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Rezension:Gartenkunst & Künstlergärten: Ein Führer durch Umbrien, Latium und die Toskana (Broschiert)

Wissen Sie, was ein Nymphäum ist?

Der kürzlich verstorbene Bildhauer Tassilo Moser, der für seine Skulpturen mehrfach ausgezeichnet wurde, hat vor seinem Tode dieses wunderbare Buch verfasst. Es führt den Leser durch die die Gartenkunst und die Künstlergärten Umbriens, Latiums und der Toskana.

Das Werk beginnt mit einer umfassenden Einführung in die europäische Gartenkunst. Zur Sprache gebracht werden die frühen Paradiese vom Garten Eden hin zu den hängenden Gärten der Semiramis in Babylon, die bekanntermaßen zu den 7 Weltwundern zählen. Antike Gärten der Griechen und Römer werden beschrieben und hier auch liest man von Ovid, der in seinen Metamorphosen das "Goldene Zeitalter" als ein verlorenes Paradies am Anfang der Zeiten, in dem Frieden und ewiger Frühling herrschte, beschrieb. Christliche Gärten im Mittelalter sind ein Thema.

Wissen sollte man, dass die damalige gärtnerische Tradition, speziell in Klöstern sich in Form von Nutzgärten tradierte. Die historischen Gartenbetrachtungen in der Einleitung streifen islamische Gärten ebenso wie jene Gärten im Spätmittelalter und in de frühen Neuzeit. Es folgen die Gärten der Früh- und Hochrenaissance sowie der Manierismus und des Barock. Unter Ludwig dem XIV. kam die barocke Gartenkunst zur vollen Entfaltung. Die Grundlagen hierfür schuf Le Nôtre, Diesbezüglich habe ich vor Jahren ein Buch rezensiert, das ich sehr erhellend fand, speziell was das Boskettenprinzip anbelangt. Über Landschaftsgärten gewinnt man auch einen recht guten Eindruck, bevor man eine Fülle von historischen und auch modernen Gärten sowie Skulpturenparcours in der Toscana, in Umbrien und in Latium kennen lernt.

Ich gestehe, ich ahnte nicht entfernt die Fülle an Gärten, die es zu sehen gibt. Das Buch ist ein Reiseführer der besonderen Art. 90 Gartenanlagen werden ausführlich beschrieben. Die Kontaktdaten, Öffnungszeiten und die Wegbeschreibung werden stets unter dem Gartenporträt genannt, auch die Größe des jeweiligen Gartens, sowie die Besuchsdauer. In kleinen grünen Merkkästchen lernt man Begriffe kennen, so etwa Begriffe wie "Kaskade" oder "Balustrade", die wie viele andere Begriffe gut erläutert werden.

Ich maße mir nicht an, einen der Gärten hervorzuheben, alle sind interessant, auch die bemerkenswerten Arbeiten zeitgenössischer Künstler in verschiedenen jungen Anlagen. GPS-Daten und Kartenmaterial sowie Fotos von den Gärten runden diesen tollen Reiseführer ab, der aufgrund seiner Beschreibung eigentlich notwendig macht, für immer in Italien zu bleiben. Ein Traum.

Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Ladys in Gummistiefeln - Noch mehr Damen mit dem grünen Daumen (Gebundene Ausgabe)

"Wo die Blumen selbst die Planung des Gartens übernommen haben, ziehe ich mich höflich zurück, denn sie sind die Intelligenzien, die das Geschehen lenken und greifen dort an, wo wir stümpern." (Norah Lindsay, S.25)

Mit diesem schönen und dabei informativen Buch ist es möglich, sich in die Frühlingszeit einzustimmen, besonders dann, wenn man Gärten und Grünanlagen liebt und Menschen schätzt, die sich diesbezüglich engagieren.

Vorgestellt werden in diesem reich bebilderten Werk namhafte Gartgestalterinnen mit Stil, Pflanzenjägerinnen, Pionierinnen der Blumendekoration und zudem auch Blumenmalerinnen.

Die Kunstgeschichtlerin Claudia Lanfranconi hat bereits einige sehr bemerkenswerte Bücher veröffentlicht. Alle ihre Werke zeichnen sich dadurch aus, dass sie gut recherchiert sind. Wie sie bereits in ihrer Einleitung schreibt, ist die Gartengeschichte reich an faszinierenden und auch schillernden Frauen, die ihre Aufgabe darin sahen, ihre schöpferische Kraft in die Kultivierung, Dekoration und Darstellung von Pflanzen zu investieren.

Generell zählte das Botanisieren in adeligen und bürgerlichen Kreisen zu den Betätigungen, die für Damen als angemessen galten. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in England und den USA die ersten Gartenbauschulen für Frauen in Leben gerufen. Ein Meilenstein für Frauen im Bereich der Emanzipation als Gartenarchitektinnen.

Was berühmte Gartengestalterinnen zu Wege brauchten, kann man kann man dann dem ersten Kapitel entnehmen. Hier werden nachstehende Damen porträtiert: Ganna Walska, Norah Lindsay, Deborah Cavendish, Herzogin von Devonshire, Gabriella Pape und Isabelle Van Groenigen, Alicia Amherst und Sabine Freifrau von Süsskind.

Auch in den dann folgenden Kapiteln geht es um Porträts interessanter Frauen, hier aber nicht um Gestalterinnen schöner Gärten, sondern beispielsweise um Sammelleidenschaft. Aus dieser Leidenschaft heraus reisten Frauen der Gesellschaft in ferne Länder, um neue Pflanzen zu entdecken.

Blumenkünstlerinnen sind ebenfalls ein Thema, deshalb auch lernt man u.a. Julia Clements kennen, die den erkenntnisreichen Satz formulierte "Ich glaube, dass die wichtigste Eigenschaft, ihnen die es keinen wahren Künstler und keine wahre Kunst geben kann, Empfindsamkeit ist."

Die vorgestellten Blumenmalerinnen kannte ich bereits und bin hauptsächlich von den Arbeiten Rosi Sanders begeistert. Sie schätzt "starke Pflanzen mit erotischer Wirkung", wie etwa Papageientulpen mit ausgefransten und geflammten Blütenblättern (vgl.: S.127). Dabei malt sie in der Tradition botanischer Künstler der Vergangenheit und vertieft sich in die Stille Arbeit an ihren botanischen Blumenporträts, die sie wie man erfährt im Stehen kreiert.

Ein schönes Buch über interessante, naturverbundene Frauen. Sehr gut konzipiert und einfühlsam porträtiert

Empfehlenswert.

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Rezensionen:Gärtnern (fast) ohne Gießen - Mit wenig Wasser zum Gartenglück (Gebundene Ausgabe)

"Der Nordwind ist ein rauer Vetter, doch er bringt beständig`s Wetter" (S.105)

Dorothée Waechter hat ein bemerkenswertes Gartenbuch geschrieben, das den Untertitel "Mit wenig Wasser zum Gartenglück" trägt. Ein Buch dieser Art habe ich schon lange gesucht, denn ich bepflanze Sandboden, der dann, wenn er mit den falschen Pflanzen bestückt wird, nur wenig Freude bereitet.

Für Pflanzen ist Wasser eine Lebensgrundlage. Durch Wasser, Licht und Kohlendioxid können sie erst Energie gewinnen. Es ist das Licht, das es möglich macht, dass in den Blättern die Umwandlung zu Traubenzucker und Sauerstoff erfolgt. Besagten Prozess nennt man Fotosynthese. Wasser hilft der Pflanze beim Temperaturausgleich. Dazu erfährt man im Buch Wissenswertes, auch über das Wunder der Welke bleibt man nicht in Unkenntnis. Wenn Triebspitzen und Blüten hängen, dann fehlt es der Pflanze an Wasser, aber auch andere Gründe können Ursache sein. Diese erfährt man im Buch, in dem man auch Wetterbeobachten nahe gebracht bekommt und ausgiebig über den Boden, die Grundlage für pflanzliches Leben bestens informiert wird.

Man erfährt, weshalb man Faserstoffe in den Boden einarbeiten soll, liest über den Sinn von Urgesteinsmehl als mineralischer Bodenverbesserer und erhält sehr gute Informationen im Hinblick auf vorbehandelte Zuschlagsstoffe mit gutem Wasserspeicher als auch für Rezepte für Substrate, die zufriedenstellend Wasser speichern.

Sensibilisiert wird man für die richtige Auswahl von Pflanzen und liest zudem, wie man die Wasseraufnahme optimieren kann. Das funktioniert, indem die Pflanzen ein tiefreichendes Wurzelsystem aufbauen.

Typische Pflanzen für die Prärie, für Kiesgärten etc. werden vorgestellt und man lernt Pflanzen gegen das Austrocknen kennen. Dazu gehören spezielle Bodendecker und Polsterpflanzen.

Wenn Wasser knapp ist, empfiehlt sich ein Topfgarten. Darüber, aber auch über den sparsamen Umgang mit Wasser, Düngung und vieles andere mehr wird man erstaunlich gut aufgeklärt, so dass man hoffnungsvoll in die nächste Gartenperiode schauen kann.

Empfehlenswert.

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Rezension: Ein Garten ist niemals fertig: Ideen und Erfahrungen aus einem immerblühenden Garten (Gebundene Ausgabe)

"Hast du einen Garten und eine Bibliothek, dann hast du alles, was du brauchst." Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

 Heute hat der Monat März begonnen und mit ihm die Vorfreude auf einen hoffentlich bald wieder blühenden Garten. Die beiden Gärtner Manfred Lucrenz & Klaus Bender habe gemeinsam mit der renommierten Fotografin Marion Nickig diesen wunderschönen Bildband auf den Weg gebracht, der viele gute Ideen für ein immerblühendes eigenes Paradies bereithält.

Untergliedert ist das reich bebilderte Buch in 10 Kapitel. Hier berichten die beiden Gärtner zunächst wie ihr Garten entstanden ist. Anschließend erfährt man Wissenswertes über das Grundgerüst des Gartens. Gemeint sind hier Bäume, Sträucher und Hecken. Hier werden auch Standortfragen geklärt, über Baum-Gruppierungen nachgedacht, auch über Farbbestimmungen, wie man Bäume und Gehölz in Form bringt und wie es um die Schattenbildung steht. In einem Spezial, das jedem Kapitel angefügt ist, werden im 2. Kapitel die Baumfavoriten des Autorenteams vorgestellt. Anhand von sehr imposanten Fotos und informativen Textporträts lernt man diese kennen.

Anschließend beginnt das Kapitel Narzissen, Tulpen & Co mit einen doppelseitigen Foto, auf dem man Tausende von blühenden Narzissen, auch einen blühenden Magnolienbaum bewundern kann, erhält dann viele Tipps, wird im Hinblick auf Pflanzkonzepte beraten und lernt innerhalb eines Spezials die Zwiebelfavoriten im Porträt kennen.

In ähnlicher Weise wird anschließend mit Rosen verfahren, anhand von Bildern lernt man diese fachgerecht zu schneiden, liest dann über die Vielfalt und Lebendigkeit von Stauden und über die Fünf-Stauden-Kategorien eines raffinierten Pflanzplanes, der für ein blühendes Paradies in vielen Monaten des Jahres sorgt.

Luxus aus dem Gemüsegarten und Gartenteiche werden beleuchtet und man wird auch über Elemente wie den Bodenbelag eines schönen Gartens informiert, kann sich über Gartenausstattung in einem Spezial kundig machen, sich auch über Krankheiten von Pflanzen und Bäumen erkundigen und erhält schlussendlich sehr gute Infos zur Erde, die bekanntermaßen die Grundlage für ein erfreuliches Wachstum darstellt.

Ein sehr schönes und dabei hilfreiches Gartenbuch, das ich gerne empfehle.

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Rezension:Freude an winzigen Gärten: Ungewöhnliche Pflanzideen für drinnen und draußen

Wenn Sie nicht wissen, was Sie mit Ihren alten Sammeltassen von Tante Olga anfangen sollen, dann bepflanzen Sie diese doch mit Zwerg-Grasnelken oder mit Winterlingen etc.

Emma Hardy hat ein Gartenbuch verfasst, das 35 ungewöhnliche Pflanzenideen für drinnen & draußen bereithält. In diesem Buch geht es um winzigste Gärten in originellen Behältnissen.

Zunächst wird man mit praktischen Grundlagen für ein solches Unternehmen sehr gut vertraut gemacht, lernt nützliche Geräte und Zubehör kennen. Anschließend geht es dann zur Sache.

Aufgelistet sind pro Idee jeweils die Materialien. Die Gestaltung der Idee wird bestens erläutert. Anhand von Fotos dann kann man sich ein Bild von dem Vorschlag machen.

Gerade für die vorösterliche Zeit ist ein Eierschalen-Gärtchen sehr attraktiv. In die Eierschalen werden Veilchen, Vergissmeinnicht oder Moosfarne gesetzt. Mit alten Teetassen oder Sammeltassen aus längst vergangener Zeit kann man ähnlich verfahren, wenn man zierliche Gewächse dort einpflanzt. Ich möchte an diese Stelle nicht alle Pflanzenbehältnisse aufzählen, die im Buch genannt werden, doch einige hervorheben.--

Besonders gefallen hat mir ein Pflanzstuhl. Eine tolle Idee. Nicht kompliziert umzusetzen. Keksdosen zu bepflanzen finde ich ebenso originell, wie einen alten Koffer auf diese Weise zweckzuentfremden.

Natürlich eignet sich nicht jede Pflanze für ein bestimmtes Behältnis. Deshalb auch sollte man sich in diesem Buch erst mal kundig machen und inspirieren lassen.

Man lernt Hübsches mit Farnen zu gestalten, ein grünes Dach für Nistkästen zu kreieren und kleine Wassergärten anzupflanzen. Auch Kräuter und andere Nutzpflanzen können in Miniaturgärtchen gedeihen und dem Besitzer einer solchen Anlage viel Freude bereiten, sei es auf dem Schreibtisch, in der Wohnung, auf dem Balkon oder - ich denke da an den Blumenstuhl- im Garten.

 Sehr empfehlenswert. 

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Rezensionen Meine liebsten Wildkräuter: Neues von der Kräuter-Liesel mit ihren besten Rezepturen

"Die Natur ist die beste Apotheke." (Sebastian Kneipp)

Dies ist das zweite, reich bebilderte Buch der achtzigjährigen Gartenbuchautorin Liesel Malm, das ich mit viel Freude rezensiere. Die Gärtnerin aus Leidenschaft hat im letzten Jahr ihr erstes Buch veröffentlicht und damit einen ungeahnten Erfolg erzielen können. 30 Jahre praktische Erfahrung im eigenen Garten sind die Basis dafür, so kenntnisreich schreiben zu können. Waren es das letzte Mal Heil-und Gewürzkräuter, die sie thematisierte, so sind es nun Wildkräuter, nicht nur solche, die in Wald und Flur wachsen, sondern auch solche, die häufig im Garten angebaut werden können.

In der Einleitung erläutert die Autorin zunächst, was Wildkräuter konkret sind und lässt auch nicht unerwähnt, dass diese wertvollen Kräuter viele Vitalstoffe und Mineralien sowie Spurenelemente enthalten. Frau Malm weist darauf hin, dass man darauf achten soll, keine Pflanzen zu nehmen, die unter Naturschutz stehen.

Die Pflanzenporträts sind alphabetisch geordnet und sehr gut skizziert. Hier erfährt man auch immer etwas über die Heilwirkung der einzelnen Wildkräuter sowie wo man sie findet und erhält zudem biologische Hintergrundinformationen, brauchbare Rezepte für Tees, Tinkturen, Pulvermischungen, Öle und anderes mehr.

Vorgestellt werden auch Giftpflanzen. Einige dieser Pflanzen, wie etwa der blaue Eisenhut, der Feldrittersporn und der rote Fingerhut sind sehr giftig. Die Autorin schreibt im Hinblick auf den roten Fingerhut "Für Laien ist der Fingerhut total tabu. Herzkranke Menschen werden mit Digitalis therapiert, aber immer öfter höre ich, dass "Betablocker" eingesetzt werden. (Was das ist, weiß ich nicht)."

Der letzte Satz sollte zu denken geben und uns verdeutlichen, wie wichtig es ist, im Einklang mit der Natur zu leben.

Sehr empfehlenswert. 

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Rezension:Wilde Gartenparadiese gestalten - für Bienen, Vögel, Schmetterlinge,ich (Broschiert)

"Wir müssen die Natur nicht als unseren Feind betrachten, den es zu beherrschen und überwinden gilt, sondern wieder lernen  mit der Natur zu kooperieren. Sie hat eine viereinhalb Milliarden lange Erfahrung. Unsere ist wesentlich kürzer." (Hans-Peter Dürr (*1929), dt. Physiker, 1987 Alternat. Nobelpr.)

Jetzt, wo der Frühling vor der Tür steht, macht es besonders viel Vergnügen, sich in Gartenbüchern kundig zu machen, um anschließend seine neu gewonnenen Kenntnisse praktisch umsetzen zu können. Kate Bradbury ist die Autorin dieses schönen, reich bebilderten Gartenbuches.

Wie gestaltet man wilde Gartenparadiese, in denen Platz für Bienen, Schmetterlinge und Vögel ist?

Die Autorin untergliedert ihr Buch in zwei große Abschnitte. Dabei geht es im ersten Teil zunächst darum, Lebensräume für Tiere zu schaffen. Hier erfährt man u.a. Wissenswertes im Hinblick auf Zuflucht und Unterschlupf für Tiere im Garten. So liest man, dass an der Mauer diverse Kletterpflanzen diese lebendig machen, weil durch sie Vögel im Dickicht nisten. Man lernt in der Folge Kletterpflanzen kennen, die der heimischen Tierwelt nicht nur Schutz- und Zufluchtsmöglichkeiten bieten, sondern auch Nektar und Pollen für Bestäuber, Laub für Raupen und Früchte für Vögel bereithalten.

Zur Sprache gebracht werden u.a. Laubhaufen und man erhält eine gut nachvollziehbare Bauanleitung, um ein Igelhaus zu errichten. Steinhaufen für Frösche sind auch ein Thema und zudem die Ansaat einer Blumenwiese, die auf nährstoffarmen Böden sehr gut gedeihen und ebenfalls Tiere anlocken.

Genau erläutert wird, wie man Nistkästen baut . In diesem Zusammenhang liest man auch von Wohnstätten für Wildbienen und des Weiteren Hummelnistplätze.

Man lernt Nektar- und Pollenpflanzen näher kennen und erfährt, weshalb Bestäuber bestimmte Blüten auswählen. Es werden eine Vielzahl von Nektar- und Pollenpflanzen aufgelistet und zwar für das zeitige Frühjahr, den Frühsommer, den Spätsommer und den Herbst. Vorgestellt werden u.a. Topfbepflanzungen für Bestäuber und Dachbegrünungen. Futterpflanzen für Raupen lernt man kennen, erfährt auch wie man Nachtfalter und Tagschmetterlinge anlockt und welche Pflanzen und Bäume eine Verlockung für Vögel darstellen.

Die Top- Ten der sogenannten "Unkräuter" werden aufgelistet und verdeutlicht welchen Nutzen sie Tieren bringen. Zehn Bäume für die Tierwild kommen zu Sprache und man erfährt zudem Wissenswertes zur Vogelfütterung, auch welches Futter im Winter für Tiere im Garten sinnvoll ist.

Über Teiche und Teichpflanzen im Garten im Hinblick auf die Tierwelt wird man aufgeklärt und erhält eine Bauanleitung für Teiche, liest zudem Näheres zu Sumpfgärten und Vogeltränken, um schließlich auch etwas über Schädlingsbekämpfung zu erfahren.

Im zweiten Teil des Buches werden Vögel, Säugetiere, Amphibien und Reptilien, Bienen und Wespen, Schmetterlinge und Nachtfalter, Käfer, Fliegen, Wanzen und andere Kleintiere sowie das Teichleben näher bestimmt. So erfährt man beispielsweise, was man für Vögel im Garten tun kann, erfährt Wissenswertes über Vogelsang und Vogelzug und hat Gelegenheit sich in diverse Vogelporträts zu vertiefen. Wie man die einzelnen Vögel anlockt, wird sehr gut beschrieben, wie sie ausschauen kann man auf den beigefügten Bildern sieht.

Ähnlich wie bei den Vögeln wird bei den anderen Tieren verfahren, die im Einzelnen porträtiert werden. Natürlich finde ich es besonders spannend wie man bestimmte Schmetterlinge anlockt und nicht zuletzt den Siebenpunkt-Marienkäfer, mein Lieblingsgartentier seit Kindheitstagen.

Alles wir bestens erläutert und hilft Wege zu finden, mit der Natur zu leben und sie zu pflegen. Diesbezüglich haben wir eine Verantwortung, die wir ernst nehmen müssen.

Sehr empfehlenswert,

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Rezension: Latein für Gärtner: Über 3.000 botanische Begriffe erklärt und erforscht (Gebundene Ausgabe)

Dieses reich illustrierte Buch mit hellgrünem Lesebändchen gibt Auskunft über 3000 lateinische Begriffe aus dem Bereich der Botanik. Gedacht ist das Nachschlagwerk für ambitionierte Gärtner, die nicht selten ratlos sind, wenn sie mit lateinischen Fachbegriffen konfrontiert werden. Botanisches Latein erweist sich als ein praktisches Hilfsmittel für Gärtner. Dieses Hilfsmittel ist durchaus gleichzusetzen mit einem Spaten oder einer Gartenschere, wie Lesern spätestens nach der Lektüre dieses Buches klar werden wird.

Zunächst wartet die Autorin Lorraine Harrison mit sehr guten Hinweisen zur Nutzung des Buches auf, bevor sie einen historischen Überblick im Hinblick auf Latein in der Botanik gibt und alsdann botanisches Latein für Einsteiger darbietet. In der Folge dann werden 3000 lateinische Begriffe aus der Botanik in alphabetischer Reihenfolge beschrieben. Dabei wird zunächst der jeweilige Begriff angeführt. In der Folge dann wird der Begriff übersetzt und erläutert. Am Ende folgt als Beispiel ein Pflanzenname, der den jeweiligen Terminus beinhaltet.

Das Buch enthält ein alphabetisches Verzeichnis der lateinischen Pflanzennamen, zudem sehr aufschlussreiche Pflanzensteckbriefe und Porträts von Botanikern sowie bemerkenswerte Beiträge zu Pflanzenthemen.

Was verbirgt sich unter dem Namen "Foeniculum"? Auf Seite 91 erfährt man mehr. Es handelt sich dabei um den Fenchel. Das griechische Wort dafür ist übrigens "marathon". Das Pflanzenporträt ist ergiebig, die Bilder dazu veranschaulichen die Knolle und auch den Samen. Bei den anderen Porträts sieht es ähnlich aus.

Bei den Botanikern handelt es sich um solch namhafte Personen wie Alexander von Humboldt, Carl von Linné und David Douglas. Alle Personen werden dem Leser sehr gut nahe gebracht.

Im Rahmen der Pflanzenthemen erfährt man Wissenswertes nicht zuletzt über die Farben der Pflanzen, auch über Duft und Geschmack und dergleichen mehr.

Bei allen sehr guten Informationen ist das Werk aber in erster Linie ein sehr schönes Werk, das Sammlern bibliophiler Bücher viel Freude bereiten wird.

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Rezension:Die Gärten von Marrakesch (Gebundene Ausgabe)

Wo man den Duft von Blüten und Blättern, das Plätschern des Brunnens und den Gesang der Vögel in vollen Zügen genießen kann. Mit dem Buchtitel "Die Gärten von Marrakesch" assoziierte ich spontan Bilder aus Märchen- bzw. Traumwelten, Paradiese, in denen Rosen und Granatäpfel sehr gut gedeihen und überall Brunnen plätschern. Da ich noch nie in Marrakesch war, sind die schönen Gartenbilder von Alessio Mei für mich Neuland gewesen, das ich aber sehr gerne entdeckt habe.

Die Autorin Angelica Gray nimmt den Leser an die Hand und berichtet von 20 wundervollen Gärten in der alten marokkanischen Königsstadt. Marrakesch ist ja eigentlich primär für seine märchenhaften Souks bekannt. Darüber habe ich mich im Rahmen von Rezensionen bereits mehrfach geäußert. Zum Stadtbild gehörten aber auch schon immer Grünflächen und Lustgärten. Die Gärten der Medina laden zum Verweilen ein. Hier verwischen sich die Grenzen zwischen Nutz- und Ziergärten. Angelegt wurde die Stadt einst als grüne Oase mit rosafarbenen, kubischen Behausungen.

Man erfährt nicht nur wie die Gartengestaltung in der Altstadt ausschaut, sondern auch in der Neustadt und liest von der "Palmeraie", die schon lange zu Marrakeschs Wundern zählt. Dabei handelt es sich um einen Palmenhain, der angeblich auf berberische Nomaden zurückgeht.

In der Gesamtheit bergen die Gärten von Marrakesch viele Überraschungen und Annehmlichkeiten. Die im Buch gezeigten und gute beschriebenen Gärten sind übrigens nach den drei Stadtteilen untergliedert und zudem chronologisch nach der Zeit ihrer Anlage geordnet.

Es führt zu weit die einzelnen Gärten hier näher zu beschreiben oder gar auf geschichtliche Hintergründe einzugehen. Mich faszinieren die üppig- grünen Palast- und Hotelgärten besonders. Der rosa blühende Trompetenwein sorgt für ein idyllisches Flair und die das fließende Wasser sowie die Laternen lassen erahnen wie dort am Abend die Stimmung sein mag.

 Ein wenig andalusisch mutet der ein oder andere Garten an, mit seinen Palmen, Oliven- und Orangenbäumen sowie den schmalen Kanälen. Rosen und Granatäpfel habe ich fast keine erblickt, dafür jedoch zauberhafte Grüntöne, von denen sich das Mosaik auf den Gartenwegen edel abhebt.

Alles ist bestens beschrieben. Man kann sich insofern alles gut vorstellen, begreift auch die dortige Gartenarchitektur und nimmt das Buch sehr gerne immer mal wieder zur Hand. Eine Bereicherung für jede Gartenbuchbibliothek.

Für Gartenliebhaber, die die präsentierten Gärten besuchen wollen, sind am Ende des Buches die Kontaktdaten aufgelistet. 

 Empfehlenswert.

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Rezension:Als die Gärtner Tweed trugen: Valerie Finnis und der englische Gartenadel (Broschiert)

"Der Garten ist die beste Schule des Lebens." Bernhard Steiner

Ursula Buchan befasst sich in diesem reich bebilderten Buch mit der berühmten Pflanzen- und Gartenfotografin Valerie Finnis und dem englischen Gartenadel.

Informiert wird man ausführlich über das Leben und Wirken von Finnis, die 40 Jahre hindurch namhafte Persönlichkeiten wie Vita Sackville-West in ihrem natürlichen Umfeld ablichtete. Nicht nur als Gartenfotografin machte sich diese charmante britische Dame einen Namen, sondern auch als Lehrerin an der Waterperry Horticultural School for Women in Oxford.

Untergliedert ist das Buch in vier Abschnitte. Das die gelernte Gärtnerin viele Gartenexperten zu ihren Freunden zählte, speziell solche, die sich mit alpinen Pflanzen befassten, lichtete sie solche gerne auch ab. Die Schule, an der sie 30 Jahre lang lehrte, ist seit 200 Jahren eine unangefochtene Autorität in der britischen Gartenwelt. Es handelt sich dabei um eine Gesellschaft, die sich der Aus- und Weiterbildung der Hobbygärtner widmet. Das geschieht in den Gärten dieser Gesellschaft, auch durch Zeitschriften und Blumenschauen. Es werden zahlreiche Preise an verdiente Gärtner seitens der Society verliehen, dabei ist die renommierteste Auszeichnung, die Victoria Medal of Honour.

Gezeigt und thematisiert werden Landhaus- und Cottage-Gärten und deren Besitzer. Entzückende Bilder, auch von Männern in edlen Schottenröcken bei Gartenarbeiten. Irgendwann sieht man Fotos von Schneeglöckchen und hofft auf den Frühling.

Auf den letzten Seiten werden sehr guten Porträts namhafter britischer GärtnerInnen vorgestellt, unter ihnen Dame Miriam Rothschild, die Tochter des Bankiers und Naturforschers Charles Rothschild und Victoria May Sackville-West, die 1937 ihr erstes Gartenbuch publizierte.

Ein schönes und informatives Buch.

Empfehlenswert.

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Rezension: Eine Reise durch Englands Gartenschätze (Gebundene Ausgabe)

"Ich liebe das Besuchen von Gärten. Schon den Eingang betritt man mit Spannung, Aus- und Einblicke ziehen mich durch den Garten, Es ist immer inspirierend, und oft bekomme ich neue Ideen für Pflanzenkombinationen oder Gestaltungen. Selbst die kleinsten Gärten strahlen Harmonie, Ruhe und Frieden aus- und gelegentlich auch Spaß und Freude." (Elizabeth Banks, S.70)-

Wer wenige Tage vor Weihnachten ein Buch über schöne Gärten rezensiert, sehnt sich vermutlich nach einer anderen Jahreszeit. Ich gebe es zu, ich kann es kaum erwarten, bis die Narzissen wieder erblühen. Bis dahin gilt es Zimmerpflanzen zu pflegen und sich in Gartenbüchern Inspirationen zu holen.

Der Herausgeber George Plumptre und das Autorenteam nehmen den Leser mit auf eine Reise durch Englands Gartenschätze, die man durch schöne Bilder und bemerkenswerte Texte nahe gebracht bekommt.

SKH Prinz Charles hat das Vorwort geschrieben. Es ist also anzunehmen, dass auch er dieses wundervolle Buch in seiner Bibliothek beherbergt. Es geht um Gartenbesichtigungen und man hat die Chance 50 traumhafte Gärten und Parks kennenzulernen.

Zunächst erfährt man, dass es Gartenbesuche und –besichtigungen bereits seit Jahrhunderten gibt, doch erst seit den 1920er Jahren wurden diese Freizeitaktivitäten mittels einer Organisation in England und Wales revolutioniert. 1927 wurde das sogenannte National Gardens Scheme gegründet. Ziel war Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln. Dazu wurden ausgesuchte Gärten und Parks zur Besichtigung geöffnet.

Die Geschichte der NGS wird dem Leser im vorliegenden Buch einfühsam nahe gebracht. Man erfährt zunächst Wissenswertes über die Gärten in der Ära des Jazz (1927-1939). Die ersten Paradiese, die sich am NGS beteiligten zählten zu großen Landsitzen und Herrenhäusern. Zehn Gärten dieser Art lernt man kennen. Anschließend führt die Zeitreise den Leser bis ins Jahr 2012. Man gewinnt einen guten Eindruck und begreift zum Schluss den Gärtner Alan Titchmarsh sehr gut, wenn er sagt: "Wir alle brauchen von Zeit zu Zeit neue Ideen und das besuchen der Gärten von anderen Menschen ist für mich mit Abstand die beste Quelle dafür. Neue Arbeitsmethoden, unbekannte Pflanzen und das Wissen, dass die Verantwortung für einen wunderbaren Garten nicht bei einem selbst liegt, all das macht die Freude aus." (S.206).

Wie Recht dieser Gärtner doch hat. Sich am Glück anderer zu erfreuen und sich inspirieren zu lassen, halte ich für eine gute Sache. Wenn sie durch NGS befördert wird, macht es Sinn eine solche Organisation überall zu etablieren.

 Ein Buch, das ich gerne empfehle.

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Rezension: Mit Goethe im Garten: Inspiration und grünes Wissen aus den Gärten der Goethezeit (Gebundene Ausgabe)

Dieser traumhafte Bildband wird die Goethe-Fan-Gemeinde entzücken. Da bin ich mir völlig sicher. Mir ist schon klar, dass diese beiden Sätze zum Ende der Rezension stehen müssten. Ich bitte daher um Vergebung. Hier kann ich einfach nicht anders: ..."mit Goethe im Garten"....Wie viele Frauen haben sich das bereits gewünscht? 

 Die Autorin Dr. Renate Hücking und die Fotografin Marion Nickig beginnen ihr Werk nicht wie üblich mit einer Einführung, sondern stattdessen mit einer Einladung. Eingeladen wird zu einem Gartenspaziergang mit Goethe.

Wer sich mit dem großen Frankfurter Sohn etwas näher befasst hat, weiß um dessen Natur- und Pflanzenliebe und wer schon einmal in Weimar war, kennt sicher die dortigen schönen Gärten des Dichters.

Das Buch ist in viele Abschnitte untergliedert. Alle sind reich bebildert und schenken dem Betrachter einen guten Eindruck von Goethes Gärten und deren Besonderheiten, aber auch von den Gärten seiner Weimarer Zeitgenossen. Textstellen aus Goethes Werken und Briefen, Gedichte, Rezepte, altes Gärtnerwissen, das aufgrund von hilfreichen Zusatzinformationen zu den einzelnen Pflanzen, Gartenthemen und – rezepten für die heutige Zeit umsetzbar wird, machen einen Teil des schönen Buches aus.

Zunächst erfährt man wie Goethe zum Gartenbesitzer wurde. Es war übrigens der 21. April 1776 als er in sein Tagebuch notierte "Den Garten in Besitz genommen". Gemeint ist damit der Garten an der Ilm, den man heute noch besichtigen kann, wenn man sein Gartenhaus besucht. Zauberhafte Bilder von diesem Garten und auch ein Foto des dortigen "Steins des guten Glücks" ließen mich lange verweilen, weil all das Gesehene mit vielen Erinnerungen verbunden ist.

Aufgeklärt wird man über die "Frankfurter Rose", über Spargel, den Goethe so sehr schätzte und den seine Mutter in Frankfurt in ihrem Garten schon anbaute. Über Veilchen und Malven, Dahlien, Nelken und andere Blumen, die in der Zeit der Weimarer Klassik schon geschätzt wurden, liest man Näheres und erkennt immer mehr, dass Goethe ein besonderer Adam im selbst erschaffenen Paradies war.

Man erfährt viel von Goethe in seiner Funktion als Gartengestalter, liest aber auch über die bürgerliche Gartenlust in Weimar generell. Herders Garten wird gezeigt, auch der Garten der Familie Kirms-Krackow, den ich übrigens ganz entzückend finde und immer mal wieder besuche. Dass Wieland vierzehn Kinder zu versorgen hatte, wusste ich bislang nicht, dass er deshalb einen großen Obst- und Gemüsegarten besaß, wundert eigentlich nicht, aber bei aller Versorgungsproblematik besaß er auch einen Rosengarten zur Erbauung.

Ich möchte an dieser Stelle nicht alle Zeitgenossen Goethes in Weimar benennen, die im Buch als Gartenliebhaber vorgestellt werden, sondern möchte stattdessen erwähnen, dass man auch sehr gut über den Wörlitzer und den Weimarer Park unterrichtet wird. Goethe und der Landschaftsmaler Professor Adam Friedrich Oeser entwickelten das Konzept zum Weimarer Park, der zwischen 1778-1828 entstand.

Nicht nur die Gartengeschichte um Charlotte von Stein, sondern auch jene um Christiane Vulpius ist kurzweilig zu lesen. Christiane mauserte sich übrigens zu einer besonders leidenschaftlichen und kenntnisreichen Gärtnerin, die für den Gartenliebhaber Goethe zum Glücksfall wurde. Sehr interessant sind Christianes Briefe aus dem Garten, die dokumentieren, was Goethe an dieser Frau hatte. Dass er ihr 1813 das Gedicht "Gefunden" widmete, zeigt wie sehr sie ihm am Herzen lag, auch wenn die Weimarer Gesellschaft dies anders gesehen haben mochte. War die Intellektualität die Gemeinsamkeit zwischen Charlotte von Stein und Goethe, so war es die Liebe zur Natur und dem Garten bei Christiane und ihm. Schlussendlich verbindet eine solche Liebe vermutlich weitaus tiefer, weil das Paradies ihre Basis ist.

Am Ende des Buches sind Goethes Lebensdaten aufgelistet, zudem auch Infos zu historischen Gärten in und um Weimar und eine Vielzahl von Pflanzenanbieter und Vereinigungen wie etwa die Rosensammlungen in Deutschland.

Ein sehr schönes Buch, das ich gewiss immer wieder gerne zur Hand nehme, wenn meine Goethe-Sehnsucht dies erfordert.

Empfehlenswert. 

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Rezension: Cottage Gärten: Ratgeber Cottage Garten

Dieses reich bebilderte Gartenbuch der Autorin Gail Harland thematisiert sogenannte Cottage-Gärten und möchte Inspiration und praktisches Wissen im Hinblick auf den eigenen Garten schenken.

In der Einleitung erfährt man zunächst allgemein Wissenswertes zum Cottage-Garten. Man erkennt ihn an seiner Anpassungsfähigkeit und an seiner Zwanglosigkeit. Einst dienten diese Gärten in erster Linie dazu, Nahrungs- und Heilpflanzen für Mensch und Tier zu liefern. Damals spielten dekorative Aspekte noch keine Rolle. Dies hat sich allerdings geändert.

Das in mehrere Abschnitte eingeteilte Werk mit vielen bezaubernden Gartenbildnern, die nicht nur Hobbygärtner entzücken werden, befasst sich zunächst mit dem Zauber eines solchen Paradieses. Man erfährt hier zunächst mehr über Subsistenzgärten, städtische Cottage-Gärten, den Einfluss der Klöster und über Landgüter. Pflanzenjäger brachten einst von ihren Expeditionen botanische Schätze mit, die ihren Weg auch in besagte Cottage-Gärten gefunden haben. Man liest von der unbändigen Sammelleidenschaft der Gärtner, die ich von meiner Mutter kenne, die eine passionierte Hobbygärtnerin ist.

Britische Gartenbuchautoren werden vorgestellt und man wird zudem über die Nutzgartentradition aufgeklärt. Stile und Jahreszeiten kommen zur Sprache. Thematisiert werden die blühende Gartenlaube, der Duftgarten, der Kräutergarten, der produktive Garten, der Hofgarten, der geheime Garten, der Wiesengarten und der Cottage-Garten im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Alsdann werden die charakteristischen Elemente gezeigt. Zu diesen gehören das Gartentor, auch die spezifischen Gartenwege und die Kletterpflanzen. Hier dann lernt man ein Spalier zu bauen. Die Gebrauchsanleitung ist sehr gut beschrieben. Sitzplätze, Bögen und Lauben, auch dekorative Elemente bleiben nicht ausgespart, bevor man sich ausgiebig mit Gehölzen und Blumen befassen kann. Klassische Cottage-Pflanzen werden vorgestellt. Zu ihnen gehören natürlich auch englische Rosen.

Des Weiteren geht es um Gemüsegärten, wie man diese anlegt und pflegt, sogar Vieh und Wildtiere werden nicht vergessen. Idylle pur. Sehr schön.

Lobenswert finde ich den umfangreichen Abschnitt, in dem die Pflanzen für den Cottage-Garten ausführlich erläutert werden. Beleuchtet werden hier eine Vielzahl von Bäumen, Sträuchern, Kletterpflanzen, Stauden, Zwiebeln und Knollen, Ein- und Zweijährige Pflanzen, frostempfindliche Pflanzen, Teichpflanzen, Obst und Nüsse, Gemüse, Kräuter und Liebhaberpflanzen. Man erfährt Näheres über Heimat, Höhe, Kultur, Winterhärte und Verwandte der jeweiligen Pflanzen und hat am Ende eine Vorstellung davon, was zueinander passt, wenn man einen Cottage-Garten gestalten möchte.

Die Gartenpflege wird auch bestens erklärt. Zum Schluss erhält man einen sehr guten Überblick anhand von vier Tabellen über den Garten im Jahresverlauf.

Ein schönes und dabei lehrreiches Buch, das beim Lesen bereits sehr viel Freude schenkt. Was will man mehr?

Empfehlenswert.

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Mein Herbstgarten: Zauberhaftes Farbenspiel und köstlicher Genuss (Gebundene Ausgabe)

Rechtzeitig zum bevorstehenden Herbst warten Susanna Wild und Lina Karna Kippel mit einem reich bebilderten Gartenbuch auf, das sich mit den schönsten Herbstgärten befasst.

Vorgestellt werden eingangs Stauden und man lernt, was die Herbstmonate anbelangt, auf Blätter zu setzen. Die Blüten sollte man dann nämlich eher als Bonus begreifen. Blumen sind im Buch nach Farben untergliedert, auch lernt man mannigfaltige Ziergräser kennen und erhält sehr gute Anregungen für Pflanzenplanungen für den Spätsommer und Herbst.

Beispiel: "Nutzen Sie die Transparenz einiger Pflanzen, um Tiefe und Spannung zu schaffen. Experimentieren sie ein wenig und pflanzen Sie höhere, lichte Pflanzen weiter vorn ins Beet und umgekehrt." (S.69).

Thematisiert wird des Weiteren der Herbst in Töpfen, Kränzen und Sträußen und es werden die schönsten Bäume und Büsche für die Herbstglut vorgestellt. Die Herbstarbeiten werden aufgelistet und die Pflanzen- sowie Frühlingsvorbereitungen werden zur Sprache gebracht.

Natürlich ist es interessant, auch über die Ernte im Herbstgarten zu lesen. Hier sollte man sich merken, dass Äpfel und Birnen auf Fremdbefruchtung durch eine andere Sorte angewiesen sind. Ein Apfel- oder Birnbaum im Garten genügt also nicht, wenn man im Herbst Früchte ernten will.

 Sehr inspirierend. 

 Empfehlenswert.

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Rezension: Köstliches aus Sumpf- und Wasserpflanzen: bestimmen, sammeln und zubereiten (Broschiert)

Dieses reich bebilderten Buch des Geoökologen Dr. Markus Strauß habe ich mit großem Interesse gelesen. Thema sind Sumpf- und Wasserpflanzen, die eine Bedeutung für das Aufrechterhalten des ökologischen Gleichgewichts haben.

Dass man solche Pflanzen essen kann, ist nur wenigen bekannt und dass sie Heilwirkung wissen auch nur Insider.

Der Autor stellt die Pflanzen in alphabetischer Reihenfolge vor. Zur Sprache gebracht werden: Bachbunge, Bach-Nelkenwurz, Brunnenkresse, Kohldistel, Mädesüß, Schilf, Indisches Springkraut, Wald-Engelwurz, Kleine Wasserlinse, Wiesenbärenklau, Wiesenknöterich und Wiesen-Schaumkraut.

 Zugegeben, vor der Lektüre des Buches wusste ich noch nicht einmal wie die meisten dieser Pflanzen aussehen. Zu jeder gibt es ein Porträt. Zudem wird man ausführlich über Wuchs und Aussehen, Vorkommen, charakteristische Inhaltsstoffe und Heilwirkung aufgeklärt und liest Wissenswertes zu Sammeltipps, zum möglichen Anbau im Garten, Teich oder Aquarium und über die jeweiligen Pflanzenteile, die man verwenden kann, sowie die Erntezeit. Zudem lernt man Rezepte kennen, die bestens erläutert werden.

Im Buch werden auch die kleinen Wasserlinsen beschrieben. Natürlich fiel mir sofort ein Vers von Wilhelm Busch ein, den ich seit meiner Kindheit im Kopf herumschleppe:

 "Da sitzt sie nun bei Wasserratzen,
Muss Wassernickels Glatze kratzen, 
Trägt einen Rock von rauhen Binsen, 
Kriegt jeden Mittag Wasserlinsen; 
Und wenn sie etwas trinken muss
 Ist Wasser da im Überfluss" 

Die Geschichte, in die dieser Vers eingebunden ist, ist mir allerdings entfallen.... 

Weshalb bleiben solche Verse im Kopf haften von Kindheit an? Jahrzehntelang glaubte ich Wasserlinsen seien etwas Dröges, gar eine Strafe. Doch nun lese ich von einem sommerlichen Gazpacho, das Wasserlinsen enthält und beginne diesen komischen Wassernickel zu vergessen, der in mir vermutlich Horrorvisionen auslöste und mich hinderte mich bislang vorurteilsfrei Sumpf- und Wasserpflanzen zu nähern.

Wiesen-Schaumkraut kenne ich übrigens auch aus meiner Kindheit. Ich pflückte diese violetten Blumen und verschenkte sie Großmutter. Niemals wäre es mir in den Sinn gekommen, dass diese Pflanze viele heilende Inhaltsstoffe besitzt. Wie so oft zeigt sich, dass Lesen nützlich ist.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Das bau ich selber an: Ein ganzes Jahr frisches Obst und Gemüse für 4 Personen auf 200 m² (Gebundene Ausgabe)

Meine Mutter baut seit 60 Jahren in ihrem Garten Obst und Gemüse an. Ihren grünen Daumen hat sie von einem ihrer Großväter geerbt, der in Ostpreußen eine Gärtnerei betrieben hat. Mutter und ich haben das Buch gemeinsam studiert und sie hat aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung beurteilt, ob es für Hobbygärtner brauchbar ist.

Um es gleich vorab zu sagen, sie findet die Beschreibungen perfekt. Zudem hat es ihr gefallen, dass man sich auf einige wenige Illustrationen (keine Fotos, kein Hochglanz) beschränkt hat, den Leser dadurch diszipliniert, am Text zu bleiben und sich dort gutes gärtnerisches Wissen anzueignen. Typisch preußisch.

Nachdem die Autorin die Leser und Leserinnen in der Einleitung ausreichend überzeugt hat, dass ein Gemüsegarten Vorteile bringt, wird man in vier großen Anschnitten über nachstehende Sachverhalte informiert:

Das Gemüsegarten-ABC Gemüse, Beeren und Kräuter Pflege für den Gemüsegarten Aktivitäten im Gartenjahr. Man erfährt zunächst wie und wo man einen Gemüsegarten anlegt und liest Wissenswertes zur Qualität und der Fruchtbarkeit des Bodens. Zudem wird man bestens über Gartengeräte sowie Hilfsmittel aufgeklärt und kann sich kundig machen, wie man einen Gemüsegarten bepflanzt und pflegt.

Im zweiten Abschnitt werden einzelne Gemüse-, Beeren- und Kräutersorten näher beschrieben. Hier geht es jeweils um Themen wie Kultivierung, Mittlerer Ertrag, Sorten, Schädlinge und Krankheiten, Gute Nachbarn, Haltbar Machen und Genießen.

Ich schätze nicht zuletzt die Tomaten aus dem Garten meiner Mutter, weil sie biologisch sinnvoll angebaut sind und man sie unmittelbar nach der Ernte verspeisen kann. Welch' ein Genuss. Meine Mutter bestätigte übrigens, dass man weder Kartoffeln noch Sonnenblumen im Nachbarbeet anpflanzen soll. Das mindert den Ertrag.

Himbeeren und Erdbeeren direkt im Garten in den Mund zu stecken, sind wirkliche Highlights für den Gaumen. Sie bedürfen natürlich einiger Pflege. Wie diese funktioniert, wird bestens erläutert....... Sehr lobenswert sind die Gesundheitshinweise im Buch. Basilikum enthält übrigens viel Eisen und Vitamin K. Zudem beugt es Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Wussten Sie das schon?

Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen, halte ich für wichtiger als sie zu bekämpfen. Wie man die Maßnahmen zur Vorbeugung ausschauen, wird zufriedenstellend erklärt.

Im vierten Abschnitt schließlich erhält man eine genaue Anleitung, welche Gartenaktivitäten im Gartenjahr angesagt sind. Wer sich daran hält, wird viel Freude haben. Mein Onkel, der in diesem Jahr 90 Jahre alt wird, ist heute noch in seinem Garten aktiv. Es sagt immer wieder, dass Gartenarbeit ungemein verjüngend wirke und für innere Ausgeglichenheit sorge. Er selbst ist der beste Beweis für diese Aussage.

Wie die Ernte verarbeitet werden kann, bleibt auch nicht ausgespart und zudem erhält man eine Übersicht über die einzelnen Aktivitäten im Gartenjahr. Der grüne Daumen meiner Mutter zeigte am Ende der Lektüre nach oben. Am Telefon hat sie mir berichtet, dass sie nun das Buch ihrem Bruder ausgeliehen habe. Er möchte demnächst Feldsalat säen und hält nach neuen Erkenntnissen Ausschau.

Empfehlenswert.

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Rezension:Mein Naturgarten - Glück und Geheimnis (Gebundene Ausgabe)

Neben Kochbüchern schenke ich meiner Mutter stets eine Vielzahl von Gartenbüchern. Sie zählt noch im hohen Alter zu den Menschen, die Gelesenes gerne in die Praxis umsetzen. Am kommenden Sonntag ist Muttertag. Zu diesem Anlass werde ich ihr Werner Gameriths "Mein Naturgarten" schenken. Sie gestaltet ihr Paradies schon immer nach ökologischen Gesichtspunkten und wird sich freuen, durch die Erkenntnisse im Buch in ihrem Bemühen um Ganzheitlichkeit bestätigt zu werden.

 Der Autor erzählt in dem reich bebilderten Werk zunächst seine Gartengeschichte, um im Anschluss daran, für den Wert der Vielfalt zu sensibilisieren. Wissen sollte man, dass die Grundidee des Naturgartens die Förderung einer stabilisierenden Artenvielfalt ist, weil diese nicht zuletzt vor Schädlingsproblemen schützt. Sobald Ungleichgewichte zwischen den Arten entstehen- das geschieht u.a. durch Agrochemikalien- funktioniert der natürliche Schutz im Garten nicht mehr. Man muss auf vieles achten, wenn man einen gesunden Garten gestalten möchte, der neben Pflanzen, Blumen und Bäume auch eine reiche Tierwelt beherbergt.

Zur Sprache gebracht werden Nahrungsbeziehungen, auch Biodiversivität, die dazu verhilft, Wasser und die Luft zu reinigen, Krankheiten und Schadorganismen zu unterdrücken und die Atmosphäre, aber auch das Klima zu stabilisieren.

 Man erfährt, dass regionale Wildkräuter den Boden verbessern, Pilze fördern und bestimmte Insekten und Tiere ernähren. Wer schöne Schmetterlinge liebt, kann sie nur dann im Garten bewundern, wenn er nicht auf Brennnesseln verzichtet.

 Der Autor beantwortet viele Fragen, allerdings oftmals anders wie möglicherweise erwünscht.

Sehr lesenswert ist das Kapitel, das die Überschrift trägt "Die Botschaft der Bienen". Es wird schnell klar, dass das Leben und Sterben der Bienen nicht nur Bienenhalter und die von der Blütenbefruchtung abhängige Landschaft etwas angeht.

Bei allem gilt der Merksatz: "Giftfreiheit, Artenvielfalt und eine naturnahe Imkerei sind die wichtigste Basis für ihr Gedeihen." (Zitat: S.74).

Aufgeklärt wird man über Wildpflanzen im Garten und dort an unterschiedlichen Plätzen, erfährt auch, welche Pflanzen naturnahen Lebensräumen schaden können. Über heimische Gehölze liest man und über Blumenwiesen, die für mich Ausdruck eines wirklichen Paradieses sind.

Verzichten muss man nicht auf Informationen zum Thema Selbstversorgergarten, liest auch über gute und schlechte Pflanzennachbarschaften, über Biotope, in denen man sogar baden kann, in diesem Zusammenhang über heimische Sumpf- und Wasserpflanzen und schließlich, was wir vom Garten lernen sollten. Hier möchte ich eine kleine Passage zitieren, die hoffentlich viele Leser sehr Ernst nehmen:

"Partnerschaftlichkeit statt Herrschaftsanspruch, Respekt gegenüber unseren Mitgeschöpfen, Einsicht in ihre Funktionen und Beziehungen brauchen wir auch für einen zukunftsfähigen Umgang mit unseren Mitmenschen und unserer einzigartigen Biosphäre. Wir üben diese Tugenden, wenn wir bei der Gartenarbeit die Natur unterschützen und mitarbeiten lassen. Im Garten sehe ich ein kleines Versuchsfeld und Modell für unseren Umgang mit der Welt." Das Buch empfehle ich wärmstens.


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Rezension: Obst, Gemüse, Blumen, Gras - Gärtnern macht den Kindern Spaß (Gebundene Ausgabe)

Bereits als fünfjähriges Mädchen hatte ich im Garten meiner Mutter ein kleines Beet, für das ich zu sorgen hatte. Dort pflanzte ich Blumen und Kräuter, Möhren, Radieschen, aber auch eine Zwiebel. Auf diese Weise wurde meine Liebe zu Pflanzen geweckt, die ich in ihrem Wachstum täglich beobachtete und dabei lernte, achtsam mit ihnen umzugehen, sie zu gießen und mit ihnen zu kommunizieren.

Das vorliegende, hübsch bebilderte Gartenbuch von Katharina M. Schiefer hilft Kindergarten- und Grundschulkindern die Idee des Gartenbeets umzusetzen. Die Kinder erfahren zunächst, welche Gartengeräte sie benötigen und was man mit den einzelnen Gartengeräten machen kann. Das Buch erhält eine Reihe von Infos, die in Sonderrubriken aufgeführt sind, beispielsweise zu Staunässe oder zu der richtigen Erde für Erdbeeren.

 Erklärt wird wie man Etiketten und Pflanzenschilder bastelt, wie man ein Beet anlegt und einen kleinen Zaun errichtet. Ausführlich wird erläutert wie aus Keimlingen Sämlinge werden, wie man Bohnen zum Klettern bringt, wie man ein Gewächshaus selbst baut, Pflanzen pikiert und wie Direktsaat funktioniert. All dies erfährt man natürlich auch in Gartenbüchern, die für Erwachsene geschrieben worden sind, doch im vorliegenden Buch geht es kindgerecht und entsprechend didaktisch hilfreich zu. Sehr gut wird dargestellt, welche Pflanzen sich mögen und welche nicht und allerliebst schaut die Vogelscheuche aus, die die Kleinen nach gut erklärter Anleitung mit ein wenig Geschick kreieren können.

 Die jungen Hobbygärtner lernen auch Grünlilien zu vermehren, sowie Radieschen und Kresse, verschiedene Gemüsesorten  anzubauen, ja sogar einen Obstbaum zu pflanzen.

Wer keinen Garten hat, kann ein Minikräuterbeet gestalten. Dazu erfahren die Kinder auch alles Notwendige und sie lernen sogar eine Blumenuhr zu pflanzen. Eine tolle Idee, deren Umsetzung gerade den Kleinen gewiss Spaß machen wird. Auch erläutert wird wie man Pflanzen presst und welche Tiere im Garten beheimatet sein können. Ganz zum Schluss des Buches gibt es dann nochmals einen kurzen Überblick über das Gartenjahr und dann kann es losgehen.

 Ein gelungenes Buch, das ich gerne empfehle, weil es die Kleinen spielerisch mit Gartenkultur vertraut macht und die Basis für eine bewusste und gesunde Ernährung schafft.

Empfehlenswert.

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Rezensionen:Meine fabelhafte Samengärtnerei: Samen gewinnen, aufbewahren, säen

Ulla Haselmarl erfreut Gartenliebhaber mit einem sehr informativen und dabei reich bebilderten und hübsch illustrierten Buch über ihre Samengärtnerei.

Meiner 82 jährige Mutter, die noch immer ihrem Hobby mit großer Freude nachgeht, wird das Buch gut gefallen, denn sie zieht viele Pflanzen selbst in ihrem Gewächshaus. Mittlerweile erkenne sogar ich an den winzigen Blättchen das, was einmal daraus werden soll und habe natürlich auch schon Aussaatmethoden selbst ausprobiert. Die simpelste Form zuallererst: die Direktaussaat. Die Spatzen in meinem Garten waren begeistert.

Doch ich möchte nicht über deren Gefräßigkeit hier auslassen, sondern das ein oder zum Buchinhalt mitteilen. Neun Abschnitte warten auf den Leser. Im ersten Abschnitt erfährt man u.a. Faustregeln für Samensammler, lernt Samen zu verwalten und ein Ablagesystem zu entwickeln, das auf die Aussaattermine "frühe Vorkultur, normale Vorkultur, Vorkultur im Gewächshaus und Direktaussaat" genau achtet.

Man lernt englisches Gartenvokabular kennen, um sich anschließend mit Aussaatmethoden näher zu befassen. Zur Sprache gebracht werden die Aussaat im Haus, im Gewächshaus, die Stratifikation, sprich die Kältebehandlung von Samen, die frühe Aussaat im Freien, die Aussaat im Kühlschrank und die Direktaussaat.

Es gibt Blumen, die die Direktaussaat vorziehen, so etwa die "Jungfer im Grünen" und die "Ringelblume". Über vorbehandelten Staudensamen, zudem der "Tibet-Scheinmohn" gehört, schreibt die Autorin Wissenswertes zu ihren Versuchsergebnissen und klärt ferner über die Keimung im Wasser und die Winteraussaat auf. Schlussendlich erfährt man, wie man die kleinen Pflänzchen pikiert und abhärtet.

Beleuchtet werden weiterhin die Selbstaussaat, Sommerblumen und hier u.a. einjährige Pflanzen, die gerne im Dunkeln keimen. Besonders spannend finde ich die Beschreibung der einjährigen Kletterpflanzen, so etwa der Schönranke, der scharlachroten Prunkwinde oder auch der kanarische Kapuzinerkresse.

Eine Vielzahl von Sommerblumen wird porträtiert, unter ihnen auch Gartennelken und Zinnien. Über die Aussaat von Stauden, die im Frühsommer blühen, auch über zweijährige Klassiker, wie Vergissmeinnicht liest man alles Notwendige zum Thema und selbst die Aussaat von Gemüse bleibt nicht ausgespart, ja sogar Bäume lernt man auszusäen.

Im Kapitel "Ein Garten auf dem Fensterbrett" sind mir die blauen Blüten der "Jacaranda" besonders aufgefallen. Diese kleine Schönheit aus Madeira kann man auch selbst ziehen.

Da man zur Saatkultur die richtige Ausstattung benötigt, wird man diesbezüglich auch informiert. Bei allem darf man nicht vergessen, dass Licht lebenswichtig ist und bei der Aussaat im Februar eine Lampe den ganzen Tag über den Pflanzen brennen sollte, selbst dann, wenn die Saatkästen auf der Fensterbank stehen.

Ein Buch für Hobbygärtner, die im Garen mehr als nur ihre Blumen gießen wollen.

Empfehlenswert.

Rezension:Lieblingsplätze im romantischen Garten: Anlage und Ideen für die Freiluftsaison (Gebundene Ausgabe)

Das erste Wort, das mir für dieses reich bebilderte Gartenbuch von Ursula Kopp eingefallen ist, lautete "zauberhaft". Die Gartenbilder sind nicht nur ansprechend oder gar schön, nein, sie berühren mein Herz, mittels Farbe, Form und durch die Romantik, die hierdurch vielschichtig vermittelt wird.

Zunächst hat man Gelegenheit, sich mit Gartengeschichte zu befassen. Die Ursprünge der Kunst des Gartenbaus liegen in Persien. In Babylon legte man dann ausgedehnte Terrassengärten an. Wie es anschießend weiterging bis in unsere heutige Zeit wird kurz skizziert, bevor man Wissenswertes im Hinblick auf die Romantiker erfährt, die an die Macht des Ahnens und der Intuition glaubten und das Reich der Fantasie sowie des Traums, bis hin zu den dunklen Bereichen der Seele priesen. Sie pflegten die abgeschlossene Welt eines intakten Freundeskreises und begeisterten sich für die Schönheit und Wildheit der Natur, (vgl.: S.15).

 Der zentrale Aspekt eines romantischen Gartens besteht darin, dem Menschen das Gefühl eines Zufluchtsortes zu geben. Es geht bei der Anlage eines solchen Paradieses primär um Abgeschiedenheit. Informiert wird über das Phänomen der Geborgenheit durch Sichtschutz. Hier kommen Mauern und Hecken zur Sprache, auch Kletterpflanzen und Zäune. Über den Eingang eines romantischen Gartens liest man Wissenswertes und auch wie man effektvoll Grenzen überspielen kann, denn ein solcher Garten sollte trotz Begrenzung und Abschirmung grenzenlos erscheinen.

Man erfährt, was man tun muss, um einen romantischen Garten anzulegen, liest über die Gestaltung von Gartentreppen, Brücken oder auch von befestigten Plätzen, über Wasser im Garten, etwa in Form eines Teichs oder Bächleins, um dann mehr darüber zu erfahren, wie man Lieblingsplätze im Verborgenen dort gestaltet. Sehr gut haben mir die Ideen zu Pavillons gefallen und auch jene für Lichteffekte am Abend.

Gartenmöbel aus Gusseisen oder aus Holz passen in ein solches Paradies und auch Vasen, Amphoren und Töpfe, Statuen, Skulpturen und Kugeln sowie Wasserspiele. Über all dies wird man bestens informiert und erhält zahlreiche visuelle Eindrücke. Schlussendlich kommt auch noch die Bepflanzung zur Sprache. Nicht unerwähnt bleibt, das Blau die Farbe der Romantik ist, doch auch Pastelltöne sich im romantischen Garten zuhause fühlen. Flieder, Hortensien, Gold- und Blauregen, Rosen und andere Blumen sowie Pflanzen, die einen guten Duft verströmen sollten hier beheimatet sein. Die Formen der Pflanzen spielen im romantischen Garten eine wichtige Rolle, darüber liest man ebenfalls Näheres und hier nicht zuletzt über Kletterpflanzen. Ein romantischer Garten schaut letztlich stets ein wenig verwunschen aus.

Ein schönes Buch, dessen Bilder mich an Gedichte erinnern, die einst Lyriker der Romantik verfasst haben. Empfehlenswert.

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Rezension:Gartenexpertinnen und ihr grünes Wissen (Gebundene Ausgabe)

Dieses wunderschöne und dabei sehr informative Gartenbuch, in dem Gartenexpertinnen und ihr Wissen mittels informativer Texte der Biologin Kristin Lammerting und bezaubernder Fotos von Ferdinand Graf von Luckner uns Gartenfreunden nahe gebracht werden, beginnt mit einem einleitenden Essay der Autorin, in dem sie zunächst die rhetorische Frage beantwortet, wie eine Frau zur Gartenexpertin oder gar zur Gartenbotschafterin wird.

 Lammerting erinnert an die großen Gartendamen Englands, allen voran Gertude Jekyll, deren Schicksal ihr den Weg von der Malerin zur professionellen Gartengestalterin bahnte. Über 400 Gärten hat sie kreiert und ihre Ideen blieben uns in mehr denn 1000 Beiträgen für Zeitschriften und in ihren 13 Büchern erhalten. Auch über Vita Sackville-West und all die anderen berühmten Britinnen weiß Lammerting Wissenswertes zu berichten, bevor sie sich Deutschlands Gartenbotschafterinnen zuwendet.

Sie porträtiert in der Folge: Bettina Gräfin Bernadotte, Brigitte Röde, Victoria von dem Busche, Sabine Reber, Angelika Ertel, Petra Pelz, Heike Boomgarden, Anja Maubach, Ute Wittich und schreibt schlussendlich auch über sich selbst.

 Lammerting ist es gelungen, von jeder der einzelnen Damen ein beeindruckendes Porträt zu kreieren, das die Individualität dieser Gartenbotschafterinnen sichtbar werden lässt. Dabei ist Gräfin Bernadotte beispielsweise der vielschichtige Dialog von Kunst, Mensch und Natur besonders wichtig. Darin offenbar besteht das Geheimnis der Insel Mainau. Die Autorin schreibt von den Inselspaziergängen mit der Gräfin, die der Ansicht ist, dass jeder Garten eigentlich eine Insel sei und deren Wunsch darin besteht, dass sich in einem Garten alle Menschen wohlfühlen sollen. Dass die Mainau ein Bienenparadies ist, bleibt auch nicht unerwähnt und man erfährt viel über die Besonderheiten der Garteninsel, auch über die Gartengeheimnisse der Gräfin, so etwa ihre Kniffe für die Ansiedlung von Schmetterlingen.

 Gartengeheimnisse plaudern alle porträtierten Gartenexpertinnen aus, auch die von mir sehr geschätzte Viktoria von dem Busche, deren Gartenbücher ich gerne lese und die nicht grundlos bereits mehrfach den Deutschen Gartenbuchpreis erhalten hat. In den Gesprächen, die Kristin Lammerting mit den Damen geführt hat, sagt Katharina von Ehrens "Wer wissen möchte, welche Pflanzen in einer Gegend besonders gut wachsen, der möge alte Friedhöfe besuchen. Dort sind die Pflanzen zu finden, die sich bereits über mehrere Jahrhunderte entwickelt haben – oftmals auch besondere Pflanzen, die sonst selten verwendet werden", (Zitat: S.88). Ein ungewöhnlicher Tipp, den ich aber zu schätzen weiß, denn ich kann solchen Besuchen viel abgewinnen, neben der Stille auch die Erkenntnis alles Endlichen.

 Dieses Buch zu lesen und die schönen Fotos zu betrachten, bereitet Freude. Dabei hat mir der Gartentraum von Petra Pelz besonders gut gefallen: "Wogende Grasfelder mit sich im Herbst färbenden Baumgruppen und ein Himmelbett mittendrinn; zu diesem Ort führt ein Holzsteg." (Zitat: S. 116). 

Empfehlenswert. 

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Rezension:Die schönsten Kiesgärten: Prächtige Gärten mit wenig Aufwand - Gestaltungsideen, Pflege, Pflanzenporträts (Gebundene Ausgabe)

Florian frohlockt. Endlich ein pflegeleichter Garten.

Herausgeber dieses schönen, reich bebilderten Gartenbuches ist die Gesellschaft der Staudenfreunde. Mascha Schacht und Katharina Adams berichten zunächst vom Ursprung der Kiesgärten und listen dabei erst einmal Pflanzen auf, die Mittelmeerambiente in solche Gärten bringen. Vorbild dieser Kiesgärten ist die Mutter Natur. Vegetationsvorbilder finden sich beispielsweise rund ums Mittelmeer bis hin nach Nordafrika. Dort nämlich kann man sich der unaufdringlichen Schönheit der Maccien und Garigues erfreuen. Dabei handelt es sich um Relikte einst riesiger immergrüner Hartlaubwälder, die aufgrund von Abholzung, Brandrodung und Beweidung über die Jahrhunderte stets lichter und humusärmer wurden.

Nicht bloß im Mittelmeerraum findet man solche Vegetationsvorbilder, sondern auch in der Steppenheide der Schwäbischen Alb und an zahlreichen Trockenrasenstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zunächst lernt man blühende Kiesgärten kennen, bevor man sich mit standortgerechter Pflanzenverwendung näher befassen kann. Dass Pflegeleichtigkeit und Attraktivität sich nicht ausschließen müssen, wird sehr schnell klar.

Ein Kiesgarten kann ein Hort der Pflanzenvielfalt sein, bei dem Bewässern nach der Anwachsphase unnötig ist, zumindest sofern man die richtigen Pflanzen wählt. Dabei überzeugen ein geringerer Verbrauch an Wasser, Dünger und Pflanzenschutzmitteln und der insgesamt geringere Pflegeaufwand bei dennoch sehr schönen Gestaltungsergebnissen.

 Die Autoren warten mit einer Fülle von Gestaltungsideen auf. Farben und Formen kommen diesbezüglich zur Sprache, eine Vielzahl von Pflanzen lernt man kennen und man kann sich mittels Fotos einen visuellen Eindruck verschaffen, wie solche blühenden Kiesgärten idealtypisch ausschauen.

Man wird über die gebräuchlichsten Zierkiese informiert, dann werden Kiesbeete im Eingangsbereich und hübsche mediterrane Kiesgärten näher beleuchtet. Vorgestellt werden entsprechende Pflanzen und man erfährt auch wie man diese pflegt. Gräser sind ein Thema, auch Gehölze, Kiesgärten im Asia-Stil, hier kommt auch Bambus zur Sprache und es wird erläutert, was alles man für die Anlage eines Kiesbeetes benötigt.

Das Buch überzeugt nicht zuletzt deshalb, weil es klar macht, dass man auch mit wenig Aufwand einen schönen Garten kreieren kann.

 Empfehlenswert.

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