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Rezension: Bauerngärten auf kleinstem Raum

Dieses zauberhafte Buch von Wiebke Krabbe begeistert nicht nur durch informative, kurzweilige Texte, sondern auch aufgrund zahlloser Fotos, auf denen Pflanzen und Garteninterieur abgelichtet worden sind.

In der Einleitung wird man mit Standortbedingungen von Pflanzen vertraut gemacht, liest über Töpfe und Kästen, in denen man auf Terrassen und Balkonen Blumen, Kräuter und Pflanzen unterbringen kann und erfährt ferner, welche dekorativen, aber auch nützlichen Pflanzen Sonne und welche Schatten benötigen. Vorgestellt wird das Werkzeug für Balkone und Minigärten. Dazu gehören u.a. Glasglocken, eine Papiertopfpresse und ein Mini-Sauzahn, mittlels dem man die Erde zwischen den Pflanzen lockern kann.

Krabbe untergliedert ihre Gartenbetrachtungen in Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Hornveilchen, Schneeglöckchen, Tulpen und Narzissen sind für sie ein Thema. Sie zeigt wie man Blumenzwiebeln pflanzt, dabei gilt die Faustregel für die Pflanztiefe: Die Erdschicht über der Zwiebel soll so hoch sein, wie die Zwiebel selbst. Sähen und vorziehen wird gut erläutert, auch wird gut erklärt, wie man Kübel bepflanzt. In diesem Zusammenhang werden viele visuelle Anregungen gegeben, so etwa wie man blaue Blumen für die blaue Stunde hübsch arrangiert.

Sehr gut sind die Infos in puncto Kräuter. Gefallen haben mir die Vorschäge für selbstgemachte Pflanzenschilder und die Anleitung, die klar macht, wie man Kräuter trocknet. Erläutert wird des Weiteren, wie man Beeren auf dem Balkon züchtet und hübsche Rosenarrangements gestaltet. Immerfort werden in Rubriken mit dem Oberbegriff "Grüner Daumen" sehr gute Tipps zu unterschiedlichen Garten-Themen gegeben.

Über Blütensichtschutz erfährt man Wissenswertes, auch über Lavendel wird man informiert und hier vor allem, wie man hübsche Lavendelsäckchen gestalten kann. Balkontomaten und Gemüsesorten für kleine Gärten werden in Augenschein genommen, auch Geranien werden beleuchtet und man erhält viele Tipps wie man im Sommer mit Elementen des Bauerngartens und mit nostalgischen Flohmarktgegenständen der eigenen Dekolust vielfältig nachgehen kann. Die Puderfarben des Herbstes machen romantische Gartenimpressionen möglich, die die Farben des Spätsommers, gemeint sind Dahlien- und Asternfarbexplosionen, ablösen. Wie man Dahlien pflanzt, wird übrigens sehr gut erklärt.

Angetan bin ich von einem Gartenwindspiel aus alten Besteckteilen und Glasperlen, das Krabbe als ein leise klimperndes Windspiel bezeichnet, das bezaubert, aber die Nachbarn nicht stört.

Bei der Winterdekoration überzeugen mich die Eisblumen-Windlicher und ein Adventskranz aus roten und weißen Früchten von Misteln und Vogelbeeren am karierten Band, der sicher für Appetit bei den Vögeln sorgt.

Ein sehr schönes Buch mit vielen Inspirationen.

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Rezension:Feng Shui Kraftquelle Zimmerpflanzen (Taschenbuch)

Günther Sator befasst sich in diesem Büchlein mit der Wirkung von Topfpflanzen in Hinblick auf Feng Shui. Ähnlich, wie in seinem empfehlenswerten Buch "Feng Shui - Leben und Wohnen in Harmonie" ISBN 3- 7742-1460-3 geht es auch in diesem Text darum, wie die Lebensenergie Chi zum Fließen gebracht werden kann, sowohl in der Wohnung als auch im Büro.
Pflanzen werden zu diesem Zweck als Hilfsmittel eingesetzt und in den äußeren Abschnitten des Bagua (was das ist, wird genau erklärt) plaziert. Nach asiatischem Denken können auf diese Weise Lebensprobleme unterschiedlichster Art gelöst werden. Ob nun das Usambaraveilchen, die Bougainvillea, die Zimmerlinde, der errötende Baumfreund oder ein sonstiges Gewächs, viele Pflanzen werden vom Autor auf Ihren Nutzen als Feng Shui - Kraftquelle hin untersucht und bewertet.
Eine mit Pflanzen dekorierte Wohnung erfreut bekanntermaßen das Auge und macht gute Laune, wenn die Blümchen darüber hinaus noch anderes bewirken, sollte man sich dem asiatischen grünen Daumen nicht verschließen. Nette Anregung um gute Energie durch die Räume zu leiten!

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Rezension: Magische Bäume: in Afrika (Gebundene Ausgabe)

Der renommierte Autor Thomas Pakenham hat das vorliegende Buch geschrieben und auch die vielen sehr beeindruckenden Fotos der magischen Bäume in Afrika gemacht.

Geht von den uralten Bäumen ein Zauber aus?

Pakenham berichtet von den Erlebnissen und Eindrücken während seiner Baum-Safari im südlichen Afrika, auf Madagaskar und auf der Insel Mauritius. Den ersten Teil seines Buches nennt er "Giganten", gemeint sind u.a. afrikanische Baobabs, deren Äste wie Wurzeln aussehen.Der Autor hat fünf Baobab -Typen für das Buch ausgewählt und bei aller Unterschiedlichkeit deren Gemeinsamkeit festgehalten.Noch immer können Wissenschaftler das Alter dieser Bäume nur vage schätzen.



Man liest von den Baobabs in Bains, die im Laufe von 150 Jahren ihren Umfang um ein Drittel vergrößert haben, von dem gewaltigen "Chapman Baobab", dessen riesenhafte Pracht die ihn umgebenden Palmen in völlige Bedeutungslosigkeit zurückfallen lassen. Ihr Anblick vermittelt einen Blick in die Ewigkeit. Darin wohl liegt ihr eigentlicher Zauber. Sehr beeindruckend sind dessen schlangenartige Wurzeln, die sich in alle Richtungen verzweigen. Der jahrhundertealte Baum hat, wie dies offenbar für uralte Bäume üblich ist, seinen Wuchs nahezu eingestellt. Bäume wachsen demnach nie wirklich in den Himmel.


Der Autor fragt sich, wann ein Baum ein Baum und ab welchem Zeitpunkt er ein Fels ist, nicht zuletzt, weil der " Buffeldrifts Gigant " in der Provinz Limpopo wie eine rosa Felswand anmutet. Jeder der einzelnen folgenden Bäume scheint ein Geheimnis in sich zu bergen, unmöglich hier alle beschriebenen Riesen aufzulisten. Man liest von "Sykomoren" (Maulbeerfeigen), Mashatus und Matumis und ist überwältigt von den Fotos dieser Giganten. Der König der Matumis steht im Amorentia - Estate bei Tzaneen in der Provinz Limpopo. Die dunkelgrüne Baumkrone fügt sich so ineinander, dass der Eindruck einer gepflanzten Allee entsteht.


Magisch anziehend für Löwen in der Morgendämmerung ist der so genannte "Löwenbaum", eine einzeln stehende Sykomore in der Kafue- Ebene. Aufnahmen von diesem Baum zu machen, war nicht ungefährlich, wie der Autor sehr spannend berichtet.


Die letzten Steineiben sind ein Thema und in der Folge werden noch mehr Giganten beleuchtet. Man liest von den Makalanipalmen und erhält einen optischen Eindruck vom "Leberwurstbaum". Von dessen schwerfälligem Blätterdach hängt eine Vielzahl wundersamer grüner Würste herab, jede einen halben Meter lang und bis zu 9 kg schwer. Diese Früchte sind giftig. Fieberakazien und Sesambüsche und der "Weiße Hirtenbaum", auch die Ahnenbäume verkünden die Magie dieser Naturdenkmäler. Köcherbäume sterben dahin, möglicherweise aufgrund des Klimawandels. Man sieht anhand der Bilder, wie die Rinde allmählich abblättert


Faszinierend ist ein alter Olivenbaum auf Paarl Mountain, der durch einen Kreis von schützenden Felsblöcken von "Veld-Bränden" verschont bleibt. Unmöglich all die Baumschönheiten an dieser Stelle zu benennen oder gar ausführlich über sie zu schreiben. Sehr eigenwillig wächst die großblättrige Felsenfeige. Sie klettert wie Affen auf Bäume, schwingt sich wie Tarzan von Felsen herab und vermag sogar Felsen zu spalten. Ihre Energie und Unternehmungslust ist grenzenlos.


Eine Augenweide ist die "Rotlaubige Felsenfeige", der abgelichtete Baum hat einen Umfang von 37 Metern, ganz unglaublich! Man liest vom "Dornenwald" in Madagaskar. Dort lebt die Hälfte aller Lemurenarten dieser Welt. Man liest des Weiteren von Kampferbäumen, die ursprünglich aus Java stammen, auch von uralten aus Europa kommenden Eichen, von Platanen und anderen Gästen und schließlich auch von bedrohten Bäumen.


Der Zauber, der von all diesen Bäumen ausgeht, hängt wohl mit ihrem Alter zusammen. Sie haben viele Generation von Menschen gesehen und besitzen vielleicht irgendeine Form von Weisheit. Das macht den Betrachter demütig.


Dieses Buch ist für Baumliebhaber eine wirkliche Fundgrube. Die Fotos eignen sich ausgezeichnet zum Meditieren. Der renommierte Autor Thomas Pakenham hat das vorliegende Buch geschrieben und auch die vielen sehr beeindruckenden Fotos der magischen Bäume in Afrika gemacht.

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Rezension: Bäume: Die 72 größten und ältesten Bäume der Welt (Gebundene Ausgabe)

Der Wald ist ein besonderes Wesen,
von unbeschränkter Güte und Zuneigung,
das keine Forderungen stellt
und großzügig die Erzeugnisse
seines Lebenswerks weitergibt;
allen Geschöpfen bietet er Schutz
und spendet Schatten selbst dem Holzfäller,
der ihn zerstört.

Siddharta Gautama Buddha


Die Autoren Thomas Pakenham und Stefan Kühn, sowie der Fotograf Bernd Ullrich stellen in diesem Bildband die 72 größten Bäume der Welt vor.

Das Buch ist untergliedert in die Kapitel: Riesen, Zwerge, Methusalems, Träume, bedrohte Bäume und Heimat.

Was ist ein Baum überhaupt?
In der Botanik wird ein Baum als ausdauerndes Holzgewächs mit ausgeprägtem Stamm und einer Krone aus beblätterten Zweigen oder aus Blättern definiert.
Die höchsten Bäume (Riesen) sind der kalifornische Mammutbaum, der bis zu 130 m Höhe erreichen kann, - der derzeitige Champion übrigens misst 112,3 m , er wird "Stratosphere Giant" genannt - und der australische Rieseneukalyptus, der bis zu 150 m in die Höhe wachsen kann.

Afrikanische Baobabs, mexikanische Sumpfzypressen, auch Riesenlebensbäume werden den Riesen zugeordnet. Man unterscheidet generell zwischen immergrünen und laubabwerfenden Bäumen. Bäume bilden in vielen Gebieten der Erde als Wald die beherrschende Vegetationsform. Sie binden Feuchtigkeit, bieten Schatten, Wind-, Sicht-, und Erosionsschutz, binden Staub und verbessern durch Abgabe von Sauerstoff die Luft und in Form von größeren Baumbeständen die Luft und das Klima.

Große und alte Bäume wurden immer verehrt, sei es in Baumgruppen oder heiligen Hainen. Wie man liest, gab und gibt es sich bei vielen Völkern das Phänomen des Baumkults. Dieser kann in Verbindung mit der persönlichen Gottesvorstellung sowohl den Bäumen selbst gelten (z. B. Bodhibaum, Weltenbaum), als auch den mit ihnen - als Ort ihrer Präsenz oder Epiphanie (z.B. Dodona) - verbundene Gottheiten (z.B. Dryaden, Attis).

Es ist unmöglich alle 72 besprochenen Baumcharaktere im Rahmen dieser Rezension zu beleuchten, wichtig aber ist, dass die Autoren zu jedem der benannten Holzgewächse Informationen zu Heimat, zur botanische Einordnung, Vermehrung, zu den Zapfen und der Verwertung geben und sich im Text nicht selten auch historische Exkurse und Anekdoten zum jeweiligen Objekt finden.

Besonders begeistert hat mich das Kapitel zu den so genannten Methusalems. Grannenkiefern in Kalifornien können bis zu 3000 Jahre alt werden. Der "Old Man" ist sogar 4600 Jahre alt und damit der älteste lebende Baum dieser Welt.

Man liest u.a. von der Wolframslinde in Ried, Bayern, wo möglicherweise Wolfram von Eschenbach den "Parzifal" verfasste, von der 800 jährigen Franziskus- Zypresse in Verucchio und den Bodibäumen auf Srilanka.

Baum- Heiligtümer auf Madagaskar und in Japan werden thematisiert, so u.a. der Gingko von Zempukuji in Tokio, der nach der Legende im Jahre 1232 gepflanzt wurde. (1991 habe ich meiner Mutter einen kleinen Gingko aus Weimar mitgebracht, den wir gemeinsam in ihren Garten pflanzten. Der abgelichtete Baum im Buch fasziniert mich. Ob Mutters Baum in 800 Jahren ähnlich ausschauen wird?) Schön sind die Sumpfzypressen und die immergrünen Magnolien, noch schöner die Bäume, die der Liebe huldigen, wie etwa die eng umschlungenen Baobabs auf Madagaskar. Was Lessing zu diesen wohl gesagt hätte?

Man liest von der Tassilolinde in Wessobrunn und einer tausendjährigen Eiche in Bayern. Die abgelichteten Bäume sind beeindruckende Kunstwerke. So misst der Stammesumfang der Linde von Heede 16 Meter. Sie gilt als die stärkste Linde Europas.

Ich habe dieser Rezension ganz bewusst ein Baumgedicht vorangestellt und möchte sie mit einem weiteren Baumgedicht beenden, weil die im Buch vorgestellten Bäume die Dichter genau zu solchen Versen inspirieren.

Wie zwei Bäume I

Du bist gewachsen
Ich bin gewachsen

Zusammen sind wir gewachsen
Aber nicht zusammengewachsen

Bäume wachsen nicht umschlungen
In den blauen Himmel

...Wir sind wie zwei Bäume

R. Lehmitz

"und mehrere zu nah gepflanzt, zerschlagen sich nur die Äste."
( G.E. Lessing, Nathan der Weise)

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Rezension: Selbstversorgt ! Gemüse,Kräuter und Beeren aus dem eigenen Garten- Heide Hasskerl

Dieses Buch ist ein Praxisbuch für Hobbygärtner, die die ersten Schritte zum eigenen Nutzgarten zu gehen beabsichtigen. Die Autorin Heide Hasskerl versichert gleich zu Beginn, dass jeder einen Gemüsegarten anlegen kann und nennt die Gründe, die für einen Nutzgarten sprechen.

In der Folge klärt Hasskerl über Grundlegendes, wie etwa Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse auf, gibt in diesem Zusammenhang Gemüseempfehlungen für Einsteiger, stellt Kosten/Ertragsüberlegungen an und thematisiert Bodenbeschaffenheiten. Die Qualität des Bodens verbessert sich, je größer der Artenreichtum in einem Nutzengarten ist. Die Autorin lässt den Leser wissen, woran man einzelne Bodenarten erkennt. Zur Sprache kommen: Sandboden/sandhaltiger Boden, Tonboden und Kalkboden. Die guten und schlechten Eigenschaften der einzelnen Bodenarten werden differenziert beleuchtet, bevor die Planung eines Gartens angedacht wird.

Anschließend werden Gemüsearten vorgestellt. Insgesamt gibt es übrigens neun Gemüsefamilien. Dass der Fenchel zum Stielgemüse gehört, wusste ich bislang nocht nicht.

Saatgut und Gartengeräte sind Themen, die ebenfalls kenntnisreich abgehandelt werden, bevor man über Kompost und hier auch über die Zutatenliste, über Frühbeete und Tomatenhäuser aufgeklärt wird.

Bei der Thematisierung der Bodenarbeit las ich, dass sich in einem gesunden Gartenboden unter 1 Quadratmeter Erde bis zu 400 Regenwürmer befinden müssen. Die Autorin klärt über Maßnahmen auf, die die Regenwurmförderung für die Bodenverbesserung fördern.

Man lernt richtig auszusähen, auch Gemüse vorzuziehen und Pflanzen fachmännisch in die Erde zu bringen.

Die Tiere des Nutzgartens werden beleuchtet. Die Larve des Marienkäfers dient übrigens als biologische Waffe gegen den Kartoffelkäfer.

In der Folge lernt man einen Kräutergarten, einen Frühgemüsegarten, einen Küchengarten und einen Selbstversorgergarten anzulegen. Folgt man den ausführlichen Anleitungen, steht einer guten Ernte nichts mehr im Wege. Meine Mutter, eine Biohobbygärtnerin seit Jahrzehnten, ist des Lobes voll, was den praktischen Teil des Buches anbelangt. Ich habe ihr immer wieder daraus vorgelesen, um mich kundig zu machen, ob die Anleitungen deckungsgleich mit ihrem Erfahrungsschatz sind. Alles, was unter den Rubriken: "Mein Rat", "Merke", "Das sollten sie beachten" steht, muss man sich besonders gut merken, wenn man auf paradiesische Fülle abstellt.

Obacht! Drei Beispiele:

-Kaltes Gießwasser ist Gift für Gurken und Kürbisse.

-Zwiebeln werden grundsätzlich nur bei trockener Witterung in den Mittagsstunden geerntet. Dies verspricht eine gute Haltbarkeit.

-Wegen der Gefahr der Übertragung von Krautfäule dürfen Kartoffeln und Tomaten nicht zusammengepflanzt werden.

Ein wirklich gelungenes Buch. Bravo!

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Rezension:Noch mehr Wildfrüchte, -gemüse, -kräuter: Erkennen, Sammeln, Genießen (Gebundene Ausgabe)

Elisabeth Mayer macht den Leser in diesem Buch mit Wildkräutern, Wildgemüse und Wildfrüchten vertraut, die in Mitteleuropa häufig vorkommen. Als deren Lebensräume werden der Wald, die Hecken, der Acker und die Weinberge, die Wiesen, der Rasen und das Ufer (sprich feuchte, nasse Zonen) genannt.

Die Autorin untergliedert die Wildpflanzen vom Erntezeitpunkt her jahreszeitlich. Sie beginnt mit der Beschreibung des Bärlauchs, verdeutlicht, wo man diesen findet, beschreibt die botanischen Merkmale und gibt Pflückhinweise sowie hilfreiche Sammeltipps. So verfährt sie bei allen im Buch enthaltenen Pflanzen.


Ausführlich erklärt sie die traditionelle Verwendung und die Heilanwendung nach Hildegard von Bingen. So liest man u.a. von der entgiftenden und blutreinigenden Wirkung des Bärlauchs, aber auch, dass dieses Wildkraut schwermetallausleitend wirkt und das Fettgewebe mobilisiert.


Dargelegt wird des Weiteren jeweils die Zuordnung nach TCM. Das ist besonders interessant für Personen, die nach den 5- Elementen kochen. Sie finden hier die Zuordnung der Pflanze zum Element, zu den Körperorganen und die thermische Wirkung. Ferner thematisiert die Autorin die Verwendung der Kräuter in der Wildkräuterküche und beschreibt gut nachvollziehbar ihre vielen leckeren Lieblingsrezepte. Im Falle des Bärlauchs handelt es sich um "Bärlauch-Wildkräuter-Pesto auf Ziegenfrischkäse", "Bärlauchtascherln" und ähnliche Gerichte.


Viele Wildkräuter kenne ich aus meinem Garten, dort habe ich sie bislang als "Unkraut" ausgerissen. Die Nachtkerzen ließ ich zwar der Blüten wegen stehen, aber ich ahnte nicht, dass sie einen hohen Anteil an Gamma-Linolsäure im fetten Öl der Samen besitzen, die unterstützend auf viele Organfunktionen wirkt. Nachtkerzenöl soll auch sehr gut bei Beschwerden während der Wechseljahre wirken.


Über die Heilwirkung des Portulaks hatte ich bereits in einem anderen Buch gelesen. Die Pflanze hilft bei Herzbeschwerden und schmeckt sehr aromatisch. Die Blätter des Löwenzahns enthalten mehr Provitamin A als Karotin und vierzigmal mehr als herkömmlicher Salat. Dies nicht genug, schenkt uns die Pflanze die Vitamine B1, B2, E und C, Mineralsalze Gerb- und Bitterstoffe, im Vergleich zu Spinat dreißigmal mehr Eisen. Die Bitterstoffe regen Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse an, auch die Nieren werden gestärkt. Hervorheben möchte ich die "Eingelegten Löwenzahn-Blütenknospen", die an Kapern erinnern und auch im ähnlichen Verfahren zubereitet werden.


Beim Lesen und Betrachten der vielen Fotos bin ich erstaunt über die vielen Pflanzen, die mir sehr bekannt vorkommen, so auch die Lampionblume "Phyalis alkekengi". Diese Blume enthält eine kugelige Frucht, die heilkräftige Bitterstoffe, Gerbstoffe, Carotinoide, Pflanzenschleime und viel Vitamin C beinhaltet. Sie lindert Gicht, Wassersucht und anders mehr und galt einst bei Seefahrern als Anti-Skorbutmittel.


Ob nun Brennesseln, Sauerklee, Wegerich, Gundelrebe, Ehrenpreis, Giersch, Vogelmiere etc, all diese Pflanzen werden genau beschrieben, auf ihren gesundheitsfördernden Wert hingewiesen und es werden leckere Rezepte vorgestellt. Schwarzer Holunder enthält übrigens Salicylsäure und wirkt ähnlich wie Aspirin.

Meinen Giersch aus dem Garten werde ich zukünftig in einer Tomatensauce verarbeiten, ähnlich werde ich mit der Vogelmiere verfahren, die seltene Mineralsalze, besonders Kalzium und Magnesium, auch Phosphor, Kupfer, Kalium sowie Saponine und Kieselsäure enthält. Zum Ende meiner Rezension möchte ich nochmals Pfarrer Kneipp zu Wort kommen lassen: "Gegen das, was man im Überfluss hat, wird man gleichgültig; daher kommt es, dass viele hundert Pflanzen und Kräuter für wertlose Unkräuter gehalten werden, anstatt dass man sie beachtet, bewundert und gebraucht."

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Rezension:Gartenreiseführer Bayern: Die 150 schönsten privaten und öffentlichen Gärten (Broschiert)

Dieser hochinformative Gartenreiseführer bringt dem Leser die 150 schönsten privaten und öffentlichen Gärten in Bayern nahe.

Das Buch ist untergliedert in die Regionen:

Unterfranken, Oberfranken, Oberpfalz, Schwaben, Oberbayern, Niederbayern.

Jeder Region ist ein Landkartenausschnitt vorangestellt, dem die einzelnen Gartenbeschreibungen folgen. Stets wird die genaue Anschrift genannt und auch die Öffnungszeiten. Über die jeweiligen Gärten erfährt man historisch Wissenswertes, aber man wird auch darüber informiert, welche besonderen Pflanzen oder Bäume besichtigt werden können. Eine Vielzahl schöner Fotos sorgt dafür, dass man einen kleinen visuellen Eindruck erhält, von dem, was man zu erwarten hat.

Es führt zu weit, all die beschriebenen Gärten an dieser Stelle zu fokussieren. Soviel nur: der Garten von Schloss Nymphenburg, den ich schon mehrmals besuchte, ist sehr gut beschrieben, das Gleiche gilt für den Englischen Garten und den Hofgarten in München. Dass der Schlosspark Herrenchiemsee eine Reise wert ist, kann ich bestätigen. Dieser Garten ist nach dem Versailler Vorbild errichtet worden. Schön auch, dass man auf den Meditationsgarten am Kloster Benediktbeuren verweist, der als christliches Labyrinth angelegt. Interessant sind die Heil- und Symbolpflanzen dort, über die es sich lohnt, Wissenwertes in Erfahrung zu bringen.

Nicht unerwähnt möchte ich den Skulpturgarten Propach in Weilheim, Oberbayern lassen, der gut im Buch beschrieben ist. Die Künstlerin Monika Propach zeigt dort ihre Skulpturen. Es handelt sich hierbei um bearbeitete Sand- und Tuffsteine, kleine Bronzefiguren und Marmorskulpturen, die inmitten vieler Pflanzen eine Heimat gefunden haben.

Ein sehr gutes Buch, das Gartenfreunde begeistern wird.

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