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Rezension: Mit Goethe durch das Gartenjahr- Prestel

Dieser traumhafte Bildband enthält Gartenaufnahmen des begnadeten Landschaftsfotografen Ferdinand Graf von Luckner, mit dem ich Gelegenheit hatte, vor noch nicht allzu langer Zeit auf "Buch, Kultur und Lifestyle" ein Gespräch zu führen. 

Das Vorwort hat Sonja Gräfin Bernadotte verfasst, für die Gärten, wie Graf von Luckner sie hier im Buch visualisiert, ein Geschenk für die Menschheit sind, die als solche Anerkennung finden sollten. 

Die gezeigten Gärten erhielten den Europäischen Gartenkultur-Schöpfungspreis der Europäischen Kulturstiftung Pro Europa. 

Der Romanist Roland Doschka kuratiert seit vielen Jahren Ausstellungen zur Kunst der Moderne und hat zahlreiche Texte zur Kunst des 20. Jahrhunderts publiziert. Er hat die Einleitung zum Buch verfasst und die Gedichte sowie Sentenzen von Goethe für das Buch ausgewählt, die die Fotos begleiten.

"Mit Goethe durchs Gartenjahr" verbindet die Verse des berühmten Frankfurter Sohnes mit Italien und Frankreich, die großen Einfluss auf sein Werk und seine Geisteshaltung hatten und ihn bereits früh zu einem großen Europäer machten. 

Der hier visualisierte Garten setzt sich aus Literaturästhetik, der Malerei Claude Monets, dem Geist der französischen Sprache und dem Naturmythos Albert Camus zusammen. 

Ferdinand Graf von Luckner führt den Betrachter seiner Bilder durch das Gartenjahr und erinnert dabei an Goethes "Stirb und Werde!“ 

Es sind Gartenbetrachtungen, die das Augenmerk auf jahreszeitlich typische Blumen legen. Gleich am Anfang sieht man eine Wiese mit Schlüssel – und Dotterblumen sowie Narzissen, der Löwenzahn ist noch nicht aufgeblüht, aber die Knospen lassen schon die gelbe Farbe erkennen. Die Natur ist zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich zartgrün und gelbfarben. Die strahlenden Gelbtöne spiegeln das Sonnenlicht wieder, nach dem man sich im Frühling stets so unendlich sehnt. 

Es sind diese gelungenen Farbkompositionen, die Seite für Seite den Betrachter staunen lassen. Rambler-Rosen lassen alte Bäume erblühen und Lavendel  sowie Mohn sorgen für sommerliche Melancholie. 

Nicht alle Verse von Goethe, die hier die Bilder begleiten, kannte ich bereits. Sehr schön finde ich nachstehenden kleinen Vers, weil er  die die Heiterkeit des Frühlings in Worten  festhält.

Kleine Blumen, kleine Blätter 
Streuen mir mit leichter Hand 
Gute junge Frühlingsgötter 
Tändelnd auf ein luftig Band

Weiße Fingerhüte und weiße Päonien zwischen Buchbaumkugeln und Farnen, dazu die weißen Stämme von Birken lassen mich über die Bodenbeschaffenheit nachdenken: Feucht und sandig zugleich, offenbar.

Weiße Blüten und facettenreiches Grün gestalten einen Garten edel.  Das dokumentieren die entsprechenden Bilder. 

Dass ein Garten im Winter auch schön sein kann, beweisen die entsprechenden Impressionen. Doch am schönsten ist ein Garten, wenn alles blüht und wir in seine Farben eintauchen können 

"Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis". Das muss man sich immer und immer wieder klar machen, wenn Blumen welken  und die Blätter sich vom Baum lösen, um ein letzten Mal  im Wind zu tanzen.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Prestel-Verlag und können das Buch bestellen.
http://www.randomhouse.de/Buch/Mit-Goethe-durch-das-Gartenjahr/Roland-Doschka/e490252.rhd. Sie können es aber auch direkt beim Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Farbenpracht im Garten- Andrew Lawson- Gerstenberg

Andrew Lawson gilt als einer der renommiertesten Gartenfotografen überhaupt. Seine Fotos illustrieren nicht nur Werke namhafter Gartendesigner, sondern Prinz Charles hat ihn sogar als Fotograf für sein Buch über den Park von Highgrove verpflichtet. 1993 bereits hat die Royal Horticultural Society ihm die Goldmedaille für Fotografie verliehen. 

Lawsons reich bebildertes Buch beginnt mit allgemeinen Betrachtungen zur Macht der Farben, die für einen Gärtner ein wichtiges Gestaltungsmittel darstellen. Nicht zwingend relevant sind einzelne Farben für das Gartenbild, sondern vielmehr die Zusammenstellung an sich, denn jede Farbe beeinflusst die Nachbarfarbe und es soll die Beziehung zwischen ihnen sein, die den Blick letztlich fesselt. 

Sind die Farben untereinander ähnlich, so spricht man von Harmonie, sind sie unterschiedlich nennt man es Kontrast. Dabei wirken Harmonien besänftigend und der Kontrast wohl eher anregend. Worum es geht, ist u.a. Farbprogramme das gesamte Jahr über durchzuhalten. Bei allem  soll aber beim Gärtnern eine Partnerschaft mit der Natur eingegangen werden. Es handelt sich hier speziell um  das Umsetzen der Erkenntnis, dass eine Pflanzung, die an einem Ort gedeiht an einem anderen durchaus kümmern kann. 

Im Kapitel "Farben verstehen" lernt man zunächst das Farbrad kennen.  Rot, Blau und Gelb sind  die Primärfarben, aus denen theoretisch alle anderen Farben gebildet werden. Man liest über die Farben des Regenbogens, die Vielzahl der farblichen Abstufungen und erfährt Wissenswertes über das Farbrad, das ein zu einem Kreis geschlossenes Farbspektrum ist. 

Ein weiteres Thema ist die Sättigung. Diese beschreibt die Intensität einer Farbe. Eine gesättigte Farbe zeigt sich in voller Kraft und insofern in ihrer unverfälschten Form. Helle und dunkle Töne kommen zur Sprache, auch der Einfluss des Lichts, die Farbaufteilung, sowie Dichte, Form und Struktur. Dann wird auf die einzelnen Farben im Rahmen der Gartengestaltung mit Farbe eingegangen. Den Anfang nimmt die Farbe Gelb. 

Man liest Spannendes über ihre psychologische Wirkung und welche Pflanzen man im Garten diesbezüglich effektvoll verwenden kann. Die gelben sind wie alle anderen  in Farben untergliederten Blumen nach Jahreszeiten aufgelistet und kurz skizziert.  Sehr neugierig hat mich der blaue Garten gemacht, weil ich hier nur wenige Blumen zuvor mit Namen kannte.

Interessant auch ist die Farbe Weiß, die in Verbindung mit Grün besonders edel wirkt. Ausführlich kann man sich mit Farbharmonien befassen. Hier begeistert mich der Mix aus Magenta, Purpur und Rotbraun. Auch Kontraste werden an Beispielen ausgiebig zur Sprache gebracht und schließlich auch bunte Mischungen. Die vielen Bilder und Pflanzpläne zum Schluss schenken einen guten Überblick und lassen Hobbygärtner mit Farbempfinden zur Tat schreiten. 

Romantisch ist natürlich ein rosafarbener Garten, aber ein Garten mit weißen Blumen ist mein eigentlicher Traum, denn er schenkt am meisten Ruhe, die die Basis zum Meditieren ist. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Gerstenberg-Verlag und können das Buch bestellen.https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836921053&highlight=+pflanzpl%C3%A4ne. Sie können es aber auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Gardens in France- Gärten in Frankreich- Taschen

Dieser Prachtband wurde von Dr. Angelika Taschen herausgegeben. Die beeindruckenden Fotos realisierte Deidi von Schaewen, die für zahlreiche internationale Magazine und als Filmemacherin arbeitet. Marie-Francoise Valéry schließlich hat die Texte verfasst. Sie ist Autorin zahlreicher Gartenbücher und schreibt zudem für viele renommierte französische Garten- und Designzeitschriften. Die Texte sind in englischer, französischer und deutscher Sprache nachlesbar und dienen der Erläuterung der schönen Bilder. 

Gezeigt werden die schönsten Gärten Frankreichs. Dabei werden die typischen Pflanzen der unterschiedlichen Klimazonen präsentiert, die Inspiration für den eigenen Garten schenken wollen. 

Untergliedert sind die Gärten in unterschiedliche Regionen, beginnend mit Le Nord und hier nochmals unterteilt in Gärten der Ile –de –France und der Normandie. Zunächst lernt man den Garten von Vaux-le- Vicomte kennen, den Inbegriff des französischen Barockparks. Konzipiert wurde der Park von André le Nôtre (1613- 1700), dem genialen Gartenarchitekten, der auch Versailles gestaltet hat.  Alle Einblicke werden genau beschrieben, so auch, dass die Rasenflächen dort mit Eiben geschmückt sind. 

Es folgt eine Präsentation von La Roseraie du Val-de Marne à l Hay – les Roses. Die Idee für diesen prachtvollen Rosengarten hatte 1894 Jules Gravereaux. Man staunt über die Vielfalt dort, wo die Wege mit Kletterrosen überwuchert sind. 

Unmöglich ist es, all die schönen Gartenanlagen hier zu benennen oder gar all die Bilder zu beschreiben. Über jeden der Gärten erfährt man Wissenswertes und sollte die Informationen auch aufmerksam lesen. Sehr lehrreich ist es,  zu sehen wie man Weintrauben nach einer Methode aus dem Städtchen Thomery lagert und beeindruckend sind die Gartenbilder aus Versailles, besonders die Fotos von Le Hameau de la Reine- Marie Antoinettes künstlichem Bauernhof und das schöne Trianon, das mit dem Namen Axel von Fersen wohl  auf ewig verbunden bleibt. 

Ein Traum sind die Bilder von Les jardins de Claude Monet à Giverny und hier vor allem der Wassergarten, an dessen Böschung Urpflanzen wuchern. Dann auch die Seerosen…

Doch auch weitere Gärten in der Normandie faszinieren mich. In einem der Gärten erblickt man ein Arrangement in Orange auf Taglilien, Mohn, bronzefarbenem Fenchel und Wolfsmilch. Zauberhaft. Rote Lupinen und roter Türkenmohn beeindrucken ebenso wie die üppig blühenden Rhododenronsträucher. Limesy… auf der Rückseite des normannischen Hauses Hortensienbüsche…am Eingang dann kugelige Buchsbäume...  

Diverse Pflanzen im Buch werden einzeln gezeigt, machen deshalb noch neugieriger. Canon in der Normandie ist ein Garten, in dem sich Klassizismus und Romantik vermischen, beeindruckend alles dort. Mit Chaumont beginnt das Centre, doch lange verweilt mein Blick  kurz darauf  auf den "Gärten von Villandry", wo ich schon mehrfach war zu anderen Jahreszeiten als im Buch thematisiert.

Schön auch mutet Hauteford an, ein majestätisch wirkendes Anwesen mit vielen Buchsbeeten. Buchs auch findet man in anderen Anwesen, doch nicht so oft im Süden, untergliedert übrigens in die Provence und die Côte D `Azur. Dort dann begeistern nicht nur Olivenbäume und Lavendel, sondern mediterrane Pflanzen aller Art in geheimnisvollen Gärten, irgendwo, vielleicht im Hinterland von Cannes. 

Die Villa Ephrussi de Rothschild sah ich vor über 30 Jahren zu ersten Mal. Traumhaft sind die typisch mediterranen Gewächse dort… und dann der Blick auf Villefranche, ein Geschenk des Himmels, für den,  der dies im Original sehen darf. 

Anfahrt und Öffnungszeiten der Gärten erfolgen übrigens zu Schluss.

Sehr empfehlenswert

Helga König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie  zum  TASCHEN- Verlag und können das Buch bestellen. Sie können es jedoch auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Blumen einst und jetzt- Klosterbibliothek Heiligenkreuz Biosphärenpark Wienerwald- Verlag Anton Pustet

Bild und Textautor dieses schönen Buches ist Gerhard Wasshuber, der seit 1999 als Lehrbeauftragter für Drucktechnik an der Universität Graz tätig ist. Das Werk präsentiert einen bibliophilen Kunstschatz. 

Der 1683 in Regensburg geborene Apotheker Johannes Wilhelm Weinmann sammelte das gesamte Wissen der barocken Zeit und hat in der Folge ein vierbändiges Kompendium mit 1000 Kupferstichabbildungen geschaffen. Im vorliegenden Buch wurden eine Vielzahl von Pflanzen aus dem bibliophilen Kunstschatz ausgesucht, die vormals und auch heute noch im Wiener Wald wachsen. Dabei werden die Originalaufnahmen der Pflanzen von heute und kurze Erläuterungen mit den entsprechenden Kupferstichabbildungen und Auszügen aus den entsprechenden barockzeitlichen Texten verglichen. 

Nach einem Grußwort von Dr. Maximilian Heim, dem Abt der Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz, kann man das Vorwort von Prof. Dr. Georg Grabherr lesen und erfährt hier auch, dass das Buch Grenzen überschreitet, indem hier mit Herrn Wassenhuber ein exzellenter Meister seiner Zunft, der Drucktechnik, sich in die Botanik vorwagt und ein Glanzstück alter Fachliteratur aktualisiert hat.

Alsdann informiert Gerhard Wasshuber über sein Anliegen, das darin mündet, dass durch das Buch die Natur des Biosphärenparks Wienerwald großen und kleinen Wanderern, aber auch botanisch, historisch und bibliophil, interessierten Lesern nähergebracht werden soll. 

Das Werk ist für Blumen- und Pflanzenfreunde ein Hochgenuss. Sich in die Blüten und das Blattwerk der Schlüsselblumen zu vertiefen, macht mir besonders viel Freude, weil es mich an Kindertage zurückdenken lässt, wo diese Wildblumen in den Wiesen am Bachverlauf  gerade jetzt üppig blühten. 

Nicht nur Frühlingsblumen, sondern auch Walderdbeeren, Bienen-Ragwurz, auch Wiesensalbei etc. etc werden. gezeigt und - diese muss ich hervorgeben - traumhaftschöner Akelei. 

Fast zum Schluss dann kann man Wissenswertes zum Biosphärenpark Wienerwald lesen und hier auch, dass dort nicht nur Bäume alt werden, sondern auch Maiglöckchenklone. Diese bringen es auf ein Alter von 400 Jahren. 

Dann werden noch Fotos gezeigt von Blumen aus dem Wienerwald, die in den Weinmann- Bänden nicht auftauchen, so etwa der Frauenschuh, auch der Schwalbenwurz-Enzian und die Königskerze. 

Ein Werk für Liebhaber schöner Botanikbücher. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Bitte kliecken Sie auf den Link, dann gelangen sie zum Verlag Anton Pustet und können das Buch dort bestellen: http://www.pustet.at/Blumen-einst-und-jetzt_1_p381.html. Sie können das Buch auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Mein wunderbarer Gartensalon- Katja Mutschelknaus-Thiele Verlag

Die Autorin dieses Gartenbuchs ist die studierte Kulturanthropologin Katja Mutschelknaus, die als Autorin, Publizistin und gastronomische Beraterin in München lebt.

In der Einleitung wird zunächst einmal erläutert, weshalb Frauen ihren Garten so gern zu einem Zimmer gestalten. Anschließend lernt man dann  besagten Gartensalon kennen. 

Diese Annäherung ist in vier Abschnitte aufgeteilt:

Die Gartenfreundin bittet zu Tisch 
Die Gartenfreundinnen tun etwas für sich 
Die Gartenfreundin ist verliebt
Die Gartenfreundin lässt sich beflügeln

Die Texte werden von romantischen Gartenbildern begleitet und das Gartenerlebnis als britisches Upper-Class-Vergnügen zelebriert. Mutschelknaus wartet mit delikaten Rezepten auf, die bei einem Lunch im Garten gereicht werden können, schreibt über Tee und Rosen, die vormals beide von weit her kamen und verdeutlicht, was es einst bedeutete, bei englischen Rosenfräulein zu Gast zu sein. 

Diese Damen ließen sich "unbekannte Rosenzüchtungen aus China kommen, pflanzten sie an ihren Lust- und Landhausgärten an, und dekorierten mit den sinnlichen, fülligen Blüten die Boudoirs, Teetischchen, Dekolletees und Strohhüte". Rosen galten als Attribute des englischen Adels. 

Eine kleine Teeetikette wird präsentiert, man kann sich zudem eines prachtvollen Rosenstraußes erfreuen und erhält Rezepte für Rosentee, Rosenblütenzucker, auch für einen Rosensecco.

Je weiter man sich in dieses Buch vertieft, umso klarer wird, dass hier an Gefühle appelliert wird, wie sie in Bildern von Präraffaeliten zum Ausdruck kommen, dekadente Romantik des 19. Jahrhunderts, 

Rezepte für ein Barock-Büffet und andere Rezeptideen, aber auch Schönheitsrezepte für einen Wellness-Tag im Garten verdeutlichen, was alles möglich ist, wenn man sich dem Müßiggang ergibt. Getoppt wird alles durch die Gestaltung einer Orientoase und entsprechende Rezepte für Tausendundeine-Nacht-Feierlichkeiten im heimischen Garten, wo sogar ein Sinnenmahl unterm Sternenzelt angedacht ist. 

Von Elfenzauber ist die Rede und man erhält zudem ein Rezept für ein "Neunkräuter Gewürz" und erfährt, welches Futter sich Gartenvögel von uns Menschen wünschen. In diesem Buch gibt Ideen für einfach alles: für Liebeszelte unterm Sternenhimmel, auch ein für Frühlingsfeen-Bad und für Vergissmeinicht-Zauberrauch. 

Der Garten als Seelenwohnung, weshalb nicht? Doch muss man gleich den Mond ansingen, wenn man in die Rolle der Königin der Nacht schlüpft?

Ein Buch, das dokumentiert, dass ein Garten mehr zu bieten hat als gärtnerisches Arbeiten. Wohl dem, der einen Gärtner hat...

Empfehlenswert für  all jene, die Seiten an sich kennenlernen möchten, die ihnen bis dato fremd waren, z.B. Affinitäten zu Mondduft und Zauberlichtern.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Thiele-Verlag und können das Buch bestellen:

Rezension: Geschenke aus dem Garten- Selbstgemacht!- Maria Gilg-GU

Maria Gilg hat ein schönes, reich bebildertes  Buch für Gartenfreunde mit Bastelambitionen auf den Weg gebracht. Ihre Grundidee sind selbstgemachte Geschenkkreationen aus dem Garten. Dabei denkt sie an Präsente zum Essen, zur Körperpflege, aber sie hat auch floristische Geschenke im Sinn.

Nachdem sie über die Bastel-Basics nachgedacht hat, stellt sie ihre Ideen vor und untergliedert diese in die vier Jahreszeiten. Gilg nennt stets präzise alle Materialien und erklärt dann jeweils schrittweise wie man die Dinge herstellt. 

Alles beginnt mit einem Frühlingsstrauß. Zu Ostern kann man dann ein Nest aus Reisig und Moos basteln und Ostereier in Naturfarben anmalen. Dazu benötigt man dann diverse Dinge aus dem Garten, so etwa rote Bete, Zwiebeln und Walnussschalen. Weiter geht es mit einem "Erdbeerherz zum Muttertag" (gemeint ist eine Torte in Herzform), einem Tee für die gute Laune und einem   delikaten Pesto, das sich einfach zuzubereiten lässt und eine wirklich hübsche Geschenkidee verkörpert. 

Auch die Sommergeschenke erfreuen bereits beim Betrachten. Sehr romantisch muten die "Rosentrüffel" dabei an. Der selbst hergestellte "Scharfe Tomatenketchup" interessiert mich wegen der Rezeptur, die neben den Tomaten und anderen Gartenzutaten 300 Gramm Aprikosen enthält. Ringelblumensalbe fehlt auch nicht. 

Wer Lust hat, Likör zu verschenken und Sauerkirschen im Garten anbaut, kann fruchtigen Sauerkirschlikör kreieren, wer Antialkoholisches verschenken möchte, sollte ein "Pfeffriges Beeren-Chutney" zubereiten, das man zur Grillparty mitbringen kann,  denn der Inhalt passt zu gegrilltem Fleisch. 

Auch die Herbstkreationen sind gelungen. Hier habe ich "Omas Zwetschgenmus“ vorgemerkt, weil dieses mit Amaretto aufgepeppt worden ist. Auch das "Erkältungsölbad mit Thymian" für den Winter ist unkompliziert herzustellen. 

Zum Schluss des Buches gibt es Ideen für die Geschenkkartons und Tüten und einen Hinweis, wo man Vorlagen für Verpackungen, Anhänger und Etiketten dazu ausdrucken kann. 

Ein gelungenes Buch für kreative Menschen, die gerne Selbstgemachtes verschenken. 

Empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelange Sie  zum GU- Verlag: http://www.gu.de/buecher/gartenratgeber/zimmerpflanzen/815247-selbstgemacht!-geschenke-aus-dem-garten/

Rezension: Die Gartenreisen des Hermann Fürst von Pückler-Muskau- Ferdinand Graf von Luckner- DVA

Vor geraumer Zeit wurde auf Arte eine Dokumentation über Hermann Fürst von Pückler-Muskau gezeigt, die mich so sehr begeistert hat, dass ich sie in der Folge dank der Arte-Mediathek auf Twitter und Facebook verlinkte, in der Hoffnung, dass weitere Gartenarchitektur-Interessierte Freude an der Dokumentation haben würden.

Den Namen "Fürst Pückler" kennen Kinder der gleichnamigen Eiscreme wegen. Vor der Wende wussten aber nur Gartenenthusiasten mehr über diese schillernde Figur, deren Anwesen weit im Osten Deutschlands noch heute für anerkennendes Staunen der Besucher sorgt. 

Der arrivierte Fotograf Ferdinand Graf von Luckner hat ein traumhaftes Buch über die Gartenreisen des Hermann Fürst von Pückler-Muskau auf den Weg gebracht, das durch den Untertitel verdeutlicht, wo diese Reisen den Leser hinführen: "Auf den Spuren eines Exzentrikers durch England und Irland". Fotograf Ferdinand Graf von Luckner hat nicht nur die traumhaften Landschaftsaufnahmen für das Buch realisiert, sondern auch schöne Texte verfasst und zwar Briefe an den am 4. Februar 1871 verstorbenen Fürsten von Pückler-Muskau. Die Motive für das Verfassen dieser Briefe  erfährt man in der Einleitung.

Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) war ein preußischer Standesherr, Generalleutnant, Landschaftsarchitekt, Schriftsteller und Weltreisender. Er schuf den berühmten Park in Muskau, der noch heute besucht werden kann. Der Lebemann mit einem nicht bürgerlichen Verhältnis zum Geld und einer Affinität zu Frauen ganz im Sinne Casanovas heiratete Lucie Reichsgräfin von Pappenheim, die ebenso wie er gartenfasziniert war und deshalb mit ihm gemeinsam Unsummen für das Parkprojekt in Muskau ausgab, bis schließlich nach sechs Jahren beider Vermögen aufgebraucht war. 

Lucie machte ihrem Gatten deshalb brieflich an seinem Geburtstag einen Vorschlag. Sie bittet ihn sich von ihr scheiden zu lassen, damit er frisches Geld für das Gartenprojekt heiraten könne. Er willigt ein, weil beide Muskau retten wollen, ohne sich dabei zu verlieren. 

Hermann Fürst von Pückler-Muskau reist nach England, um dort den Plan umzusetzen und schreibt Lucie Briefe, die er später auf Betreiben von ihr als Buch veröffentlichen wird. Die "Briefe eines Verstorbenen" werden ein Bestseller. Selbst Goethe ist angetan von dem neuen Reisebuchautor, der damals in diesem Metier erfolgreicher war als Heinrich Heine.  Einige Briefauszüge lernt der Leser im Buch dann kennen.

Der erste Brief im vorliegenden Buch stammt allerdings von Graf von Luckner, er unterzeichnet pikanterweise mit L, sodass man fast meinen könnte die wiedergeborene Lucie habe die "L"-Briefe verfasst. 

L schreibt an den vor langer Zeit Verstorbenen  zunächst von seinem Besuch in Muskau und hier auch erfährt man, dass der Park heute unter dem Schutz der UNESCO steht. Bilder vom Schloss und dem Park schenken einen Eindruck vom Gesamtkunstwerk, denn als solches sollte man diese architektonische Meisterleistung begreifen.

Der dann folgende Briefauszug ist ein Werk von Hermann Fürst von Pückler-Muskau, verfasst am 28.12.1826 an seine Frau Lucie. Es ist eine Parkbeschreibung aus dem 9. Brief, den er ihr schrieb und zwar von Warwick Castle. Er schreibt kurzweilig, präzise und anschaulich und Graf von Luckner liefert Fotos dazu, die er am 22. Mai 2011 realisiert hat. L erzählt dem Verstorbenen von seinen Eindrücken, zeigt weitere Bilder und auf diese Weise lernt man in der Folge des Weiteren Hawkstone Park, Blenheim, St. James`s Park, Fountains Abbey, Studley Royal, Harewood Park, Powerscourt und Caher kennen. 

Im Rahmen seines 16. Briefes beschreibt Fürst Pückler- Muskau seine Eindrücke im St. James`s Park und hier auch liest man versteckt Sozialkritisches: "Auf den langen Brettern schaukeln sich Mädchen und viele unnütze Brut wirft Steine gerade da ins`s Wasser, wo die Damen davor stehen, die natürlich so davon bespritzt werden, dass sie unwillkürlich gebadet, zu Hause eilen müssen. Diese Rohheit des englischen Publikums ist in der Tat sehr eigentümlich und die einzige Entschuldigung für die Inhumanität aller Wohlhabenden, mit der sie ihre reizenden Besitzungen so neidisch verschließen. Es ist aber auch möglich, dass diese Inhumanität der Reichen, die Rohheit und Bosheit der Armen erst hervorgerufen hat…“ 

Es ist schön,  in diesem Buch zu stöbern, in dem ein Briefwechsel der besonderen Art die Bilderwelt begleitet und man beispielsweise liest “Mein lieber Pückler, wie gern wäre ich an ihrer Seite und zu ihrer Zeit an diesen Ort gelangt. Denn allein der Weg hinab ins Tal ist heute von ganz anderer Art, dass es mich eine Weile gekostet hatte, bis ich ihren Weg erahnen konnte. Denn der Blick, den Sie beschreiben, ist heute noch einer der spektakulärsten auf die Abbey…“ 

Das wunderbare Buch mit den vielen traumhaften Fotos endet sehr persönlich. Jetzt schreiben sich zwei Freunde, die sich über die Gartenreisen, wenn auch in unterschiedlichen Jahrhunderten näher gekommen sind. "Lieber Hermann, das Ende meiner Mission ist in Muskau erreicht…"

Dieser Brief wurde im November 2011 verfasst. Nun zeigt sich der Park auf den Fotos spätherbstlich. Auf den dann folgenden Seiten erhält man sehr aufschlussreiche Besucherinformationen über den Schloßpark Muskau und die anderen beschriebenen Anlagen, versehen mit Kontaktdaten, so dass Reisen auf den Spuren der beiden Freunde aus unterschiedlichen Jahrhunderten einfacher fällt. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur DVA und können das Buch bestellen http://www.randomhouse.de/Autor/Ferdinand_Graf_von_Luckner/p220032.rhd. Sie können es aber auch direkt  bei Ihrem Buchhändler ordern.

Rezension: #Gartensituationen- Lösungen für jeden Gartenbereich.- #Callwey

Heute hat der Monat März begonnen und mit ihm die Gartensaison. Deshalb auch möchte ich jetzt eine  eine weitere Publikation zum Thema Garten vorstellen.

Der Schweizer Alain Diebold, ist  der kenntnisreiche Autor dieses informativen Buches. Er hat sich auf die Gestaltung von Privatgärten spezialisiert und ist mit zwei goldenen und zwei silbernen Giardina Awards ausgezeichnet worden. Diebold hat gemeinsam mit der Journalistin Silvia Schaub dieses Nachschlagewerk  auf den Weg gebracht. 

Die vielen inspirierenden Fotos stammen von Mathias Marx. Über 300 Ideen aus der Praxis werden offeriert. Dabei ist das Buch in drei Kapitel untergliedert 

Voraussetzungen- Jedes Paradies braucht Grundbedingungen 

Gartentypen- Welcher Gartentyp bin ich

Gartensituationen- 
Lösungen für jeden Garten 

Das erste Kapitel thematisiert Lage, Klima, Besonnung, Bodenanalyse, ph-Wert des Bodens, Boden, sinnvolle Pflanzkonzepte, Bepflanzung, Statik bei Aufbauten, Aufbauhöhe und Budget. 

In diesem Kapitel geht es um die Faktoren, die bei einer Bestandsaufnahme, vorrangig zu beachten sind. Die einzelnen Kriterien werden erläutert und man kann, um sich der Faktoren bewusst zu werden,   verschiedene Möglichkeiten ankreuzen. 

Beispiel beim Klima: 
Kontinental-Klima
Alpines Klima 
Mediterranes Klima 
Bisenlagen,  kalte Winde 
Viel Niederschlag, Nässe 
Trockenheit, geschützte Stellen 

Im Folgekapitel wird die Funktion der Gartenräume hinterfragt. Hier kommt sogar das "Büro im Garten" zur Sprache und alsdann werden Gartenstile beleuchtet, so etwa der klassische und formale Garten, der moderne Garten, der Naturgarten, der Landschaftsgarten, der mediterrane Garten, der Landhaus –und Bauerngarten, der Wassergarten, der Steingarten, der Alpengarten und der Steppengarten, der sich besonders gut für sonnenexponierte, trockene und magere Flächen eignet.

Wie man liest, gedeihen  hier Sedum-Arten in allen Farben und Formen. Zu diesen zählen beispielsweise Fetthennen, auch Wolfmilch und Dost, zudem diverse Kräuter, Gräser und Steppenkräuter.

Im 3. Kapitel werden, wie schon erwähnt, Lösungen für jeden Garten angeboten und eine Fülle von Pflanzen für die jeweils fokussierten Gärten aufgelistet, so auch für schattige Gärten. Hie lernt man Laub- und Nadelgehölze, Stauden, Farne und Gräser kennen und erfährt Wissenswertes zwecks Umsetzbarkeit. 

Sehr inspirierend ist die Gestaltung mit Zierbrunnen; einer der Brunnen, eine aufgeschnittene Kugel steht bei mir im Wintergarten, wenn auch in kleinem Format. Er ist sehr funktionstüchtig und gut für die Pflanzen im Umfeld und zwar der Luftfeuchtigkeit wegen. Auch  spezielle Gartensituationen werden angesprochen, so etwa Vorgarten und Entrée oder auch Terrassen und Dachterrassen, dort dann traumhafte Wasserspiele oder auch raffinierter Sichtschutz.

Das Gartenbuch bietet sehr viele gute Ideen und ist alles in allem hilfreich.

Empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link,  dann gelangen Sie zum Callwey-Verlag und können das Buch bestellen:http://www.callwey-shop.de/gartensituationen.html. Sie können es aber auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Geniessen im #Garten- Die schönsten Rezepte und Deko-Ideen für den Garten-Callwey

Herausgeber dieses liebevoll gestalteten und dabei informativen Buches ist die deutsche Wohnzeitschrift "Wohnen und Garten". Im Rahmen einer Vielzahl von Kapiteln mit Gestaltungsideen und Rezepten wird man durch die Jahreszeiten geführt. Der Reigen beginnt mit dem Frühling und hier mit Dekoideen für die Osterzeit, dazu kommen Rezepte, die von den Zutaten her an den bevorstehenden Lenz erinnern, wie etwa für ein "Rhabarber-Pie".

Gelungen sind die Gestaltungsideen für Frühlingsblumen in Töpfen. Hier dominieren Blau und Weiß oder auch Gelb und Weiß. Hellblaue Hornveilchen in Verbindung mit Traubenhyazinthen und Vergissmeinnicht in Weidenkörben sind wahrlich eine Augenweide, die Lust aufs Gärtnern macht. Man liest über eine beschwingte Teestunde im Garten und erfreut sich nicht nur an dem schönen blau-weißen Tee-Geschirr und den blauen Gartenanemonen, die von zart lilafarbenen Hyazinthen umsäumt sind, sondern auch der Kuchenrezepte zum Tee, speziell der "Quarktorte mit Rhabarberfüllung". Über Farben im Garten werden  bemerkenswerte Betrachtungen angestellt und mit immer wieder neuen Gestaltungsideen aufgewartet.

Anschließend kann man sich von einem Osterbrunch im Grünen inspirieren lassen und in die Farbenfreude des Monats April eintauchen. Traumhafte Tulpen werden präsentiert und gezeigt  wird wie Pastelltöne romantische oder gar nostalgische Träume erzeugen, im Falle der Gestaltungsideen nicht nur, was die Blumen anbelangt, sondern auch im Hinblick auf süße Highlights wie etwa "Erdbeer-Petit-Four" mit Erdbeerblüten. Zauberhaft. 

Kräuter als Fenster- oder auch als Tischschmuck werden präsentiert, auch ein zauberhaftes Set mit Porzellan-Eierbechern, in das ich mich soeben verliebt habe und nun neugierig auf den Hersteller bin. Spargelgerichte machen hellhörig, so etwa die "Spargel- Ziegenkäse-Tarte mit Minze“, die bestens zu einem Glas Wein harmoniert. Holunder ist ein Thema. Hier auch gibt es Rezepte, die sehr ungewöhnlich sind, wie etwa für einen "Holunderblüten-Gelee". 

Zu meinen Lieblingskapiteln zählt "Ein süßsaures Vergnügen" mit tollen Erdbeer- und Rhabarber-Rezepten und auch die Seiten, die sich vielschichtig mit Rosenduft befassen, neben schönen Gestaltungsideen auch mit Rezepten, so etwa "Rosen-Trüffel-Pralinen". Seite für Seite ist  das Buch ein Fest für die Augen. Das gilt auch für die Dekoideen für Rosmarin und Thymian und für die Gestaltungsideen sowie die Rezepte zum Lavendelfest. Besonders gut gefallen mir die Pfirsichrezepte, sei es die Desserts oder aber auch für den Pfirsichlikör und begeistert  hat mich zudem das Kapitel "Zu Gast bei Claude Monet". 

Hier wechseln traumhafte Gartenimpressionen mit Rezepten, nicht zuletzt mit dem Originalrezept von Monet für eine "Kräutersuppe".

Es ist unmöglich alles, was hier im Buch gezeigt wird zu erwähnen. Mir gefallen  zudem  die Zitate, die immer wieder zum Nachdenken anregen und die jahreszeitlichen Eindrücke, auch im Spätsommer mit den Dahlien und im Herbst mit der blühenden Heide wie auch den Hagebutten. Ein Fest für die Sinne.

Dieses Werk ist Koch- und Gestaltungsbuch zugleich, aber letztlich ein Buch für Gärtnerinnen und Gärtner, die ihr Paradies vielschichtig nutzen möchten. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Callwey-Verlag und können das Buch bestellen.http://www.callwey-shop.de/buecher/garten/geniessen-im-garten.html. Sie können es aber auch bei ihrem Buchhändler um die Eke ordern.

Rezension: Die Gärten der Dichter- 25 grüne Oasen, die Schriftsteller inspirieren- Jackie Bennet

Dieses traumhafte Gartenbuch macht nicht nur Leser mit botanischen, sondern auch solche mit literarischen Interessen neugierig, denn hier werden 25 grüne Oasen, die renommierte Schriftsteller inspiriert haben, vorgestellt. 

Autorin des reich bebilderten Werkes ist Britin Jackie Benett, die Herausgeberin diverser Gartenmagazine, die in Nolfolk lebt. Die Bilder hat der Fotograf Richard Hanson realisiert. Er ist für Verlage und Magazine tätig. 

Zur Sprache gebracht werden nachstehende Autoren und ihre zauberhaften Gärten: Jane Austen (Godmersham und Chawton), Rupert Brooke (Grantchester), John Ruskin (Brantwood), Agatha Christie (Greenway), Beatrix Potter (HillTop), Roald Dahl (Gipsy House), Charles Dickens (Gad´s Hill Place), Virginia Woolf (Monk`s House), Winston Churchill (Chartwell), Laurence Sterne (Shandy Hall), Georg Bernhard Shaw (Shaw´s Corner), Red Hughes (Lumb Bank), Henry James, gefolgt von E.F. Benson (Lam House), John Clare (Helpston), Thomas Hardy- Hardy´s Cottage und Max Gate, Robert Burns (Ellisland), William Wordworth (Cockermouth und Grasmere), Walter Scott (Abbotsford) und Rudyard Kipling (Bateman`s). 

Wie man der Einleitung entnehmen kann, stammen die im Buch porträtierten Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus äußerst unterschiedlichen Milieus. Die Gärten waren für sie Zufluchtsorte, wo sie ungestört denken und schreiben konnten. 

Fast alle im Buch vorgestellten Autoren und Autorinnen beschäftigten Gärtner, was sie aber keineswegs daran hinderte,  auch selbst im Garten aktiv zu werden. 

Beleuchtet wird wie die Schriftsteller eine Beziehung zu ihrem Refugium erhielten und welche ihrer Werke in jener Zeit jeweils  entstanden sind. Nicht alle Autoren waren mir bekannt, bevor ich das Buch studiert habe. So kannte ich beispielsweise den schönen Dichter Rupert Brooke noch nicht, der im Alter von nur 27 Jahren 1915 verstarb. Er gilt in England als Symbol der unwiederbringlich verloreneren Unschuld der Vorkriegsjahre. Die Philosophen Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein waren bei ihm zu Gast, auch Keynes besuchte den jungen Dichter, der übrigens ein Frauenliebling war. Sich in seinen Garten zu vertiefen, heißt Kontakt mit ihm, vielleicht aber auch mit seinem Gedichtband "Grantchester" aufzunehmen. Ein  nicht uninteressantes Unterfangen.

Auf Seite 92 ff wird der Garten des irischen Dichters George Bernhard Shaw vorgestellt. Auf seinem Anwesen "Shaw`s Corner" verfasste der große Ire viele Theaterstücke, politische Schriften und Prosawerke. Der leidenschaftliche Gärtner starb übrigens im Garten im Alter von 94 Jahren durch einen Sturz bei Beschneiden seines Pflaumenbaums. Das Theaterstück "Pygmalion“ ist  in seiner Schreibhütte im Garten entstanden. 

Dieses Buch nimmt man immer wieder gerne zur Hand, um sich inspirieren zu lassen, nichts nur was das Gärtnern anbelangt, sondern auch im Hinblick auf Literaturhinweise. 

Henry James mag ich besonders. Erneut ein Werk von ihm zu lesen, ist eines der  erfreulichen Ergebnisse der Lektüre des vorliegenden Buches. 

Empfehlenswert. 

Helga König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Gerstenbergverlag und können das Buch dort bestellen.https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836927963&highlight=+Die+G%C3%A4rten+der. Sie können es jedoch auch  bei ihrem Buchhändler um die Ecke ordern

Rezension: Die geheimen Gärten der Cotswolds- Victoria Summerley- Gerstenberg

Dieses wunderschöne und dabei informative Gartenbuch wurde von Victoria Summerley verfasst. 

Die Britin ist Journalistin mit Schwerpunkt Gärten und Gartenbau. Sie erhielt 2010 den renommierten Preis  "Journalistin des Jahres" der Garden Media Guild. 

Die zauberhaften Fotos wurden von Thomas Rittson realisiert. Er ist einer der bedeutendsten Porträt-Fotografen Englands und studierte am berühmten Goldsmith College in London. 

Das Buch ist eine Reise durch 20 ganz besondere Gärten im Herzen Englands. Dort haben berühmte Landschaftsgärtner gewirkt. So etwa Humphry Repton. Rosmary Verey, Isabel und Julian Bannerman als auch Mary Keen. 

Alle Gärten werden sehr gut beschrieben und anhand von Fotos vorgestellt. Dabei ist Grün die eindeutig dominierende Farbe in den gezeigten Gärten. Allerdings präsentiert sich das Grün in unzähligen Farbnuancen. 

Auch Blumen gibt es selbstverständlich, dazu gehören Rittersporn, Azaleen, Rhododendren und Rosen. Die Farben der Blumen unterstützen den Zauber, den diese Gärten haben. 

Wer in einem solchen Umfeld lebt, weiß wofür er geboren wurde. 

Der Garten von Asthall Manor ist der Inbegriff eines klassischen, englischen Gartens. Buchshecken und Steinskulpturen sind für ein schönes Gesamtbild zuständig. 

Wie man liest, haben zahlreiche Gärten ihren Höhepunkt im Frühsommer. 

Traumhaft sind die Gräser und Wildblumen im Garten von Dean Manor, immer wieder das Grün und die Weite. Man staunt bei fast jedem Bild, weil alles, was man sieht,  harmonisch anmutet. 

Sehr gute Beschreibungen der Anwesen  sorgen für angenehme Lesestunden.

Sehr empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Gerstenbergverlag und können das Buch dort bestellen https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836927956&highlight=+die+geheimen+G%C3%A4rten. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändlerum die Ecke ordern.

Rezension: "Frische #Blumen! #Schnittblumen für das ganze Jahr." #Louise_Curley- #Gerstenberg

Autorin dieses bemerkenswerten Gartenbuches ist die Britin Louise Curley. Dörte Fuchs und Jutta Orth haben die Texte ins Deutsche übersetzt. Die hübschen Fotos hat Jason Ingram realisiert. 

Wer Schnittblumen aus dem eigenen Garten liebt, sollte sich mit dem vorliegenden Buch näher beschäftigen, denn hier lernt man alles zu diesem Thema.

Nach einer umfangreichen Einleitung kann man sich zunächst mit der Planung eines Schnittblumenbeets befassen. Man erfährt zuallererst, was eine gute Schnittblume ausmacht, dann erst wird besagtes Beet zur Sprache gebracht. 

Beleuchtet werden die richtige Lage, der Boden, die Bodenstruktur die Werkzeuge auch die Vorbereitung des Bodens. In kleinen Merkkästchen erfährt man beispielsweise wie man Frostschäden vermindern kann oder man liest Wissenswertes zur Bodenkunde. Wissen Sie, was ein "Schluffboden" ist? 

Es folgen sehr gut nachvollziehbare Pflanzpläne mit Einkaufslisten für die Beete, anschließend dann werden über 100 ein- und zweijährige Pflanzen vorgestellt. Zu jeder Pflanze gibt es ein Foto, ein textliches Kurzporträt und eine Namensbestimmung. Zudem werden die Vorzüge der jeweiligen Pflanze hervorgehoben und man liest stets etwas zu den Punkten: Aussäen- Auspflanzen- Blütezeit- Einspitzen, Standort- Düngen- Höhe- Umfang- Abstand- Stütze- Empfehlenswerte Sorten- Schneiden- Weitere Maßnahmen. 

Besonders neugierig haben mich die Sternskabiosen gemacht, die ich sehr liebe, aber mit ihnen noch keine Pflanzerfahrung sammeln konnte. Auch die Levkojen, die in Blumenvasen einfach traumhaft ausschauen, haben mein spezielles Interesse

Dass man Goldlack auch als Schnittblume verwenden kann, wusste ich bislang noch nicht. Das hängt damit zusammen, dass ich bisher keine Ahnung hatte, dass man die Stiele vor dem Arrangieren für 30 Sekunden in kochendes Wasser tauchen muss. 

Gezeigt werden Blumen für Hochzeitssträuße und hier sogenannte Knopflochstäuße, bevor Zwiebel- und Knollenpflanzen zur Sprache kommen. Schön gestaltete Tulpen als Solitäre in schmalen Glasvasen überzeugen ebenso wie Dahlien in schwarzrot. 

Wer Gartensträuße liebt, interessiert sich natürlich auch für das Blattgrün im Hintergrund. Diesbezüglich wird man bestens aufgeklärt. Ich mag Frauenmantel besonders. Wie man diesen behandelt, damit er gut gedeiht, bleibt nicht unerwähnt. Inspirierend auch finde ich die Nachtviole und Gräser als Beiwerk zu Blumen. 

Wie ein Blumenbeet angelegt wird, wird gut erläutert. Mittels Bildern kann man sich optisch das richtige Aussäen klar machen. Man lernt auch Sämlinge zu hegen, zu pikieren, auszupflanzen und abzuhärten wie auch einzuspitzen und wird im Hinblick auf die Pflege auf dem Laufenden gehalten. 

Sehr wichtig erscheint mir das Kapitel, in dem man sich klar machen kann, wie man Blumen schneidet und in der Folge arrangiert. Wertvolle Tipps werden aufgelistet und man kann sich anhand von Fotos einen guten Eindruck verschaffen.

Arrangements mit vielen kleinen Vasen und wenigen  unterschiedlichen Frühlingsblumen mag ich sehr, auch Sträuße mit Gartenanemonen oder auch mit pinkfarbenen Duftwicken, wie sie im Buch gezeigt werden,  sind ein Traum. 

Neben all dem erfährt man noch weitaus mehr über den Schnittblumenanbau. 

Ich freue mich schon jetzt, wenn die ersten Blumen im Garten wieder blühen und man die ein oder andere zur Zierde und Freude mit ins Haus nehmen kann. 

Empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie zum Gestenbergverlag, dann können Sie dort das Buch bestellen. https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836921015
Sie können es aber auch direkt beim Buchhändler vor Ort  ordern.


Rezension: #Pfingstrosen- Jean-Luc Rivière, Pierre –Yves Nédélec- Fotos: Michel Reuss- Edition Delius

Autoren dieses schönen und dabei sehr informativen Buches sind der französische Päonien-Fachmann Jean-Luc Rivière und der Journalist und Gartenexperte Pierre-Yves Nédélec. Die ansprechenden Fotos hat Michel Reuss realisiert, der für verschiedene Fachzeitschriften tätig ist.

Die Autoren berichten zunächst über die Geschichte der Päonie, die in der Antike erstmals erwähnt wurden. Diese Pflanze mit den zauberhaften Blüten   heißt im Deutschen "Pfingstrose", weil sie um die Pfingstzeit blüht.

Unterschieden wird in Strauchpfingstrosen und Staudenpfingstrosen. Dabei stammen die Strauchpäonien  aus China.  Dort werden bestimmte Kulturen heute noch zu ausschließlich medizinischen Zwecken verwendet. Seit dem 8. Jahrhundert begann man in China Päonien zu dekorativen Zwecken zu nutzen und im 18. Jahrhundert schließlich kamen sie nach England. 

Die ersten Pflanzen dienten als Grundlage der Vermehrung und neuen Züchtungen in Europa. Im Gegensatz zu Strauchpäonien stammen Staudenpäonien aus vielen Bereichen der gemäßigten Zonen. Dabei zählt zu den in Europa heimischen Wildarten die sogenannte Bauernpäonie, die vormals wegen ihrer medizinischen Eigenschaften kultiviert wurde. 

Gezeigt und thematisiert wird die Vielfalt der Farben und es wird auch der jeweilige Duft bestimmt, der zwischen Rosen- und Maiglöckchen angesiedelt ist. Man erfährt, wo die Paönien am besten gedeihen. Hier geht es um Klima, Lage, Bodenverhältnis, die Umgebung und Nutzung, zudem liest man, wo man sie erwerben kann und wie man sie artgerecht pflanzt. 

Aufgeklärt wird man über die Blüte, auch über laufende Pflegemaßnahmen, über den Schnitt, die Vermehrung, sowie  über Krankheiten, deren Vorbeugung und Heilung. 

Im Anschluss daran werden verschiedene Arten und Sorten der Strauch-und Staudenpäonien vorgestellt. Das geschieht jeweils mit einem Foto, der näheren Beschreibung, einer Anmerkung und einem Memo, dem Hinweise zur Blüte, deren Durchmesser, Duft, Blütezeit und Höhe zu entnehmen sind. 

Wer liebt sie nicht,  die gefüllten, rosaroten Pfingstrosen? Doch ist schätze auch die burgunderrote einfache "Boreas" mit ihrem dekorativen Laub und vertiefe mich neugierig in unterschiedliche Pflanzenbeschreibungen, um mir die Vielfalt klarzumachen. 

Verliebt habe ich mich u.a. besonders in die "P. Tenuifolia". Sie blüht an den Waldrändern Südosteuropas, des Kaukasusgebirges und im Iran und besticht durch ihre anmutige Blüte und die filigranen Blätter. Ein Traum auch ist die "Comtesse de Tudor" mit ihrer schweren rosa Blüte und ein weiterer Blütentraum…,, nein ich werde keine weiteren mehr Blütenschönheiten zu nennen, sondern stattdessen das Buch empfehlen, das Ihnen hilft, eine Auswahl zu treffen,  die Ihren Garten in ein Paradies verwandelt, wenn Sie zur Tat schreiten.  Dabei sollte man natürlich auch immer auf den Duft achten. Es gibt übrigens ein Eau de Toilette, das nach Pfingsrosen duftet. Dieses Eau habe ich kürzlich auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt:   #Lalique  "#Amethyst_Éclat“, 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link,  dann gelangen Sie zur Edition Delius und können das Buch bestellen. http://www.delius-klasing.de/buecher/Pfingstrosen.3957.html. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: #Sehnsuchtsgarten- Lisa Newsom- Callwey.

Autorin dieses Bildbandes ist Lisa Newsom, die Herausgeberin des Magazins Veranda – das sich u.a. mit außerordentlichem Design, Landschaftsarchitektur und der Erhaltung von Flora und Fauna befasst. Selbst für Menschen, die sehr gerne lesen, verführt der Prachtband allerdings erst beim dritten Anlauf endlich dazu, sich auch mit den informativen Texten zu befassen, denn die imposanten Aufnahmen verlocken immer wieder zum Blättern, verweilen und sich schlussendlich in die abgelichteten Idyllen hineinzuträumen, die sich als Wohnräume offenbaren, die man nie mehr verlassen möchte.

Die gezeigten Sehnsuchtsgärten sind in die Rubriken
Klassisch
Modern
Romantisch
Exotisch
untergliedert.

Man lernt jeweils eine Vielzahl wunderschöner Paradiesgärten kennen, beginnend mit einem zauberhaften Rosengarten am Rand von Paris am Bois de Boulogne. Im Rosarium de Bagatelle gibt es 1150 Rosensorten, die in Form von 11 000 Büschen gedeihen. Die Augen möchte man eigentlich von der Rosenpracht nicht mehr  abwenden, stattdessen all die  schönen Kletterrosen, deren Duft man beim Anblick der Bilder in der Nase zu  spüren glaubt, dauerhaft bewundern.

Doch die Neugierde lässt die Reise durch das schöne Buch fortsetzen. Man hält inne, um einen Schlossgarten im östlichen Teil von Belgien in der Provinz Limburg zu bestaunen und möchte dort bis ans Ende seines Lebens verweilen, blättert aber weiter und weiter, verliebt sich in einen Schlossgarten aus dem 17. Jahrhundert in Frankreich und in den Buchs dort, vor allem aber in  die Weite.

Gartenwohnräume klassisch: Eine venezianische Villa. Ein Freisitz. Säulen. Antike Esszimmerstühle mit cremeweißen Hussen überzogen. Der Blick auf Palmen und den Atlantik. Wie schön!

Doch dann plötzlich fasziniert einer der berühmtesten Gärten Südfrankreichs. Hier beeindrucken Gartenräume der besonderen Art. Eine Allee aus Olivenbäumen in Tontöpfen, aufgestellt entlang eines schmalen Wasserlaufs, ist eines der Erkennungszeichen von Les Confines.

Unmöglich ist es, auf alle gezeigten Gärten Bezug zu nehmen. Jeder neue Raum lädt zum Verweilen ein. Eine Grotte aus dem 7. Jahrhundert als Teil eines Gartens. Hier einen Roman zu schreiben, ist nicht nur der Wunsch von Romantikern.

Es folgen moderne Gärten, ebenfalls fantastische Rückzugsorte. Irgendwo in einem Garten in Los Angeles steht Kunst im Mittelpunkt, doch auch der visionäre Designer Juan Montoya erfreut durch Kunst in Form eines Skulpturengartens, eine Stunde von Manhattan entfernt.

Wer an Gärten denkt, hat nicht selten Romantik im Sinn. Die gezeigten Gärten im Buch sind voller Poesie, sei es in der Camargue oder aber in Belgien, aber vor allem im Garten Claude Monets in Giverny. Auch dieser Traumgarten ist Gegenstand der Betrachtung. Die hängende Glyzinie, die in seinem Wassergarten die japanische Brücke überrankt, pflanzte Monet selbst. Wie schön, diese Blumenpracht bewundern zu dürfen! Die Farbkontraste. Wundervoll. Ein Geschenk, diese Eindrücke immer wieder abrufen zu können...

Die Impressionen von den englischen Gärten, die Pastelltönen sind völlig verschieden vom kräftigen Gelb der Sonnenblumen in der Nähe eines französischen Bauernhauses. Hortensien von unendlicher Schönheit folgen Blumensonaten und immer wieder ist da  Grün in allen Schattierungen zu sehen  bis schließlich exotische Gärten den Reigen abschließen.

Exotisch ist ein Garten in Marrakesch, ein Domizil von atemberaubender Schönheit. Es folgen weitere Gärten von unbeschreiblicher Ausdruckskraft, so auch ein privates Tropenparadies in Costa Rica.

Das Buch wird gewiss dem einen oder anderen Anregungen zum Gestalten geben, doch in erster Linie schenkt es Freude, besonders an trüben Tagen. Es lässt für Augenblicke  bunte Realitäten im Kopf entstehen, die so überzeugen, dass man glaubt, Blütenduft wahrzunehmen und den Sommer zu riechen. 

Sehr empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Callweyverlag und können das Buch bestellen. http://www.callwey.de/buecher/sehnsucht-nach-garten/Sie können es aber auch  bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Ein Garten für die Seele- Die schönsten Gartenideen für Körper und Geist- Susanne Oswald

Autorin dieses sehr schönen, reich bebilderten Gartenbuches ist Susanne Oswald. Sie ist eine ausgebildete Heilpraktikerin, lebt am Fuße des Schwarzwaldes und betreibt gemeinsam mit ihrem Mann eine Senfmanufaktur, darüber hinaus hat sie zahlreiche Bücher geschrieben. Wie man dem Klappentext entnehmen kann, lebt sie ihren Traum. 

Ihre Gartenideen für Körper& Geist hat sie den Rubriken: Kräutergarten- Wildkräutergarten-Gemüsegarten-Beerengarten-Rosengarten-Staudengarten-Garten der essbaren Blüten-Duftgarten-Schmetterlingsgarten- Zengarten zugeordnet. 

Den klugen Ideen wurden traumhafte Gartenbilder beigefügt, deren Anblick allein schon heilender Seelenbalsam verkörpert. Vertieft man sich in die Texte, beginnt man zu lernen, begreift beispielsweise die Energie des Kräutergartens. Kräuter verfügen über wichtige Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Gerbstoffe, Saponine, Vitamine und Mineralstoffe. Diese tragen zur Gesunderhaltung des Körpers bei. 

Notwendig bei der Gestaltung eines Kräutergartens ist,  stets darauf zu achten, dass die Kräuter miteinander harmonieren. Wie man sie liebevoll arrangiert und in Szene setzt, wird sehr gut erläutert und auch die einzelnen Zonen einer Kräuterspirale begreifbar gemacht. Es sind spezielle Erläuterungen zu drei Kräutern, die auf diese Weise in den Fokus der Leser gerückt werden. Bei ihnen handelt es sich um: Basilikum, Kamille und Lavendel. Besagte Kräuter werden ausführlich beschrieben. Analog wird dann in den Folgekapiteln vorgegangen, auch im praktischen Teil. Hier lernt man die geernteten Produkte vielseitig anzuwenden, im Falle der Kräuter Tee herzustellen oder auch Masken sowie Seifen zuzubereiten. Schlussendlich wartet Susanne Oswald jeweils sogar noch mit Feinschmeckerrezepten auf. Das Pesto habe ich schon ausprobiert. Es ist sehr gut, nicht nur zu Pasta, sondern auch auf geröstetem Weißbrot. 

Von den Bildern, die man im Kapitel "Wildkräutergarten"  bewundern kann, konnte ich mich fast nicht losreisen. Welch` ein Glück für jene, die in solch einer Umgebung leben dürfen! Sehr gut ausgewählt sind die ins Buch eingebundenen Zitate. So lese ich unter einem Foto einer traumhaften Löwenzahnwiese "Die Natur hat tausend Freuden für den, der sie sucht und mit warmem Herzen in ihren Tempel eintritt.“ (Rahel Varnhagen von Ense). 

Die Wildkräuter, die in den Fokus gesetzt worden sind, heißen Bärlauch, Brennnessel und Löwenzahn, dabei ist die Brennnessel eine der wichtigsten Heilpflanzen für den Stoffwechsel und wohl auch deshalb lernt man einen entsprechenden Tee zuzubereiten. Das Wildkräutersalz klingt vielversprechend und ist auch vielseitig einsetzbar. 

Begeistert bin ich vom gezeigten Gemüsegarten und der Erwähnung der alten Schätze dort. Erneut ist von guter Partnerschaft im Beet die Rede, aber auch von ungünstigen Kombinationen. Viele Hobbygärtner wissen um diese Tatsache nicht und wundern sich, wenn der Kopfsalat alles andere als prachtvoll ausschaut. 

Gelungen auch ist die Reflektion zum Thema Tomaten und es freut mich den Chili u.a. im Fokus der drei Gemüse zu sehen. Wir nutzen ihn seit Jahren täglich, weil seine Inhaltsstoffe die Gesundheit fördern und er uns fit macht. Das Rezept für die "Scharf-fruchtige Kürbissuppe" ist exzellent und von den Ingredienzien würdig als Feinschmeckerrezept bezeichnet zu werden. Geradezu verliebt habe ich mich in ein Foto, das einen Johannisbeerstrauch als Hochstämmchen zeigt. Im Bio-Garten meiner Mutter gab es solche "Bäumchen" als ich  noch Kind war. 

Tolle Bepflanzungsideen für Erdbeeren lassen auf das nächste Frühjahr hoffen, zumal Erdbeeren viel Vitamin C, Folsäure, Mangan und sekundäre Pflanzenstoffe beinhalten. 

Im Seelengarten blühen selbstverständlich auch Rosen. Dass die Autorin ihren Rosenbetrachtungen ein Gedicht von Hölderlin beigefügt hat, sprich für sie. Man lernt einen Rosenbogen zu gestalten. Diesen kann ich nur jedem empfehlen, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie gut der Anblick für das Wohlbefinden ist. Drei Rosen stehen im Fokus u.a. die bekannteste historische Teerose, genannt "Maréchal Niel", die bereits seit 1864 Blüten treibt.  Für die Feinschmecker gibt es übrigens Rosengelee, den man geschmacklich mit orientalischen Noten in Verbindung bringt. 

Es freut mich, dass die Autorin an Lupinen denkt, wenn sie Stauden im Fokus hat. Diese galten bei den Ägyptern vor 2000 Jahren als Nahrungsmittel, Grund genug diese Blumen nicht nur zu bewundern, sondern "Lupinenbratlinge" daraus zuzubereiten, so wie dies einst vielleicht die Köche der Nofretete taten. 

Eine Vielzahl essbarer Blüten lernt man in der Folge kennen, unter diesen natürlich die Ringelblume und die Kapuzinerkresse. Gebackene Holunderblüten-    eine köstliche Leckerei- sind nicht so schwierig zuzubereiten; dennoch gut, dass ein entsprechendes Rezept beigefügt worden ist. Dazu ein Glas Holundersaft und man fühlt sich in seine Kindheit zurückversetzt. 

Wie schön es ist, wenn ein Garten duftet, wissen alle, die diese Erfahrung schon einmal machen durften. Flieder, Goldmelisse und Pfefferminze wurden hier hervorgehoben, bevor man Wissenswertes zur Aromatherapie und über Heilreisen mit Düften erfährt. 

Oswald hat wirklich nichts vergessen. Sie denkt auch an Schmetterlinge, die uns schon als Kinder erfreuten und sie verrät wie man ein Schmetterlingsparadies gestaltet. Die Fetthenne wurde 2011 zur Staude des Jahres gewählt. Dank meiner Mutter habe ich seit diesem Jahr viele Fetthennen in meinem Garten. Dass sie es sind  die Schmetterlinge anziehen,  habe ich vermutet, nun aber weiß ich es genau. 

Auch ein ZEN Garten hat seinen Reiz wie die Bilder zeigen. Bambus, Fächerahorn und Gingko werden hervorgehoben. Die Ruhe, die von einem solchen Garten ausgeht,  fasziniert. 

Zum Schluss lernt man die Vorzüge eines persönlichen Gartens kennen und kann sich in sogenannte Basisrezepte vertiefen, wenn man gerne Neues ausprobieren möchte. Das Buch gefällt mir deshalb so gut, weil es viele Facetten schöner Gärten abdeckt, die unserer Seele wohltun und darüber hinaus auch noch praxisbezogen ist, da man lernt,  Blumen und Früchte aus einem solchen Paradies auch sinnvoll zu verwenden.

Sehr empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Callwey-Verlag und können das Buch bestellen. http://www.callwey.de/buecher/ein-garten-fuer-die-seele/. Sie können es aber auch  bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: 500 Garten Ideen- Christina Freiberg- Fotos von Marion Nickig

Dieser wunderbare Bildband enthält eine Fülle ausführlich beschriebener Gartenbilder, deren Betrachtung viel Freude bereitet. 

Untergliedert sind die schönen Fotos in die Kapitel: Formsache; Lichtblick; Natur Pur; Mehrwert; Blumenmeer; Werkzeug; Flair& Charme; Ernteglück; Trickreich und Ruhepol 

Mittels der Bilder werden 500 Gartenideen visualisiert, die dazu verhelfen sollen, den eigenen Garten rasch und kostengünstig in ein Blumenmeer, Naturidyll oder aber in eine Freizeitoase zu verwandeln. Durch die Visualisierung der Tipps hat man eine klare Vorstellung von dem, was sich umsetzen lässt. So wird beispielsweise im Kapitel "Formsache"  ein Bodenmuster gezeigt, das zwei Funktionen erfüllt. Es handelt sich dabei um ein dekoratives Materialmix, bei der die geschwungene Linie in der Mitte des Weges die Fläche optisch in die Breite streckt und den Weg dennoch länger erscheinen lässt.

Tolle Ideen findet man zum Thema "Lichtblicke". Gezeigt wird u.a. wie man Helligkeit oder durch eine fiktive Tür einen neuen Raum in einem dunklen Gartenbereich entstehen lässt. 

"Natur pur" zeigt viele hilfreiche Ideen auch für Gemüsegärtner und hier u.a. dass Kartoffeln bestens geeignet sind als Zwischenkultur und in der Fruchtfolge. Dabei ist die Blüte der Kartoffeln übrigens sehr dekorativ. Hübsch auch sind Töpfe, die mit Früchten, Kräutern oder Gemüse bepflanzt sind. Als Traum erscheinen alle Blumenmeere, speziell angetan bin ich von Freiland-Orchideen, natürlich  den alten Bauernhortensien, die Ramblerrose, dem hellblauen Rittersporn, aber auch von der herbstlichen Blütenpracht, die auf zahlreichen Fotos  gezeigt wird,  in intensiven Gelb- und Orangetönen.

Sehr gut auch ist die Erläuterung der Gartenwerkzeuge und der Accessoires, oftmals mit wenigen Mitteln gestaltet und schließlich die Präsentation des Ernteglücks  sowie die Erläuterungen dazu, etwa, dass Kalium die Fruchtbildung bei Obstbäumen fördert,

Seite für Seite sind die Bilderwelt und die Texte dazu sehr bereichernd. Obsternte auf dem Balkon? Ja, auch die gibt es. 

Der Garten, Ort des kreativen Tuns und ein Ruhepol wird hier zum visuellen Ereignis, das sehr inspirierend ist.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Callwey-Verlag und können das Buch bestellen: http://www.callwey-shop.de/buecher.html Sie können aber auch  bei igren Buchhändler vor Ort das Buch erwerben, wenn sie diesen unterstützen möchten. 

Rezension: Englische Traumgärten- Barbara Baker

Die Britin Barbara Baker hat gemeinsam mit dem Fotografenteam Jerry und Marcus Harpur dieses Werk für Gartenliebhaber  auf den Weg gebracht. Baker ist nicht nur Sachbuchautorin, sondern auch ambitionierte Gärtnerin, die die Texte zum Bilderreigen und auch das Vorwort zum Buch geschrieben hat, das mit 100 inspirierenden Gartenbeispielen aufwartet. Dabei beginnt sie ihr Vorwort mit einer Strophe aus dem Gedicht  "Garten" von Vita Sackville-West, das diese 1946 verfasst hat. 

Das Buch fängt die Essenz von 100 Traumgärten ein, lässt uns Baker vorab schon wissen. Es handelt sich um öffentlich zugängliche Anlagen, aber auch um reine Privatgärten und zwar in jedem nur denkbaren Gartenstil. Alle Gärten sind das Ergebnis von Fleiß und Liebe zur Sache, obschon ihr Anblick Mühelosigkeit suggeriert.  Grundsätzlich möchten diese Paradiese Ausdruck des Traums ihrer Gestalter sein, "Orte, die ihre Besitzer gerne betrachten und täglich aufsuchen."

Gemeinsam ist diesen Traumgärten der wohldurchdachte Einsatz von Farbkombination, Textur und Form, Licht sowie Schatten, freien als auch bepflanzten Flächen und harten wie ferner weichen Materialien. Zu jedem der Gärten gibt es mehrere schöne Fotos, die durch die Texte sehr gut erläutert sind. 

Eingangs vor jeder Präsentation  erfährt man stets, in welcher Grafschaft der Garten liegt, wie er heißt und wer in gestaltet hat und zwar nach welchen Kriterien. 

Wundervolle Blumen- aber auch Gemüsegärten auf dem Land begeistern  ebenso wie die Gärten in London oder in anderen Städten. Fantastisch  ist "The Jungle Garden", Norwich, Norfolk. 200 exotische Pflanzen wachsen dort, darunter Palmen, Bambusse, Farne und Bananen, Ein Traum für alle, die sich intensiven Grüns in exotischer Ausprägung erfreuen können. Sehr schön auch sind Gärten im Tudorstil, so etwa "Middleton Hall" und  die zauberhaften Schlossgärten wie "Broughten Castle" in Banbury, Oxfordshire. Natürlich beeindruckt David Austin Roses in Albrighton, West Midlands mit seiner Rosenpracht, aber alle anderen Gärten erstaunen den Betrachter auch. 

Jedes der gezeigten Paradiese ist zauberhaft, alle Bilder eignen sich zum Meditieren und zum Sich -erfreuen. Der Gedanke "Je älter wir werden, umso mehr bedeutet uns die Natur. Unerschrocken das Werden u. Vergehen zu bestaunen und sich zu freuen, das ist weise" kam mir heute Abend in den Sinn als ich mit viele der Fotos in diesem Buch ansah. 

Man freut sich mit den Menschen, die diese Gartenanlagen bewirtschaften, denn seit Le Nôtre wissen wir, dass  Gärtner, die glücklichsten aller Menschen  sind. Wer sich je im Garten nützlich gemacht hat, wird dies bejahen, auch wenn es mitunter anstrengend ist. 

Empfehlenswert für alle, die sich oder anderen etwas  zu Erbauung schenken möchten.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Verlag und können das Buch bestellen.
http://www.delius-klasing.de/buecher/Englische+Traumg%C3%A4rten.41864.html. Alternativ können  Sie aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke bestellen, wenn Sie diesen unterstützen möchten.

Rezension: Gartenlust- Traditionelle und moderne Gärten in Großbritanien -Helena Attlee

Dieses schöne Gartenbuch trägt den Namen Gartenlust und erinnert damit sogleich an die sinnliche Komponente, die Gärten inne wohnen. Die Journalistin Helena Attlee hat gemeinsam mit dem Garten- und Architekturfotografen Alex Ramsay dieses reich bebilderte  Werk auf den Weg gebracht, das sich mit traditionellen und modernen Gärten in Großbritannien näher befasst.

Gleich auf einer der ersten Seiten hat man Gelegenheit auf einer Karte, sich eine Vorstellung davon zu machen, wo genau in England sich die Gärten, die im Buch besprochen werden, befinden. 

Gezeigt werden neben den herausragendsten Gärten zudem eine große Anzahl unterschiedlicher Landschaften. Das Buch enthält Gärten verschiedener Stile und Epochen. Das liegt darin begründet, dass in England Gartengestaltung bereits sein Hunderten von Jahren ein wichtiger Teil der dortigen Kultur darstellt. 

Insgesamt sind es 20 Gärten, unter ihnen "Sissinghurst", über die man Wissenswertes erfährt. Dabei stammen die ältesten Gärten aus dem Zeitalter des Barock und wurden im späten 17. Jahrhundert angelegt. Viele Stilrichtungen,  auch Gärten aus viktorianischer und edwardianischer Zeit, des Weiteren Gärten im Arts-and Craftstil wie auch Gärten aus der Zwischenkriegszeit kommen zur Sprache. Zeitgenössische Gärten runden den Gang durch englische Gartengeschichte ab. 

Zahlreiche Gärten sind mit den wichtigsten Persönlichkeiten der Gartenbaugeschichte verbunden, so etwa mit Christopher Lloyd, Vita Sackville-West und Lawrence Johnston und allen Gärten gemeinsam ist ihre Einzigartigkeit, durch die sie berühmt wurden. 

Sehr gute Beschreibungen und wunderschöne Bilder, in denen die Farbe Grün dominiert, begeistern gewiss  zahlreiche Leser, die in diesem Buch viel Anregung erhalten, die Gärten zu besuchen, um sich eine Weile in besonderen Oasen der Ruhe aufzuhalten.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Gerstenbergverlag und können das Buch dort bestellen. https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836926591 Sofern Sie Ihren Buchhändler vor Ort unterstützen möchten, dann bestellen Sie bitte dort.

Rezension: Mein Kräuterparadies- Gayla Trail

Es ist nicht das erste Kräutergartenbuch, das ich rezensiere. Grund: Ich erkunde solche Bücher gerne, weil ich seit Kindertagen Kräuter mag, mich immer wieder damit beschäftige und sie  beim Kochen und Zubereiten von Salaten mit Vorliebe frisch aus dem Garten verwende. 

Das vorliegende, sehr handliche, reich bebilderte Buch ist in drei Teile untergliedert.
Teil Eins: Kräutergarten anlegen und pflegen 
Teil Zwei: Die Pflanzen 
Teil Drei: Vorräte anlegen: Ernten, konservieren, essen. 

Teil Eins umfasst 7 Kapitel. Zunächst geht es dabei um die Lust auf Kräuter und essbare Blüten. Dann erfährt man Wissenswertes im Hinblick auf Kräutergärten für jeden Ort. Viele aber nicht alle Kräuter benötigen eine Menge Sonnenstrahlen. Hochbeete machen Sinn, auch Dränagen. Darüber liest man Wissenswertes und erfährt auch, welche Kräuter halbschattige Standorte vorziehen, auch welche diese zumindest tolerieren und solche, die nährstoffarmen Böden akzeptieren. 

Sehr gut wird erklärt, wie man ein Minihochbeet kreiert, auch Töpfe bepflanzt, etwa für Frühlingskräuter oder auch nur für ein Tagesgericht. Man lernt eine Topf-Pyramide zu gestalten und dann schließlich auch Kräutergärten in mehreren gut nachvollziehbaren Schritten anzulegen. Da es hohe, kletternde und kriechende Kräuter sowie Bodendecker gibt, sollte man sich genau überlegen wie man vorgeht. 

Über Farben und Formen wird man unterrichtet und erfährt, welche Kräuter welche Farben haben und auch welche Blattformen und Blattoberflächen sie besitzen. Die Pflanzenpflege wird ausführlich erläutert. Hier lernt man gesunde Pflanzen, Zwiebeln und Knollen auszuwählen und darauf zu achten, die richtigen Pflanzen für die entsprechende Region auszusuchen. Über die Aufgabe von Nährstoffen wird man unterrichtet und lernt sogar Flüssigdünger selbst herzustellen. Ein Pflegekalender rundet dann alles ab. 

Man erfährt weiter, was man mit einzelnen Schädlingen tun kann, auf welche Krankheiten man achten sollte und welcher lästiger Pflanzen man sich besser entledigt. Die Pflanzenporträts im Teil 2 sind alphabethisch geordnet und sehr gut beschrieben. Man wird auch darüber aufgeklärt, wie man die Pflanzen kultiviert.

Sehr schön sind die Ideen zum Thema Kräutersträuße und gelungen, auch die Rezeptideen zum Schluss gefallen. Überzeugend sind die Kräutersalate und das Rezept für eine Bloody Mary aus eigener Ernte wie auch die Rezepte für Kräuterbutter und die Kräutertee-Mischungen. 

Kräuter zu pflanzen und zu pflegen macht nicht nur Freude, sondern ist auch sinnstiftend, denn Kräuter dienen bekanntermaßen  der Gesunderhaltung unseres Körpers. 

Empfehlenswert.

Bestellen  können Sie das Buch direkt bei Bassermann oder aber bei Ihrem Buchhändler um die Ecke.