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Rezension: Gärten im englischen Stil: Inspiration und Praxis (Gebundene Ausgabe)

Dr. Kristin Lammerting stellt in diesem reich bebilderten Buch Gärten im englischen Stil vor. Dabei macht sie gleich zu Beginn deutlich, dass der architektonische Garten dieses Stils vier Hauptmerkmale aufweist. Besagte Merkmale arbeitet sie für den Leser im Vorfeld bereits heraus, um anschließend über englische Gartengeschichte kurz zu informieren und alsdann die wichtigsten Wegbereiter des formalen Gartens in England bestens zu porträtieren. Thematisiert wird das Können von William Robinson, Gertrude Jekyll, Edwin Lutyen, Lawrence Johnston, Vita Sackvill-West und von heutigen Gartendesignern wie etwa Stuart-Smith und Bradley-Hole.

Man lernt in der Folge die Bausteine und Gestaltungselemente eines formalen Gartens kennen. Zu Sprache gebracht werden: Wege und Treppen, Hecken und Mauern, Bögen und Laubengänge, Formgehölze und Topiaty, Rasen und Rosen, Border und Beete, Wasserbecken und Brunnen, Gartenmöbel und Gartenschmuck, Glashäuser und Gazebos.

Die Autorin erklärt ausführlich und gut wie man diese Bausteine und Gestaltungselemente praktisch sinnvoll anwendet und macht beispielsweise dem Leser plausibel, dass das Wegesystem die Struktur des Gartenplans verdeutlicht. Wobei man wissen sollte, dass eine einfache Linienführung sich als die beste erweist. Wege bilden ein sinnvolles Netzwerk, gewissermaßen ein Gerüst, über das sich der Garten entfaltet und zum Lustwandeln einlädt, (vgl.: S.23).

Man lernt künstliche Perspektiven zu gestalten und unterschiedliches Wegematerial kennen, wie etwa Naturstein, Kies, Klinker etc. Graswege sollen in England besonders beliebt sein.

Anhand von vielen Fotos kann man sich ein Bild von Gartentreppen machen und auch von sehr schönen Gartenwegen. In gleicher Weise wird mit allen anderen Bausteinen und Gestaltungselementen fortgefahren. Hier haben mich Hecken und Mauern besonders beeindruckt, die teilweise ein Zimmer im Freien ermöglichen.

Dr. Lammertings Texte inspirieren zur Gartenarbeit, speziell ihre Betrachtungen zu Rasen und Rosen und wunderschönen Blumenbeeten. Die vielen Fotos tun ihr Übriges dazu. Sehr begeistert bin ich von ihren Erläuterungen zu Wasserbecken und Brunnen. Die formalen Wasserbecken reflektieren den Himmel und seine Umgebung. Ziel des Wassers im englischen Garten sind Spiegelungen, wie die Fotos erkennen lassen.

Inspirierend auch sind die Überlegungen zu Gartenmöbel und Gartenschmuck. Skulpturen, Vasen und Töpfe kommen hier zur Sprache, aber auch andere beliebte Motive wie etwa Säulen, Obelisken und Pyramiden.

Interessant ist die luftige Bauweise eines "Gazebos" und die vielen im Buch gezeigten Gartenhäuser, in denen es sicher genussvoll ist, seine Freizeit zu verbringen, speziell dort ungestört zu lesen und Musik zu hören.

Im letzten Kapitel stellt die Autorin ihren englischen Garten in Köln vor. Dabei handelt es sich um einen ca. 8000 Quadratmeter großen formalen Garten, der im englischen Stil in verschiedene, voneinander getrennte Bereiche aufgeteilt ist und mitunter als Gartenzimmer bezeichnen werden. Beeindruckend.

Das Teeservice, das die Autorin in einem ihrer Gartenzimmer nutzt, liebe ich sehr. Ich habe mir vor vielen Jahren "TOUCAN" in Straßburg gekauft und pflichte Dr. Lammerting aus Eigenerfahrung bei, das es einen grünen Rahmen am besten passt.
Empfehlenswert.
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Rezensionen:Giftpflanzen - Gifttiere: Merkmale · Giftwirkung · Erste Hilfe (Broschiert)

Horst Altmann bringt den Lesern in diesem reich bebilderten Buch 160 Giftpflanzen und Gifttiere nahe. Sich in diesbezüglich zu informieren, ist sehr sinnvoll und das keineswegs nur, wenn man kleine Kinder hat.

Untergliedert ist das Buch in:
Wildblumen und Gartenformen
Bäume und Sträucher
Zimmerpflanzen
Tiere

Erklärt werden jeweils die Merkmale, das Vorkommen, das Gift, die Wirkung, die Vergiftungserscheinungen, erste Hilfe und die Therapie.

"Eisenhut" beispielsweise wächst auch im Garten meiner Mutter. Dass diese Pflanze als eine der giftigsten Pflanze Europas gilt, wusste ich nicht. Ein paar Blätter bereits genügen, um das Zeitliche zu segnen. Sicher wird es die ein oder den anderen geben, der es bedauert, dass ich dessen Grün bislang nicht einem bunten Gartensalat beigemischt habe:-)) Auch der Schlafmohn ist stark giftig. Nach oraler Einnahme tritt der Tod erst nach vielen Stunden ein. Beide Pflanzen zeichnen sich durch sehr schöne Blüten aus. Selbst der wunderschöne Goldlack ist schwach giftig, allerdings ist dessen Gift eher harmlos.

Dass vielblättrige Lupinen und gelbe Lupinen stark giftig sind, wusste ich auch nicht, aber dass der Stechapfel zu Tobsuchtsanfällen und Halluzinationen führt ist mir bekannt und auch, dass der prächtig blühende Fingerhut einen Herzstillstand verursachen kann, wenn man dessen Blätter verspeist.

Etwas überrascht bin ich zu lesen, dass sogar Tagetes-Arten schwach gift sind ist, denn die Vögel im Garten verspeisen die Blüten mit Vorliebe und in einigen Kochbüchern werden Tagetes-Blüten als Zutat im Wildkräutersalat verwendet.

Es ist mir unmöglich alle giftigen Blumen, Bäume und Zimmerpflanzen hier zu nennen, aber ich wundere mich, dass ich überhaupt noch lebe und als Kind nicht auf den Goldregenästchen im Garten herumgekaut habe, auch in der Puppenküche keine Blauregenfrüchtesuppe gekocht und probiert habe und ähnliches mehr. Denkbar sind solche Aktionen bei Kindern schon, speziell, wenn sie gerne experimentieren und ihre Umgebung entdecken wollen mit allen Sinnen.

Da viele der thematisierten Pflanzen beim Berühren Hautreizungen auslösen, sollten sich Gartenliebhaber genauer informieren und mit Gummihandschuhen agieren, um Hautreizumgen zu vermeiden. Hat man Kinder sollte man sie im Garten und in der freien Natur auf giftige Pflanzen hinweisen. Das Buch ist eine wirkliche Hilfe.

Die giftigen Tiere im Buch sind ähnlich wie die Pflanzen, Bäume und Blumen sehr gut beschrieben. Über die Symptome eines Zeckenbisses wird man genau informiert, auch über Hornissenbisse, die ich für gefährlicher hielt als sie sind und über viele giftige Tiere, die uns im Mittelmeergebiet auf Wanderungen begegnen können, so etwa die Sandviper, Taranteln und Feldskorpione.

Wichtig ist, zu wissen , was man tun muss, wenn man sich vergiftet hat. Wer eine Erdkröte berührt, stirbt nicht sofort, sondern hat bloß mit Hautreizungen zu rechnen. Hier gilt es, sich die Hände zu waschen und alles ist wieder in bester Ordnung. Wer von einer Kreuzotter gebissen wird, sollte den Biss nicht aussaugen oder gar ausschneiden(?????), sondern lokal zu desinfizieren und den Arzt aufzusuchen.

Lobend erwähnen möchte ich, dass zum Ende des Buches die Adressen der Informationszentralen für Vergiftungsfälle mit 24-Stunden-Dienst in Deutschland und Europa aufgeführt sind.

Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Kulturtechniken: Gartenkunst und Gartenhandwerk (Broschiert)

"Tropiaria Helvetica" wird von der "Schweizer Gesellschaft für Gartenkultur" herausgegeben und erscheint einmal jährlich. Thema des Jahres 2010 waren "Kulturtechniken"- Gartenkunst und Gartenhandwerk.

Das Buch enthält sieben eloquente Aufsätze von Autoren und Autorinnen, die sich von Berufs wegen mit dem Thema intensiv auseinander setzen. Das gilt für die Landschaftsarchitektin der ETH Zürich (Institut für Landschaftsarchitektur) Claudia Moll ebenso, wie für Dr. Annemarie Bucher und Dr. Johannes Stoffler von der Redaktion "Topiaria Helvetica" und alle anderen Verfasser der zehn Gartenbetrachtungen.

Die Diplomingenieurin Sandra Hilgert befasst sich in ihrem Aufsatz mit der Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt und teilt dem Leser mit, dass das 19. Jahrhundert als die Blütezeit der Kulturpflanzenvielfalt gilt, denn zu keiner anderen Zeit wurden so viele verschiedene Varietäten von Kulturpflanzen (speziell Gemüse) angebaut.
Hilgert definiert Kulturpflanzen als von Menschen angebaute Gewächse, die in erster Linie der Ernährung dienen. Die Autorin befasst sich in ihrem Aufsatz des Weiteren mit der Gartenbaupresse und Gartenbaugesellschaften, dem Saatguthandel und dem Saatgutrecht im historischen Kontext sowie der Geschichte der Saatgutunternehmen. Erwähnt wird auch der erste Samenkatalog Deutschlands, der aus Erfurt stammte. Meine ostpreußische Großmutter berichtete mir, dass bereits ihre Großmutter Saatgut aus Erfurt bestellte und mit diesem hochzufrieden war.

Dass durch historische Gartenanlagen Geschichte vermittelt und auf besondere Art und Weise nachvollziehbar gemacht wird, bleibt auch nicht unerwähnt. Es stimmt, als Orte der Erinnerung und der menschlichen Kulturgeschichte nicht nur das Verhältnis zwischen Mensch und Natur, sowie gesellschaftliche und politische Verhältnisse dokumentieren, sondern sie sind auch Abbilder historischer Strömungen in der Gartenkunst, Architektur und bildenden Kunst und haben zudem wichtige Funktionen im Hinblick auf das Orts- und Landschaftsbild.

Es ist natürlich nicht möglich auf alle 10 Beiträge des Buches im Rahmen der Rezension einzugehen. Erwähnen aber möchte ich den Aufsatz über "Wegebautechnik und Bauforschung in historischen Gartenanlagen anhand ausgewählter Beispiele" von der Diplomingenieurin Anita Drexel. Sie macht deutlich, dass Wege als Elemente der Gartenkunst und funktionale Elemente der Gartenunterhaltung stets Veränderungen unterworfen waren und sind. Dabei stellen die Wegführung, die Farbe der Wegedecke, die Art der Wegränder den eigentlichen optischen Reiz der Wege dar. Interessant zu lesen ist die kurze Darstellung der Wege, Bau- und Kulturgeschichte die Geschichte der Gärten. Hier wird man in der Folge mit der entsprechenden Theorie und Praxis vertraut gemacht, liest von Kieselmosaiken und anderem mehr und gewinnt ein Auge für all das, was man zuvor nur am Rande wahrgenommen hat.

Den Aufsatz über die Technik der Wasserkunst der diplomierten Landschaftsgärtnerin Dunja Richter habe ich mit großer Neugierde gelesen und zwar im Hinblick auf die Gärten von Versailles und den Park Wilhelmshöhe in Kassel, dessen Kaskadenanlage auf einem ikonografischen Programm beruht, über das man auf Seit 51ff Wissenswertes erfährt.

Dr. Clemens Alexander Wimmer informiert über die Geschichte der "Hippe", bei dem es sich um ein Spezialmesser mit einer 5-15 cm langen Klinge handelt, das bereits die Kelten kannten. Die Hippe wurde im Weinbau schon im 18. Jahrhundert durch Traubenscheren und im 19. Jahrhundert im Gartenbau von der Gartenschere verdrängt, (vgl.: S.66).

Auf den letzten Seitens des Heftes lernt man einige offene Gärten, die man zu bestimmmten Zeiten besichtigen kann, kennen. Des Weiteren werden einige bemerkenswerte Gartenbücher vorgestellt, zu denen man Gelegenheit hat, jeweils eine Rezension zu lesen. Die Rezension, die Annemarie Bucher zu Orsennas "Porträt eines glücklichen Menschen" verfasst hat, ist sehr gut. Das Buch kenne ich. Dazu habe ich vor Jahren selbst eine kleine Rezension geschrieben.

Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass die Aufsätze eine Fülle an Fußnoten enthalten. Mit Bildmaterial wurde sparsam umgegangen. Schwerpunkt des Magazins sind eindeutig die exzellenten Texte.

Empfehlenswert.

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Rezension: Lust auf Wildbeeren- Dr. Gertrud Scherf

Dr. Gertrud Scherf zeigt, wie man unterschiedliche Wildbeerenarten sammelt, zubereitet und genießt. Die Autorin berichtet zunächst ganz kurz von der Beerennahrung für Menschen von der Urzeit bis zur Gegenwart und klärt anschließend über nährende und vorbeugende Inhaltsstoffe von Wildbeeren auf. Dabei kommen Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Fruchtsäuren, Vitamine und Mineralstoffe zur Sprache. Zur Krebsvorbeugung sind Polyphenole und Monoterpene sehr zweckdienlich, die in diversen Wildbeerensorten enthalten sind.

In der Folge werden alle pharmakologisch wirksamen Inhaltsstoffe von Wildbeeren aufgelistet und auch mitgeteilt, was man tun soll, wenn wir giftige Pflanzenteile zu uns genommen haben. Des Weiteren wird man darüber unterrichtet, wie man sich beim Sammeln verhalten soll. Eine wichtige Verhaltensregel besteht darin, auch für Wildtiere noch genügend übrig zu lassen.


Bestens aufgeklärt wird man über Wuchsformen und die Lebenssauer von Holzgewächsen und krautigen Pflanzen. Hier erfährt man auch Wissenswertes über die Blüten, Blätter und die Beeren. Im Anschluss daran erfolgen sehr informative Wildbeerenporträts. Dort liest man Näheres zur Familie der einzelnen Gewächse, über die Blüte- und die Erntezeit und die Höhe des einzelnen Gewächses. Die Früchte werden alle sehr gut beschrieben und auf Fotos gezeigt. Man wird darüber aufgeklärt, ob Pflanzenteile giftig sind und wozu man die Beeren in der Schul- und in der Volksmedizin nutzt.

Zu den fokussierten Beeren zählen u.a. Blaubeeren, Schlehdorn, Ackerbrombeeren, Holunderbeeren, Ebereschen, Kornelkirschen, Walderdbeeren, Himbeeren, Sanddorn, Stachebeeren und auch giftige Beeren. In der Sammelübersicht zum Schluss wird nochmals verdeutlicht, welche Früchte man nicht essen sollte. Tollkirschen sind giftig, rote Heckenkirschen und die Früchte der Eibe sind es beispielweise auch. Wie die Früchte des Maiglöckchens aussehen, habe ich bislang nicht gewusst. Dass sie giftig sind, ahnte ich sofort.


Die Autorin zeigt, was man Delikates aus nicht giftigen Beeren zubereiten kann. Man muss kein Kind sein, um "Grießflammeri mit frischem Himbeerpüree" zu mögen. Bei den Rezepten im Buch finde ich übrigens die Dessertrezepte am gelungensten. Den Himbeer- und der Brombeeressig lohnt es, auf jeden Fall zuzubereiten. Wildfrüchte sind hier bei der Zubereitung hier nicht zwingend notwendig.


Das Buch begreife ich in erster Linie als Wildbeerenbestimmungsbuch, in dem man sich kundig machen kann, welche Wildfrüchte man pflücken und essen darf und welche nicht. Wer auf dem Land lebt, sollte seine Kinder mittels des Buches aufklären. Wer einen größeren Garten besitzt, wird in der ein oder andere Ecke übrigens auch Wildfrüchte finden. Die Sträucher gehen von allein auf, dank der Vögel.

Ich denke, man sollte immer nur einige Früchte in der Natur kosten und für die Mitmenschen, aber auch für die Tiere genügend Beeren übriglassen. Jeder freut sich, wenn er hin und wieder ein paar Wildheidelbeeren oder Walderdbeeren entdeckt und das Aroma am Gaumen wahrnimmt. Also gönnen Sie auch anderen den Genuss.:-))

Empfehlenswert.

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Rezension:Welche Zimmerpflanze passt wohin?: Auswahl - Merkmale - Pflege (Broschiert)

Johanna Kulzer porträtiert in diesem Buch schöne Zimmerpflanzen. Zur Sprache kommen zunächst: Dauerhafte Blütenpracht; Pflanzen mit Dufterlebnis; schmucke Beeren und Früchte; Kletterer und Hängepflanzen; pflegeleichte Zimmerpflanzen und stattliche Zierbäume.

In der Einführung vorab erhält man hilfreiche Pflegehinweise im Hinblick auf das Gießen, die Düngung, die Luftfeuchtigkeit und die Ruhezeiten.

Die einzelnen Pflanzen, die den obigen Themengruppen zugeordnet sind, kann man sich jeweils auf sehr guten Fotos genauer ansehen und erhält textliche Hinweise zu Wuchs, Blüte, Pflege etc.

Einige der dauerhaften blühenden Pflanzen kannte ich bislang noch nicht, so etwa die "Gelbe Dickähre" und auch die "Pentas", die mich in ihrer Farbenpracht überzeugen.

Bei den Pflanzen mit Dufterlebnis habe ich gute Erfahrungen mit Orangenbäumen sammeln können. Die Pflegebeschreibung ist korrekt. Meine wohlduftende Zimmer-Zypresse hat nach zehn Jahren den Geist aufgegeben. Die Gründe kann ich der Beschreibung im Buch nicht entnehmen. Vielleicht war sie einfach zu alt.

Sehr hübsch ist die Braut-Myrte, deren Blätter beim Zerreiben tatsächlich würzig riechen. Leider hielt mein Myrtenbäumchen nicht sehr lange, doch jetzt weiß ich auch weshalb. Die Myrte benötigt kalkfreies Wasser.

Mit großem Interesse habe ich im Bereich der Hängepflanzen die Beschreibung für die Pflege der Bougainvillea gelesen und weiß nun wie man sie dazu motivieren kann, prachtvoll zu blühen. Bislang nämlich waren die Blühergebnisse nicht überzeugend.

In der Folge wird man dann mit unterschiedlichen Blüten- und auch Blattfarben vertraut gemacht. Lila Blüten mag ich eher nicht, sondern schätzte stattdessen die Farben der Sonne, wie sie im Geißklee oder in der Klivie das Auge erfreuen. Bei den weißen Blüten wird sehr gut die Zimmerkalla beschrieben, deren Blüten wirklich elegant erscheinen.

Gut auch sind die Beschreibungen für Orchideen, mit denen ich beste Erfahrungen gesammelt habe und Lust habe, jetzt nach der Lektüre des Buches, es mit einer "Cattleya" zu probieren, die für mich der Inbegriff einer schönen Orchidee ist.

Gut aufgeklärt wird man über Farne und auch über Kakteen und Sukkulenten, bevor man sich mit Pflanzen verschiedener Wohnstile befassen kann. Wer eine romantische Umgebung schätzt, sollte sich rosa Topfrosen in die Wohnung stellen. Mein Fall sind sie eher nicht. Ich schätze Orchideen und Palmen. Aber das ist Geschmackssache.

Schön, dass man erfährt, welche Pflanzen man im Badezimmer unterbringen kann. Meine Lieblingsgrünpflanze ist dabei: der Frauenfarn.:-))

Dieses Zimmerpflanzenbuch ist wirklich geeignet Pflegefehler zu vermeiden und inspiriert zur Neugestaltung der Fensterbänke und des Wintergartens.

Im Moment habe ich mich gerade in eine Pflanze mit dem Namen "Herzkelch" verliebt. Die weißen, narzissenähnlichen Blüten sind ganz zauberhaft. Diese Pflanze sehe ich heute das erste Mal und bin entzückt von ihrer edlen Form.

Empfehlenswert.

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Rezension:Ein Garten zum Wohnen: Flanieren, genießen, arrangieren (Gebundene Ausgabe)

Die Landschaftsarchitektin Ursula Barth und der Landschaftsfotograf Nik Barlo stellen in diesem Buch einen Landschaftsgarten im hessischen Hoheneiche vor. Es handelt sich hierbei um das 6000 Quadratmeter große Gartenreich von Siegrid und Klaus Helmerich. Man erfährt wie dieser wunderschöne Garten entstanden ist. Vor über zwanzig Jahren übernahmen die beiden das alte Familienanwesen mit dem historischen Fachwerkhaus und schufen dort ein Paradies mit vielen Sitzgelegenheiten, einen Garten zum Wohnen also.

Anhand eines Gartenplanes kann man sich ein Bild machen, wie dieser Garten aufgebaut ist.


Das Buch ist untergliedert in die Kapitel:

Haus-Hof-Garten

Der Staudengarten

Das Gartenhaus

Rosenduft

Die Sitzplätze

Sammelleidenschaft

Herbst und Winter

Herzstück dieses Gartens ist der Staudengarten, dessen Besonderheit in dem spannenden Kontrast aus Strenge und Üppigkeit besteht. Man erfährt, dass dieser Gartenbereich ganz exakt auf Millimeterpapier geplant worden ist, wobei als Vorbilder Bauern-und Klostergärten dienten. Zur Idee des Formalen zählt auch die Betonung der durch die Kreuzform vorgegebenen Achsen und dem Setzen von Zielpunkten an den Enden, (vgl.: S.26).


Beeindruckend ist das Gartenhäuschen inmitten der grünen Oase, von dem am Abend ein besonderer Zauber ausgeht, wie die Bilder deutlich machen. Im Garten der Helmers sind Rosen ein wichtiges Gestaltungselement. Man lernt die Rosenphilosophie der beiden kennen und freut sich über die Rambler-Rosen, die einen alten Baum emporklettern und für eine verwunschene Stimmung sorgen.


Sehr schön sind die vielen Sitzplätze in diesem Garten, die man im Buch alle kennenlernt und sich sofort wünscht, dort ungestört ein Buch zu lesen oder seinen Tagräumen nachzugehen.




In diesem Garten gibt es allerdings so viel zu erkunden, dass man sich fast zwingen muss, auf einer Bank zu verweilen. Allein der Topfgarten ist eine solch vielschichtige Augenweide, dass man mit deren genauerer Bestimmung Stunden beschäftigt ist.


Empfehlenswert.

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Rezension: Ein stimmungsvoller Rosengarten

Die Autorin Beate Schöttke-Penke und den Fotojournalist Christian Lehsten stellen in diesem Buch ein Paradies in Mecklenburg vor. 1995 haben der Gartenkünstler Christian Korsch und sein Freund Peter, ein Professor für Wirtschaftsrecht, ein Gehöft bei Brützkow im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns gekauft. Seither gestaltet Christian Korsch diesen traumhaften Garten Eden.

Wie man erfährt, empfängt Korsch seine Gäste mit einem Tablett Apfel-Birnen-Saft, welcher aus Früchten seiner Streuobstwiese gepresst sind. Hunderte von Besuchern kommen zur Rosenblüte in den Garten, um sich seiner Formen und Farben zu erfreuen.

Im Buch erhält man einen Eindruck vom Gesamtanwesen und erfährt wie sich diese Idylle entwickelte. Auf den Bildern und im Text erahnt man die Blütenfülle, die dieser Garten beherbergt. So erfährt man u.a., dass der Südgiebel des Wohnhauses bis an die Fenster und unters Reetdach mit Rosen bewachsen ist. Von Blütenmassen in südlicher Üppigkeit ist die Rede. Auf einem der vielen zauberhaften Fotos wird das besonders dokumentiert. Hier sieht man Blütentürme des hellbauen Rittersporns mit eine Fülle von weißen und rosafarbenen Rosen kombiniert. Wunderschön.

Hinter dem Wohnhaus steht eine weiße Bank neben der Küchentür, die von weißen Kletterrosen umspielt wird. Ein Meer aus Weiß und Grün breitet sich um diese Bank aus und sorgt für eine lauschige Atmosphäre. Hier im Sommer seine Bohnen zu schnippeln, dazu Mozart zu hören, muss ein besonderes Erlebnis sein.


Möchte man zur Streuobstwiese gelangen, ist es notwendig durch ein Tor zu schreiten, das von weißen Blütenrispen gekrönt wird. Man liest in diesem Zusammenhang von einem Mirabellenbaum, den der Rambler "Alexandre Gierault" erobert hat. Besagte Eroberung kann man auf Seite 57 visuell nachvollziehen.

Ein Rosenhöhepunkt jagt den nächsten. Dass dieser Garten als der schönste in ganz Mecklenburg gilt, glaube ich gerne. Korsch hat 2000 Rosen in etwa 250 primär alten Sorten in sein Paradies gepflanzt. Viele dieser Rosen lernt man im Buch fotographisch kennen und wundert sich nicht, dass sich beim Anblick dieser Schönheiten romantische Gefühle entwickeln.

Wer solch einen Garten gestaltet, muss eine besonders schöne Seele haben, die sich auf diesem Flecken Erde offenbar vergegenständlicht hat. Ein solcher Garten wird von Elfen und Feen bewohnt, die die zu Blumen, Blättern und Gräsern gewordene Seele, vor Anfeindungen aller Art ganz liebevoll zu schützen wissen. Korschs Seele fühlt sich hier zu Recht geborgen.

Empfehlenswert.

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Rezension:Farbe im Garten: Von Pflanzenfarben und Färberpflanzen: Topiaria Helvetica 2011 (Broschiert)

"Tropiaria Helvetica" wird von der "Schweizer Gesellschaft für Gartenkultur" herausgegeben und erscheint einmal jährlich. Thema des Jahres 2011 ist "Farbe im Garten- Von Pflanzenfarben und Färberpflanzen".

Das Buch enthält neun eloquente Aufsätze von Autoren und Autorinnen, die sich von Berufs wegen mit dem Thema intensiv auseinander setzen. Das gilt für die Landschaftsarchitektin der ETH Zürich (Institut für Landschaftsarchitektur) Claudia Moll ebenso, wie für Dr. Annemarie Bucher und Dr. Johannes Stoffler von der Redaktion "Topiaria Helvetica" und alle anderen Verfasser der neun Gartenbetrachtungen.

"Farbe im Garten" beginnt mit einem Zitat von Penelope Hobhouse:"Die Pflanzenfarbe kann zu einem Werkzeug werden, um Dimensionen zu vergrößern oder zu verkleinern, das Gefühl von Wärme und Kühle zu vermitteln, Erregung hervorzurufen oder friedliche erholsame Stimmungen einzuleiten."


Annemarie Bucher fragt, woran sich Farbwahrnehmung und -gestaltung in Gärten orientiert. Beide sind eingebettet in eine Kultur-und Technikgeschichte der Farbe, die die Autorin in ihrem Beitrag gut nachvollziehbar darstellt. In diesem Zusammenhang liest man von der Farbtheorie Issac Newtons, der diese 1672 begründete, als er entdeckte, dass mithilfe eines Glasprismas das farblose, weiße Sonnenlicht in die Spektralfarben, Violett, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot zerlegt und diese erneut zu weißem Licht zusammengefügt werden können. Dies bedeutet, dass Farben eine Folge der Lichtbrechung sind, (vgl.: S.12).

Man wird auch mit Goethes Farbenlehre konfrontiert, erhält in wenigen Worten eine Idee davon und erfährt wer zu Goethes Anhängern im Hinblick auf seine Farbenlehre zählte. Der Maler Delacroix und der Philosoph Schopenhauer gehörten dazu.


Thematisiert werden u.a Farben als Funktionsträger der Natur und auch die Bedeutung des Malens und Färbens. Hier liest man, dass sich im 13. Jahrhundert das Spezialhandwerk des Färbers herausbildete. Farbige Kleidung galt als Luxus und Statussymbol. Für das Blaufärben wurden Indigopflanzen genutzt und nach der Entdeckung der neuen Welt rotes Brasilholz und auch getrocknete Koschenilleläuse, die auf bestimmten Kakteen leben. Rote Gewänder von Päpsten, Kaisern und Königen wurden einst mit der Farbe der Purpurschnecken gefärbt und waren extrem teuer, weil es nicht viele dieser Schnecken gab.


Maler benutzen im Unterschied zu Färbern die Farbe direkt, indem sie diese mit einem Bindemittel vermischt, mittels einem Pinsel oder einer Spachtel auf einen Träger auftragen. Wichtig zu wissen: In der Kunst differenziert man Farbe zwischen ihrem Eigenwert und ihrem Erscheinungswert sowie zwischen ihrer Erscheinungsfarbe und Gegenstandfarbe. Bucher berichtet u.a. von den Impressionisten und hier auch von Monet, der den Garten zum zentralen Thema der Kunst machte. Auch Maler wie Liebermann und Nolde kommen zur Sprache, die Farbe dorthin bildlich zurückführten, woher sie gekommen ist.


Gärten zwischen impressionistischer Farbwirkung und abstrakter Farbform sind ein weiteres Thema. Der Impressionismus mit seiner ausgeprägten Farbensprache gab Anregungen für die Anlage von Beeten und für die Kombination von Pflanzen. Kundige Gartenliebhaber nutzten nun die Farbgesetze der Maler bei ihrer Gestaltung. Die Gartenkünstlerin Gertrude Jekyll war eine von ihnen.


Der Umgang der Farbe und Form in der Moderne kommt in der Folge zur Sprache und auch die Farben der Natur im Hier und Jetzt. In der Kunst nach 1968 ging es in erster Linie darum, Ideen zu kommunizieren, Prozesse in Gang zu bringen und Realitäten zu simulieren und genau diese Haltung spiegelte sich von da an in den Gärten, (vgl.: S17).


Es ist natürlich unmöglich alle Beiträge des reich bebilderten Heftes im Rahmen einer Rezension zu beleuchten. Inken Formann schreibt in ihrem Aufsatz "Von Farbe und Nichtfarbe in der Gartenkunst", dass uns Farbigkeit in der Natur nicht nur in Blütenfarben, sondern in jeglichen Vegetationsteilen, in der Fauna, in totem Baummaterial und in der Atmosphäre begegne, (vgl.: S.20). Farbe könne im Garten als Gestaltungsmittel harmonisch verbinden und auch vermitteln und sei keineswegs nur Gestaltungsmittel der künstlerisch geformten Natur, sondern auch der wilden unberührten. Wissen sollte man, dass Farbe neben Form und Textur, Material und Massigkeit, neben Struktur, Axialität und anderen Eigenschaften zu den analysierbaren Gestaltungselementen des Gartens zählt, (vgl.:S.22).


Formann erwähnt den Gartentheoretiker Hirschfeld, der seiner "Theorie der Gartenkunst" ein eigenes Kapitel geschenkt hat und viele andere intellektuelle Gartengestalter, die sich mit dem Faktor Farbe im Garten auseinandergesetzt haben. Dabei spielt die Farbe Grün in seinen Abstufungen und Variationen eine wichtige Rolle in den gartenkünstlerischen Farbtheorien. Darüber kann man bei Formann Wissenswertes lesen. Die Autorin thematisiert auch viele andere Farben u.a. auch die Farbe Schwarz, die derzeit in edel angelegten Gärten geschätzt wird.


Johannes Stoffler berichtet über den Farbgarten der ZÜGA, einem gelungenen Experiment der Moderne am Zürichsee. Dieser Garten war in zweifacher Hinsicht ein gestalterisches Experiment, weil er einerseits das Thema Farbe vor dem Hintergrund der verändernden Farbästhetik und Pflanzenverwendung durchdenkt und andererseits die Suche nach einer neuen Form reflektiert, die in der Auseinandersetzung mit der Kunst der Gärten der Avantgarden der Moderne zum Ausdruck kommt, (vgl.: S.33).


Mit großem Interesse habe ich im Übrigen Nicole Newmarks Aufsatz "Vom farbigen Staudengarten zum grünen Altersgarten" gelesen. Die Autorin hat sich nach dem Tode ihres Gatten 1989 zu Landschaftsarchitektin ausbilden lassen und machte auf diese Weise ihre Lieblingsbeschäftigung zum Beruf. Ausführlich beschreibt sie die Ausstattung ihrer Gartenräume und man hat Gelegenheit auf Fotos deren Schönheit nachzuvollziehen. Ihre heutige Liebe gilt eindeutig dem Grün, wie sie konstatiert und zwar in all seiner Vielfalt von Formen und Farbnuancen, (vgl.S.47).


Einer der Folgebeiträge befasst sich ausgiebig mit speziellen Pflanzenfarben für die Färberei und schlussendlich werden Farbgärten vorgestellt, die man besuchen kann. Adressen, Zugänglichkeit, Größe und Chronologie dieser Gärten werden genannt. Alle Gärten werden bestens porträtiert und es sind Fotos in die Texte eingebunden, damit man eine visuelle Vorstellung davon hat. Besonders beeindruckt hat mich der "Grünblaue Wüstengarten" in Marrakesch.


Was die Aufsätze in "Topiaria Helvetica 2011" so interessant macht, ist die Quellenrecherche der Autoren. Alle Texte sind mit vielen Fußnoten versehen, welche inhaltlich verdeutlichen, das man hier mit großem Wissenschaftlichkeitsbemühen ans Werk gegangen ist, ohne dabei textlich zu langweilen. Dafür ein besonderes Lob.

Empfehlenswert.

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Rezension: Sommerglück im Garten

Friedrich Strauß hat dieses wunderschöne, reich bebilderte Buch auf den Weg gebracht. Thema sind Deko-Ideen für draußen, sprich für den Garten.
Das Buch ist in vier Abschnitte untergliedert:

-Entspannen im Grünen

-Der Traum vom Landleben

-Draußen genießen

-Sommervergnügen

Der Schwerpunkt liegt auf den Bildern, die immer sehr gut beschrieben werden, dazu kommen Texte, die ebenfalls mit den Bildern korrespondieren. Zu Beginn darf man sich zunächst Fotos mit englischen Rosen und Sätzen wie etwa diesem erfreuen:"Sich Gutes tun ist keine Kunst, es muss auch kein Luxus sein. Wenn die Hängematte sich sanft hin und her wiegt und eine erste sommerliche Brise durch die Blüten des Apfelbaums weht, lässt sich der Alltag vergessen,"(Zitat: S.13). Schön, nicht wahr?

Oder auch:"Gegen einen rauchenden Kopf und ein nervös klopfendes Herz gibt es kein besseres Heilmittel als barfuß über eine Wiese zu laufen und das kitzelnde Gras zwischen den Zehen zu spüren", (Zitat: S.13). Was ich damit sagen möchte? Dieses Buch will offenbar nicht nur durch seine Bilder, sondern auch durch die Texte die Sinne erreichen. Den Moment in einem schönen Garten zu genießen und sich der Farben und Formen hinzugeben, das wird beabsichtigt.


Viele Dekorationsideen werden all jene begeistern, die das Schöne lieben. Gezeigt wird, wie man ein Rosen-Vergissmeinnicht-Gesteck gestaltet. Auch wird die Anleitung für einen Sichtschutz gegeben, an dem man bunte Prunkwinden ranken lassen kann. Gute Beispiele für die Gestaltung von Kräutertöpfen werden gezeigt und man lernt zu begreifen, dass ein Korb, der mit 30 unterschiedlichen Minzearten dekoriert ist, so würzig duftet, dass man beim Einatmen der Aromen schon gesund wird.

Angeleitet wird man Lavendelsäckchen herzustellen und hübsche Dekorationen mit Maiglöckchen zu kreieren.

Kerzenimpressionen im Garten werden vorgestellt und irgendwo liest man die Frage: "Laue Sommerabende bei Kerzenschein, was gibt es Schöneres?" Unweigerlich beginnt man zu Lächeln und erninnert sich....

Gezeigt werden Beispiele für Wellness im Grünen. Auf einer Wiese hat man Gelegenheit ein Fußbad mit Lavendelblüten zu genießen und dabei in einem Gartenstuhl sitzend, ein kleines Buch lesen. Möglicherweise ein Zitatenbuch, in dem uns die Sentenz ins Auge sticht: "Die meisten Menschen, haben wie die Pflanzen geheime Eigenschaften, die man erst durch Zufall aufdeckt",(La Rouchfoucauld, Seite 54).

Hübsche Dekorationen mit Kamille, Ringelblumen, Johanniskraut, Lavendel, frisch geerntetem Beinwell verschönern Sitzplätze im Garten und man liest "Einen Moment innehalten und die Blütenpracht des Sommers genießen- das ist Wellness in reinster Form", (S.63) Stimmt, genau.

Fasziniert bin ich von den Blumensträußen, die man aus Blumen von Bauerngärten gestaltet und auch von den vielen Blumenkränzen für den Gartentisch oder als Kopfschmuck für kleine Mädchen. So schön!


Lobend erwähnen möchte ich, dass auch Schritt für Schritt gut nachvollziehbar erklärt wird, wie man einen Strauß bindet, um schließlich Produkte aus eigener Ernte appetitanregend draußen im Garten Gästen zu präsentieren. Wie idyllisch ein Kaffeeklatsch im Grünen sein kann, wenn man Margeriten- Windlichter und Margaritensträuße zum Einsatz bringt oder gar die Tafel durch einen üppigen Pfingstrosenstrauß krönt, kann man sich selbst bei wenig Fantasie gut vorstellen. Doch wer ahnt schon wie exotisch eine Tischdeko beim Abendessen unter freiem Himmel sein kann, die sich aus Feuerbohnen und deren lachsfarbenen Blüten zusammensetzt?

Wer beim Abendimbiss im Garten ein Bärlauchpesto reichen möchte, kann das Rezept dafür dem Buch entnehmen, in das man einige solcher kleinen Rezepte - fast beiläufig- eingebunden hat.


Ganz zauberhaft übrigens sieht die Tischgirlande aus Blumen aus. Die Anleitung dazu kann man auf Seite 147 nachlesen.

Sich in dieses Buch zu vertiefen, macht sehr viel Freude. Die Ideen auch kreativ umzusetzen, verstärkt die gute Laune noch.

Empfehlenswert.

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Rezensionen:Deutschlands schönste Privatgärten: Grüne Paradiese öffnen ihre Gartenpforten (Gebundene Ausgabe)

Der Fotograf Garry Rogers und die Gartenbau-Diplomingenieurin Silke Kluth zeigen 45 private Paradiese in Deutschland. Kluth berichtet über die Entstehung der Gärten und über die derzeitige Gestaltung. Zu jedem Garten erhält man zudem einen Gartensteckbrief, dem die Adresse und Öffnungszeiten, die Größe und der Charakter des Gartens zu entnehmen sind. Die vielen Fotos sind alle aufschlussreich kommentiert. Ich zitiere zur Veranschaulichung eine Bildbeschreibung von Seite 21: "Zwischen Wohnhaus (rechts) und dem Seminarhaus von Friedrich Graf führt der Weg durch mehrere mit Rosen, Glyzinien und Clematis berankten Bögen hindurch. Zierlauch, Schwertlilien und große Pflanzengefäße mit Hortensien und Hornveilchen säumen die Passage. Vier Robinien sorgen im Sommer für Schatten." Ahnen sie wie schön dieser Garten ist? Der Garten von Fenna und Friedrich Graf befindet sich in Ascheberg-Glasholz. Die beiden besitzen auch einen Gemüsegarten, der von einer großen Hainbuchenhecke umschlossen ist und eine Obstwiese. Das harmonische Ganze steht bei diesem Garten im Vordergrund und insofern wird das Schöne mit dem Nützlichen gepaart.

Es ist unmöglich all die gezeigten Gärten, die teilweise parkähnliche Ausmaße haben, zur Sprache zu bringen. Karin und Jörg Grothe in Reinsdorf haben einen parkähnlichen Gehölzgarten gestaltet, den man jetzt während der Rhododendronblüte besuchen sollte.

Einen Traumgarten haben Eva Kohlrusch und Frank Markwald in Künsche bei Lüchow angelegt, der der vielen Hecken und alten Bäume wegen an einen Renaissanceschlossgarten erinnert. Im Text erfährt man, dass Frau Kohlrusch tatsächlich Anleihen bei den großen Gartenkünstlern jener Epoche nahm. Sie wollte symmetrische Räume aus akkuraten Hecken, durch die sie durchschreiten kann. Um diese Vorstellung umzusetzen, fertigte sie 200 Zeichnungen an und brachte auf diese Weise Ideen, Wege und Quadrate ins richtige Maß, (vgl.: S.60).

Wassergärtner haben meinen höchsten Respekt, weil kaum etwas mühevoller ist als solche Gärten schön zu halten. Der Garten von Renate und Klaus Meinhard in Ostrhauderfehn ist diesbezüglich eine Augenweide. Dieser 1992 angelegte Wassergarten mit drei naturnah angelegten Teichen, einem Schwimmteich und einem Bachlauf mit Wasserfall in einem Teich, vielen Wasserpflanzen, einigem Gehölz für Struktur und Schatten und mehreren Staudenbeeten ist ein Ort, an dem man sich im an heißen Sommertagen gewiss gerne aufhält. Renate Meinhard schwimmt in ihrem Teich selbst noch bei 10 Grad Minus. Respekt auch dahingehend:-)).

Der Schlossgarten der Freifrau von dem Busche in Bad Essen verfügt neben einem Blütenmeer auch über einen Küchengarten, in dem alte Gemüse- und Salatsorten angebaut werden und die Beete schmücken. Mangold kombiniert sie mit einjährigen Sommerblüten, Rosen mit Artischocken oder beinahe schwarzen Süßkartoffeln. Ihr Garten ist ein Paradies, in dem gewiss Elfen wohnen, die inmitten der vielen, teilweise filigranen Blüten einen passenden Wohnort gefunden haben.Was könnte es Schöneres geben als hier Elfe zu sein?

Den Garten von Ursula Schnitzke-Spijker in Gelnhausen-Hailer unweit von Frankfurt werde ich demnächst besuchen, um die Rosenpracht vor Ort bewundern zu können. In diesem Garten gibt es mehr als 60 Rosen nahezu aller Klassen, standortgerechte Staudenbeete, kreative Pflaster und mehrere Räume mit Sitzplätzen. Wunderschön.

Beeindruckt bin ich von der Birken- und Agaphanthus-Allee des Hof Zellesmühle in Weigenheim. Der Parkgarten dort ist detailreich in einer Bachaue mit reichem Gehölzbestand, großen Rasenflächen, einem See, Obst-, Gemüse- und Staudengarten und mediterraner Kaskade gestaltet, (vgl.: S. 175). Hier den Sommer zu verbringen, ist ein Geschenk des Himmels.

Im Schlossgarten von Freiherr und Freifrau von Süsskind in Unterschwaningen wachsen in einem See Sumpfzypressen und es blühen über dreitausend Seerosen dort. Am Ufer blühen derzeit zahlreiche Rhododendronbüsche. Die Atmosphäre mutet beinahe unwirklich an.

Ich bedauere, dass ich nicht allen Gärten im Buch an dieser Stelle huldigen kann, denn jeder einzelne der gezeigten Gärten hat es verdient, erwähnt zu werden. Monika Kaßberger in Bad Griesbach besitzt 170 Kübelpflanzen, dazu wunderschöne Rosen, ("Alte Rosen" und Ramblerrosen), einen Farngarten, Teiche und anders mehr. Ein Garten wie dieser ist sehr arbeitsintensiv, doch wer seinen Garten liebt, empfindet das Engagement dort nicht als Belastung, sondern als Freude.

Für Gartenliebhaber ist dieses Buch ein wirklicher Genuss. Inspirierend und empfehlenswert.


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Rezension:Pflanzen am Fenster: für drinnen und draußen (Gebundene Ausgabe)

James Cramer und Dean Johnson thematisieren in diesem reich bebilderten Buch Pflanzen am Fenster für drinnen und draußen. Ihre 100 Projekte und Pflanzideen ordnen sie den Kapiteln Frühling, Sommer, Herbst und Winter unter. Die Autoren erzählen beinahe anekdotisch, was sie im Laufe des Jahres im Garten tun und sorgen mit ihren Pflanzbeispielen beim Leser für reichlich Inspiration, selbst gestalterisch tätig zu werden.

Man erfährt u.a. wie man hilfreiche Substrat-Mischungen herstellt, die für üppiges Wachstum der Pflanzen sorgen und kann sich ausgiebig im Hinblick auf Cramers und Johnsens Bepflanzungsphilosophie kundig machen. Ich stimme den Autoren zu, dass die Bepflanzung eines Blumenkastens Harmonie ausstrahlen und jedes Element die Gesamtwirkung unterstreichen sollte. Dass dieses Ziel nur mit einer wohlüberlegten Balance zu erreichen ist, dürfte jedem einleuchten. Es stimmt, dass jeder Kasten einem dominanten Farbthemafolgen sollte, selbst dann, wenn Vielfarbigkeit angestrebt wird. Kombinationen aus weichen, spitzen und fedrigen Elementen bieten dem Auge Abwechslung, erfährt man und man erfährt auch, welche Möglichkeiten sich bieten, um wechselnde "Skylines" zu kreieren.

Kundig machen kann man sich, welche Bepflanzungen zu Häusern in nüchternem, formalen Stil und welche zu rustikalen Häusern passen und kann sich anhand von unzähligen Fotos immer wieder Anregungen holen.

Sehr hübsch sind die bildlich dargestellten Ideen für Kräuterkästen. Zauberhafte Arrangements für Sommerkästen erfreuen den Betrachter und auch hier erfährt man- ähnlich wie bei den Kräutern - wo die Pflanzen sich am wohlsten fühlen, in der Sonne oder im Schatten. Wie man duftende Kästen kreiert, bleibt für den Leser auch nicht länger ein Geheimnis und welche Möglichkeiten sich bieten Obst und Gemüse in Gefäße zu pflanzen, wird ebenfalls thematisiert.

Die Farben der einzelnen Jahresszeiten kommen in den Blumenkästen bestens zur Geltung. Sehr angetan bin ich von einem Pflanzbeispiel aus kleinen Sonnenblumen und Farn und all den im Grunde farblich dezenten Sommerkästen, die sehr beruhigend anmuten.
Empfehlenswert.

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Rezension:So schaffen Sie sich Ihr Naturparadies (Gebundene Ausgabe)

Dieses Gartenbuch hat Charlie Ryrie und Anne Halpin auf den Weg gebracht. Übersetzt wurde es aus dem Englischen von Dr. Wolfgang Hensel. Die vielen hübschen Illustrationen stammen von Bernhard Chau. Fotos findet man in diesem Gartenbuch ausnahmsweise mal keine. Darin sehe ich nichts Nachteiliges, denn diese Gegebenheit bewirkt, dass man sich intensiver auf die Texte konzentriert und seinen Blühphantasien mehr Raum geben kann.

Das Buch ist untergliedert in:

Vorüberlegungen
Die Grundelemente
Der Gartenboden
Alle über Blumen
Bäume und Sträucher
Der Nutzgarten
Die Pflege des Gartens

Im Rahmen der Vorüberlegungen lernt man u.a. die besten 20 Schattenpflanzen, die 20 besten Pflanzen für trockenen und die 20 besten Pflanzen für feuchten Boden, die 20 besten pflegeleichten Pflanzen, Kletterpflanzen für Bögen, Lauben und Pergolen sowie Pflanzen, die gerade Kanten brechen, kennen. Diese Auflistung finde ich sehr hilfreich, weil ich stets auf der Suche nach geeigneten Pflanzen für den trockenen Sandboden hier in meinem Garten bin und es jetzt mit Portulakröschen, Kokarden- und Bartblumen probieren werde. In Kübeln, unter der Libanonzeder sollen bald Elfenblumen blühen. Ein weiterer Versuch, der mich neugierig auf das Ergebnis macht.

Man lernt einen Arbeitsplan zu erstellen und kann sich anschließend in die Strukturelemente einer gelungenen Gartenlandschaft vertiefen. Thematisiert werden Gartentore, Zäune und Terrassen. Hier lernt man die 20 besten duftenden Pflanzen neben der Terrasse kennen und die 20 besten Pflanzen für Hängekörbe. Ich mag blaue Gänseblümchen am liebsten und habe damit gute Erfahrungen gesammelt. Sie sind pflegeleicht und sehr dekorativ.

Pergolen und Wasserspiele kommen zu Sprache und man lernt Beete aus dem Rasen auszustechen, auch Rasen auszusähen und zu gestalten, ferner Rasenplatten zu verlegen und Frühbeete anzulegen. Erläutert wird, wie man seinen Gartenboden besser kennenlernen und wozu man bestimmte Gartenwerkzeuge verwenden kann.

Dass ein Boden mit vielen Regenwürmern gut ist, wissen Hobbygärtner natürlich, aber nicht alle wissen, wie man einen "Regenwurm-Test" macht. Das lernt man in diesem Buch ebenso wie das Mulchen, bevor man sich ausgiebig über Blumen informieren kann. Gut in Kenntnis gesetzt wird man über die richtigen Pflanzen für jeden Standort, über den Lichtbedarf, über die einzelnen Pflanzentypen, über historische Kulturpflanzen, Beetpflanzen sowie vieles andere mehr und bemerkt, wie der grüne Daumen beim Lesen immer intensiver zu kribbeln beginnt, weil es ihn danach drängt Beetblumen in die Erde zu bringen.

Das Anlegen eines Nutzgartens wird sehr gut erklärt. Man erhält sogar Hinweise über den Nährstoffbedarf von Gemüse und kann sich auch mit historischen Bohnen- und alten Tomatensorten befassen.

Das letzte Kapitel ist der Pflege des Gartens gewidmet. Man erfährt hier, wann man schneidet und wann man gießt, aber auch wie man Pflanzen vor Krankheiten schützt.

Ein informationsreiches Gartenbuch, über das sich junge Hobbygärtner sicher sehr freuen.

Merke: Säe in trockenen, pflanze in feuchten Boden" (Englische Bauernregel, Seite 85)


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Rezension:Kraftort Garten: Gartengestaltung im Einklang mit Mensch und Natur (Gebundene Ausgabe)

Heiko Hähnsen befasst sich seit 15 Jahren mit Geomantie. Dabei handelt es sich um eine ganzheitliche Erfahrungswissenschaft, die kraftvolle Orte aufspürt und durch eine individuelle Gestaltung mit uns Menschen in Einklang bringt. Hähnsen möchte als Landschaftsgärtner und Gartengestalter zeigen, wie man jeden Garten als Kraftort erkennt und sichtbar macht. Das Buch enthält viele eindrucksvolle Fotos, Graphiken und aufschlussreiche Texte.

Zunächst erläutert der Autor, was man unter Geomantie zu verstehen hat, dann schreibt er u.a. von Raum und Energie und in diesem Zusammenhang von den Raumqualitäten eines Grundstücks, der Nachbarschaft, der Ortschaft, der Landschaft usw. Auf alle Räume habe die Energiequalität einen wichtigen Einfluss. Jeder Raum und Körper auf der Erde strebe danach, sich mit lebendiger Energie zu füllen, allerdings gäbe es leider auch Mechanismen und Kräfte, die dem Leben entgegenwirken. Aus Gründen, die der Autor sehr gut beschreibt, ist es wichtig, dass wir uns kräftemäßig an die höhere Ebene anbinden und uns auf diese ausrichten (vgl.: S.20). Dies muss keineswegs speziell religiös, sondern es kann auch ganz einfach universell geschehen. Genau dies auch sagt u.a (zwar in anderen Worten, doch sinngemäß identisch) der von mir geschätzte Weisheitslehrer Eckhart Tolle.

Hähnsen zeigt, wie man die Lebendigkeit fördern kann. Diese geschieht durch Achtsamkeit und Liebe, auch im Garten. Der tiefgründige Gartengestalter macht klar, dass der Garten in der Geomantie für das gesellschaftliche und soziale Umfeld steht. Akkurate und glatt rasierte Gärten stehen dafür, so Hähnsen, dass deren Besitzer dazu neigen, ihre Umgebung zu gängeln und zu kontrollieren. "Jede eigenständige Regung im Garten, wie das Aufkeimen eines Löwenzahns, wird zum Feindbild. Interessanterweise sind auch diese Menschen meist streitlustig und zänkisch,"(Zitat: Seite 23). "Auch" schreibt er deshalb, weil Menschen, denen der Garten gewissermaßen über den Kopf wächst, d.h., die ihn verwildern lassen, ebenfalls sehr streitlustig und zänkisch sind, (vgl.: S.23). Beobachtungen dieser Art habe ich mein ganzes Leben bis zum heutigen Tag ebenfalls gemacht. Der Autor verdeutlicht, wie wichtig es ist, die energetische Entsprechung zu unserem psychischen Zustand im Garten zu erkennen, um auf diese Weise die Handlungsfähigkeit gegenüber unseren Problemsituationen positiv zu verändern. Ein interessanter Ansatz, den ich als empfehlenswert erachte.

Vier Gärtnertypen unterscheidet Hähnsen. Natürlich möchten alle gerne einen "Grünen Daumen" haben, doch die Wirklichkeit zeigt, dass es u.a. auch "Braune Daumen-Typen" gibt. Dieser Typus hat eher Talent darin, im Garten zu singen oder zu tanzen und andere durch diesen Ausdruck zu erfreuen. Wir sehen also, es gibt viele Möglichkeiten als "Gärtner" Freude zu schenken. Man muss halt ausloten, welcher Weg unserem persönlichen Innenraum am meisten entspricht.

Ausgiebig wird man mit dem Planungsprozess als Wunschverwirklichung vertraut gemacht, begreift, was es bedeutet, den Platz harmonisch zu arrangieren und erfährt, was man tun kann, sofern die Ideen ausbleiben. Sehr gut werden die Wege der Inspiration aufgezeigt und hier über unterbewusste Störfelder, Wasseradern, Verwerfungen und technische Funkstrahlen informiert. Im Rahmen einer Graphik eines keltischen Kreuzes lernt man das Erkenntniswerkzeug auf der Suche nach den inneren Zusammenhängen und inneren Botschaft unseres Lebensumfeldes kennen.

Hähnsen deutet die Grundstücksformen und zeigt wie ein keltisches Kreuz mit dem Gartengrundriss in Einklang gebracht werden kann. Der Autor thematisiert schwierige Plätze, spitzwinklige Ecken und eckige Zusätze. Spitzwinklige Ecken sollen auf Konflikte und Probleme mit der Außenwelt hindeuten. Besagte Konflikte entstehen zum einen aus einer gewissen Überheblichkeit, Hochmut und fehlender Achtung als auch Würdigung der mit diesem Energiefeld verbundenen Menschen oder Werten gegenüber, (vgl.: S.49).

Wie man erfährt, kann geomantische Gartengestaltung dazu verhelfen, die Resonanzen und Beziehungen in unserem Umfeld auszugleichen. Dazu ist es notwendig, den zentralen Kraftpunkt zu finden. Wie das zu bewerkstelligen ist, kann man im Buch nachlesen. Neugierig habe ich die Gedanken im Hinblick auf die sogenannte "Kommunikation mit dem Drachen" gelesen und hier erfahren, was Drachen aus geomantischer Sicht sind und wie man mit ihnen umgehen soll, damit sie für uns nützlich sind.

Wissenswertes erfährt man auch über Ordnung und Struktur im Kraftgarten und Interessantes liest man zum Element Wasser. Hähnsen äußert sich breitgefächert zu der symbolischen Deutung des Wassers und zeigt den Zusammenhang zwischen Wasser und Geld auf, indem er weit über den chinesischen Feng Shui-Gedanken hinausgeht.

Der Autor macht auch auf den geomantischen Sinn von Steinen, Holz, Metallen und Kunststoffen bei der Gartengestaltung aufmerksam, um sich schließlich der Blumen, der Pflanzen und Bäume zu widmen, die uns mit ihrem Wesen unterstützen und gezielt für Entspannung, Erholung, positive Inspiration und Umwandlung von Störenergien sorgen. Mit großem Interesse habe ich gelesen, in welcher Weise Geranien wirken und werde diese nun mit einem neuen Bewusstsein in Blumenkästen pflanzen.

In der Folge wird ausgiebig und gut über das Anlegen und Bauen eines Gartens berichtet, über Stufen und Treppen, über Wege, Mauern, Hecken und Zäune und auch über Sitzplätze Wichtiges im Hinblick auf Geomantie geäußert. Schlussendlich gelangt man zu der Erkenntnis, dass es sich in einem nach ganzheitlichen Gesichtspunkten angelegten Garten hervorragend meditieren lässt und auf solche Weise man frisch gestärkt sein Leben ähnlich bunt wie den Garten selbst gestalten kann, wenn man sich innerlich zu sperren aufhört.

Empfehlenswert.
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Rezension:Die Damen mit dem grünen Daumen. Berühmte Gärtnerinnen (Gebundene Ausgabe)

"Rainer Maria Rilke ging in der Zeit seines Pariser Aufenthaltes regelmäßig über einen Platz, an dem eine Bettlerin saß, die um, Geld anhielt. Ohne je aufzublicken, ohne ein Zeichen des Bittens oder Dankens zu äußern, saß die Frau immer am gleichen Ort.

Rilke gab nie etwas, seine französische Begleiterin warf ihr häufig ein Geldstück hin. Eines Tages fragte die Französin verwundert, warum er ihr nichts gebe.Rilke antwortete: "Wir müssen ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand."

Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte weiße Rose mit, legte sie in die offene, abgezehrte Hand der Bettlerin und wollte weitergehen.

Da geschah das Unerwartete: Die Bettlerin blickte auf, sah den Geber, erhob sich mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes, küßte sie und ging mit der Rose davon .Eine Woche lang war die Alte verschwunden, der Platz, an dem sie vorher gebettelt hatte, blieb leer. Nach acht Tagen saß sie plötzlich wieder an der gewohnten Stelle. Sie war stumm wie damals, wiederum nur wieder ihre Bedürftigkeit zeigend durch die ausgestreckte Hand.
"Aber wovon hat sie denn in all den Tagen gelebt?" fragte die Französin. Rilke antwortete: "Von der Rose..." Verfasser unbekannt (siehe: Schöne Geschenk-Geschichten, Für Rosenfreunde)


Diese hübsche Anekdote um Rilke setze ich meiner Rezension bewusst voran, weil sie unmissverständlich verdeutlicht, welche Bedeutung Rosen, vielleicht Blumen generell, ähnlich wie ein nettes Wort oder ein Lächeln für uns Menschen haben. Natürlich können sie nicht unser tägliches Brot ersetzen, aber sie vermögen Lichtblicke zu schenken, ohne die das Leben auf dieser Erde ein Leben im Jammertal wird.

Claudia Lafanranconi und Sabine Frank haben das reich bilderte Buch mit dem Titel "Die Damen mit dem grünen Daumen", das sich mit berühmten Gärtnerinnen befasst, auf den Weg gebracht. Im Wechsel porträtieren die Autorinnen insgesamt 24 Damen, die sie bestimmten Themenbereichen zuordnen. Bei diesen Themenbereichen handelt es sich um:

Die arkadischen Träume der Regentinnen
Die Damen mit dem grünen Daumen
Eine Hommage an die Königin der Blumen
Die Kunst der Pflanzenmalerinnen
Schriftstellerinnen und ihre Liebe zur Natur

Im Vorwort schon wird darauf hingewiesen, dass sich die Idee, dass der Garten das Revier der Frau sei, durch die gesamte Kulturgeschichte bis in die Gegenwart zieht. Bereits in den alten Mythen und Texten begegnet uns die Frau als Gärtnerin, so etwa bei Ovid. Er erzählt von Zephyros, dem Gott des Mittleren Westwindes, der sich in eine Nymphe verliebte, als er diese bloß anblickte. Diese Nymphe herrschte über Blumen, Gärten und Äcker und soll offenbar die Verkörperung des Frühlings dargestellt haben. Auch an Aphrodite wird erinnert, die einen Hain mit Apfelbäumen besaß, in deren Schatten Rosensträucher wuchsen, die sie liebevoll pflegte, (vgl.: S.9).

Katharina de Medici soll rauschende Gartenfeste geliebt haben, keineswegs des persönlichen Vergnügens wegen, sondern um die Mitglieder des Hofes von der angespannten politischen Situation abzulenken. Lanfranconi berichtet von ihrem Garten in Chenonceau im Loiretal, der von dem aus Bologna stammenden Architekten, Maler und Bildhauer Francesco Primaticcio gestaltet worden ist. Diesen Garten hatte Heinrich II. ursprünglich seiner Mätresse Diane de Poitier geschenkt. Nach dem Tode Heinrich II. rächte sich Katharina an Diane, indem sie ihr den Garten wegnahm und zur zweiten königlichen Residenz umbaute. Das erklärte Ziel Katharinas war Diane in den Schatte zu stellen, (vgl. 22). Ich bin mir nicht sicher, ob Katharina, eine fürchterlich machtbesessene, vom Hass zerfressene Frau, dies wirklich gelang. Die beiden Male als ich das Schloss besuchte, dachte ich an die schöne Diane und die ebenso schöne Maria Stuart, die vormals in diesem Garten weilten und wie die Rosen dort ihren feinen Duft, einst ihren legendären Charme versprühten.

Gottlob hat man Gelegenheit die Porträts vieler netter Damen im Buch kennenzulernen, die ich mit mehr Freude mit schönen Gärten assoziiere. Zu diesen Damen zählt Josephine de Beauharnaise, die große Liebe Napoleon Bonapartes und ihr Traumgarten in Malmaison. In ihrem Garten blühten rund 250 Rosensorten. Sie besaß zu jener Zeit die größte Rosensammlung in Europa. Ihre Sammelleidenschaft soll zu einem regelrechten Wettbewerb geführt haben. Dieser führte zur Gründung neuer Rosenschulen im Umfeld von Paris und machte Frankreich zur führenden Rosenzüchternation. Aber nicht nur Rosen befanden sich in diesem Garten, sondern auch mehr als 300 Pflanzen aus der Südsee, aus Lateinamerika und Afrika. Dazu zählten Dahlien, Pfingstrosen, Magnolien und Mimosen, die erstmals auf europäischem Boden gediehen. Josephine soll ein großes Gartenwissen besessen haben. Sie korrespondierte mit den Leitern botanischer Gärten aus aller Welt. Ich denke, sie hat durch die Beschäftigung mit ihrem Garten viel dazugelernt. Das dokumentiert sie durch den Satz: " Wenn ich den Purpur des Kaktus studiere, fühle ich mich glücklicher, als wenn ich den ganzen Prunk betrachte, der mich sonst umgibt,"(vgl. S. 81 ff).

Gefallen hat mir die Lebensbeschreibung der Pflanzenmalerin Maria Sybilla Merians, über die ich vor noch nicht so langer Zeit ein empfehlenswertes Buch las. Mit großem Interesse las ich über andere Pflanzenmalerinnen hier im Buch, nicht zuletzt über Margret Mee, die auf Ihrer letzten Expedition im Jahre 1988, die in der Nacht blühende Mondblume Strophocactus (Selenicereus) wittii" porträtierte,(vgl.: S. 110).

Die Schriftstellerin Elisabeth von Arnim wird thematisiert, die ein Buch über ihren Garten in Pommern verfasste, der weder Roman noch Gartenratgeber war. Als ihre Ehe scheiterte, hielt sie jahrelang für ihren hochrangigen intellektuellen Zirkel in einem Schweizer Chalet Hof. Wie ihr weiteres Leben zeigte, hatte sie aus ihrem Garten wenig gelernt, hauptsächlich nicht, dass Verwelken zum Lauf der Natur gehört, den man zulassen muss, wenn man daran nicht zerbrechen möchte.

Dass man sich im Buch natürlich auch mit Damen wie Gertrude Jekyll, Beth Chatto aber auch mit Sidonie-Gabrielle Colette und anderen mehr befassen kann, möchte ich nicht unerwähnt lassen.

Joséphine und ihre Garteninteressen haben es mir am meisten angetan, weil sie wie kaum eine andere das Geheimnis der Rose begriffen hat, das sich nur begreifen lässt, wenn man diese wirklich liebt. Wie die Anekdote eingangs zeigt, hat der hochsensible Dichter Rilke dieses Geheimnis auch erspürt,auch er liebte Rosen und vielleicht deshalb auch Lou Andreas-Salomé, die in seinen Augen wohl einer Rose glich.
Ein sehr schönes Buch, das ich gerne empfehle.


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Rezension: Gewächshäuser: Gärtnern, Ernten und Genießen (Gebundene Ausgabe)

Carla Krieger befasst sich in diesem schönen, reich bebilderten Gartenbuch ausgiebig mit Gewächshäusern, die derzeit wieder eine Renaissance erleben. Die Autorin möchte dem Leser fundiertes Grundwissen vermitteln, das die Beurteilung der Qualität eines Gewächshauses erleichtert. Fokussiert werden verschiedene Aspekte der Gewächshauspraxis. Angeregt werden soll nicht nur zum Gärtnern im Gewächshaus, sondern auch zur Muße und Kreativität.

Zunächst nennt Krieger die guten Gründe für ein Gewächshaus und berichtet anschließend sehr aufschlussreich von Orangerien, Wintergärten und Gewächshäusern. Die Gartensaison lässt sich durch ein Gewächshaus um fünf bis acht Wochen im Frühling und auch im Herbst verlängern. Kübelpflanzen können dort gut überwintern und sofern das Glashaus eine gewisse Größe hat, lässt es sich auch zu einem hübschen Rückzugsort umgestalten, wo man inmitten von Pflanzen beispielsweise ungestört lesen kann.

Zunächst wird man mit der richtigen Wahl vertraut gemacht, erfährt Näheres zu frei stehenden einschiffigen und zweischiffigen Gewächshäusern. Die Stehwandhöhe sollt nach Möglichkeit mindestens 1,70 m betragen, besser 2 m und mehr, sodass man das Gewächshaus optimal nutzen kann, (vgl.: S.19). Über Gewächshäuser am Hang und Erdhäuser wird man aufgeklärt. Thematisiert werden des Weiteren Gewächshäuser auf dem Garagendach und auf der Dachterrasse.

Die Ästhetik kommt zur Sprache und hier die Gartenpavillons, die deutlich teurerer sind als eine klassisch rechteckige Version.

Anlehnwachshäuser als Alternative zum Wintergarten lernt man kennen und auch Balkonwachshäuser. Wintergärten werden erörtert und man liest diesbezüglich Wissenswertes im Hinblick auf das Klima dort. Nicht jede Pflanze fühlt sich im warmen und trockenen Wintergarten wohl. Davon kann ich ein Lied singen.

Foliengewächshäuser und Frühbeete, auch ein Tomatenhäuschen werden vorgestellt und es wird dabei deren Zweck erklärt. Ausführlich wird auf die Planung und den Bau eines Gewächshauses eingegangen. Themen sind u.a. der Standort, der Energieverbrauch, Überlegungen zur Größe, und Richtwerte für Gewächshausgrößen. Das Konstruktionsmaterial wird besprochen und hier die Materialien Aluminium, Stahl und Holz.

Die Eindeckung, auch Fundament und Sockel, sowie Strom- und Wasseranschlüsse, ferner die Inneneinrichtung werden beleuchtet, bevor gute Überlegungen zur Finanzierung und zum Kauf getätigt werden. Die Autorin wartet mit einer Checkliste mit Qualitätskriterien zum Gewächshauskauf auf und informiert anschließend umfangreich zur Klimasteuerung an besagtem Ort. Neben der Temperatur wird die Lüftung, das Licht und die Beleuchtung sowie die Schattierung und Kühlung ausgelotet. Wissenswertes zur Arbeitspraxis im Gewächshaus schließt dieses sehr informative Buch dann ab. Hier dann auch habe ich voller Neugierde gelesen, welche Standortansprüche bestimmt Kübelpflanzen haben.

Ein Buch, das ich gerne empfehle, nicht nur Garten-, Schrebergarten- sondern auch Terrassen-, Balkon- sowie Garagenbesitzern.

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Rezension: Fruchtgemüse: Alte Sorten und außergewöhnliche Arten neu entdeckt (Gebundene Ausgabe)

Das Vorwort zu diesem bemerkenswerten Gartenbuch des Biologen und Agrarwissenschaftlers Clemens G. Arvay hat Prof. D. Bernd Lötsch verfasst. Er beantwortet dort mehr als nur zufriedenstellend die Frage, weshalb man "genetische Auslaufmodelle" hätscheln soll. In der Einleitung dann wird man darüber aufgeklärt, wie der Weg von der Wild -zur Kulturpflanze ausgesehen hat.

Thematisiert wird die Herkunft unserer Kulturpflanzen, die generative Fortpflanzung, der Aufbau der Blüte, die Befruchtung und man erfährt auch wie die Sorten entstehen. Was man unter "Alten Sorten" zu verstehen hat, wird genau definiert:"Bei einer alten Sorte handelt es sich um Kulturpflanzensorte, die in der Vergangenheit für menschliche Zwecke von Bedeutung war, jedoch den Anforderungen des modernen Marktes nicht gerecht werden kann und daher wirtschaftlich nur mehr vereinzelt genutzt und von Liebhabern angebaut wird. Alte Sorten sind stets samenfest, können sich also auf biologischem Wege generativ fortpflanzen, und sind nicht durch Hybridzüchtung entstanden", (Zitat: S.34).

Über die Vermehrung und Zucht von Pflanzen wird man bestens aufgeklärt und auch über das Anzuchtverfahren für die meisten Fruchtgemüsesorten. Anschließend lernt man das Fruchtgemüse im Porträt ausgiebig kennen.

Der Autor untergliedert in:
Fruchtgemüse aus der Familie der Gänsefußgewächse
Fruchtgemüse aus der Familie der Hülsenfrüchtler
Fruchtgemüse aus der Familie der Kürbisgewächse
Fruchtgemüse aus der Familie der Malvengewächse
Fruchtgemüse aus der Familie der Nachtschattengewächse
Fruchtgemüse aus der Familie der Süßgräßer

Zur Sprache kommen seltene Gemüsesorten wie etwa Erdbeerspinat, Spargelerbsen, Schlangenhaargurken, Andenbeeren, aber auch bestimmte Tomatensorten u.s.w.. Die textlich fokussierten Gemüsesorten sind alle abgebildet und man erfährt jeweils Näheres zur Herkunft und zur Geschichte, der Biologie, zum gesundheitlichen Nutzen, zur Jungpflanzenanzucht, zum Anbau und der Samengewinnung. Bei den Tomaten geht es um Sorten wie etwa Ochsenherz, Marglobe, Schwarzer Prinz etc..

Dies ist ein sehr gutes Gartenbuch, das dazu motiviert, im Garten aktiv zu werden und es vielleicht mit dem Anbau von Okra zu probieren. Das mitgelieferte Rezept klingt vielversprechend. Lobend erwähnen möchte ich, dass der Autor nicht vergessen hat, darauf hinzuweisen, wie man die Okras fachgerecht zubereitet, damit sie nicht schleimig auf den Tisch kommen. Im Buch findet sich übrigens noch einige andere Gemüserezepte, beispielsweise auch ein Rezept für "Letscho". Der Schwerpunkt des Buches liegt allerdings auf dem Garten und nicht auf der Küche.

Wer einen sonnigen Balkon hat, kann dort auch Paprika anbauen. Das aber funktioniert erst im Mai, weil Paprikapflanzen sehr empfindlich gegenüber Frost sind.

Empfehlenswert.
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