kapitel: 

Mutige Visionen- Große Ideen 
Galerie der Gärten 
Der Garten als Wohnraum 
Gärtnern mit gutem Gewissen 
Der eigene Garten 

Zunächst werden Gärten in unterschiedlichen Gartenstilen vorgestellt. Gezeigt werden moderne und formale Gärten und solche mit urbanem Chic. Zur Sprache gebracht werden zudem der Cottage – und Country-Stil, naturalistische Gärten, Wassergärten und exotische Gärten. So werden beispielsweise beim modernen und formalen Garten die geometrischen Grundlagen erläutert und man wird auch über die Ursprünge formaler Gärten informiert. Anhand von Fallbeispielen kann man sich stets in das jeweilige Gartenthema vertiefen. Es informieren verschiedene namhafte Gartenexperten, über die man stets Wissenswertes erfährt. 

Fasziniert bin ich von der Idee eines exotischen Gartens. Kennzeichnend sind großblättrige Bäume und Sträucher, auch leuchtende, kräftige Blüten- und Blattfarben, die sich zu einem dschungelartigen Teppich aus Farben, Formen und Texturen verweben.  

Man lernt Gestaltungsideen und Pflanzenstile kennen. Dabei werden alle Gestaltungselemente u. Ansätze beleuchtet, aber auch Ideen und Features gezeigt. Sehr gut haben mir die Überlegungen zu Eingängen gefallen und auch zu Wegen im Garten. Dekoration und Kunst ist ein  abendfüllendes Thema, das all jene besonders beschäftigt, die Skulpturen und Figuren im Garten zu schätzen wissen. 

Licht und Wasser im heimischen Paradies gehören zu den Dingen, die lange überlegt sein wollen. Hier inspiriert das Buch vielschichtig. 

Sehr gut werden Pflanzen als Gestaltungsmoment abgehandelt und geradezu exzellent naturalistische Pflanzungen beleuchtet. Wer nicht viel Sonne im Garten hat, sollte sich mit dem Thema Schattenpflanzen anfreunden. 

Auf welche Weise man im Garten gut entspannen kann, essen,  kocht oder spielt wird ebenso zur Sprache gebracht wie nachhaltiges gärtnern oder gar wie man Wildtiere anlockt. 

Kurzum, ein sehr lehrreiches Gartenbuch, das ich gerne empfehle.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Callwey-Verlag und können das Buch bestellen. Sie können es aber auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.callwey-shop.de/buecher/garten/gartendesign-gartengestaltung.html

Rezensionen: Mythos #Orchideen- Von leidenschaftlichen Sammlern, fernen Ländern und besonderen Sorten-Callwey

Autorin dieses wundervollen, reich bebilderten Orchideenbuchs ist #Catherin_Vadon. Sie ist Dozentin am Muséum  d´ Histoire naturelle de Paris und Mitglied der Académie des Arts et Sciences de la Mer. 

Nach einer kurzen Einleitung und ersten Fotos von #Orchideen ist dieser Prachtband in vier Kapitel untergliedert:

Sagenhafte Pflanzen 
Die Jagd nach Orchideen 
Die großen Importeure und Sammlungen im 19. Jahrhundert 
Sammlungen der Gegenwart. 

Die meisten Orchideen wachsen als #Epiphyten, d.h. sie sitzen auf Pflanzen. 95% dieser Epiphyten stammen aus den Tropen oder Subtropen. Dort sind sie auf Ästen und Stämmen positioniert und halten sich mit ihren Wurzeln fest. Ihre Feuchtigkeit und ihre Nahrung holen sie aus der Luft oder vom herabrieselnden Wasser. Einige Orchideenarten verfügen über Wasser – und Nährstoffspeicher und können auf diese Weise Trockenperioden gut überstehen. Dann gibt es auch noch #Erdorchideen. Diese wachsen im Erdreich und kommen in temperierten Zonen und in den Tropen vor. 

Man erfährt Wissenswertes über die Geschichte der Orchideen, die bereits in China vor langer Zeit Bedeutung besaßen, nicht nur in der Garten- und Heilkunde, sondern auch in der Dichtkunst, der Literatur und Malerei. Über welche Wege schließlich die Orchideen nach Europa gelangten, erfährt man auch. So liest man u.a. von dem Arzt #Nathaniel_Wallich ( 786-1854), der in unbekannten Regionen Nepals sammelte und seine noch lebenden Orchideen in Minigewächshäusern, den sogenannten #Wardschen_Kästen nach Europa schickte. 

Der wichtigste Orichideenlieferant für die Botanischen Gärten von #Kew in Richmond bei London war aber der 1787 von der Britischen Ostindien-Kompanie gegründete Royal Botanic Garden in Kalkutta. Die Orchideen selbst überraschten damals schon durch ihre Widerstandskraft und Toleranz gegenüber widrigen Bedingungen. 

Man erfährt mehr über die ersten Blüten der #Cattleya_Labiata_Vera in England  sowie über das Pariser Naturkundemuseum Muséum national d´ Histoire naturelle und in diesem Zusammenhang auch liest man von dem berühmten Blumenmaler des Museums #Joseph_Redouté, über dessen Werke ich vor geraumer Zeit erst  eine  Rezension verfasst habe. 

Über die Pflanzenjäger und ihre Expeditionen wird man unterrichtet und man erahnt auch die Herausforderungen, denen Forscher in den Tropen sich stellten, wenn sie von Durst und Hunger gepeinigt durch den tiefsten Urwald wanderten, bis sie schließlich die begehrten Pflanzen fanden. 

Immer wieder kann man  Original-Textauszüge  lesen, so etwa eine Anweisung von Jean Linden an den Pflanzenjäger Benedikt Roezl aus dem Jahre 1870 und sich einen Eindruck verschaffen von der Moral der Sammler, die nicht immer auf dem höchsten Niveau war. Die erbitterte Konkurrenz der Orchideenjäger kommt zur Sprache und man liest auch wie aus Sammeln Plündern wurde. So wurden schon 1877 Plünderungen in Kolumbien thematisiert. Es kam zu ersten Sammelverboten für bestimmte Orchideen. 1893 bereits führte #Brasilien eine Lizenz und Steuerabgaben für spezielle Orchideen ein. 

Der lange Weg nach Europa barg natürlich Risiken, über diese erfährt man im Buch ebenfalls das ein oder andere, um sich schließlich in das Kapitel, das den Abenteurern und Sammlern gewidmet ist, zu vertiefen. Hier liest man u.a. Textauszüge aus "The Woodlands Orchids" von #Frederick_Boyle, etwa über Menschenopfer bei den Papuas von Neuguinea und über Kannibalen auf Sumatra. 

Alte Fotos illustrieren die Berichte über längst vergangene Zeiten. Man lernt eine Reihe wichtiger Sammler kennen und erhält eine Auflistung von gesammelten Orchideen von Willian Arnold aus Venezuela und Kolumbien. 

Immer wieder staunt man über die Sammelleidenschaft von Orchideenjägern, die jedes Risiko eingingen, um an die begehrten Pflanzen zu gelangen. Berühmte Importeure und der Orchideenkönig werden vorgestellt. Er  hieß übrigens #Frederick_Sander und besaß ein außerordentliches Orchideenwissen. 

Sammlungen als Symbol von Reichtum und Prestige in Europa und den USA und die Sammlungen der Gegenwart runden das Buch ab, das uns mit diesen edlen Pflanzen vertraut macht und  uns viel Respekt  für sie entwickeln lässt.

Das Werk beinhaltet neben aufschlussreichen Texten, Fotos sowie kunsthistorisch bedeutende Darstellungen von Orchideen und erweist sich als ein Wintermärchen für alle, die sich nach einem subtropischen oder tropischen  #Paradies sehnen. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Das Buch ist überall im Handel erhältlich:
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Rezension: #Botanik für #Gärtner- #Geoff_Hodge- #Dumont.

Dieses Buch ist für Gartenfreunde geschrieben worden, die mehr über die Wissenschaft von Pflanzen wissen möchten. Dabei befassen sich alle neun Kapitel mit einem Teilgebiet der Botanik unter dem Gesichtspunkt seiner Bedeutung für den Gärtner. 

Das Buch ist ein Nachschlagewerk; es muss also nicht von vorn nach hinten durchgelesen werden. Stattdessen steht jedes Kapitel für sich. Querverbindungen werden mittels Verweisen angezeigt. 

In die einzelnen Kapitel sind Lebensläufe und Lebensleistungen von 15 Botanikern, Forschern und Illustratoren eingebunden. 

Wie der Autor schreibt, soll das Werk Gärtnern Hintergrundinformationen liefern. Die praktische Beispiele und Ratschläge sind allerdings nicht umfassend und abschließend zu verstehen. 

Zunächst wird man mit einer kleinen Geschichte der Botanik vertraut gemacht, bevor man sich in das Pflanzenreich vertiefen kann, über Wachstum, Form und Funktion viel erfährt, auch über die Abläufe im Inneren, die Fortpflanzung, den Beginn des Lebens, die äußeren Faktoren, die Sinneswahrnehmungen bei Pflanzen und die Schädlinge, Krankheiten sowie Störungen. 

Bemerkenswert übrigens ist, dass Pflanzen, die Farbe oft dazu dient, um von Tieren wahrgenommen zu werden. Dabei reagieren Bestäuber auf Lichtwellenlängen. Bienen reagieren auf andere Farben als Vögel oder Schmetterlinge. Die zuletzt genannten bevorzugen orangefarbene Blüten. Über dieses Phänomen liest man beispielsweise viel Wissenswertes und auch darüber, dass nach der Bestäubung die Farbe verblasst. 

Zu den Botanikern und botanischen Illustratoren, die im Buch porträtiert werden, zählt auch #Pierre-Joseph_Redouté. Dieser belgische Maler war der bekannteste botanische Künstler, dessen Rosen- und Lilienaquarelle noch heute sehr berühmt sind. 

Das Buch ist eine Quelle botanischen Wissens und zählt zu den 100 Büchern, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, um mich dort nicht zu langweilen. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Überall im Fachhandel erhältlich
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Rezension: Faszination #Grüne_Gärten- Die schönsten #Gestaltungsideen mit 50 ausführlichen Pflanzporträts- -Christa_Hasselhorst, Fotos #Marion_Nickig- Callwey

Auf den Weg gebracht haben dieses schöne und dabei sehr informative #Gartenbuch die Kulturjournalistin und renommierte Gartenbuchautorin Christa Hasselhorst und Marion Nickig, eine der wohl bekanntesten,  deutschen Gartenbuchfotografinnen. 

Zur Einstimmung in das Buch hat man die Chance, sich durch Goethe im Hinblick auf die Schönheit von Grün begeistern zu lassen. Anschließend erhält man in der Einleitung einen kurzen Überblick, worum es generell geht. Grün steht in unserer Kultur als Symbol für Hoffnung und jeder weiß, dass sie unsere gestresste Seele beruhigt. Wer kennt schon all die Begriffe für die Nuancen der Farbe Grün? Die Fantasie wird beflügelt von Namen wie Nilgrün, Smaragdgrün, Jadegrün oder Resedagrün und wünscht sich alle Bezeichnungen für Grünschattierungen zu kennen. 

Minimalistische Gärten sind zumeist ausschließlich #Grün bepflanzt und nicht wenige kennen die magische Wirkung von Grün als Dominante im Garten. So liest man in diesem Zusammenhang von einem Garten in der Provence, der aufgrund der vielen Facetten der Farbe Grün dort eine nahezu pastorale Ruhe ausstrahlt. 

18 #Gartenparadiese, die sich durch außergewöhnliche Gestaltung auszeichnen, werden in dem vorliegenden Buch präsentiert, immer wird eine Skizze des Gartens mitgeliefert und stets kann man sich anhand von Bildern einen visuellen Eindruck verschaffen. In den Begleittexten erhält man detaillierte Eindrücke von den gezeigten Gärten. Man erfährt auch, wer die Besitzer sind und wo die Paradiese sich konkret befinden. So liest man, dass gleich der  zweite der gezeigten Garten in einem Dorf nördlich von Weimar lokalisiert ist. Es handelt sich um einen wunderschönen Landhausgarten, der auch Goethe bestimmt gefallen hätte. 

Fasziniert bin ich von dem Anwesen von Jef und Mariet Dellafaille. Der Garten wurde von #Jacques_Wirtz angelegt, Belgiens "grünem König". Er entfernte den vorhandenen Barockgarten bis auf wenige Relikte und schuf eine poetische Melange aus englischem Landschaftspark, einem Quäntchen Sissinghurst und der typischen Wirtz-Formensprache, die nach dem Prinzip "Weniger ist mehr" virtuos ästhetische Räume mit andachtsvoller Stille gestaltet. 

Im Anschluss an die Gartenskizzierungen lernt man 50 Pflanzen im Porträt kennen. Neben den ausführlichen Beschreibungen liest man stets Wissenswertes zu Arten, Standort, Boden, Blüte und Höhe. Zudem wird grünes Zusatzwissen geliefert. In einem Sonderthema erfährt man  Näheres über Farne, die mehr als nur Lückenfüller sein sollten und man kann sich im Rahmen eines Interviews mit dem Landschaftsarchitekten Jochen Martz ein Bild machen über Farne als neue Gräser. Hier auch werden Farne für Einsteiger empfohlen und man erfährt zudem, welche Farne wirkungsvoll in kleinen Gärten sind. Etwa 400 Arten von #Fetthennen gibt es, deren Blättchen man im Frühling auch im Salat verwenden kann. Da Fetthennen auch auf nährstoffarmen Böden gedeihen, sind sie wirklich bestens einsetzbar und vor allem schön, wenn sie blühen. 

Ein weiteres Sonderthema sind die magischen Moose. Es sind Schattengewächse, die über 400 000 Millionen Jahre alt sind und einen bemerkenswerten ökologischen Aspekt aufweisen. Moose sind nämlich gute Feinstaubfilter, die einen kühlenden Effekt erzeugen. 

Es führt zu weit auf alle #Pflanzen hier näher einzugehen. Besonders schön finde ich die grünsilbrige Farbe des Wermuts. Diese #Heilpflanze kannten die Ägypter bereits vor 4000 Jahren. Ihr Bitterstoff wird für Kräuterschnäpse und Liköre verwendet. 

Dann ist da auch noch der Kaukasus-Vergissmeinnicht. In Volkssagen kennt man sie als die blaue Wunderblume, möglicherweise war es genau die Blume, nach der Heinrich von Ofterdingen suchte. 

Sehr empfehlenswert, weil informativ und inspirierend. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Callwey-Verlag und können das buch dort direkt bestellen. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

https://www.callwey.de/buecher/gruene-gaerten/

Rezension: Mit Goethe durch das Gartenjahr- Prestel

Dieser traumhafte Bildband enthält Gartenaufnahmen des begnadeten Landschaftsfotografen Ferdinand Graf von Luckner, mit dem ich Gelegenheit hatte, vor noch nicht allzu langer Zeit auf "Buch, Kultur und Lifestyle" ein Gespräch zu führen. 

Das Vorwort hat Sonja Gräfin Bernadotte verfasst, für die Gärten, wie Graf von Luckner sie hier im Buch visualisiert, ein Geschenk für die Menschheit sind, die als solche Anerkennung finden sollten. 

Die gezeigten Gärten erhielten den Europäischen Gartenkultur-Schöpfungspreis der Europäischen Kulturstiftung Pro Europa. 

Der Romanist Roland Doschka kuratiert seit vielen Jahren Ausstellungen zur Kunst der Moderne und hat zahlreiche Texte zur Kunst des 20. Jahrhunderts publiziert. Er hat die Einleitung zum Buch verfasst und die Gedichte sowie Sentenzen von Goethe für das Buch ausgewählt, die die Fotos begleiten.

"Mit Goethe durchs Gartenjahr" verbindet die Verse des berühmten Frankfurter Sohnes mit Italien und Frankreich, die großen Einfluss auf sein Werk und seine Geisteshaltung hatten und ihn bereits früh zu einem großen Europäer machten. 

Der hier visualisierte Garten setzt sich aus Literaturästhetik, der Malerei Claude Monets, dem Geist der französischen Sprache und dem Naturmythos Albert Camus zusammen. 

Ferdinand Graf von Luckner führt den Betrachter seiner Bilder durch das Gartenjahr und erinnert dabei an Goethes "Stirb und Werde!“ 

Es sind Gartenbetrachtungen, die das Augenmerk auf jahreszeitlich typische Blumen legen. Gleich am Anfang sieht man eine Wiese mit Schlüssel – und Dotterblumen sowie Narzissen, der Löwenzahn ist noch nicht aufgeblüht, aber die Knospen lassen schon die gelbe Farbe erkennen. Die Natur ist zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich zartgrün und gelbfarben. Die strahlenden Gelbtöne spiegeln das Sonnenlicht wieder, nach dem man sich im Frühling stets so unendlich sehnt. 

Es sind diese gelungenen Farbkompositionen, die Seite für Seite den Betrachter staunen lassen. Rambler-Rosen lassen alte Bäume erblühen und Lavendel  sowie Mohn sorgen für sommerliche Melancholie. 

Nicht alle Verse von Goethe, die hier die Bilder begleiten, kannte ich bereits. Sehr schön finde ich nachstehenden kleinen Vers, weil er  die die Heiterkeit des Frühlings in Worten  festhält.

Kleine Blumen, kleine Blätter 
Streuen mir mit leichter Hand 
Gute junge Frühlingsgötter 
Tändelnd auf ein luftig Band

Weiße Fingerhüte und weiße Päonien zwischen Buchbaumkugeln und Farnen, dazu die weißen Stämme von Birken lassen mich über die Bodenbeschaffenheit nachdenken: Feucht und sandig zugleich, offenbar.

Weiße Blüten und facettenreiches Grün gestalten einen Garten edel.  Das dokumentieren die entsprechenden Bilder. 

Dass ein Garten im Winter auch schön sein kann, beweisen die entsprechenden Impressionen. Doch am schönsten ist ein Garten, wenn alles blüht und wir in seine Farben eintauchen können 

"Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis". Das muss man sich immer und immer wieder klar machen, wenn Blumen welken  und die Blätter sich vom Baum lösen, um ein letzten Mal  im Wind zu tanzen.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Prestel-Verlag und können das Buch bestellen.
http://www.randomhouse.de/Buch/Mit-Goethe-durch-das-Gartenjahr/Roland-Doschka/e490252.rhd. Sie können es aber auch direkt beim Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Farbenpracht im Garten- Andrew Lawson- Gerstenberg

Andrew Lawson gilt als einer der renommiertesten Gartenfotografen überhaupt. Seine Fotos illustrieren nicht nur Werke namhafter Gartendesigner, sondern Prinz Charles hat ihn sogar als Fotograf für sein Buch über den Park von Highgrove verpflichtet. 1993 bereits hat die Royal Horticultural Society ihm die Goldmedaille für Fotografie verliehen. 

Lawsons reich bebildertes Buch beginnt mit allgemeinen Betrachtungen zur Macht der Farben, die für einen Gärtner ein wichtiges Gestaltungsmittel darstellen. Nicht zwingend relevant sind einzelne Farben für das Gartenbild, sondern vielmehr die Zusammenstellung an sich, denn jede Farbe beeinflusst die Nachbarfarbe und es soll die Beziehung zwischen ihnen sein, die den Blick letztlich fesselt. 

Sind die Farben untereinander ähnlich, so spricht man von Harmonie, sind sie unterschiedlich nennt man es Kontrast. Dabei wirken Harmonien besänftigend und der Kontrast wohl eher anregend. Worum es geht, ist u.a. Farbprogramme das gesamte Jahr über durchzuhalten. Bei allem  soll aber beim Gärtnern eine Partnerschaft mit der Natur eingegangen werden. Es handelt sich hier speziell um  das Umsetzen der Erkenntnis, dass eine Pflanzung, die an einem Ort gedeiht an einem anderen durchaus kümmern kann. 

Im Kapitel "Farben verstehen" lernt man zunächst das Farbrad kennen.  Rot, Blau und Gelb sind  die Primärfarben, aus denen theoretisch alle anderen Farben gebildet werden. Man liest über die Farben des Regenbogens, die Vielzahl der farblichen Abstufungen und erfährt Wissenswertes über das Farbrad, das ein zu einem Kreis geschlossenes Farbspektrum ist. 

Ein weiteres Thema ist die Sättigung. Diese beschreibt die Intensität einer Farbe. Eine gesättigte Farbe zeigt sich in voller Kraft und insofern in ihrer unverfälschten Form. Helle und dunkle Töne kommen zur Sprache, auch der Einfluss des Lichts, die Farbaufteilung, sowie Dichte, Form und Struktur. Dann wird auf die einzelnen Farben im Rahmen der Gartengestaltung mit Farbe eingegangen. Den Anfang nimmt die Farbe Gelb. 

Man liest Spannendes über ihre psychologische Wirkung und welche Pflanzen man im Garten diesbezüglich effektvoll verwenden kann. Die gelben sind wie alle anderen  in Farben untergliederten Blumen nach Jahreszeiten aufgelistet und kurz skizziert.  Sehr neugierig hat mich der blaue Garten gemacht, weil ich hier nur wenige Blumen zuvor mit Namen kannte.

Interessant auch ist die Farbe Weiß, die in Verbindung mit Grün besonders edel wirkt. Ausführlich kann man sich mit Farbharmonien befassen. Hier begeistert mich der Mix aus Magenta, Purpur und Rotbraun. Auch Kontraste werden an Beispielen ausgiebig zur Sprache gebracht und schließlich auch bunte Mischungen. Die vielen Bilder und Pflanzpläne zum Schluss schenken einen guten Überblick und lassen Hobbygärtner mit Farbempfinden zur Tat schreiten. 

Romantisch ist natürlich ein rosafarbener Garten, aber ein Garten mit weißen Blumen ist mein eigentlicher Traum, denn er schenkt am meisten Ruhe, die die Basis zum Meditieren ist. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Gerstenberg-Verlag und können das Buch bestellen.https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836921053&highlight=+pflanzpl%C3%A4ne. Sie können es aber auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Gardens in France- Gärten in Frankreich- Taschen

Dieser Prachtband wurde von Dr. Angelika Taschen herausgegeben. Die beeindruckenden Fotos realisierte Deidi von Schaewen, die für zahlreiche internationale Magazine und als Filmemacherin arbeitet. Marie-Francoise Valéry schließlich hat die Texte verfasst. Sie ist Autorin zahlreicher Gartenbücher und schreibt zudem für viele renommierte französische Garten- und Designzeitschriften. Die Texte sind in englischer, französischer und deutscher Sprache nachlesbar und dienen der Erläuterung der schönen Bilder. 

Gezeigt werden die schönsten Gärten Frankreichs. Dabei werden die typischen Pflanzen der unterschiedlichen Klimazonen präsentiert, die Inspiration für den eigenen Garten schenken wollen. 

Untergliedert sind die Gärten in unterschiedliche Regionen, beginnend mit Le Nord und hier nochmals unterteilt in Gärten der Ile –de –France und der Normandie. Zunächst lernt man den Garten von Vaux-le- Vicomte kennen, den Inbegriff des französischen Barockparks. Konzipiert wurde der Park von André le Nôtre (1613- 1700), dem genialen Gartenarchitekten, der auch Versailles gestaltet hat.  Alle Einblicke werden genau beschrieben, so auch, dass die Rasenflächen dort mit Eiben geschmückt sind. 

Es folgt eine Präsentation von La Roseraie du Val-de Marne à l Hay – les Roses. Die Idee für diesen prachtvollen Rosengarten hatte 1894 Jules Gravereaux. Man staunt über die Vielfalt dort, wo die Wege mit Kletterrosen überwuchert sind. 

Unmöglich ist es, all die schönen Gartenanlagen hier zu benennen oder gar all die Bilder zu beschreiben. Über jeden der Gärten erfährt man Wissenswertes und sollte die Informationen auch aufmerksam lesen. Sehr lehrreich ist es,  zu sehen wie man Weintrauben nach einer Methode aus dem Städtchen Thomery lagert und beeindruckend sind die Gartenbilder aus Versailles, besonders die Fotos von Le Hameau de la Reine- Marie Antoinettes künstlichem Bauernhof und das schöne Trianon, das mit dem Namen Axel von Fersen wohl  auf ewig verbunden bleibt. 

Ein Traum sind die Bilder von Les jardins de Claude Monet à Giverny und hier vor allem der Wassergarten, an dessen Böschung Urpflanzen wuchern. Dann auch die Seerosen…

Doch auch weitere Gärten in der Normandie faszinieren mich. In einem der Gärten erblickt man ein Arrangement in Orange auf Taglilien, Mohn, bronzefarbenem Fenchel und Wolfsmilch. Zauberhaft. Rote Lupinen und roter Türkenmohn beeindrucken ebenso wie die üppig blühenden Rhododenronsträucher. Limesy… auf der Rückseite des normannischen Hauses Hortensienbüsche…am Eingang dann kugelige Buchsbäume...  

Diverse Pflanzen im Buch werden einzeln gezeigt, machen deshalb noch neugieriger. Canon in der Normandie ist ein Garten, in dem sich Klassizismus und Romantik vermischen, beeindruckend alles dort. Mit Chaumont beginnt das Centre, doch lange verweilt mein Blick  kurz darauf  auf den "Gärten von Villandry", wo ich schon mehrfach war zu anderen Jahreszeiten als im Buch thematisiert.

Schön auch mutet Hauteford an, ein majestätisch wirkendes Anwesen mit vielen Buchsbeeten. Buchs auch findet man in anderen Anwesen, doch nicht so oft im Süden, untergliedert übrigens in die Provence und die Côte D `Azur. Dort dann begeistern nicht nur Olivenbäume und Lavendel, sondern mediterrane Pflanzen aller Art in geheimnisvollen Gärten, irgendwo, vielleicht im Hinterland von Cannes. 

Die Villa Ephrussi de Rothschild sah ich vor über 30 Jahren zu ersten Mal. Traumhaft sind die typisch mediterranen Gewächse dort… und dann der Blick auf Villefranche, ein Geschenk des Himmels, für den,  der dies im Original sehen darf. 

Anfahrt und Öffnungszeiten der Gärten erfolgen übrigens zu Schluss.

Sehr empfehlenswert

Helga König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie  zum  TASCHEN- Verlag und können das Buch bestellen. Sie können es jedoch auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Blumen einst und jetzt- Klosterbibliothek Heiligenkreuz Biosphärenpark Wienerwald- Verlag Anton Pustet

Bild und Textautor dieses schönen Buches ist Gerhard Wasshuber, der seit 1999 als Lehrbeauftragter für Drucktechnik an der Universität Graz tätig ist. Das Werk präsentiert einen bibliophilen Kunstschatz. 

Der 1683 in Regensburg geborene Apotheker Johannes Wilhelm Weinmann sammelte das gesamte Wissen der barocken Zeit und hat in der Folge ein vierbändiges Kompendium mit 1000 Kupferstichabbildungen geschaffen. Im vorliegenden Buch wurden eine Vielzahl von Pflanzen aus dem bibliophilen Kunstschatz ausgesucht, die vormals und auch heute noch im Wiener Wald wachsen. Dabei werden die Originalaufnahmen der Pflanzen von heute und kurze Erläuterungen mit den entsprechenden Kupferstichabbildungen und Auszügen aus den entsprechenden barockzeitlichen Texten verglichen. 

Nach einem Grußwort von Dr. Maximilian Heim, dem Abt der Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz, kann man das Vorwort von Prof. Dr. Georg Grabherr lesen und erfährt hier auch, dass das Buch Grenzen überschreitet, indem hier mit Herrn Wassenhuber ein exzellenter Meister seiner Zunft, der Drucktechnik, sich in die Botanik vorwagt und ein Glanzstück alter Fachliteratur aktualisiert hat.

Alsdann informiert Gerhard Wasshuber über sein Anliegen, das darin mündet, dass durch das Buch die Natur des Biosphärenparks Wienerwald großen und kleinen Wanderern, aber auch botanisch, historisch und bibliophil, interessierten Lesern nähergebracht werden soll. 

Das Werk ist für Blumen- und Pflanzenfreunde ein Hochgenuss. Sich in die Blüten und das Blattwerk der Schlüsselblumen zu vertiefen, macht mir besonders viel Freude, weil es mich an Kindertage zurückdenken lässt, wo diese Wildblumen in den Wiesen am Bachverlauf  gerade jetzt üppig blühten. 

Nicht nur Frühlingsblumen, sondern auch Walderdbeeren, Bienen-Ragwurz, auch Wiesensalbei etc. etc werden. gezeigt und - diese muss ich hervorgeben - traumhaftschöner Akelei. 

Fast zum Schluss dann kann man Wissenswertes zum Biosphärenpark Wienerwald lesen und hier auch, dass dort nicht nur Bäume alt werden, sondern auch Maiglöckchenklone. Diese bringen es auf ein Alter von 400 Jahren. 

Dann werden noch Fotos gezeigt von Blumen aus dem Wienerwald, die in den Weinmann- Bänden nicht auftauchen, so etwa der Frauenschuh, auch der Schwalbenwurz-Enzian und die Königskerze. 

Ein Werk für Liebhaber schöner Botanikbücher. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Bitte kliecken Sie auf den Link, dann gelangen sie zum Verlag Anton Pustet und können das Buch dort bestellen: http://www.pustet.at/Blumen-einst-und-jetzt_1_p381.html. Sie können das Buch auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Mein wunderbarer Gartensalon- Katja Mutschelknaus-Thiele Verlag

Die Autorin dieses Gartenbuchs ist die studierte Kulturanthropologin Katja Mutschelknaus, die als Autorin, Publizistin und gastronomische Beraterin in München lebt.

In der Einleitung wird zunächst einmal erläutert, weshalb Frauen ihren Garten so gern zu einem Zimmer gestalten. Anschließend lernt man dann  besagten Gartensalon kennen. 

Diese Annäherung ist in vier Abschnitte aufgeteilt:

Die Gartenfreundin bittet zu Tisch 
Die Gartenfreundinnen tun etwas für sich 
Die Gartenfreundin ist verliebt
Die Gartenfreundin lässt sich beflügeln

Die Texte werden von romantischen Gartenbildern begleitet und das Gartenerlebnis als britisches Upper-Class-Vergnügen zelebriert. Mutschelknaus wartet mit delikaten Rezepten auf, die bei einem Lunch im Garten gereicht werden können, schreibt über Tee und Rosen, die vormals beide von weit her kamen und verdeutlicht, was es einst bedeutete, bei englischen Rosenfräulein zu Gast zu sein. 

Diese Damen ließen sich "unbekannte Rosenzüchtungen aus China kommen, pflanzten sie an ihren Lust- und Landhausgärten an, und dekorierten mit den sinnlichen, fülligen Blüten die Boudoirs, Teetischchen, Dekolletees und Strohhüte". Rosen galten als Attribute des englischen Adels. 

Eine kleine Teeetikette wird präsentiert, man kann sich zudem eines prachtvollen Rosenstraußes erfreuen und erhält Rezepte für Rosentee, Rosenblütenzucker, auch für einen Rosensecco.

Je weiter man sich in dieses Buch vertieft, umso klarer wird, dass hier an Gefühle appelliert wird, wie sie in Bildern von Präraffaeliten zum Ausdruck kommen, dekadente Romantik des 19. Jahrhunderts, 

Rezepte für ein Barock-Büffet und andere Rezeptideen, aber auch Schönheitsrezepte für einen Wellness-Tag im Garten verdeutlichen, was alles möglich ist, wenn man sich dem Müßiggang ergibt. Getoppt wird alles durch die Gestaltung einer Orientoase und entsprechende Rezepte für Tausendundeine-Nacht-Feierlichkeiten im heimischen Garten, wo sogar ein Sinnenmahl unterm Sternenzelt angedacht ist. 

Von Elfenzauber ist die Rede und man erhält zudem ein Rezept für ein "Neunkräuter Gewürz" und erfährt, welches Futter sich Gartenvögel von uns Menschen wünschen. In diesem Buch gibt Ideen für einfach alles: für Liebeszelte unterm Sternenhimmel, auch ein für Frühlingsfeen-Bad und für Vergissmeinicht-Zauberrauch. 

Der Garten als Seelenwohnung, weshalb nicht? Doch muss man gleich den Mond ansingen, wenn man in die Rolle der Königin der Nacht schlüpft?

Ein Buch, das dokumentiert, dass ein Garten mehr zu bieten hat als gärtnerisches Arbeiten. Wohl dem, der einen Gärtner hat...

Empfehlenswert für  all jene, die Seiten an sich kennenlernen möchten, die ihnen bis dato fremd waren, z.B. Affinitäten zu Mondduft und Zauberlichtern.

Helga König

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Rezension: Geschenke aus dem Garten- Selbstgemacht!- Maria Gilg-GU

Maria Gilg hat ein schönes, reich bebildertes  Buch für Gartenfreunde mit Bastelambitionen auf den Weg gebracht. Ihre Grundidee sind selbstgemachte Geschenkkreationen aus dem Garten. Dabei denkt sie an Präsente zum Essen, zur Körperpflege, aber sie hat auch floristische Geschenke im Sinn.

Nachdem sie über die Bastel-Basics nachgedacht hat, stellt sie ihre Ideen vor und untergliedert diese in die vier Jahreszeiten. Gilg nennt stets präzise alle Materialien und erklärt dann jeweils schrittweise wie man die Dinge herstellt. 

Alles beginnt mit einem Frühlingsstrauß. Zu Ostern kann man dann ein Nest aus Reisig und Moos basteln und Ostereier in Naturfarben anmalen. Dazu benötigt man dann diverse Dinge aus dem Garten, so etwa rote Bete, Zwiebeln und Walnussschalen. Weiter geht es mit einem "Erdbeerherz zum Muttertag" (gemeint ist eine Torte in Herzform), einem Tee für die gute Laune und einem   delikaten Pesto, das sich einfach zuzubereiten lässt und eine wirklich hübsche Geschenkidee verkörpert. 

Auch die Sommergeschenke erfreuen bereits beim Betrachten. Sehr romantisch muten die "Rosentrüffel" dabei an. Der selbst hergestellte "Scharfe Tomatenketchup" interessiert mich wegen der Rezeptur, die neben den Tomaten und anderen Gartenzutaten 300 Gramm Aprikosen enthält. Ringelblumensalbe fehlt auch nicht. 

Wer Lust hat, Likör zu verschenken und Sauerkirschen im Garten anbaut, kann fruchtigen Sauerkirschlikör kreieren, wer Antialkoholisches verschenken möchte, sollte ein "Pfeffriges Beeren-Chutney" zubereiten, das man zur Grillparty mitbringen kann,  denn der Inhalt passt zu gegrilltem Fleisch. 

Auch die Herbstkreationen sind gelungen. Hier habe ich "Omas Zwetschgenmus“ vorgemerkt, weil dieses mit Amaretto aufgepeppt worden ist. Auch das "Erkältungsölbad mit Thymian" für den Winter ist unkompliziert herzustellen. 

Zum Schluss des Buches gibt es Ideen für die Geschenkkartons und Tüten und einen Hinweis, wo man Vorlagen für Verpackungen, Anhänger und Etiketten dazu ausdrucken kann. 

Ein gelungenes Buch für kreative Menschen, die gerne Selbstgemachtes verschenken. 

Empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelange Sie  zum GU- Verlag: http://www.gu.de/buecher/gartenratgeber/zimmerpflanzen/815247-selbstgemacht!-geschenke-aus-dem-garten/

Rezension: Die Gartenreisen des Hermann Fürst von Pückler-Muskau- Ferdinand Graf von Luckner- DVA

Vor geraumer Zeit wurde auf Arte eine Dokumentation über Hermann Fürst von Pückler-Muskau gezeigt, die mich so sehr begeistert hat, dass ich sie in der Folge dank der Arte-Mediathek auf Twitter und Facebook verlinkte, in der Hoffnung, dass weitere Gartenarchitektur-Interessierte Freude an der Dokumentation haben würden.

Den Namen "Fürst Pückler" kennen Kinder der gleichnamigen Eiscreme wegen. Vor der Wende wussten aber nur Gartenenthusiasten mehr über diese schillernde Figur, deren Anwesen weit im Osten Deutschlands noch heute für anerkennendes Staunen der Besucher sorgt. 

Der arrivierte Fotograf Ferdinand Graf von Luckner hat ein traumhaftes Buch über die Gartenreisen des Hermann Fürst von Pückler-Muskau auf den Weg gebracht, das durch den Untertitel verdeutlicht, wo diese Reisen den Leser hinführen: "Auf den Spuren eines Exzentrikers durch England und Irland". Fotograf Ferdinand Graf von Luckner hat nicht nur die traumhaften Landschaftsaufnahmen für das Buch realisiert, sondern auch schöne Texte verfasst und zwar Briefe an den am 4. Februar 1871 verstorbenen Fürsten von Pückler-Muskau. Die Motive für das Verfassen dieser Briefe  erfährt man in der Einleitung.

Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) war ein preußischer Standesherr, Generalleutnant, Landschaftsarchitekt, Schriftsteller und Weltreisender. Er schuf den berühmten Park in Muskau, der noch heute besucht werden kann. Der Lebemann mit einem nicht bürgerlichen Verhältnis zum Geld und einer Affinität zu Frauen ganz im Sinne Casanovas heiratete Lucie Reichsgräfin von Pappenheim, die ebenso wie er gartenfasziniert war und deshalb mit ihm gemeinsam Unsummen für das Parkprojekt in Muskau ausgab, bis schließlich nach sechs Jahren beider Vermögen aufgebraucht war. 

Lucie machte ihrem Gatten deshalb brieflich an seinem Geburtstag einen Vorschlag. Sie bittet ihn sich von ihr scheiden zu lassen, damit er frisches Geld für das Gartenprojekt heiraten könne. Er willigt ein, weil beide Muskau retten wollen, ohne sich dabei zu verlieren. 

Hermann Fürst von Pückler-Muskau reist nach England, um dort den Plan umzusetzen und schreibt Lucie Briefe, die er später auf Betreiben von ihr als Buch veröffentlichen wird. Die "Briefe eines Verstorbenen" werden ein Bestseller. Selbst Goethe ist angetan von dem neuen Reisebuchautor, der damals in diesem Metier erfolgreicher war als Heinrich Heine.  Einige Briefauszüge lernt der Leser im Buch dann kennen.

Der erste Brief im vorliegenden Buch stammt allerdings von Graf von Luckner, er unterzeichnet pikanterweise mit L, sodass man fast meinen könnte die wiedergeborene Lucie habe die "L"-Briefe verfasst. 

L schreibt an den vor langer Zeit Verstorbenen  zunächst von seinem Besuch in Muskau und hier auch erfährt man, dass der Park heute unter dem Schutz der UNESCO steht. Bilder vom Schloss und dem Park schenken einen Eindruck vom Gesamtkunstwerk, denn als solches sollte man diese architektonische Meisterleistung begreifen.

Der dann folgende Briefauszug ist ein Werk von Hermann Fürst von Pückler-Muskau, verfasst am 28.12.1826 an seine Frau Lucie. Es ist eine Parkbeschreibung aus dem 9. Brief, den er ihr schrieb und zwar von Warwick Castle. Er schreibt kurzweilig, präzise und anschaulich und Graf von Luckner liefert Fotos dazu, die er am 22. Mai 2011 realisiert hat. L erzählt dem Verstorbenen von seinen Eindrücken, zeigt weitere Bilder und auf diese Weise lernt man in der Folge des Weiteren Hawkstone Park, Blenheim, St. James`s Park, Fountains Abbey, Studley Royal, Harewood Park, Powerscourt und Caher kennen. 

Im Rahmen seines 16. Briefes beschreibt Fürst Pückler- Muskau seine Eindrücke im St. James`s Park und hier auch liest man versteckt Sozialkritisches: "Auf den langen Brettern schaukeln sich Mädchen und viele unnütze Brut wirft Steine gerade da ins`s Wasser, wo die Damen davor stehen, die natürlich so davon bespritzt werden, dass sie unwillkürlich gebadet, zu Hause eilen müssen. Diese Rohheit des englischen Publikums ist in der Tat sehr eigentümlich und die einzige Entschuldigung für die Inhumanität aller Wohlhabenden, mit der sie ihre reizenden Besitzungen so neidisch verschließen. Es ist aber auch möglich, dass diese Inhumanität der Reichen, die Rohheit und Bosheit der Armen erst hervorgerufen hat…“ 

Es ist schön,  in diesem Buch zu stöbern, in dem ein Briefwechsel der besonderen Art die Bilderwelt begleitet und man beispielsweise liest “Mein lieber Pückler, wie gern wäre ich an ihrer Seite und zu ihrer Zeit an diesen Ort gelangt. Denn allein der Weg hinab ins Tal ist heute von ganz anderer Art, dass es mich eine Weile gekostet hatte, bis ich ihren Weg erahnen konnte. Denn der Blick, den Sie beschreiben, ist heute noch einer der spektakulärsten auf die Abbey…“ 

Das wunderbare Buch mit den vielen traumhaften Fotos endet sehr persönlich. Jetzt schreiben sich zwei Freunde, die sich über die Gartenreisen, wenn auch in unterschiedlichen Jahrhunderten näher gekommen sind. "Lieber Hermann, das Ende meiner Mission ist in Muskau erreicht…"

Dieser Brief wurde im November 2011 verfasst. Nun zeigt sich der Park auf den Fotos spätherbstlich. Auf den dann folgenden Seiten erhält man sehr aufschlussreiche Besucherinformationen über den Schloßpark Muskau und die anderen beschriebenen Anlagen, versehen mit Kontaktdaten, so dass Reisen auf den Spuren der beiden Freunde aus unterschiedlichen Jahrhunderten einfacher fällt. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur DVA und können das Buch bestellen http://www.randomhouse.de/Autor/Ferdinand_Graf_von_Luckner/p220032.rhd. Sie können es aber auch direkt  bei Ihrem Buchhändler ordern.

Rezension: #Gartensituationen- Lösungen für jeden Gartenbereich.- #Callwey

Heute hat der Monat März begonnen und mit ihm die Gartensaison. Deshalb auch möchte ich jetzt eine  eine weitere Publikation zum Thema Garten vorstellen.

Der Schweizer Alain Diebold, ist  der kenntnisreiche Autor dieses informativen Buches. Er hat sich auf die Gestaltung von Privatgärten spezialisiert und ist mit zwei goldenen und zwei silbernen Giardina Awards ausgezeichnet worden. Diebold hat gemeinsam mit der Journalistin Silvia Schaub dieses Nachschlagewerk  auf den Weg gebracht. 

Die vielen inspirierenden Fotos stammen von Mathias Marx. Über 300 Ideen aus der Praxis werden offeriert. Dabei ist das Buch in drei Kapitel untergliedert 

Voraussetzungen- Jedes Paradies braucht Grundbedingungen 

Gartentypen- Welcher Gartentyp bin ich

Gartensituationen- 
Lösungen für jeden Garten 

Das erste Kapitel thematisiert Lage, Klima, Besonnung, Bodenanalyse, ph-Wert des Bodens, Boden, sinnvolle Pflanzkonzepte, Bepflanzung, Statik bei Aufbauten, Aufbauhöhe und Budget. 

In diesem Kapitel geht es um die Faktoren, die bei einer Bestandsaufnahme, vorrangig zu beachten sind. Die einzelnen Kriterien werden erläutert und man kann, um sich der Faktoren bewusst zu werden,   verschiedene Möglichkeiten ankreuzen. 

Beispiel beim Klima: 
Kontinental-Klima
Alpines Klima 
Mediterranes Klima 
Bisenlagen,  kalte Winde 
Viel Niederschlag, Nässe 
Trockenheit, geschützte Stellen 

Im Folgekapitel wird die Funktion der Gartenräume hinterfragt. Hier kommt sogar das "Büro im Garten" zur Sprache und alsdann werden Gartenstile beleuchtet, so etwa der klassische und formale Garten, der moderne Garten, der Naturgarten, der Landschaftsgarten, der mediterrane Garten, der Landhaus –und Bauerngarten, der Wassergarten, der Steingarten, der Alpengarten und der Steppengarten, der sich besonders gut für sonnenexponierte, trockene und magere Flächen eignet.

Wie man liest, gedeihen  hier Sedum-Arten in allen Farben und Formen. Zu diesen zählen beispielsweise Fetthennen, auch Wolfmilch und Dost, zudem diverse Kräuter, Gräser und Steppenkräuter.

Im 3. Kapitel werden, wie schon erwähnt, Lösungen für jeden Garten angeboten und eine Fülle von Pflanzen für die jeweils fokussierten Gärten aufgelistet, so auch für schattige Gärten. Hie lernt man Laub- und Nadelgehölze, Stauden, Farne und Gräser kennen und erfährt Wissenswertes zwecks Umsetzbarkeit. 

Sehr inspirierend ist die Gestaltung mit Zierbrunnen; einer der Brunnen, eine aufgeschnittene Kugel steht bei mir im Wintergarten, wenn auch in kleinem Format. Er ist sehr funktionstüchtig und gut für die Pflanzen im Umfeld und zwar der Luftfeuchtigkeit wegen. Auch  spezielle Gartensituationen werden angesprochen, so etwa Vorgarten und Entrée oder auch Terrassen und Dachterrassen, dort dann traumhafte Wasserspiele oder auch raffinierter Sichtschutz.

Das Gartenbuch bietet sehr viele gute Ideen und ist alles in allem hilfreich.

Empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link,  dann gelangen Sie zum Callwey-Verlag und können das Buch bestellen:http://www.callwey-shop.de/gartensituationen.html. Sie können es aber auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Geniessen im #Garten- Die schönsten Rezepte und Deko-Ideen für den Garten-Callwey

Herausgeber dieses liebevoll gestalteten und dabei informativen Buches ist die deutsche Wohnzeitschrift "Wohnen und Garten". Im Rahmen einer Vielzahl von Kapiteln mit Gestaltungsideen und Rezepten wird man durch die Jahreszeiten geführt. Der Reigen beginnt mit dem Frühling und hier mit Dekoideen für die Osterzeit, dazu kommen Rezepte, die von den Zutaten her an den bevorstehenden Lenz erinnern, wie etwa für ein "Rhabarber-Pie".

Gelungen sind die Gestaltungsideen für Frühlingsblumen in Töpfen. Hier dominieren Blau und Weiß oder auch Gelb und Weiß. Hellblaue Hornveilchen in Verbindung mit Traubenhyazinthen und Vergissmeinnicht in Weidenkörben sind wahrlich eine Augenweide, die Lust aufs Gärtnern macht. Man liest über eine beschwingte Teestunde im Garten und erfreut sich nicht nur an dem schönen blau-weißen Tee-Geschirr und den blauen Gartenanemonen, die von zart lilafarbenen Hyazinthen umsäumt sind, sondern auch der Kuchenrezepte zum Tee, speziell der "Quarktorte mit Rhabarberfüllung". Über Farben im Garten werden  bemerkenswerte Betrachtungen angestellt und mit immer wieder neuen Gestaltungsideen aufgewartet.

Anschließend kann man sich von einem Osterbrunch im Grünen inspirieren lassen und in die Farbenfreude des Monats April eintauchen. Traumhafte Tulpen werden präsentiert und gezeigt  wird wie Pastelltöne romantische oder gar nostalgische Träume erzeugen, im Falle der Gestaltungsideen nicht nur, was die Blumen anbelangt, sondern auch im Hinblick auf süße Highlights wie etwa "Erdbeer-Petit-Four" mit Erdbeerblüten. Zauberhaft. 

Kräuter als Fenster- oder auch als Tischschmuck werden präsentiert, auch ein zauberhaftes Set mit Porzellan-Eierbechern, in das ich mich soeben verliebt habe und nun neugierig auf den Hersteller bin. Spargelgerichte machen hellhörig, so etwa die "Spargel- Ziegenkäse-Tarte mit Minze“, die bestens zu einem Glas Wein harmoniert. Holunder ist ein Thema. Hier auch gibt es Rezepte, die sehr ungewöhnlich sind, wie etwa für einen "Holunderblüten-Gelee". 

Zu meinen Lieblingskapiteln zählt "Ein süßsaures Vergnügen" mit tollen Erdbeer- und Rhabarber-Rezepten und auch die Seiten, die sich vielschichtig mit Rosenduft befassen, neben schönen Gestaltungsideen auch mit Rezepten, so etwa "Rosen-Trüffel-Pralinen". Seite für Seite ist  das Buch ein Fest für die Augen. Das gilt auch für die Dekoideen für Rosmarin und Thymian und für die Gestaltungsideen sowie die Rezepte zum Lavendelfest. Besonders gut gefallen mir die Pfirsichrezepte, sei es die Desserts oder aber auch für den Pfirsichlikör und begeistert  hat mich zudem das Kapitel "Zu Gast bei Claude Monet". 

Hier wechseln traumhafte Gartenimpressionen mit Rezepten, nicht zuletzt mit dem Originalrezept von Monet für eine "Kräutersuppe".

Es ist unmöglich alles, was hier im Buch gezeigt wird zu erwähnen. Mir gefallen  zudem  die Zitate, die immer wieder zum Nachdenken anregen und die jahreszeitlichen Eindrücke, auch im Spätsommer mit den Dahlien und im Herbst mit der blühenden Heide wie auch den Hagebutten. Ein Fest für die Sinne.

Dieses Werk ist Koch- und Gestaltungsbuch zugleich, aber letztlich ein Buch für Gärtnerinnen und Gärtner, die ihr Paradies vielschichtig nutzen möchten. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Callwey-Verlag und können das Buch bestellen.http://www.callwey-shop.de/buecher/garten/geniessen-im-garten.html. Sie können es aber auch bei ihrem Buchhändler um die Eke ordern.

Rezension: Die Gärten der Dichter- 25 grüne Oasen, die Schriftsteller inspirieren- Jackie Bennet

Dieses traumhafte Gartenbuch macht nicht nur Leser mit botanischen, sondern auch solche mit literarischen Interessen neugierig, denn hier werden 25 grüne Oasen, die renommierte Schriftsteller inspiriert haben, vorgestellt. 

Autorin des reich bebilderten Werkes ist Britin Jackie Benett, die Herausgeberin diverser Gartenmagazine, die in Nolfolk lebt. Die Bilder hat der Fotograf Richard Hanson realisiert. Er ist für Verlage und Magazine tätig. 

Zur Sprache gebracht werden nachstehende Autoren und ihre zauberhaften Gärten: Jane Austen (Godmersham und Chawton), Rupert Brooke (Grantchester), John Ruskin (Brantwood), Agatha Christie (Greenway), Beatrix Potter (HillTop), Roald Dahl (Gipsy House), Charles Dickens (Gad´s Hill Place), Virginia Woolf (Monk`s House), Winston Churchill (Chartwell), Laurence Sterne (Shandy Hall), Georg Bernhard Shaw (Shaw´s Corner), Red Hughes (Lumb Bank), Henry James, gefolgt von E.F. Benson (Lam House), John Clare (Helpston), Thomas Hardy- Hardy´s Cottage und Max Gate, Robert Burns (Ellisland), William Wordworth (Cockermouth und Grasmere), Walter Scott (Abbotsford) und Rudyard Kipling (Bateman`s). 

Wie man der Einleitung entnehmen kann, stammen die im Buch porträtierten Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus äußerst unterschiedlichen Milieus. Die Gärten waren für sie Zufluchtsorte, wo sie ungestört denken und schreiben konnten. 

Fast alle im Buch vorgestellten Autoren und Autorinnen beschäftigten Gärtner, was sie aber keineswegs daran hinderte,  auch selbst im Garten aktiv zu werden. 

Beleuchtet wird wie die Schriftsteller eine Beziehung zu ihrem Refugium erhielten und welche ihrer Werke in jener Zeit jeweils  entstanden sind. Nicht alle Autoren waren mir bekannt, bevor ich das Buch studiert habe. So kannte ich beispielsweise den schönen Dichter Rupert Brooke noch nicht, der im Alter von nur 27 Jahren 1915 verstarb. Er gilt in England als Symbol der unwiederbringlich verloreneren Unschuld der Vorkriegsjahre. Die Philosophen Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein waren bei ihm zu Gast, auch Keynes besuchte den jungen Dichter, der übrigens ein Frauenliebling war. Sich in seinen Garten zu vertiefen, heißt Kontakt mit ihm, vielleicht aber auch mit seinem Gedichtband "Grantchester" aufzunehmen. Ein  nicht uninteressantes Unterfangen.

Auf Seite 92 ff wird der Garten des irischen Dichters George Bernhard Shaw vorgestellt. Auf seinem Anwesen "Shaw`s Corner" verfasste der große Ire viele Theaterstücke, politische Schriften und Prosawerke. Der leidenschaftliche Gärtner starb übrigens im Garten im Alter von 94 Jahren durch einen Sturz bei Beschneiden seines Pflaumenbaums. Das Theaterstück "Pygmalion“ ist  in seiner Schreibhütte im Garten entstanden. 

Dieses Buch nimmt man immer wieder gerne zur Hand, um sich inspirieren zu lassen, nichts nur was das Gärtnern anbelangt, sondern auch im Hinblick auf Literaturhinweise. 

Henry James mag ich besonders. Erneut ein Werk von ihm zu lesen, ist eines der  erfreulichen Ergebnisse der Lektüre des vorliegenden Buches. 

Empfehlenswert. 

Helga König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Gerstenbergverlag und können das Buch dort bestellen.https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836927963&highlight=+Die+G%C3%A4rten+der. Sie können es jedoch auch  bei ihrem Buchhändler um die Ecke ordern

Rezension: Die geheimen Gärten der Cotswolds- Victoria Summerley- Gerstenberg

Dieses wunderschöne und dabei informative Gartenbuch wurde von Victoria Summerley verfasst. 

Die Britin ist Journalistin mit Schwerpunkt Gärten und Gartenbau. Sie erhielt 2010 den renommierten Preis  "Journalistin des Jahres" der Garden Media Guild. 

Die zauberhaften Fotos wurden von Thomas Rittson realisiert. Er ist einer der bedeutendsten Porträt-Fotografen Englands und studierte am berühmten Goldsmith College in London. 

Das Buch ist eine Reise durch 20 ganz besondere Gärten im Herzen Englands. Dort haben berühmte Landschaftsgärtner gewirkt. So etwa Humphry Repton. Rosmary Verey, Isabel und Julian Bannerman als auch Mary Keen. 

Alle Gärten werden sehr gut beschrieben und anhand von Fotos vorgestellt. Dabei ist Grün die eindeutig dominierende Farbe in den gezeigten Gärten. Allerdings präsentiert sich das Grün in unzähligen Farbnuancen. 

Auch Blumen gibt es selbstverständlich, dazu gehören Rittersporn, Azaleen, Rhododendren und Rosen. Die Farben der Blumen unterstützen den Zauber, den diese Gärten haben. 

Wer in einem solchen Umfeld lebt, weiß wofür er geboren wurde. 

Der Garten von Asthall Manor ist der Inbegriff eines klassischen, englischen Gartens. Buchshecken und Steinskulpturen sind für ein schönes Gesamtbild zuständig. 

Wie man liest, haben zahlreiche Gärten ihren Höhepunkt im Frühsommer. 

Traumhaft sind die Gräser und Wildblumen im Garten von Dean Manor, immer wieder das Grün und die Weite. Man staunt bei fast jedem Bild, weil alles, was man sieht,  harmonisch anmutet. 

Sehr gute Beschreibungen der Anwesen  sorgen für angenehme Lesestunden.

Sehr empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Gerstenbergverlag und können das Buch dort bestellen https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836927956&highlight=+die+geheimen+G%C3%A4rten. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändlerum die Ecke ordern.

Rezension: "Frische #Blumen! #Schnittblumen für das ganze Jahr." #Louise_Curley- #Gerstenberg

Autorin dieses bemerkenswerten Gartenbuches ist die Britin Louise Curley. Dörte Fuchs und Jutta Orth haben die Texte ins Deutsche übersetzt. Die hübschen Fotos hat Jason Ingram realisiert. 

Wer Schnittblumen aus dem eigenen Garten liebt, sollte sich mit dem vorliegenden Buch näher beschäftigen, denn hier lernt man alles zu diesem Thema.

Nach einer umfangreichen Einleitung kann man sich zunächst mit der Planung eines Schnittblumenbeets befassen. Man erfährt zuallererst, was eine gute Schnittblume ausmacht, dann erst wird besagtes Beet zur Sprache gebracht. 

Beleuchtet werden die richtige Lage, der Boden, die Bodenstruktur die Werkzeuge auch die Vorbereitung des Bodens. In kleinen Merkkästchen erfährt man beispielsweise wie man Frostschäden vermindern kann oder man liest Wissenswertes zur Bodenkunde. Wissen Sie, was ein "Schluffboden" ist? 

Es folgen sehr gut nachvollziehbare Pflanzpläne mit Einkaufslisten für die Beete, anschließend dann werden über 100 ein- und zweijährige Pflanzen vorgestellt. Zu jeder Pflanze gibt es ein Foto, ein textliches Kurzporträt und eine Namensbestimmung. Zudem werden die Vorzüge der jeweiligen Pflanze hervorgehoben und man liest stets etwas zu den Punkten: Aussäen- Auspflanzen- Blütezeit- Einspitzen, Standort- Düngen- Höhe- Umfang- Abstand- Stütze- Empfehlenswerte Sorten- Schneiden- Weitere Maßnahmen. 

Besonders neugierig haben mich die Sternskabiosen gemacht, die ich sehr liebe, aber mit ihnen noch keine Pflanzerfahrung sammeln konnte. Auch die Levkojen, die in Blumenvasen einfach traumhaft ausschauen, haben mein spezielles Interesse

Dass man Goldlack auch als Schnittblume verwenden kann, wusste ich bislang noch nicht. Das hängt damit zusammen, dass ich bisher keine Ahnung hatte, dass man die Stiele vor dem Arrangieren für 30 Sekunden in kochendes Wasser tauchen muss. 

Gezeigt werden Blumen für Hochzeitssträuße und hier sogenannte Knopflochstäuße, bevor Zwiebel- und Knollenpflanzen zur Sprache kommen. Schön gestaltete Tulpen als Solitäre in schmalen Glasvasen überzeugen ebenso wie Dahlien in schwarzrot. 

Wer Gartensträuße liebt, interessiert sich natürlich auch für das Blattgrün im Hintergrund. Diesbezüglich wird man bestens aufgeklärt. Ich mag Frauenmantel besonders. Wie man diesen behandelt, damit er gut gedeiht, bleibt nicht unerwähnt. Inspirierend auch finde ich die Nachtviole und Gräser als Beiwerk zu Blumen. 

Wie ein Blumenbeet angelegt wird, wird gut erläutert. Mittels Bildern kann man sich optisch das richtige Aussäen klar machen. Man lernt auch Sämlinge zu hegen, zu pikieren, auszupflanzen und abzuhärten wie auch einzuspitzen und wird im Hinblick auf die Pflege auf dem Laufenden gehalten. 

Sehr wichtig erscheint mir das Kapitel, in dem man sich klar machen kann, wie man Blumen schneidet und in der Folge arrangiert. Wertvolle Tipps werden aufgelistet und man kann sich anhand von Fotos einen guten Eindruck verschaffen.

Arrangements mit vielen kleinen Vasen und wenigen  unterschiedlichen Frühlingsblumen mag ich sehr, auch Sträuße mit Gartenanemonen oder auch mit pinkfarbenen Duftwicken, wie sie im Buch gezeigt werden,  sind ein Traum. 

Neben all dem erfährt man noch weitaus mehr über den Schnittblumenanbau. 

Ich freue mich schon jetzt, wenn die ersten Blumen im Garten wieder blühen und man die ein oder andere zur Zierde und Freude mit ins Haus nehmen kann. 

Empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie zum Gestenbergverlag, dann können Sie dort das Buch bestellen. https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836921015
Sie können es aber auch direkt beim Buchhändler vor Ort  ordern.


Rezension: #Pfingstrosen- Jean-Luc Rivière, Pierre –Yves Nédélec- Fotos: Michel Reuss- Edition Delius

Autoren dieses schönen und dabei sehr informativen Buches sind der französische Päonien-Fachmann Jean-Luc Rivière und der Journalist und Gartenexperte Pierre-Yves Nédélec. Die ansprechenden Fotos hat Michel Reuss realisiert, der für verschiedene Fachzeitschriften tätig ist.

Die Autoren berichten zunächst über die Geschichte der Päonie, die in der Antike erstmals erwähnt wurden. Diese Pflanze mit den zauberhaften Blüten   heißt im Deutschen "Pfingstrose", weil sie um die Pfingstzeit blüht.

Unterschieden wird in Strauchpfingstrosen und Staudenpfingstrosen. Dabei stammen die Strauchpäonien  aus China.  Dort werden bestimmte Kulturen heute noch zu ausschließlich medizinischen Zwecken verwendet. Seit dem 8. Jahrhundert begann man in China Päonien zu dekorativen Zwecken zu nutzen und im 18. Jahrhundert schließlich kamen sie nach England. 

Die ersten Pflanzen dienten als Grundlage der Vermehrung und neuen Züchtungen in Europa. Im Gegensatz zu Strauchpäonien stammen Staudenpäonien aus vielen Bereichen der gemäßigten Zonen. Dabei zählt zu den in Europa heimischen Wildarten die sogenannte Bauernpäonie, die vormals wegen ihrer medizinischen Eigenschaften kultiviert wurde. 

Gezeigt und thematisiert wird die Vielfalt der Farben und es wird auch der jeweilige Duft bestimmt, der zwischen Rosen- und Maiglöckchen angesiedelt ist. Man erfährt, wo die Paönien am besten gedeihen. Hier geht es um Klima, Lage, Bodenverhältnis, die Umgebung und Nutzung, zudem liest man, wo man sie erwerben kann und wie man sie artgerecht pflanzt. 

Aufgeklärt wird man über die Blüte, auch über laufende Pflegemaßnahmen, über den Schnitt, die Vermehrung, sowie  über Krankheiten, deren Vorbeugung und Heilung. 

Im Anschluss daran werden verschiedene Arten und Sorten der Strauch-und Staudenpäonien vorgestellt. Das geschieht jeweils mit einem Foto, der näheren Beschreibung, einer Anmerkung und einem Memo, dem Hinweise zur Blüte, deren Durchmesser, Duft, Blütezeit und Höhe zu entnehmen sind. 

Wer liebt sie nicht,  die gefüllten, rosaroten Pfingstrosen? Doch ist schätze auch die burgunderrote einfache "Boreas" mit ihrem dekorativen Laub und vertiefe mich neugierig in unterschiedliche Pflanzenbeschreibungen, um mir die Vielfalt klarzumachen. 

Verliebt habe ich mich u.a. besonders in die "P. Tenuifolia". Sie blüht an den Waldrändern Südosteuropas, des Kaukasusgebirges und im Iran und besticht durch ihre anmutige Blüte und die filigranen Blätter. Ein Traum auch ist die "Comtesse de Tudor" mit ihrer schweren rosa Blüte und ein weiterer Blütentraum…,, nein ich werde keine weiteren mehr Blütenschönheiten zu nennen, sondern stattdessen das Buch empfehlen, das Ihnen hilft, eine Auswahl zu treffen,  die Ihren Garten in ein Paradies verwandelt, wenn Sie zur Tat schreiten.  Dabei sollte man natürlich auch immer auf den Duft achten. Es gibt übrigens ein Eau de Toilette, das nach Pfingsrosen duftet. Dieses Eau habe ich kürzlich auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt:   #Lalique  "#Amethyst_Éclat“, 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link,  dann gelangen Sie zur Edition Delius und können das Buch bestellen. http://www.delius-klasing.de/buecher/Pfingstrosen.3957.html. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.